ETF-Pensionspolice AXA

  • Hallo zusammen,

    ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Finanzberater der sich auf Altersvorsorge für Beamte spezialisiert hat. Dieser hat mir den JustInvstestÖD Fonds Privatrente der AXA vorgeschlagen. Mit 11.000€ Einmalzahlung und 200€ Rate pro Monat sollen zu Beginn meiner Pesion ca. 1600€ monatliche Rente bzw. 320.000 € Einmalzahlung rauskommen. Genannt wird dies immer "ETF Pensions Police".


    Als Vorteile ggü. einem normalen Depot wurde eine etwas geringere Abgeltungssteuer bei der Pensionspolice genannt. Zwar seien die Kosten mit 0,99% pro Jahr Höher als die bei einem Depot (0,56%), aber das würde man mit den geringeren Steuern wieder rausbekommen. Als weiterer Vorteil wurde der Bestandsschutz genannt da Erhöhungen der Abgeltungssteuer nicht greifen würden.

    Ich bin maximal unsicher, da es sich für mich schon um ein großes Invest handelt. Gibt es hier irgendwelche Erfahrungen mit dem Produkt?

    Vielen Dank!

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    30.07.2026 - Altersvorsorge-Depot

  • Kater.Ka 10. Juni 2026 um 09:26

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Das ist eine typische Verkaufsberatung um einen uninformierten Menschen in ein legales, aber schlechtes Produkt zu locken.

    Wie alt bist du eigentlich? Und wie viele Dienstjahre hast du schon angesammelt?
    Hast du dich bereits gegen Dienstunfähigkeit versichert?

  • Ich bin maximal unsicher, da es sich für mich schon um ein großes Invest handelt.

    Dann ist es schon mal gut, dass Du hier nachfragst bevor Du etwas unterschrieben hast!:thumbup:

    ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Finanzberater der sich auf Altersvorsorge für Beamte spezialisiert hat.

    Du hattes zunächst mal ein Gespräch mit einem Verkäufer.

    Als Vorteile ggü. einem normalen Depot wurde eine etwas geringere Abgeltungssteuer bei der Pensionspolice genannt. Zwar seien die Kosten mit 0,99% pro Jahr Höher als die bei einem Depot (0,56%), aber das würde man mit den geringeren Steuern wieder rausbekommen.

    Quatsch. Die Besteuerung einer Fondspolice ist anders als die Besteuerung eines Depots! Dafür kannst Du bei einem Depot im Gegensatz zur Fondspolice auch Deinen jährlichen Sparerfreibetrag nutzen. Das hat Dir der Finanzberaterverkäufer aber nicht erzählt, oder?;)
    Und ein Depot kostet auch nix. Also 0,0% p.a.. Einzig die Fonds/ETF im Depot kosten etwas. Aber es gibt weltweit investierende Aktien-ETF für Kosten von 0,07% p.a.
    Und 0,99% p.a. für eine Fondspolice ist schon ziemlich teuer! Da gibt es problemlos auch ETF-Nettopolicen für < 0,5% p.a.

    Als weiterer Vorteil wurde der Bestandsschutz genannt da Erhöhungen der Abgeltungssteuer nicht greifen würden.

    Aha, welche Erhöhungen wurden denn wann konkret beschlossen?;)
    Typisches 'Sargdeckelklappern' eines Verkäufers.
    Im Übrigen ist man auch bei Versicherungsprodukten nicht vor dem Gesetzgeber geschützt. 2005 wurden durch die damalige Bundesregierung Zahlungen aus Direktversicherungen Sozialversicherungspflichtig (KV/PV). Das galt dann auch rückwirkend für alte Versicherungsverträge aus den 80'er und 90'er Jahren.
    Aktuell ist mir auch nicht bekannt, dass es konkrete Pläne gibt die Abgeltungssteuer zu erhöhen.

    Mein erstes Fazit: Lass es lieber sein mit dieser Fondspolice und bespare Dein eigenes kostengünstiges ETF-Depot. Dann kommst Du auch jederzeit an Dein Geld, wenn sich Deine Lebenspläne ändern.
    Ab 2027 wird es das neue Altersvorsorgedepot geben. Das kannst Du auch als Beamter nutzen.

    https://www.finanztip.de/altersvorsorge/altersvorsorgedepot/

    Das würde ich Dir dann als kostengünstige Alternative eher empfehlen als so eine teure Fondpolice. Einfach immer mal wieder bei Finanztip schauen welche Anbieter demnächst Ihre Produkte zu welchen Kosten anbieten werden!

  • ... mich erstmal weiter informieren wie ich mein Geld anlegen kann.

    Was spricht denn gegen einen (kleinen) ETF-Sparplan ab sofort!?
    Einfach damit Du mal spürst wie es ist, wenn Dein Geld am Aktienmarkt angelegt ist?
    Wer schwimmen lernen will, sollte erstmal überhaupt ins Wasser gehen. ;)
    Also kostenloses Depot bei einem Broker oder Deiner Bank eröffnen und dann einen ETF-Sparplan auf einen Index wie den MSCI ACWI (IMI) oder FTSE All World einrichten.
    Und dann schaust Du in den nächsten Monaten einfach mal und lernst.
    Was ich am meisten bereue? Das ich nicht früher angefangen habe!

  • Was ich am meisten bereue? Das ich nicht früher angefangen habe!

    So geht es mir auch. „Früher“ hörte ich was von ETFs, hatte mich aber nie damit beschäftigt. Irgendwann hat es dann Klick gemacht.

    Wie so oft, mit dem Wissen von heute, hätte ich „damals“ Entscheidungen anders getätigt.

    Sicherlich auch Bitcoin zu 0,08€ gekauft. 😅

  • Mit 11.000€ Einmalzahlung und 200€ Rate pro Monat sollen zu Beginn meiner Pesion ca. 1600€ monatliche Rente bzw. 320.000 € Einmalzahlung rauskommen. Genannt wird dies immer "ETF Pensions Police".

    Da beißt sich mMn die Katze in den Schwanz.

    Wenn es sich um einen Aktien ETF handelt, kann dir niemand heute eine Gewähr über die Höhe der Einmalzahlung bzw. Rente geben.

    Wie soll das denn gehen?

  • Da beißt sich mMn die Katze in den Schwanz.

    Wenn es sich um einen Aktien ETF handelt, kann dir niemand heute eine Gewähr über die Höhe der Einmalzahlung bzw. Rente geben.

    Wie soll das denn gehen?

    Man kann schon mit einer Durchschnittsrendite rechnen. Etwas anders machen wir doch auch nicht und gehen von einer langfristigen Rendite des weltweiten Aktienmarkes von ca. 7% p.a. aus.:/
    Der MSCI World hat seit 1970 eine Rendite von 8,2% p.a. erzielt.
    Der MSCI ACWI (IMI) seit 1994 8% p.a.

    Insofern kann man schon eine Hochrechnung machen wie viel Geld etwa zusammen kommt. Und dann kann eine Versicherung daraus natürlich auch eine Rentenhöhe garantieren.
    Das Geld wird dann ja bei Rentenbeginn ohnehin in den Sicherungsstock der Versicherung überführt.
    Was dann tatsächlich herauskommt wissen wir alle ohnehin erst am Ende.

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