ETF-Sparplan

So bauen Sie in kleinen Raten Vermögen auf

Sara Zinnecker
& Co-Autor
Stand: 05. Juni 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Aktien-Sparplan können Sie langfristig Vermögen aufbauen.
  • Sie brauchen dafür ein günstiges Wertpapierdepot und einen Aktien-Indexfonds (ETF), der viele Aktien aus der ganzen Welt enthält.
  • Halten Sie mindestens 10 bis 15 Jahre durch. Risiken gleichen sich über die Zeit aus.
So gehen Sie vor
  • Wählen Sie den ETF, mit dem Sie ansparen wollen. Weltweit investieren ETFs von iShares (ISIN: IE00B4L5Y983), Source (ISIN: IE00B60SX394) oder Xtrackers (ISIN: IE00BJ0KDQ92). Empfohlene ETFs mit Dividendenausschüttung sind beispielsweise die von Comstage (ISIN: LU0392494562) oder HSBC (ISIN: DE000A1C9KL8).
  • Passende Fonds zu Ihrem Depot finden Sie in unserem ETF-Rechner.

Zum ETF-Rechner

  • Unsere Tabelle zeigt, wo es Ihren ETF im Sparplan gebührenfrei gibt.
  • Eröffnen Sie ein Depot ohne Grundgebühr, zum Beispiel bei Smartbroker, der Onvista Bank oder Trade Republic.

Wenn Sie Geld anlegen wollen, müssen Sie nicht immer gleich eine große Summe auf der hohen Kante haben. Auch wenn Sie jeden Monat kleine Beträge ansparen, können Sie über die Jahre Vermögen aufbauen. Eine gute Möglichkeit dafür ist ein Sparplan mit günstigen Aktien-Indexfonds (ETFs). Um in einen Sparplan anzulegen, brauchen Sie ein Wertpapierdepot.

Für wen eignet sich ein Sparplan?

Ein Sparplan eignet sich, wenn Sie Vermögen aufbauen wollen, monatlich aber nur kleinere Beträge übrighaben. Bei den meisten Banken sind Sparpläne ab 50 Euro im Monat möglich, bei manchen Banken auch ab 25 Euro im Monat.

Der Sparplan eignet sich außerdem, wenn Sie bei Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge auf die Rendite achten, aber gleichzeitig flexibel bleiben wollen. Falls Sie Ihre Raten einmal nicht bedienen können oder plötzlich mehr Geld zur Verfügung haben, können Sie die Zahlungen aussetzen oder erhöhen. In einer Notlage können Sie die Wertpapiere im Sparplan außerdem jederzeit verkaufen.

Und so funktioniert ein Sparplan

Ein Fondssparplan kauft jeden Monat Anteile an einem Investmentfonds in Höhe einer festgelegten Rate. Investieren Sie zum Beispiel 50 Euro und kostet ein Fondsanteil 25 Euro, so werden Ihrem Depot zwei Fondsanteile gutgeschrieben.

Weil der Fonds in eine Vielzahl von Wertpapieren (Aktien) investiert ist, verteilt er Ihr Risiko: Fällt ein Wertpapier aus oder macht Verluste, ist das kein Drama, solange die anderen gut laufen. Wichtig: Um einen Sparplan zu eröffnen, braucht es zunächst ein Wertpapierdepot. Wo es gute und günstige Depots für den Sparplan gibt, lesen Sie weiter unten.

Worauf müssen Sie achten?

Wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, kommen Sie um Aktienfonds nicht herum. Finanztip zieht die sogenannten börsengehandelten Indexfonds (ETFs) den aktiv verwalteten Aktienfonds vor: ETFs sind einfach, billig, transparent und bequem. Dies ist besonders beim langfristigen Fondssparen vorteilhaft.

Aktien-Indexfonds kopieren einen Aktienindex

Anleger können in Aktien-Indexfonds über Jahrzehnte einzahlen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob der Fondsmanager einen guten oder schlechten Job macht. Denn ETFs haben keine Manager, die Fehlentscheidungen treffen können. Diese Fonds entwickeln sich immer so wie der jeweilige Aktienindex, den sie kopieren – abzüglich der Verwaltungskosten, die meist einige Zehntel Prozent der Anlagesumme ausmachen.

