Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung

Versicherungen zum Sparen bringen wenig und kosten viel

Martin Klotz
Experte für Vorsorge
29. April 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei der Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung sparst Du vor allem fürs Alter. Gleichzeitig gehört zur Versicherung auch eine Auszahlung im Todesfall.
  • Heutzutage wird dieser doppelte Schutz meist noch um eine Auszahlung des Kapitals als Rente ergänzt. Dann bekommst Du eine private Ren­ten­ver­si­che­rung.
  • Früher wurden die Beiträge für diese Verträge meist „klassisch“ angelegt, also vor allem in Zinsprodukten wie Anleihen.
  • Bei dem niedrigen Zinsniveau, das wir zurzeit haben, lohnen sich diese Verträge nicht mehr, der Garantiezins sinkt ab 2022 auf 0,25 Prozent.
So gehst Du vor
  • Neue Kapitallebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung lohnen sich heute für Dich kaum noch. Lass deshalb eher die Finger davon.
  • Alte Verträge können allerdings noch richtig gut sein. Wenn Du bereits eine Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung hast, kündige nicht überstürzt, sondern prüfe eher einen Verkauf.

Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen sind noch immer die Standardprodukte der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2019 noch knapp 2,3 Millionen kapitalbildende Verträge neu abgeschlossen. Neben 1,4 Millionen Mischverträgen waren davon rund 250.000 fondsgebundene Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rungen und immerhin auch noch etwa 700.000 sind klassische Verträge. Berater präsentieren diese gerne als langfristige und sichere Lösungen für die Altersvorsorge. Dabei steht die Lebensversicherung laufend in der Kritik.

Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen solltest Du kritisch sehen

Regelmäßig bemängeln Verbraucherschützer wie der Bund der Versicherten (BdV) oder die Zeitschrift „Öko-Test“, dass die Beteiligung der Versicherten an den Gewinnen, die die Lebensversicherer erwirtschaften, nicht transparent sei. Die Versicherungswirtschaft dementiert diese Vorwürfe und wirft der Gegenseite Falschaussagen vor.

Fakt ist aber, dass aufgrund der seit Jahren niedrigen Zinsen Lebensversicherungen immer unrentabler werden. Die Zahlen sprechen also gegen den Neuabschluss einer Renten- oder Lebensversicherung. Und das hat auch Konsequenzen: Mehr als jeder vierte Versicherte möchte oder kann kein Geld mehr in den Vertrag einzahlen und hat seine Lebensversicherung laut Map-Report des Analysehauses Franke und Bornberg deshalb beitragsfrei gestellt.

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Die kapitalbildende Lebensversicherung

Klassische Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen sind eigentlich langfristige Sparprodukte, die meistens der Altersvorsorge dienen. Die Lebensversicherung beinhaltet immer auch einen Todesfallschutz – die Familie bekommt also Geld, sollte der Versicherte vor Ablauf sterben. Bei der Ren­ten­ver­si­che­rung kann dieser Schutz zusätzlich abgeschlossen werden. Während eine Lebensversicherung das Geld bei Ablauf auf einen Schlag ausbezahlt, gibt es das Geld bei einer Ren­ten­ver­si­che­rung typischerweise als lebenslange Rente.

Es gibt noch weitere Formen der Lebensversicherung, wie sogenannte fondsgebundene Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen, bei denen das Geld ganz oder teilweise in Investmentfonds angelegt wird. Wir raten von den meisten Produkten dieser Art aufgrund der hohen Kosten ab. Eine neuere Variante sind Indexpolicen.

Auch Berufsunfähigkeits- und Ri­si­ko­le­bens­ver­si­che­rungen zählen im weiteren Sinn zu den Lebensversicherungen. Bei diesen handelt es sich aber um sinnvolle Versicherungsprodukte, die wir grundsätzlich empfehlen.

Mehr dazu im Ratgeber Ri­si­ko­le­bens­ver­si­che­rung

  • Familien mit einem Alleinverdiener oder einem Immobilienkredit brauchen eine Absicherung für den Todesfall.
  • Wir empfehlen Hannoversche, Huk24, Europa und Cosmosdirekt. Letztere solltest Du aber immer mit einem zweiten Anbieter vergleichen, um Preisausreißer zu vermeiden.

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Das Problem mit dem Garantiezins

Ein Verkaufsargument der Versicherungswirtschaft ist die Sicherheit der klassischen Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen. Jede Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung hat ab Vertragsabschluss einen Garantiezins, der bis zum Vertragsende unverändert bestehen bleibt. Damit garantiert die Versicherung beim Abschluss also einen Wert, den das Guthaben erreichen soll. Der Garantiezins, der eigentlich Höchstrechnungszins heißt, ist von der Politik gedeckelt. Seit Jahren befindet er sich im Sinkflug: Seit Januar 2017 darf er höchstens 0,9 Prozent betragen. Für Verträge ab 2022 hat die Bundesregierung beschlossen, den Höchstrechnungszins sogar auf 0,25 Prozent zu senken.

