ETF als Altersvorsorge jetzt oder ab 2027, 2500€ / Monat zur Verfügung

  • Abend,

    wir haben aktuell 2500€ / Monat extra mindestens bis März 2029, eventuell auch darüber hinaus.

    Haben drei Kinder ( 2, 7 und 9 Jahre) 777€ Kindergeld. Ich arbeite 80% 3500€ Netto / Monat. 2500€ / Monat Pflegegeld

    Meine aktuelle Rente wenn ich mit 67 gehe liegt bei 1100€. Habe spät zu arbeiten angefangen und daher spät eingezahlt.

    Meine Frau ist Zuhause. Wurde nach dem Studium schwanger und hat seitdem nicht in Rente eingezahlt und davor auch nicht. Bekommt nur die Kindererziehungsjahre.

    Meine Frau hat eine Riesterente mit 5€/Monat um bei drei Kindern volle Förderung zu erhalten.

    Schulden: 425.000 zu 0,89% Zinsen noch bis April 2036. Tilgung inkl. Zinsen 1800€ / Monat.

    Lebensversicherung 400.000€ auf mich, um den Kredit abzusichern.

    Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung: 3200€ / Monat Kaltmiete in Heidelberg.


    Wir wollen die 2500€ / Monat nicht auf den Kopf hauen, sondern für die Rente meiner Frau und mir anlegen.

    Gedacht habe ich an einen ETF. Wir haben ein Gemeinschaftskonto bei der Ing. Diba.

    Macht es Sinn jetzt schon in einen ETF anzulegen oder soll man hier bis Anfang 2027 warten wegen den staatlichen Zuschüssen?

    Würdet ihr den aktuellen Riester meiner Frau umwandeln oder nicht?

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  • Würdet ihr den aktuellen Riester meiner Frau umwandeln oder nicht?

    Erst mal schauen, was 2027 bringt. Was hat die denn für einen Riestervertrag?

    Bisher 60 Euro im Jahr für eine Zulage von 175+3•300= 1075 Euro.

    Zukünftig mindestens 300 Euro für 150+3•300= 1050

    Bzw. bei 360 Euro Einzahlung

    180+3•300 = 1080 Euro.

  • Macht es Sinn jetzt schon in einen ETF anzulegen oder soll man hier bis Anfang 2027 warten wegen den staatlichen Zuschüssen?

    Es macht auf jedem Fall Sinn umgehend anzufangen. Nicht warten, starten!

    Würdet ihr den aktuellen Riester meiner Frau umwandeln oder nicht?

    Bei der Lage (3 Kinder und 5€ Eigenanteil/Monat) würde ich wohl den Riester behalten. Zumindest so lange wie die Kinderförderung läuft. Dann kann man ja immer noch den Riester in ein AV-Depot übertragen.
    Du kannst aber auf jedem Fall ein AV-Depot für Dich abschließen und solltest dass auch tun, wenn es gute/günstige Produkte gibt. Allein um die Förderung mitzunehmen.
    Das ETF-Depot parallel dazu solltet Ihr aber trotzdem laufen lassen.

    Schulden: 425.000 zu 0,89% Zinsen noch bis April 2036. Tilgung inkl. Zinsen 1800€ / Monat.

    Lebensversicherung 400.000€ auf mich, um den Kredit abzusichern.

    Wie hoch ist die Restschuld in 2036?
    Was passiert, wenn Deine Frau sterben sollte? Wie kommst Du dann allein mit den 3 Kindern zurecht? In dem Alter brauchen die Kinder ja noch einige Jahre Betreuung.
    Zumindest eine Überkreuz RLV sollte m.E. schon vorhanden sein. Kostet ja auch nicht viel.

  • Wie viele Jahre habt ihr jeweils noch bis zur Rente? Ist das was du als Lebensversicherung laufen hast als Risiko LV oder eine Standard LV abgeschlossen worden?

    Ich bin Jahrgang 83 und meine Frau 89.

    Also ich habe noch ca. 25 Jahre, meine Frau ca. 31 Jahre.

    Bis 67 will ich aber nicht unbedingt arbeiten, zumindest nicht Vollzeit. Bis dahin soll auch der Kredit abgezahlt sein.