Mehr Details zu den Vorteilen und der Funktionsweise von Indexfonds lesen Sie im Ratgeber ETFs.

Wer lange durchhält, profitiert

Mit einem Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds kaufen Sie regelmäßig Fondsanteile. Da Aktienkurse zum Teil stark schwanken, schwankt auch der Wert von ETFs. Es ist also möglich, dass ein Aktien-Sparplan zwischenzeitlich ins Minus gerät. Wir raten Ihnen deswegen, nur Geld in einem solchen Sparplan anzulegen, das Sie die nächsten 10, besser 15 Jahre nicht benötigen. Denn auf lange Sicht wurden Verluste in der Vergangenheit immer wieder aufgeholt. Ein langer Atem ist beim Fondssparen also Pflicht.

Das Durchhaltevermögen der Sparer wurde in der Vergangenheit meistens mit ansehnlichen Renditen belohnt. Ein Sparplan auf einen börsengehandelten Indexfonds, der den Weltaktienindex MSCI World nachbildet, hätte zwischen Jahresbeginn 2005 und Jahresende 2019 bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro eine durchschnittliche Rendite von 9,6  Prozent pro Jahr erzielt, nach Abzug der Kaufkosten. Nur, wer kurz nach den Krisenjahren 2007/2008 ausgestiegen ist, den Sparplan also nur fünf Jahre hat laufen lassen, verlor Geld. Die Grafik verdeutlicht dies.

Geht man weiter zurück in die Vergangenheit, waren aber auch deutlich höhere und niedrigere Renditen möglich, wie die folgende Tabelle zeigt.

Beispiele: Rendite von Sparplänen über 15 Jahre (100 € im Monat)

Jahr BeginnJahr EndeEndbetragdurchschnittliche
Rendite pro Jahr
1969198443.534 €10,95 %
1974198960.447 €14,78 %
1979199436.639 €8,91 %
1984199958.814 €14,46 %
1989200427.125 €5,25 %
1994200918.727 €0,52 %
2000201532.220 €7,36 %
2004201938.930 €9,63 %

Quelle: MSCI, Finanztip-Berechnung auf MSCI World Net abzüglich Verwaltungskosten (Stand: 7. Januar 2020)

Wann Sie zu sparen beginnen, ist nicht so wichtig

Einen Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds können Sie unabhängig vom aktuellen Geschehen an den Börsen abschließen. Der Einstiegszeitpunkt ist nicht so wichtig, weil zu Beginn nur wenig Kapital in einem Sparplan steckt. Fallen zunächst die Kurse, ist das kein Grund zur Aufregung. Denn beim Sparplan kaufen Sie ja über einen langen Zeitraum verteilt Aktien ein. Falls der Kurs stark schwankt, kommen Sie also mal etwas teurer, mal etwas billiger zu Ihren Aktien.

Anders als der Einstiegs- hat der Ausstiegszeitpunkt großen Einfluss auf die Rendite eines Sparplans. Gegen Ende der Spardauer hat sich viel Kapital angesammelt, das mit den Kursen schwankt. Gehen die Börsen ausgerechnet dann in die Knie, kann das die Rendite mindern. Deshalb kann es vorteilhaft sein, die Fondsanteile länger zu behalten als geplant und auf eine Kurserholung zu hoffen, oder schon vorher auszusteigen, wenn das Sparziel erreicht ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Fondsanteile in den letzten Jahren der geplanten Laufzeit nach und nach in sichere Anlagen umzuschichten. Auf diese Weise sichern Sie Gewinne.

Mehr Information dazu erhalten Sie in unserem Ratgeber Richtig umschichten.

Melden Sie sich jetzt zum kostenlosen Video-Online-Kurs an und erfahren Sie in kurzen Videos alles zum Thema Geldanlage.

In welchen Aktienindex können Sie ansparen?

