MSCI World um EM ergänzen oder auf ACWI wechseln

  • Hallo zusammen,

    ich bespare aktuell monatlich den Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C. Ich würde aber zusätzlich gerne in Emerging Markets investieren.

    Ich schwanke zwischen zwei Optionen:

    1. Einfach einen MSCI Emerging Markets ETF dazunehmen
      und dann z. B. eine Gewichtung von 90/10 (World/EM) fahren

    oder

    1. Alles vereinfachen und auf einen All-in-One ETF wie bspw. den MSCI ACWI gehen
      und den bisherigen ETF einfach liegen lassen


    Welche Vor- und Nachteile seht ihr bei den beiden Varianten?


    Danke schon einmal für die Unterstützung

  • Kater.Ka 5. Mai 2026 um 09:42

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Die Vorteile bei der 1-ETF-Lösung liegen doch auf der Hand.

    Bei der 2-ETF-Lösung sehe ich eigentlich keine Vorteile. Außer du willst genau 90-10 machen statt eines sich anpassenden Verhältnisses, zurzeit macht der ACWI m.E. 88-12.

    Bei geringen Orderkosten und Luft im Freistellungsauftrag würde ich persönlich den World verkaufen und den ACWI kaufen.

  • Umstellung auf den All-World hätte auf jeden Fall den Vorteil, dass es übersichtlicher ist und du dich nicht mit Rebalancing beschäftigen musst. Dafür bist du dann mit dem Mischungsverhältnis festgelegt. Außerdem fallen beim Verkauf des MSCI World Steuern an.

    Stellt sich also die Frage, um welche Beträge es geht und wieviel Steuer anfällt. Wie lange möchtest du noch weitersparen, z.B. Zeit bis zur Rente? Magst du es lieber einfach oder möchtest du lieber flexibel bleiben?

    Bei hohen vorhandenen Werten im Depot und großen Gewinnen würde ich eher zur Zwei-ETF-Lösung tendieren. Dann einfach die Sparrate nur in den EM bis das Mischungsverhältnis passt. Wenn du noch ziemlich am Anfang stehst, würde ich persönlich eher wechseln.

  • Fängt man eine 90/10-Gewichtung an, müsste man konsequenterweise auch regelmäßig (wie oft auch immer das sein soll) schauen, ob man die noch hat. Nicht nur bei den Sparplansummen, sondern auch wie sich der Kram im Depot entwickelt. Daher bin ich strikt bei der All-in-One-Variante. Den bisher angesparten würde ich aber nicht unbedingt verkaufen, sondern tendiere auch eher zum liegenlassen. Bis er gebraucht wird, kann er auch ohne laufendes Besparen noch weiter wachsen.

  • Umstellung auf den All-World hätte auf jeden Fall den Vorteil, dass es übersichtlicher ist und du dich nicht mit Rebalancing beschäftigen musst. Dafür bist du dann mit dem Mischungsverhältnis festgelegt. Außerdem fallen beim Verkauf des MSCI World Steuern an.

    Stellt sich also die Frage, um welche Beträge es geht und wieviel Steuer anfällt. Wie lange möchtest du noch weitersparen, z.B. Zeit bis zur Rente? Magst du es lieber einfach oder möchtest du lieber flexibel bleiben?

    Bei hohen vorhandenen Werten im Depot und großen Gewinnen würde ich eher zur Zwei-ETF-Lösung tendieren. Dann einfach die Sparrate nur in den EM bis das Mischungsverhältnis passt. Wenn du noch ziemlich am Anfang stehst, würde ich persönlich eher wechseln.

    Im ETF liegen derzeit etwa 15.000 €, ich stehe also noch ziemlich am Anfang meiner Anlage. Sparen möchte ich, wie du bereits erwähnt hast, langfristig bis zur Rente und das am liebsten mit möglichst geringem zusätzlichen Aufwand. :)

  • Im ETF liegen derzeit etwa 15.000 €, ich stehe also noch ziemlich am Anfang meiner Anlage. Sparen möchte ich, wie du bereits erwähnt hast, langfristig bis zur Rente und das am liebsten mit möglichst geringem zusätzlichen Aufwand. :)

    Bin auch im Team liegenlassen und zukünftig einen neuen All-World ETF besparen. Habe ich in meinem Depot auch so gemacht. Ob nun eine oder 4 Positionen (wie jetzt bei mir) im Depot spielt keine große Rolle.

  • Ich würde auch einfach zukünftig den ACWI besparen. Zu Frage liegenlassen oder verkaufen:

    Was stört dich mehr, die zu zahlenden Steuern, die Extraposition im Depot, die anfangs sehr geringe Gewichtung der EM?

    Vielleicht mit dem Umschichten auf den nächsten Börseneinbruch von 10% warten? Würde die zu versteuernden Gewinne reduzieren. Dann aber direkt wieder investieren, um die günstigen Kaufkurse auszunutzen. Wenn du zu niedrigem Kurs verkaufst, aber erst später zu höheren Kursen wiedereinsteigst, machst du mehr Verluste als durch die Steuer.

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