Die Versicherungsbranche fordert die erneute Absenkung bereits seit 2019. Denn dadurch verringern sich die garantierten Renten, die Versicherer ihren Kunden zum Ende der Vertragslaufzeit versprechen müssen. Mit niedrigeren Garantiewerten lassen sich neue Verträge dann zwar schlechter verkaufen, doch den aktuellen Rechnungszins von 0,9 Prozent können die Versicherer im Niedrigzinsumfeld – nach Abzug der häufig hohen Vertragskosten – kaum noch erwirtschaften. Daher erlaubt die Gesetzesänderung des Bundesfinanzministeriums auch ausdrücklich, dass Versicherer den Garantiezins bereits vor dem 31. Dezember 2021 anpassen dürfen.

Die erneute Senkung des Höchstrechnungszinses sorgt dafür, dass klassische Verträge noch unattraktiver werden. Die folgende Grafik belegt die Entwicklung:

Ein weiterer Nachteil dieser Garantieverzinsung ist, dass sie nicht für den gesamten Beitrag gilt, den ein Versicherter bezahlt. Stattdessen verzinst die Versicherung nur den Sparanteil mit dem Garantiezins. Und der Sparanteil ist der übrig gebliebene Anteil, nachdem vom gesamten Beitrag die Abschlussprovision sowie Kosten für Verwaltung und Todesfallleistung abgezogen worden sind.

Allein die Abschlussprovision betrug in den vergangenen Jahren bei einem 30 Jahre laufenden Vertrag mit 100 Euro Monatsbeitrag durchschnittlich 1.440 Euro, verteilt auf fünf Jahre. Auf Druck des Gesetzgebers mussten die Versicherer die Abschlusskosten bereits senken. In den ersten fünf Jahren dürfen sie maximal 2,5 Prozent der Gesamtsumme aller Beiträge über die Laufzeit als Kosten abziehen. Dennoch betrug 2015 die Abschlusskostenquote von Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen im Schnitt noch 4,9 Prozent. Zusätzlich fallen für die Verwaltung des Vertrags weitere Kosten an. Im Durchschnitt lagen diese in den vergangenen Jahren laut Map-Report des Analysehauses Franke und Bornberg bei etwa 2 Prozent pro Jahr. Dabei schwankt dieser Wert erheblich: Einige Unternehmen verlangen 0,8 Prozent, andere über 10 Prozent.

Was bleibt nach diesen Kosten effektiv an garantierter Rendite übrig? Die Ratingagentur Assekurata hat für 30 Lebensversicherer ausgerechnet, welche effektive Beitragsrendite sich 2019 bei neuen Verträgen nach Kosten ergibt: Von versprochenen 0,9 Prozent bleiben im Durchschnitt bei klassischen Ren­ten­ver­si­che­rungen nur 0,14 Prozent übrig. Je nach Vertrag schlagen die Kosten noch deutlicher zu Buche. In der Untersuchung von Assekurata war bei einigen Versicherern die Beitragsrendite sogar negativ. Bei diesen Verträgen ist also nicht einmal der eingezahlte Beitrag garantiert – anders als bei Riester-Verträgen. Die Garantieverzinsung, oftmals eines der wichtigsten Argumente für die Lebensversicherung, fällt also effektiv sehr mager aus.

Punkten können einzig noch geförderte Altersvorsorgeverträge wie zum Beispiel die Riester-Rente oder eine betriebliche Altersvorsorge. Beide allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Dein Vertrag geringe Kosten hat und Du besonders hohe Zuschüsse vom Staat oder Deinem Arbeitgeber bekommst. Denn die Förderung ist ausschlaggebend dafür, dass sich Dein Vertrag gut entwickelt.

Über­schuss­be­tei­li­gung über Jahre gesunken

Die Garantieverzinsung bestimmt, was der Lebensversicherer seinen Kunden mindestens auszahlen muss. Das alleine macht aber noch nicht die Rendite des Vertrages aus. Zusätzlich beteiligt das Unternehmen jeden Versicherten an den laufenden Gewinnen, die durch die Investments und Anlagen der Versicherung entstehen. Das nennt man Über­schuss­be­tei­li­gung. Garantiezins und Über­schuss­be­tei­li­gung zusammen ergeben die laufende Verzinsung des Sparanteils. Die laufende Verzinsung ist seit Jahren rückläufig.