    Ansonsten stelle ich mir halt die Frage wieviel wir von den 2500€ / Monat in einen ETF stecken sollen, denn einen Teil brauche ich um eventuell vor der Anschlussfinanzierung zu tilgen, abhängig von den Zinsen.

    Ich habe vor drei Jahren eine Standart Lebensversicherung ohne Altersvorsorge abgeschlossen, also nur für den Todesfall.

    Wie hoch ist die Restschuld in 2036?

    Ohne Sondertilgung bleiben ca. in 10 Jahren noch ca. 209.000€. Sollte ok sein.

    Was passiert, wenn Deine Frau sterben sollte? Wie kommst Du dann allein mit den 3 Kindern zurecht? In dem Alter brauchen die Kinder ja noch einige Jahre Betreuung.
    Zumindest eine Überkreuz RLV sollte m.E. schon vorhanden sein. Kostet ja auch nicht viel.

    Eine neue Frau suchen ;-). Scherz. Aber sollte meine Frau wohl mal machen, sie hat halt ein paar Vorerkrankungen wie Astma, Allergien und eine eigentlich ungefährliche Form von Diabetes. Die Frage ist, wie die Versicherung das einstuft.

  • Ansonsten stelle ich mir halt die Frage wieviel wir von den 2500€ / Monat in einen ETF stecken sollen, denn einen Teil brauche ich um eventuell vor der Anschlussfinanzierung zu tilgen, abhängig von den Zinsen.

    Diese Entscheidung kann Euch niemand abnehmen. Eine Option wäre ja auch die Einnahmen alle paar Monate in ein längerfristiges Festgeld zu stecken (z.B. in Tranchen von 10K). Auf längerfristiges Festgeld solltest Ihr aktuell > 3% Zins bekommen. Das wäre dann ein klassisches (sicheres) Zinsdifferenzgeschäft.
    Kommt natürlich drauf an, wie sich die Zinsen entwickeln und welcher Zins Euch dann in 10 Jahren bei der Anschlussfinanzierung ggf. finanziell das Genick brechen würde.
    Ihr habt noch 10 Jahre Zeit. Da würde ich wohl zusehen, dass ich zunächst möglichst viel in den ETF stecke.
    Das mit dem sicheren Zinsdifferenzgeschäft kann man ja in ein paar Jahren immer nochmal ins Auge fassen.

    Aber sollte meine Frau wohl mal machen, sie hat halt ein paar Vorerkrankungen wie Astma, Allergien und eine eigentlich ungefährliche Form von Diabetes. Die Frage ist, wie die Versicherung das einstuft.

    Ja, dass solltet IHR meines Erachtens angehen. Es geht ja um eine Risikoabsicherung = Risikolebensversicherung. Das sollte selbst mit gewissen Vorerkrankungen günstig abzuschließen sein.
    Wie stellst Du es Dir denn in der Praxis vor mit (kleinen) 3 Kindern, die gerade Ihre Mutter verloren haben?
    Da wäre es evtl. hilfreich, wenn sich dann der Vater eine längere Auszeit gönnen könnte oder die Arbeitszeit reduzieren kann um für die Kinder da zu sein.:/
    Wenigstens das Haus sollte dann bezahlt sein um den größten finanziellen Druck aus dem Kessel zu nehmen.
    JustMy2Cent

  • Ja, dass solltet IHR meines Erachtens angehen. Es geht ja um eine Risikoabsicherung = Risikolebensversicherung. Das sollte selbst mit gewissen Vorerkrankungen günstig abzuschließen sein.
    Wie stellst Du es Dir denn in der Praxis vor mit (kleinen) 3 Kindern, die gerade Ihre Mutter verloren haben?
    Da wäre es evtl. hilfreich, wenn sich dann der Vater eine längere Auszeit gönnen könnte oder die Arbeitszeit reduzieren kann um für die Kinder da zu sein. :/
    Wenigstens das Haus sollte dann bezahlt sein um den größten finanziellen Druck aus dem Kessel zu nehmen.
    JustMy2Cent

    Ich würde mich in diesem Falle erst mal AU schreiben lassen auf unbestimmte Zeit. Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung springt die Krankenkasse ein und die Lücke zu meinem Lohn schließt meine Private Zusatzversicherung. Parallel würde Freundes- und Verwandschaftskreis unterstützen, nicht finanziell, sondern bei Kindern, Einkauf, Haushalt...

