Passives Investieren - was bedeutet das für dich/euch ?

  • Das erste Kommer Buch hat mich 2011 auf den Weg des erfolgreichen DIY Finanz-Selbstentscheiders gebracht, dafür bin ich Herrn Kommer sehr dankbar.

    Da ich selber einen akademischen Hintergrund mit Faible für Wissenschaft habe, hat mich sein nüchterner, durchdachter und nachvollziehbarer Weg und Ansatz zur Geldanlage immer überzeugt.

    Genauso war es bei mir 2019

    Bzgl "gut reden": Kommer holt in Gesprächen für meinen Geschmack oft sehr weit aus und könnte gerne schneller zum Punkt kommen. In seinem Blog hingegen schätze ich die Details.

  • Tatsächlich diesmal für mich ein eher schwacher und "schwurbeliger" Content von Herrn Kommer, die Fakten-basierten Argumente waren am Ende, dann musste das Bauchgefühl herhalten...

    Ich habe das Video spaßeshalber der Frau meines Cousins gezeigt (ja…die wohnen auch in München…). Die ist Psychiaterin und Kommunikationswissenschaftlerin.

    Sie meinte, dass Gerd Kommer ein etwas besseres Coaching für die Vorbereitung solcher Videos braucht, wenn er auf Leute wie den Röhl trifft. Außerdem würde sie ihm eine andere Kleidung empfehlen.

    So ist das eben in der medialen Welt. Auch ein Friedrich Merz kommt medial sehr schlecht an, weil er keine Stilberatung und kein gutes Coaching hat.

  • Zu den Zeiten, als ich mit investieren anfing, war zumindest in Deutschland das Thema "aktiv" und "passiv" wenig relevant. Es gab Einzelaktien und mehr oder weniger gemanagte Aktienfonds mit hohen Gebühren. Das heutzutage als schwer aktiv verschriene Stockpicking war für mich eine Methode, die hohen Gebühren zu vermeiden. Auch mit Einzelaktien habe ich mich immer um eine ausgewogene halbwegs repräsentative Abbildung des Marktes bemüht. Ich behaupte mal, dass man mit einem ausgewogenen Stockpicking so etwas wie seinen eigenen Weltfonds zusammenstellen kann. Natürlich ist nicht jedes Einzelaktiendepot ausgewogen, ich will einfach nur darauf hinweisen, dass die Unterscheidung nicht so trivial ist.

    Mittlerweile gibt es sehr kostengünstige ETFs, die diesen Aufwand weitgehend überflüssig machen. Für die Investition in einen weltweit anlegenden ETF braucht es keine große Expertise. Dennoch behaupte ich, dass ein tieferes Verständnis um die Vorgänge an der Börse helfen kann, Klippen zu umfahren und mit den Höhen und Tiefen klar zu kommen.

    Gefahren erkennen und die Auswirkungen begrenzen gehört für mich zum rationalen Investieren dazu. Die Zusammensetzung von Indices bekommt vor dem Hintergrund der immer wichtiger werdenden Methode des Index Investierens eine immer höhere Bedeutung. Politisch oder noch schlimmer von Einzelinteressen getriebene Änderungen der Regeln betrachte ich als echten Nachteil. Aber auch die vorhandene Blasenbildung hat ihre Schattenseiten.

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