Laufende Verzinsung klassischer Renten- und Lebensversicherungen

bei Neuabschluss

im Jahr

Ren­ten­ver­si­che­rung

laufende Verzinsung

Lebensversicherung

laufende Verzinsung

2010

4,20%

4,19%

2011

4,07%

4,07%

2012

3,91%

3,90%

2013

3,61%

3,58%

2014

3,40%

3,37%

2015

2,54%

2,52%

2016

2,86%

2,84%

2017

2,61%

2,59%

2018

2,47%

2,49%

2019

2,46%

2,47%

20202,29%2,31%
20212,13%2,12%

laufende Verzinsung ohne Schlussüberschuss und Beteiligung an Bewertungsreserven
Quelle: Assekurata (Stand: März 2021) 

Die Versicherer setzen die Über­schuss­be­tei­li­gung jedes Jahr neu fest. Laufende Überschüsse aus den vergangenen Jahren sind dabei grundsätzlich fest zugesagt und können nicht mehr gestrichen werden. Theoretisch kann der Lebensversicherer in bestimmten Jahren gar keine Überschüsse zuteilen und nur den Garantiezins zahlen.

Schlussüberschuss und Effektivkosten

Am Ende des Vertrags gibt es außerdem noch den Schlussüberschuss und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven des Unternehmens. Der Schlussüberschuss trägt durchschnittlich 20 Prozent zur gesamten Rendite von Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen bei. Er ist jedoch nicht garantiert, sondern von der Situation des Unternehmens am Ende des Vertrags abhängig. Die Ratingagentur Assekurata hat für verschiedene Musterverträge in einer Hochrechnung die Gesamtverzinsung der Verträge errechnet – samt Schlussüberschuss. Demnach betrug die Gesamtverzinsung einer klassischen Lebensversicherung oder Ren­ten­ver­si­che­rung gut 3 Prozent im Jahr 2019.

Die Kosten der Versicherungen drücken die Rendite allerdings deutlich. Gäbe es keinen Abzug für Verwaltung und Abschluss, fiele die Gesamtverzinsung im Durchschnitt um 0,76 Prozentpunkte höher aus.

Altverträge belasten Neukunden

Das Hauptproblem für alle neuen Lebensversicherungskunden ist aber, dass die Versicherer viel Geld für die bereits bestehenden Altverträge mit hohen Garantieverzinsungen ausgeben müssen, also zum Beispiel aus den Jahren 1994 bis 1999. Damals haben die Versicherer noch 4 Prozent garantiert. Und diese Garantie müssen sie heute noch erfüllen – zu Lasten der Versicherten mit niedrigeren Garantien.

Assekurata hat ermittelt, dass die Anbieter 2018 für alle Verträge zusammengenommen eine durchschnittliche Garantieverzinsung von 2,75 Prozent aufbringen mussten – das ist viel mehr als die garantierten 0,9 Prozent, die Neukunden versprochen wurden. Knapp die Hälfte aller Verträge hat einen Garantiezins von mindestens 3 Prozent.

Damit die Lebensversicherungen auch in Zukunft ihre Garantien erfüllen können, hat ihnen der Gesetzgeber die sogenannte Zinszusatzreserve auferlegt. Die Versicherer müssen diese Rücklage bilden, weil sie auch in den kommenden Jahren die hohen versprochenen Zinsen aus dem laufenden Geschäft wahrscheinlich nicht finanzieren können. Seit 2011 haben die Versicherungen etwa 80 Milliarden Euro in dieser Reserve zurückgelegt.

Dieses Geld brauchen sie vor allem, um die hoch verzinsten Altverträge bedienen zu können. Seit 2020 müssen alle Verträge mit einem Garantiezins von 1,73 Prozent oder höher aus dem Topf bezuschusst werden. Das schmälert die Aussichten für die Über­schuss­be­tei­li­gung für Neuverträge. Denn das Geld, das der Versicherer erwirtschaftet, fließt erstmal in die Zinszusatzreserve.

Auch der Rentenfaktor sinkt

Doch all diese Aspekte beziehen sich nur auf das Guthaben, das am Ende Deinen Vertragswert ausmacht. Wenn Du Dich für eine monatliche Rente entscheidest, spielt auch der Rentenfaktor eine entscheidende Rolle. Er gibt an, wie viel Dir der Versicherer aus Deinem Vertrag auch wirklich auszahlt.

Seit Jahren sinkt der Rentenfaktor für neue Verträge ebenfalls. Das macht Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen im Vergleich zu früher noch unattraktiver.

Wo überall eine Lebensversicherung enthalten sein kann

Die Lebensversicherung steckt in vielen Verträgen, die oft für die Altersvorsorge abgeschlossen werden.