Wenn Sie in ETFs anlegen, ist es wichtig, das Risiko möglichst gut zu verteilen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie mehrere Sparpläne abschließen müssen. Als Fundament für Ihre Aktienanlage genügt ein Indexfonds auf einen international orientierten Aktienindex. Wir empfehlen Ihnen einen Indexfonds, der den MSCI World abbildet

Dieser setzt sich aus mehr als 1.600 Einzelunternehmen aus 23 Ländern zusammen. Gut 60 Prozent der Unternehmen stammen aus den USA. Es handelt sich vor allem um große Konzerne wie Apple oder Exxon Mobil, sogenannte Standardwerte, die global tätig sind. Eine Übersicht über die Indexverteilung nach Ländern und Branchen finden Sie in unserem Detailartikel zum MSCI World.

In der folgenden Tabelle haben wir noch weitere Indizes zusammengestellt, die sich für das Fondssparen mit ETFs eignen. Wir empfehlen Einsteigern Indizes, die große Unternehmen aus mehreren Ländern und verschiedenen Branchen enthalten. Einzelne Länderindizes wie der Deutsche Aktienindex (Dax) eignen sich nicht als Grundbaustein für ein Depot.

Indizes für ETF-Sparpläne

Index-NameRegionFirmen überwiegend aus ...Unternehmensgröße
MSCI WorldweltweitUSA, Japangroße und mittlere Unternehmen
MSCI All Country WorldweltweitUSA, Japan, etwa 11 Prozent Schwellenländer-Anteilgroße und mittlere Unternehmen
Stoxx Europe 600EuropaGroßbritannien, Schweizgroße, mittlere und kleine Unternehmen
MSCI EuropeEuropaGroßbritannien, Schweizgroße und mittlere Unternehmen

Quellen: MSCI, Stoxx (Stand: 30. April 2019)

Auch in nachhaltig ausgerichtete, weltweit streuende Aktienindizes können Sie investieren. Infrage kommen zum Beispiel der MSCI World Socially Responsible Index (MSCI World SRI) und der Dow Jones Sustainability Index World Enlarged, der Schwellenländer mit einschließt. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Diese ETFs kommen infrage

Für den Weltaktienindex MSCI World oder gängige europäische Indizes gibt es Indexfonds von mehreren Anbietern. Sie unterscheiden sich nur geringfügig in der Wertentwicklung. Die Gebühren, die die Fondsgesellschaften für die Verwaltung der Fonds berechnen, bewegen sich je nach ETF zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des Fondsvermögens pro Jahr. ETFs sind damit deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds – also als Fonds, bei denen sich ein Fondsmitarbeiter um die Zusammensetzung der enthaltenen Aktien kümmert und regelmäßig Bestände austauscht. Dadurch sind die Verwaltungskosten höher als bei ETFs.

Für den Vermögensaufbau im Sparplan ist es besser, wenn die Dividenden eines ETFs wieder angelegt werden. Sparer profitieren dann von einem Zinseszinseffekt. Manche ETFs legen Dividenden automatisch wieder mit an (thesaurieren). Andere ETFs schütten die Dividende aus, aber die Depotbank kümmert sich darum, dass Dividenden gutgeschrieben werden.

Mit diesen ETFs auf den MSCI World können Sie gut ansparen. Alle ETFs legen Dividenden wieder im Fondsvermögen an:

Die ISIN ist die Wertpapier-Identifikationsnummer. Sie dient dazu, Indexfonds und andere Wertpapiere ohne Verwechslungsgefahr auszuwählen und zu kaufen. Manchmal finden Sie auch die WKN, die Wertpapierkennnummer, die demselben Zweck dient, aber etwas anders aussieht.

Tenhagens Corona-Podcast #46: Schummel-Index MSCI World?

Welche Sparpläne empfiehlt Finanztip?

Im Februar 2020 haben wir überprüft, welche Onlinebanken und auf den Wertpapierhandel spezialisierten Anbieter (Broker) eine kostenlose Depotführung garantieren, darüber hinaus gute Konditionen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren bieten und gleichzeitig günstige Sparpläne im Programm haben. Wir können Ihnen sechs Anbieter für Ihr Wertpapierdepot empfehlen.