    So rational wie man aber so ein Ereignis angehen würde, kann es natürlich sein dass es einen emotional auch komplett raus hauen könnte und gar nichts mehr geht. Weiß ja keiner wie man reagiert wenn der Partner stirbt, das ist dann aber ein anderes Thema.


    Was empfehlt ihr an ETF?


    Danke für eure Gedanken zu dem Thema!

  • Was empfehlt ihr an ETF?

    Aktien weltweit streuend. Ein ETF auf einen Index wie den FTSE All World oder den MSCI ACWI (IMI) und fertig.

    Das konkrete Produkt (ETF) würde ich davon abhängig machen bei welchen Broker Du bist und ob Du diese ETF bei dem Broker möglichst kostengünstig (umsonst) besparen kannst.
    Ich bin mit meinem Depot bei der DKB. Dort kann ich den SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66) kostenlos besparen.

  • Wir haben ein Gemeinschaftskonto bei der IngDiba. Sollte auch kostenlos sein.

    Von Aktien direkt will ich lieber die Finger lassen, hier muss man sich ja auch informieren über Unternehmen, den Markt....

  • Wir haben ein Gemeinschaftskonto bei der IngDiba. Sollte auch kostenlos sein.

    Von Aktien direkt will ich lieber die Finger lassen, hier muss man sich ja auch informieren über Unternehmen, den Markt....

    ING klingt gut. Sparplan ist da aber AFAIK nur bis max. 1.000€ möglich. Ihr müsstest dann 3 Sparpläne auf den gleichen ETF einrichten um 2.500€/Monat sparen zu können.;)

    Und ja, von Einzelaktien würde ich auch die Finger lassen bzw. ich lasse die Finger davon!

  • ING klingt gut. Sparplan ist da aber AFAIK nur bis max. 1.000€ möglich. Ihr müsstest dann 3 Sparpläne auf den gleichen ETF einrichten um 2.500€/Monat sparen zu können. ;)

    Im Notfall legen meine Frau und ich jeder noch ein extra Depot an. Einen Teil der 2500€ werde ich aufs Tagesgeld legen und hopping machen, wie jetzt auch schon.

    Wenn ab 2027 das AV-Depot möglich ist, nur soviel investieren damit die maximalen staatlichen Zuschüssen fließen.

  • Würde ehr darüber nachdenken wie ich die Anschlussfinanzierung möglichst gering halte um bevor man 60 Jahre alt wird den Hauskredit abgezahlt zu haben. Die Traumzinsen unter 1% wird man vermutlich nicht mehr wieder sehen.
    Sondertilgungen machen bei den Zinsen keinen Sinn aber bis zur Anschlussfinanzierung kann man noch genügend von den 2500€ in sicheren Geldmarkt ETFs anlegen. Im nächsten Jahr würde ich dann in das AV-Depot die Summen investieren die man benötigt um die komplette Förderung mitzunehmen. Ob man das bei der Frau umstellt kann ich nicht beurteilen da ich mich nie mit Riester auseinander gesetzt habe.

  • Würde ehr darüber nachdenken wie ich die Anschlussfinanzierung möglichst gering halte um bevor man 60 Jahre alt wird den Hauskredit abgezahlt zu haben. Die Traumzinsen unter 1% wird man vermutlich nicht mehr wieder sehen.
    Sondertilgungen machen bei den Zinsen keinen Sinn aber bis zur Anschlussfinanzierung kann man noch genügend von den 2500€ in sicheren Geldmarkt ETFs anlegen.

    Wenn ich so etwas vorhabe, dann würde ich aber eher auf Festgelder/Anleihen setzen. Also eine Summe X ansparen und dann gute Festgelder sichern. Aktuell lohnen sich allerdings FG > 5 Jahre kaum, da es quasi keinen Zinsvorteil bei längerer Laufzeit gibt. Bei FG bis 5 Jahre liegst Du aktuell bei 3,x% Zins.
    Eine Option wäre dann immer sichere Anleihen mit entsprechender Laufzeit zu kaufen. Die Anleihen könnte man zur Not dann verkaufen, wenn man Liquidität benötigt.