Direktversicherung oder Pensionskasse - Dies sind Formen der betrieblichen Altersvorsorge, hinter denen sich vor allem eine klassische Ren­ten­ver­si­che­rung verbergen kann. Eine Direktversicherung ist vor allem bei kleinen Unternehmen gängig. Die betriebliche Altersvorsorge kann durch die Förderung attraktiv sein, wenn der Arbeitgeber etwas dazu zahlt. Trotzdem solltest Du genau prüfen, ob sich die Anlage in einer Ren­ten­ver­si­che­rung lohnt – und gegebenenfalls bei Deinem Chef nach einer Alternative fragen.

Riester-Rentenversicherung - Sehr viele Riester-Verträge sind ebenfalls Ren­ten­ver­si­che­rungen, mit der dazugehörigen Förderung. Gerade hier fressen die Versicherungskosten einen großen Teil der Förderung wieder auf, was sich in einer niedrigeren durchschnittlichen Verzinsung niederschlägt als oben beschrieben. Aber wenn Du auf niedrige Kosten achtest, gibt es durchaus auch gute Riester-Versicherungen. Wie Du diese findest, liest Du in unserem Artikel Riestern mit Sicherheit. Mach Dich vorher unbedingt mit unserem Riester-Ratgeber schlau, welche anderen Formen des Riesterns es gibt und welche am besten zu Dir passt.

Rürup-Rente - Die Rürup-Rente ist grundsätzlich für Selbstständige und Besserverdienende gedacht, als Ergänzung zur gesetzlichen Rente oder zu Ansprüchen aus einem Versorgungswerk. Sie ist grundsätzlich eine sehr rigide und unflexible Form der Altersvorsorge, deren Abschluss mit Vorsicht zu genießen ist und die nur bei bestimmten steuerlichen Konstellationen sinnvoll ist. Ob Du dann die Form einer klassischen Ren­ten­ver­si­che­rung wählen möchtest, solltest Du gründlich prüfen.

Rente gegen Einmalbetrag (Sofortrente) - Dabei handelt es sich um eine spezielle Ren­ten­ver­si­che­rung, in die Du einen (hohen) einmaligen Betrag einbezahlst, der dann sofort in eine lebenslange Rente umgewandelt wird. Ein solcher Vertrag kann sinnvoll sein, wenn Du darauf hoffst, sehr alt zu werden und Dich dagegen absichern willst, dass Dir im hohen Alter das Geld ausgeht. Wie bei allen lebenslangen Renten lohnt sich diese Versicherung nur, wenn Du deutlich älter wirst als der Durchschnitt. Auch hier gilt es, stark auf die Kosten zu achten.

Diese Riester-Rente passt zu Dir

  • Unsere Anbieter-Empfehlungen für eine Riester-Rentenversicherung: Hannoversche (Tarif AV1) und Huk24 (TarifBRZ24) 
  • Unsere Anbieter-Empfehlungen für einen Riester-Fondssparplan: DWS Toprente Dynamik über Online-Vermittler, Deka Zukunftsplan Classic und Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)

  • Unsere Anbieter-Empfehlungen für einen Wohn-Riester: Dr. Klein, Interhyp und Planethome

Zum Ratgeber

Wenn Du bereits eine Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung hast

Kündige Deinen bestehenden Vertrag nicht vorschnell. Unsere kritische Sicht auf Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­rungen bezieht sich ja auf neue Verträge. Für einen bestehenden Vertrag gelten andere Regeln:

Prüf in Ruhe, ob der Vertrag zu Dir passt und sich für Dich rechnet. Dazu kannst Du beispielsweise unseren Lebensversicherungsrechner benutzen. Viele alte Verträge haben hohe Garantiezinsen und sind heute eine sehr gute Geldanlage.

Wenn die Beiträge zu hoch sind, kannst Du diese reduzieren oder den Vertrag ganz beitragsfrei stellen. Prüfe aber, ob eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung am Vertrag hängt und dadurch in Gefahr geraten könnte.

Bevor Du kündigst, solltest Du immer versuchen, Deine Lebensversicherung zu verkaufen. Du hast damit die Chance, einen höheren Wert zu erzielen als durch das Kündigen. Außerdem kannst Du eine Beleihung in Erwägung ziehen.

Eine Kündigung kommt vor allem infrage, wenn der Vertrag erst wenige Monate oder Jahre alt ist und Du Dich über den Abschluss ärgerst, zum Beispiel, weil ein Vermittler Dich dazu gedrängt hat. Denn dann kannst Du durch Kündigen immerhin einen Teil der Abschlussprovision vermeiden, da diese meist über die ersten fünf Jahre verteilt wird. Anders gesagt: In den ersten fünf Jahren sind die Kosten bei einer Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung besonders hoch.

Mehr dazu im Ratgeber Lebensversicherung kündigen

Zum Ratgeber 

 

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