Die etablierten Direktbanken DKB, Consorsbank und Comdirect haben mittlerweile einige Hundert ETFs zur Auswahl für den Sparplan. Bei Smartbroker können Sie mehr als 600 ETFs für Ihren Sparplan wählen, mehr als 300 davon sind kostenlos. Bei der der Onvista Bank können Sie aus gut 150 ETFs wählen. Pro Ausführung kostet Sie dies einen Euro. Trade Republic bietet derzeit kostenlos Sparpläne auf 300 iShares-ETFs an.

DKB
Online-Depot DKB-Broker
  • 10 Euro reguläre Gebühren für Orders bis 10.000 Euro, darüber 25 Euro
  • Sparplan 1,50 Euro, unabhängig von der Sparrate
  • kombinierbar mit Girokonto und Kreditkarte ohne Grundgebühr
Comdirect Depot
Online-Depot der Comdirect
  • reguläre Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,90 Euro, maximal 59,90 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate, mehr als 100 kostenlose Sparpläne
  • Depot kostenlos mit kostenlosem Girokonto oder Wertpapier-Sparplan, sonst 1,95 Euro pro Monat nach drei Jahren
  • kombinierbar mit Girokonto und Kreditkarte ohne Grundgebühr
Nur beim Anbieter abschließbar
Consorsbank Depot
Online-Depot der Consorsbank
  • reguläre Gebühren von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,95 Euro, maximal 69 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate, viele kostenlose Sparpläne
  • kombinierbar mit Girokonto und Kreditkarte ohne Grundgebühr
Smartbroker
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: Orders ab 0 bzw. 1 Euro (nur Gettex/ L&S), sonst ab 4 Euro, Anlagesumme mind. 500 Euro
  • 0,80 Euro Gebühr für Sparplanraten bis 400 Euro
  • knapp 300 Sparpläne befristet kostenlos
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der DAB BNP Paribas
Onvista Bank
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: eine Order im Direkthandel kostet 7 Euro
  • 1 Euro Fixgebühr für Sparplanraten
  • mehr als 150 Sparpläne
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Onvista Bank
Nur beim Anbieter abschließbar
Trade Republic
Wertpapierdepot als App
  • extrem niedrige Gebühren: Kauf und Verkauf von ETFs für 1 Euro
  • derzeit kostenlose ETF-Sparpläne
  • derzeit ETFs der Marke iShares handelbar
  • Depot bei Trade Republic, Verrechnungskonto bei der Solaris Bank, Verwahrung der ETF-Anteile bei der HSBC

Hinweis: Im Februar 2020 mussten wir die ING aus der Liste unserer Depot-Empfehlungen streichen, da die Bank ankündigte, ab Mai 2020 das Girokonto nicht mehr bedingungslos kostenlos mit anzubieten. Somit ist ein Empfehlungskriterium verletzt. Auch Flatex ist wegen einer neuen Depotführungsgebühr ab März 2020 nicht länger in der Liste der Empfehlungen.

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Wenn Du bereits Erfahrungen mit einem Wertpapierdepot hast, hilf uns dabei, das Angebot der Wertpapierdepots noch transparenter zu gestalten und gib einen persönlichen Erfahrungsbericht ab.

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Ansparen mit dem Weltaktienindex

Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich besonders gut thesaurierende ETFs, da sie Dividenden wieder im Fondsvermögen anlegen und Sparer von einer Art Zinseszinseffekt profitieren. Bei den ausschüttenden ETFs haben wir markiert, wenn der Depotanbieter Dividenden automatisch wieder mit anlegt. Diesen Service gibt es bei der Consorsbank: er ist kostenlos, sofern der ETF Teil einer kostenlos-Aktion ist.

In der folgenden Tabelle sehen Sie, welche unserer ETF-Empfehlungen auf den MSCI World Sie bei unseren Depotempfehlungen bekommen – und zu welchem Preis.

