Was mir immer wieder auffällt: Bei ETF Empfehlungen wird fast immer empfohlen "Nimm den MSCI World oder der FTSE All-World". Egal ob Artikel auf Spiegel oder Zeit, ob Finanzblogger oder sonstige Ratgeber, es sind oft nur diese beiden Indizes. Auch die KI empfiehlt sie. Bei Finanztip fällt es mir manchmal auch auf in den Newslettern. Zunehmend wird zwar auch der MSCI ACWI empfohlen.
Aber warum wird eigentlich fast nie der FTSE Developed erwähnt bzw. empfohlen?
Objektiv betrachtet ist er doch der bessere Index (als MSCI World) oder übersehe ich hier etwas?
Mehr Länder (Polen, Südkorea), mehr Marktabdeckung (90% statt 85%), 2000 Titel statt 1300, weniger USA (geringfügig), besseres Sharpe Ratio (geringfügig).
Der Vanguard ETF auf diesen Index war lange Zeit einer der günstigsten Industrie-Länder ETF, an den Kosten kann es also nicht liegen. Tracking Differenz auch hervorragend.
Franklin Templeton hat vor zwei Jahren einen ETF auf diesen Index raus gebracht zu sehr geringen Kosten, aber der scheint nicht sehr attraktiv zu sein. Fast schon schade... warum eigentlich nicht?
Die Leute kaufen stattdessen lieber noch viel jüngere ETFs - teils Swap, teils teurere - von Amundi oder BNP Paribas oder Ossiam oder physische mit Domizil Frankreich, Hauptsache es steht MSCI World drauf? Und das trotz des gesättigten Angebots auf diesen Index.
Wie ist euer Eindruck? Kommt der FTSE Developed trotz seiner Qualität zu kurz? Kauft die Masse das was oft empfohlen wird (MSCI World) und es wird weiterhin über das berichtet, was die Masse hören will (MSCI World)?