MSCI World Small Cap UCITS ETF (ISIN: IE00BF4RFH31

  • Wert­pa­pier­lei­he DBX0T8
    Xtra­ckers II Ger­ma­ny Go­vern­ment Bond 0-1 UCITS ETF 1C

    Aktuell verliehener Anteil
    83,20%

    Ja das ist krass. Ein YouTuber hat das vor ein paar Monaten schon kritisiert, da dieser ETF den Sicherheitsbaustein darstellen soll. Ich habe ihn selbst im Depot, aber solche Zahlen machen nachdenklich.

    Auf der anderen Seite ist der beliebte DBX0AN. Das ist doch alles Swap basiert, d.h. das ist wie 100% Leihe, oder?

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  • Ja das ist krass. Ein YouTuber hat das vor ein paar Monaten schon kritisiert, da dieser ETF den Sicherheitsbaustein darstellen soll. Ich habe ihn selbst im Depot, aber solche Zahlen machen nachdenklich.

    Auf der anderen Seite ist der beliebte DBX0AN. Das ist doch alles Swap basiert, d.h. das ist wie 100% Leihe, oder?

    Ja, der Vergleich DBX0AN (Geldmarkt-ETF) und DBX0T8 (ultrakurzlaufende Bundesanleihen-ETF) ist passend. Beide stammen sogar vom selben ETF Anbieter Xtrackers (Deutsche Bank Gruppe). Beide haben eine ähnliche Renditeerwartung. Der Geldmarkt-ETF hat aufgrund des SWAP-basierten Konstruktes bzw. Gegenparteirisikos jedoch eine geringfügig höhere Renditeerwartung als der physisch replizierende Anleihen-ETF. Das Eingehen des Gegenparteirisikos wird also entlohnt. Wer dieses Risiko nicht möchte um sich bspw. gegen einen systemischen Crash abzusichern und daher auf den Anleihe-ETF ausweicht, bekommt dieses Risiko dann aber trotzdem über die Wertpapierleihe durch die Hintertür. Wer absolute Sicherheit will, muss die Bundesanleihen folglich direkt kaufen und darf den ETF-Mantel in diesem Segment nicht nutzen. Oder er kann gleich den Geldmarkt-ETF nehmen und die geringfügig höhere Rendite mitnehmen. So meine Interpretation.

  • Ja, der Vergleich DBX0AN (Geldmarkt-ETF) und DBX0T8 (ultrakurzlaufende Bundesanleihen-ETF) ist passend. Beide stammen sogar vom selben ETF Anbieter Xtrackers (Deutsche Bank Gruppe). Beide haben eine ähnliche Renditeerwartung. Der Geldmarkt-ETF hat aufgrund des SWAP-basierten Konstruktes bzw. Gegenparteirisikos jedoch eine geringfügig höhere Renditeerwartung als der physisch replizierende Anleihen-ETF. Das Eingehen des Gegenparteirisikos wird also entlohnt. Wer dieses Risiko nicht möchte um sich bspw. gegen einen systemischen Crash abzusichern und daher auf den Anleihe-ETF ausweicht, bekommt dieses Risiko dann aber trotzdem über die Wertpapierleihe durch die Hintertür. Wer absolute Sicherheit will, muss die Bundesanleihen folglich direkt kaufen und darf den ETF-Mantel in diesem Segment nicht nutzen. Oder er kann gleich den Geldmarkt-ETF nehmen und die geringfügig höhere Rendite mitnehmen. So meine Interpretation.

    Wäre für euch der iShares-Staatsanleihen-ETF DE000A0Q4RZ9 eine so viel sicherere Alternative, dass ihr vom DBX0T8 wegwechseln würdet? Oder nerden wir gerade etwas herum?

  • Wäre für euch der iShares-Staatsanleihen-ETF DE000A0Q4RZ9 eine so viel sicherere Alternative, dass ihr vom DBX0T8 wegwechseln würdet? Oder nerden wir gerade etwas herum?

    Ja, klar ist das hohes Nerd-Level und wäre nur im Falle einer schweren systemischen Krise ("Lehman-Moment") überhaupt relevant. Der von dir genannte ETF betreibt offensichtlich derzeit keine Wertpapierleihe, ist im Gegenzug aber auch teurer in den Gebühren. Vermutlich ist er sogar u.a. genau deshalb teurer, da die Erträge der Wertpapierleihe fehlen. Ob man deshalb gleich den ETF wechselt, muss jeder für sich entscheiden. Zumal der eine thesaurierend und der andere ausschüttend ist.

  • Wenn man über 5-10 % seines Depots redet wird es kein Überlebenskriterium sein, ob der geldmarktähnliche Fonds nun mit oder ohne Leihe arbeitet. Wenn ich aber bei Renteneintritt stark auf risikoarme Assets setze und damit ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis habe, würde ich das tendenziell über eine Anleihenleiter aus erstklassigen Euro-Anleihen abbilden statt über einen ETF, der stark mit Leihe arbeitet.

  • Wenn man über 5-10 % seines Depots redet wird es kein Überlebenskriterium sein, ob der geldmarktähnliche Fonds nun mit oder ohne Leihe arbeitet. Wenn ich aber bei Renteneintritt stark auf risikoarme Assets setze und damit ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis habe, würde ich das tendenziell über eine Anleihenleiter aus erstklassigen Euro-Anleihen abbilden statt über einen ETF, der stark mit Leihe arbeitet.

    Welche Laufzeiten ungefähr würdest du dafür nehmen?

  • Welche Laufzeiten ungefähr würdest du dafür nehmen?

    Das hängt in erster Linie von dem Sicherheitsbedürfnis ab und in zweiter Linie von der Zinsstrukturkurve. Aktuell würde ich vielleicht drei Stufen machen mit Laufzeiten zwischen 1 und 3 Jahren. Einmal im Jahr muss man dann für Ersatz sorgen. Man kann sicher auch mit zwei Stufen (noch defensiver) oder fünf Stufen (etwas riskanter) arbeiten.

  • Aber wenn man erstmal anfängt im Finanzbereich schädliches aufzuräumen bleibt in der Summe nicht allzu viel übrig und würde dann doch die Gewinne der Finanzbranche drücken.

    Der Streitpunkt ist nicht so sehr ob (30% sind in Ordnung) sondern wem die Einnahmen zustehen, dem Fonds (ggf. ETF) oder dem Verwalter.

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