ETFs auf den MSCI World: So viel kostet eine Sparplanrate von 100 Euro

 DKBCom-direct

Consors-
bank1

Smart-broker2On-
vista Bank
Trade Republic
Anzahl Sparpläne insgesamt> 800> 600> 500> 600> 150> 300
thesaurierende ETFs   

iShares (ISIN IE00B4L5Y983)

1,50 1,50 1,50 010

Xtrackers (ISIN IE00BJ0KDQ92)

1,501,5000----

UBS

(ISIN IE00BD4TXV59)

------------

Source

(ISIN IE00B60SX394)

1,50 1,50 --------

Amundi

(ISIN LU1681043599)

0,4931,5000----

Xtrackers

(ISIN LU0274208692)

1,50 1,50 0----
ausschüttende ETFs    

Comstage

(ISIN LU0392494562)

1,501,501,500,801--

Xtrackers (ISIN IE00BK1PV551)

1,501,5000----

iShares (ISIN IE00B0M62Q58)

1,501,50 1,500,80--0

HSBC

(ISIN DE000A1C9KL8)

1,501,50 1,50------
UBS
(ISIN LU0340285161)
1,501,50--------

Lyxor

(ISIN FR0010315770)

0,493000----

1 Der Depotanbieter legt die Dividenden des ausschüttenden ETF automatisch wieder mit im Fondsvermögen an. 
2 Sparpläne der ETF-Marke Lyxor sind vorläufig bis Ende 2020 kostenlos, Sparpläne der Marken Xtrackers und Amundi vorläufig bis Ende 2022.
Aktion gilt bis Ende 2020.
Quelle: Anbieter, Finanztip-Recherche (Stand: 25. Mai 2020)

Alternativ zum MSCI World können Sie auch mithilfe des etwas breiter gefassten MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI) ansparen. Dieser Index umfasst rund 2.700 Aktien der größten Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Der Anteil der Schwellenländer liegt bei etwa 11 Prozent.

ETFs auf den MSCI ACWI: So viel kostet eine Sparplanrate von 100 Euro

 DKBComdirectConsorsbankSmartbroker1Trade Republic
Anzahl Sparpläne Insgesamt> 800> 600> 500> 600> 300
thesaurierende ETFs    

SPDR

(ISIN IE00B44Z5B48)

1,50 1,50 --0,80--

iShares

(ISIN IE00B6R52259)

1,50 1,50 1,500,800

Xtrackers (ISIN IE00BGHQ0G80)

1,501,5000--

Lyxor (ISIN FR0010315770)

0,491000--

1Aktion gilt bis Ende 2020. 
Quelle: Anbieter, Finanztip-Recherche (Stand: 25. Mai 2020)

Ansparen mit nachhaltigen Aktienindizes

Wenn Ihnen Umweltschutz und soziale Verantwortung bei Ihrer Geldanlage wichtig sind, können Sie monatlich auch in sogenannte nachhaltige ETFs ansparen.

Infrage kommt der ETF der Marke UBS (ISIN: LU0629459743), der die rund 400 Aktien des Weltaktienindex MSCI World zusammenfasst, die zum Beispiel bei Ökologie und Produktionsbedingungen ethische Standards erfüllen. Als Kunden der Consorsbank und ING profitieren Sie davon, dass die Banken Dividenden automatisch wieder für Sie anlegen.

Falls Sie zusätzlich auch in Schwellenländer investieren wollen, ist ein ETF von iShares (ISIN: IE00B57X3V84) eine gute Wahl. Welchen Regeln zur Auswahl die beiden ETFs genau folgen und welche Unternehmen darin zu finden sind, lesen Sie in unserem Ratgeber Nachhaltige Geldanlagen.

Nachhaltige ETFs: So viel kostet eine Sparplanrate von 100 Euro

 DKB  Com-directConsors-bank1Smart-brokerOnvista BankTrade Republic

Anzahl Sparpläne insgesamt

> 800> 600> 500> 600> 150> 300

thesaurierender ETF

   

iShares (ISIN IE00B57X3V84)

1,501,501,50--10

ausschüttender ETF

   

UBS (ISIN LU0629459743)

1,501,501,500,80----

1 Der Depotanbieter legt die Dividenden des ausschüttenden ETF automatisch wieder mit im Fondsvermögen an.
Quelle: Anbieter, Finanztip-Recherche (Stand: 25. Mai 2020)

Ansparen mit europäischen Indizes

Im Weltaktienindex haben die Aktien US-amerikanischer Unternehmen ein großes Gewicht. Ihr Anteil macht mehr als die Hälfte des Indexwerts aus. Wer europäische Aktien etwas stärker gewichten will, kann ergänzend zum MSCI World auch noch einen europäischen Index besparen.

