• Ich habe 2 jeweils 25 Jahre bestehende aktiv gemanage Depots. Eines mit 80% Aktien und 20% Anleihen, Performance über die Jahre 4,3%. Das andere mit 45% Aktien, 15% Anleihen und 40% Mischfonds, Performance üer die Jahre 2,6%. Macht es Sinn, dieses Geld zu entnehmen und in mein seit 3 Jahren bestehendes ETF-Depot umzuschichten?

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    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
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    Investieren Live Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

  • Kater.Ka 19. August 2026 um 12:52

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ist für mich fängt das mit simpeler Mathematik an, die aber auf Werten beruht, die nur Du kennst:
    (a) wieviel Steuern zahlst Du beim Verkauf (aktueller Kurs - Kaufkurs)*0,3 (keine Teilfreistellung für Depot 2 außer Deine Mischfonds führen dazu, ohne Kirchensteuer, ohne Vorabpauschalen, ohne Gebühren, ohne Steuerfriebetrag). All das kennst nur Du individuell für Dich.
    Und ja, bevor noch jemand damit ankommt. Es gibt noch Fonds wie 15% Teilfreistellung. Muss man sich halt im Netz ergoogeln, wenn man solche Fonds hat und nicht (d) einer der Hauptgründe für die Umschichtung sein wollte. Am Ende sind da noch Immobilienfonds bei mir einer ganz anderen Versteuerung.

    (b) wie hoch erwartest Du die Rendite in Deinem ETF Depot (oder wie hoch wäre sie über den selben Zeitraum gewesen, wenn Du aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließen möchtest)?

    (c) wie lange soll das Geld im ETF bleiben, um dort eine signifikante Überrendite zu erzielen?

    (d) spielt etwas anderes wie die reine Rendite noch mit rein? Z.B. die Vereinfachung der gesamten Geldanlage, Auflösen der Mischfonds, ....?

  • Ich habe 2 jeweils 25 Jahre bestehende aktiv gemanage Depots. Eines mit 80% Aktien und 20% Anleihen, Performance über die Jahre 4,3%. Das andere mit 45% Aktien, 15% Anleihen und 40% Mischfonds, Performance üer die Jahre 2,6%. Macht es Sinn, dieses Geld zu entnehmen und in mein seit 3 Jahren bestehendes ETF-Depot umzuschichten?

    Ich sage es mal so. Die genannten Renditen sind eher überschaubar.:rolleyes:
    Hier mal ein 80% Aktien und 20% EUR Staatsanleihen Depot aus 2 ETF seit Oktober 2001:
    https://curvo.eu/backtest/de/po…tolerance%22%7D

    Heutzutage kannst Du so etwas mit einem ETF lösen: Vanguard Life Strategy 80 -> automatisches Rebalancing.
    Wahrscheinlich haben die Kosten für das aktive Management die Rendite gefressen.

    Ob es nun Sinn macht Deine bestehenden Depots aufzulösen und in ein ETF-Depot zu überführen hängt natürlich davon ab, wie viele Steuern Du jetzt zahlen musst und wie lange Du das Geld überhaupt noch investiert lassen willst. Wenn das Geld nochmal 20 Jahre investiert sein wird ist das natürlich eine ganz andere Hausnummer als wenn Du in 5 Jahren eh alles auflösen willst.
    Bei Aktienkäufen vor 2009 sind alle Kursgewinne steuerfrei. Bei Fondskäufen vor 2009 ist ein Gewinn von 100.000€ steuerfrei.

  • Die genannten Renditen von 4,3% bzw. 2,6% sind pro Jahr (p.a.) oder gesamt über die 25 Jahre?
    Der Ausgangstext hört sich nach letzterem an, aber das wäre wirklich sehr wenig.

    Wurden die Depots komplett vor 25 Jahren angeschafft oder nach und nach angespart?
    Wenn ersteres, dann sind alle Titel (außer dem Mischfonds) steuerfreie Altbestände.
    Dann würde ich nicht lang überlegen, sondern alles in entsprechende passive ETF (wie oben genannt) überführen.

  • Da erlaube ich mir eine Nachfrage, obwohl ich nicht der TE bin. Wir haben auch so einen "alten" Fonds im Depot (der allerdings viel besser dasteht, was die Rendite anbelangt), der über die Jahre (ca 25) per Sparplan gekauft wurde. Also die zweite von Dir angesprochene Variante. Was sollte man bei so einem Fonds abwägen, wenn man mit der TER hadert? Danke für einen Hinweis.

  • Was sollte man bei so einem Fonds abwägen, wenn man mit der TER hadert?

    Überschlage, was beim Verkauf raus kommt und was Du nach Neuanlage an Rendite bis zur Nutzung erwartest (Annahme, das Geld liegt da nicht um es später zu vererben).

    Ich habe mein DEKA-Depot nach 22 Jahren (und einer Gesamtrendite von 1,8%) vor einigen Jahren in einen reinen Aktien-ETF umgeschichtet. Da war mir aber auch bekannt, dass dieser nach Umschichtung noch mind. 15 Jahre bis zur ersten Teilentnahme liegen wird.

    Ich bin bei der Ausgangsfrage von einer Rendite p.A. ausgegangen. Selbst bei 2,x% Rendite p.A. sollte sich die Umschichtung lohnen, wenn der Anlagehorizont ab heute noch lang genug ist und die Renditeerwartung der/des ETF über den 2,x% liegen sollte.

    Stehst Du aber z.B. kurz vor der Rente und diese fällt so gering aus, dass Deine zu versteuernden Gesamteinnahmen (inkl. der Kapitalgewinne) unter 25% liegen, mag es sich lohnen, den Fonds erst in der Rente Stück für Stück zu verkaufen.

  • Ich habe 2 jeweils 25 Jahre bestehende aktiv gemanage Depots. Eines mit 80% Aktien und 20% Anleihen, Performance über die Jahre 4,3%. Das andere mit 45% Aktien, 15% Anleihen und 40% Mischfonds, Performance üer die Jahre 2,6%. Macht es Sinn, dieses Geld zu entnehmen und in mein seit 3 Jahren bestehendes ETF-Depot umzuschichten?

    Danke für Antworten!:)

    Ich denke das du dir selbst die Antwort mit dieser Frage schon selbst "vorher" beantwortet hat, denn sonst würdest du dich nicht damit beschäftigen. Wie meine Vorredner sagen, schau die steuerliche Seite, den Gewinn und mache dir ein Bild. Aus der Ferne kann dir niemand helfen, du kennst die relevanten Daten. Und ja, dann kannst du gerne einen Schlußstrich ziehen und auf neue Ufer aufbrechen.

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