Dividenden Strategie oder doch ETFs

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  • Hi, ich bin leider noch weit entfernt von Ruhestand. Mir geht es darum eine Sicherheit aufzubauen fürs Alter.

    Bin 24 Und habe was aktien etf angeht erst vor 2 Jahren angefangen mich ein wenig damit zu beschäftigen.

    Ok, 24 Jahre. Schönes Alter und schon so schlau in Wertpapiere anzulegen. Bravo! :thumbup:

    Meine Meinung. Ich würde kein Einzelaktiendepot hochziehen und erst recht nicht eines mit Fokus auf Dividenden, Steuer hin, Steuer her.

    Die Wahrscheinlichkeit unter der Performance eines Welt-ETFs zu liegen, ist mit reinen Dividenden-Aktien ziemlich groß. Und wenn du jahrzehntelang hinter der Rendite eines Welt-ETFs zurückbleibst, sind die Steuerersparnisse auch kein Trost. Was du willst, ist maximale Rendite, denn nur die bringt dein Depot voran und da sind reine Dividenden-Aktien die falsche Wahl.

    Wenn du also keine Kursraketen-Aktien in deinem Depot hast, wirst du renditetechnisch höchstwahrscheinlich einem Welt-ETF hinterzockeln. Und das kann nicht dein Plan sein.

    P.S. Ich habe vor 30 Jahren mit Einzelaktien begonnen, weil es ETFs noch nicht gab und Fonds einen grauenhaften Ausgabeaufschlag hatten. Und die Hälfte meines Depots ist immer noch einzelaktienlastig. Ich bin also nicht per se gegen Einzelaktien, aber von einer Dividendenstrategie in deinem Alter würde ich abraten, das ist eher was für mittelalte Leute mit Blickrichtung Rente oder solche, die schon genug Geld haben. 8)

  • Ok, 24 Jahre. Schönes Alter und schon so schlau in Wertpapiere anzulegen. Bravo! :thumbup:

    Meine Meinung. Ich würde kein Einzelaktiendepot hochziehen und erst recht nicht eines mit Fokus auf Dividenden, Steuer hin, Steuer her.

    Die Wahrscheinlichkeit unter der Performance eines Welt-ETFs zu liegen, ist mit reinen Dividenden-Aktien ziemlich groß. Und wenn du jahrzehntelang hinter der Rendite eines Welt-ETFs zurückbleibst, sind die Steuerersparnisse auch kein Trost. Was du willst, ist maximale Rendite, denn nur die bringt dein Depot voran und da sind reine Dividenden-Aktien die falsche Wahl.

    Wenn du also keine Kursraketen-Aktien in deinem Depot hast, wirst du renditetechnisch höchstwahrscheinlich einem Welt-ETF hinterzockeln. Und das kann nicht dein Plan sein.

    P.S. Ich habe vor 30 Jahren mit Einzelaktien begonnen, weil es ETFs noch nicht gab und Fonds einen grauenhaften Ausgabeaufschlag hatten. Und die Hälfte meines Depots ist immer noch einzelaktienlastig. Ich bin also nicht per se gegen Einzelaktien, aber von einer Dividendenstrategie in deinem Alter würde ich abraten, das ist eher was für mittelalte Leute mit Blickrichtung Rente oder solche, die schon genug Geld haben. 8)

    Danke dir für deinen Guten Rat, dann werde ich das wohl eher so machen. Bessonders da ich auch nicht die zeit habe mich mit 100 verschiedenen aktien zu beschäftigen. :)

  • Ich habe vor 30 Jahren mit Einzelaktien begonnen, weil es ETFs noch nicht gab und Fonds einen grauenhaften Ausgabeaufschlag hatten.

    Kleine Ergänzung: Wenn es denn "nur" der (heftige bzw. "grauenhafte") einmalige Ausgabeaufschlag wäre ... - dazu kommen meist bis in der Regel exorbitante - jedenfalls im Vergleich zu ETFs - laufenden Kosten u. a. Management Fee (zusammen nicht selten > 2%), die nicht einmalig sondern jedes Jahr wieder anfallen (in einem der ansonsten gar nicht sooo schlechten Flagschiff-Fonds der Volksbanken sprich der "Genossen" (Fondsgesellschaft Union) beispielsweise beim Uniglobal - net -, zwar wohl ausnahmsweise ohne Ausgabeaufschlag zu bekommen, dafür aber dann um die stolze 2,2% Kosten per annum nach meiner Erinnerung). Fondsvolumen dürfte (nichtsdestotrotz) bei > 13 Mrd. € liegen ... was einiges über das Kostenbewußtsein vieler Volksbankkunden aussagt. Bei der Fondsgesellschaft der Sparkassen (Deka) dürfte sich das nicht anders verhalten.


    Übrigens volle Zustimmung zu Deinem Beitrag Nr. 27

  • Zum Thema Einzelaktien sollte man sich nochmal die Ergebnisse der Studie von Hendrik Bessembinder vor Augen führen, in der er knapp 30.000 US-Aktien über den Zeitraum 1926 bis 2025 untersucht hat:

    • Rund 60 % der Einzelaktien schnitten langfristig schlechter ab als kurzlaufende US-Staatsanleihen.
    • Nur 41 % der Aktien schufen überhaupt einen Mehrwert gegenüber dieser sicheren Anlage.
    • Nur etwa 4 % der Unternehmen waren für die gesamte Netto-Vermögensbildung des US-Aktienmarktes verantwortlich.
    • Das größte Risiko bei Einzelaktien ist daher nicht nur, Verlierer zu kaufen, sondern die wenigen außergewöhnlichen Gewinner zu verpassen.
    • Ein weltweit diversifizierter ETF enthält diese Gewinner automatisch – ohne sie vorher kennen zu müssen.
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