    Die eigentliche Frage wäre aber, wie lange die 2.500€/Monat extra kommen. Wenn das Geld auch über 2029 hinaus kommen, reicht es auch, wenn man 5 Jahre vor der Anschlussfinanzierung mit dem Aufbau des Cash-Bestands anfängt.
    Sind ja 30K€ p.a. In 5 Jahren wären das dann 150K€ plus ein paar Zinsen. Dann wäre die Restschuld von 209K€ in 2036 ein Witz, selbst wenn der Hypothekenzins bis dahin auf 10% klettern würde.
    Tja, keine leichte Entscheidung. So oder so.

  • Die eigentliche Frage wäre aber, wie lange die 2.500€/Monat extra kommen. Wenn das Geld auch über 2029 hinaus kommen, reicht es auch, wenn man 5 Jahre vor der Anschlussfinanzierung mit dem Aufbau des Cash-Bestands anfängt.

    Die 2500€ kommen solange wie meine 2 Kinder in Pflegestufe 2 sind.

    Kind 1: 350€ Pflegekasse

    Kind 2: 350€ Pflegekasse + 1800€ private Pflegeversicherung ( alle 3 Jahre 10% Erhöhung Infaltionsausgleich)

    Kind 2 ist jetzt 9 Jahre. Nächste Prüfung auf Pflegestufe ist im Jahr 2029.


    Wichtig: Ich muss das ganze so einfach wie möglich halten. So mache ich es auch bei der Haustechnik, Wärmepumpe, Photovoltaik...

    Sollte ich dahinscheiden, muss meine Frau damit klar kommen.

    Also das mit dem AV-Depot werde ich sicher machen für meine Frau und mich.

  • Das sind sehr komplizierte Verhältnisse.
    Und es gibt dann noch ein Objekt, das vermietet ist.
    Ist dieses Objekt schuldenfrei und kann im Zweifelsfall schnell veräußert werden?

    Bei der ganzen Konstellation würde ich ab 2027 konsequent ins AV-Depot einsteigen und schlicht und einfach am Ende der Laufzeit des Kredits so viel wie möglich tilgen.

  • Ist dieses Objekt schuldenfrei und kann im Zweifelsfall schnell veräußert werden?

    Nein, ist nicht Schuldenfrei.

    Vermietetes Mehrfamilienhaus in Heidelberg belastet mit: 260.000€ und 70.000€, aktuelle Restschuld: 257.720,99€

    Unser bewohntes Objekt Doppelhaushälfte belastet mit: 205.000€

    aktuelle Restschuld: 166.533,97 €

    Das vermietet Objekt will ich nur sehr ungern verkaufen, nicht mal im Notfall. Denn die Mieter sind fast immer nur Studenten und durch den häufigeren Mieterwechsel kann ich die Miete regelmäßig anpassen und Inflation sofort einpreisen.

  • Nachfrage, da sich ja aktuell viel tut am Markt.

    Macht es Sinn noch für 2026 die Eigenheimrente mitzunehmen und dann 2027 auf die neue Umsteigen?

    Beim Altersvorsorgedepot bekommen alle die gleiche Förderung oder würde meine Frau als Hausfrau hier weniger bekommen?

  • Nachfrage, da sich ja aktuell viel tut am Markt.

    Macht es Sinn noch für 2026 die Eigenheimrente mitzunehmen und dann 2027 auf die neue Umsteigen?

    Beim Altersvorsorgedepot bekommen alle die gleiche Förderung oder würde meine Frau als Hausfrau hier weniger bekommen?

    Die reine Hausfrau ist nicht förderfähig, aber als Anhängsel zum förderberechtigten Ehegatten.

    Partner A zahlt 360 EUR p. A. und bekommt 180 EUR Förderung.

    Partner B zahlt 120 EUR p. A. und bekommt 175 EUR Förderung.

    Wenn Partner A weniger 350 EUR zahlt, z. B. 320 EUR, dann bekommt B nur 160 EUR. (50% der Einzahlung, max. 175 EUR.)

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