Hallo liebes Forum,
ich habe zwei Baustellen wo ich mir die Frage stelle, ob es wirklich sinnvoll ist diese Dinge so weiter laufen zu lassen.
Kurz zu mir, bin jetzt 42 Jahre, noch nicht verheiratet, 2 Kinder (0+3,5J), noch angestellte im Familienunternehmen, perspektivisch in den nächsten 5 Jahren geschäftsführender Gesellschafter.
Die erste Baustelle ist eine alte Ringrente, die ich letztes Jahr von meinen Großeltern übernommen habe. Somit zahle ich Beiträge jetzt selber und erhalte somit auch die Infoblätter dazu.
Nach einigem lesen hier und der häufig gehörten Infos, dass solche Renten/Lebensversicherungen Geldvernichtungsanlagen sind, möchte ich hier einmal in die Runde fragen, ob meine Gedanke schlüssig sind und ob eine Freistellung oder gar Auszahlung mit einem Reinvest in z.B. ETFs nicht die bessere Option wären.
Daten der Ringrente:
Abschluss: 01.02.1996
Laufzeit: 01.02.2031 mit der Option 10 Jahre längerer Laufzeit
Zum Stand März 2025
Garantierte Leistungen zum 01.02.2031:
Mtl. Rente 164,35EUR, Kapitalabfindung 39500EUR + Überschussguthaben i.H.v. 738,87 = 40238,87EUR
Garantierte Leistungen zum 01.02.2041:
Mtl. Rente 336,75EUR, Kapitalabfindung 70383EUR + Überschussguthaben i.H.v. 38,87 = 71121,87EUR
Aktuelle Gesamtverzinsung 2,25%
Todesfall zum 01.03.25: 20471,39EUR
Freistellung zum 01.03.2025 32173,87EUR zum 01.02.2031
Kündigung zum 01.03.2025 26172,63EUR
Beitrag zum 01.02.2025 110,86EUR, jährliche Anpassung 5% min. 3,00EUR
Ich habe mit dem Rendite-Rechner von Zinsen-berechnen.de versucht die Rendite zu ermitteln und kam auf magere 2,5%, das ganze zwar steuerfrei aber trotzdem irgendwie gefühltes Geldverbrennen.
Ich spar seit ein paar Jahre in ein paar ETFs ein, da ist die Rendite deutlich besser ...
Die zweite Baustelle ist meine bAV mit BU von HDI, als die Entscheidung fiel hier im Unternehmen zu bleiben haben wir hier mögliche Altersvorsorgen diskutiert und da mein Vater seine Vorsorge bei HDI hat, haben wir dort auch für mich etwas abgeschlossen. Nach den ersten paar Jahresmeldungen bin ich aber vom Glauben abgefallen wieviel Gebühren und Kosten sich da so einverleibt wird.
Sowohl die bAV wie auch die BU sind komplett Arbeitgeberfinanziert somit erzeugen Sie für mich aktuell keine direkten Kosten aber auch hier ist mein Bauchgefühl, dass eine andere Form des Invests sinnvoller sein könnte.
Könnte daher, dass ich nicht abschätzen kann wie stark sich die Versteuerung von nachgelagerter zur vorgelagerter bemerkbar macht.
bAV: HDI TwoTrust Selekt Direktversicherung Tarif RX19
Versicherungsbeginn 01.02.2019, Beginn der Rente 01.11.2050
Prämie ab 01.01.2026: 232,00EUR, Dynamik entsprechend der BBG, Kosten für Dynamik 2,5% der Prämiensumme, aktuell 119,40EUR
Garantierte Rente 254,57EUR, Garantiekapital 83921EUR, Rentenfaktor 24,27EUR
Daten zum Stand 01.02.2026:
Eingezahltes Kap: 15408,00EUR
Guthaben zum 01.02.2025: 11046,11EUR
Beiträge: 2608EUR
Überschussbeteiligung: 391,03EUR+91,59EUR
Abschluss+Vertriebskosten: 78,80EUR
Laufende Kosten 208,84EUR
Guthaben: 13849,09EUR
Mir ist klar, dass hier die Abschlusskosten die über die ersten 5 Jahre verteilt werden, die Wertentwicklung vollkommen zerstört haben, und sich das in den zukünftigen Jahren verbessern wird.
Die Hochrechnungen sagen zB. bei unveränderter Fortführung bis 01.11.2050 bei 2% Wertentwicklung des MultiSelekt Konzepts: 328,25EUR Rente oder 106512,10EUR Kapital.
Hier habe ich noch nicht versucht die Rendite zu berechnen, bei den Kosten schlägt aber vermutlich auch jeder ETF den Vertrag...
Die BU läuft ebenfalls bei HDI und wurde zusammen abgeschlossen, hier gibt es aktuell für rund 180,00EUR mtl. Prämie (auch mit Dynamik entsprechend der BBG) knapp 3000EUR garantierte Rente im Falle der BU, mit aktueller Überschussbeteiligung sogar rund 4250EUR. Auch wenn es hier nur Geld gibt, wenn eine tatsächliche BU eintritt, halte ich diesen Vertrag für i.O., zumal er auch komplett AG finanziert ist, oder seht Ihr das anders?
Für Euren Input bin ich dankbar!
Grüße
Bastian