Besonders geeignet sind der Stoxx Europe 600 Index und der MSCI Europe. Beide Indizes fassen die Aktien von Europas größten Unternehmen zusammen. Der Stoxx Europe 600 Index ist dabei noch etwas breiter angelegt als der MSCI Europe. In zahlreiche ETFs auf diese beiden Indizes können Sie bei unseren Depot-Empfehlungen in Form eines Sparplans besparen. Welche ETFs wir empfehlen, lesen Sie im Ratgeber zu Stoxx Europe 600 und MSCI Europe.

Mit dem ETF-Rechner die passenden Fonds zum Depot finden

1. Bei welcher unserer Empfehlungen hast Du Dein Depot?
Deine Bank ist nicht dabei?
2. Wie möchtest Du die empfohlenen ETFs anlegen?
ETF Glossar

Wie starten Sie Ihren Sparplan?

Haben Sie sich für einen Depotanbieter und einen ETF entschieden, mit dem Sie ansparen wollen, müssen Sie zunächst das Depot eröffnen, sofern Sie noch keines haben. Dazu müssen Sie persönliche Daten in ein Online-Formular eingeben und sich anschließend per Post-Ident-Verfahren in einer Postfiliale legitimieren. Dabei kann es auch mal zwei Wochen dauern, bis Sie Zugang zu Ihrem Depot haben.

Sobald Sie sich einloggen können, suchen Sie in der Menüleiste nach dem Stichwort ETF-Sparplan. In der Regel genügt es dann, die Identifikationsnummer des ETFs anzugeben und das Sparintervall sowie die Sparrate festzulegen.

Sie können häufig wählen, ob Ihr Sparplan am 1. oder 15. eines Monats ausgeführt wird. Das bedeutet, die Depotbank kauft dann entweder zum Monatsbeginn oder zur Monatsmitte regelmäßig für Sie ETF-Anteile. Welcher Termin Ihnen lieber ist, könnte zum Beispiel davon abhängen, wann Ihr Gehalt auf Ihrem Konto eingeht und Sie in dem Moment besonders flüssig sind. Was den Kurs angeht, sollte das Ausführungsdatum am Ende keine Rolle spielen.

Bei fixen Gebühren und kleinen Raten: Zahlen Sie quartalsweise ein 

Die meisten Sparer wählen eine monatliche Rate. Sie können jedoch auch einstellen, dass nur alle drei Monate – dann eine größere Summe – abgebucht wird. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie nur kleine Summen, zum Beispiel 50 Euro, monatlich ansparen können.

Falls Sie in einen Fond einzahlen, bei dem fixe Gebühren fällig werden, fallen diese weniger ins Gewicht: Kostet eine Sparplanausführung zum Beispiel unverändert 1,50 Euro und sparen Sie nur 50 Euro an, wären das stolze 3 Prozent der Anlagesumme – das ist vergleichsweise teuer und nicht zu empfehlen.

Sparen Sie dagegen 150 Euro an und zahlen dafür 1,50 Euro, liegen die Kosten mit 1 Prozent der Sparsumme im Rahmen. Die quartalsweise Abbuchung kann auch eine Möglichkeit sein, wenn Sie eine größere Summe in mehreren Etappen investieren wollen.

Im Februar 2020 verlangen die DKB und die Onvista Bank feste Gebühren für die Ausführung einer Sparplanrate (1,50 Euro die DKB, 1 Euro Onvista Bank). Smartbroker verlangt 80 Cent für Sparplanraten bis 400 Euro. Die Comdirect und Consorsbank verlangen Gebühren, die sich prozentual an der Sparrate bemessen (1,5 Prozent der Sparrate).  Trade Republic bietet nur Sparpläne auf iShares-ETFs an, diese sind aber alle kostenlos.

Was tun, wenn Ihr laufender Sparplan kostenpflichtig wird?

Kostet ein ETF bei einer Depotbank aktuell nichts, ist dies häufig nicht für immer so. Nach ein, zwei Jahren kann es passieren, dass die Depotbank die Aktion beendet.

Das liegt daran, dass in der Regel der ETF-Anbieter die Bankgebühren für Sparplan-Sparer für eine gewisse Zeit übernimmt. Er schafft dadurch einen Anreiz, dass Verbraucher mit dem ETF-Sparen beginnen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird aber kein ETF-Anbieter dauerhaft Sparpläne subventionieren. Endet eine Aktion, verlangt die Bank oder der Broker die Gebühren dann wieder von den Kunden.

Als Sparer haben Sie in einem solchen Fall immer mehrere Möglichkeiten.

Einfach weiter sparen - Sie können den bestehenden Sparplan einfach weiter besparen. Die Gebühren verringern die Wertentwicklung pro Jahr um wenige Zehntel Prozentpunkte. Ein Beispiel: Wer pro Monat 100 Euro über 15 Jahre in einen ETF anspart, der pro Jahr 5 Prozent Rendite erzielt hat, verzichtet auf etwa 400 Euro Gewinn. So mancher mag das verschmerzen können.

Sparplan aussetzen - Alternativ können Sie Ihren laufenden Sparplan auch immer aussetzen (pausieren) oder beenden (löschen) und beim gleichen Depotanbieter mit einem anderen kostenlosen ETF weiter sparen. Das Guthaben im ersten ETF-Sparplan bleibt einfach liegen und entwickelt sich wie eine Einmalanlage mit dem Markt weiter.

Depotanbieter wechseln - Hat Ihre Depotbank keine weiteren kostenlosen ETF-Sparpläne auf breit gestreute, thesaurierende ETFs im Angebot, können Sie auch bei einem anderen Anbieter ein kostenloses Depot eröffnen. Sie können Ihre ETF-Anteile vom ersten Sparplan beim ursprünglichen Depotanbieter liegen lassen – oder in der Regel kostenlos auf das neue Depot übertragen. Der neue Anbieter kümmert sich um den Depotübertrag, der einige Tage dauern kann; Sie müssen in der Regel nur ein Formular ausfüllen.

Wie Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Es ist nicht jedermanns Sache, alle paar Jahre das Depot zu wechseln – selbst, wenn es nichts kostet. Wen die Gebühren aber allzu sehr ärgern, hat keine andere Wahl, als sich immer mal wieder umzusehen.

iShares Core MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH
  • ETF auf den MSCI World
  • physische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar
Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF
ISIN LU0274208692 / WKN DBX1MW
  • ETF auf den MSCI World
  • synthetische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Xtrackers MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00BJ0KDQ92 / WKN A1XB5U
  • ETF auf den MSCI World
  • physische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Source MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00B60SX394 / WKN A0RGCS
  • ETF auf den MSCI World
  • synthetische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar
Amundi MSCI World UCITS ETF
ISIN LU1681043599 / WKN A2H59Q
  • ETF auf den MSCI World
  • synthetische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar
UBS MSCI World UCITS ETF (USD)
ISIN IE00BD4TXV59 / WKN A2PK5J
  • ETF auf den MSCI World
  • physische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar

Mehr dazu im Ratgeber Wertpapierdepot

  • Mit dem richtigen Wertpapierdepot zahlen Sie wenig fürs Kaufen und Verkaufen von Aktienfonds (ETFs).
  • Finanztip-Empfehlungen: Als Kombiangebot aus Depot, Girokonto und Kreditkarte haben am besten abgeschnitten: DKB, Comdirect und Consorsbank. Die günstigsten Anbieter sind: Smartbroker, Onvista-Bank und Trade Republic.

Zum Ratgeber

Autor
Sara Zinnecker
& Co-Autor
Max Mergenbaum

Stand: 05. Juni 2020


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.