Jetzt sind ja die Daten bekannt. Im Wertpapierforum wird er auch schon besprochen. Bin ja mal auf die Kostenstruktur gespannt.
https://www.wertpapier-forum.de/topic/69545-so…asset-strategy/
: Wie ist die Asset-Allokation des neuen Multi-Asset-Produkts zu beurteilen, wenn 60 % in Aktien und 40 % in High-Yield-Anleihen, Schwellenländer-Staatsanleihen, Gold und Rohstoffe fließen? In der Community überwiegt Skepsis, weil mehrere Beiträge höhere Risiken, mögliche Widersprüche zu früheren Grundsätzen und noch offene Kosten sehen. Als Alternative wird eine einfachere Mischung aus Weltaktien und kurzlaufenden Euro-Staatsanleihen diskutiert. Einzelne Stimmen halten die breite Diversifikation für nachvollziehbar, offen bleibt aber, ob die 40 % als Sicherheitsbaustein oder eher als zusätzlicher Risikobaustein gedacht sind.
Wie ist die Asset-Allokation des neuen Multi-Asset-Produkts zu beurteilen, wenn 60 % in Aktien und 40 % in High-Yield-Anleihen, Schwellenländer-Staatsanleihen, Gold und Rohstoffe fließen? In der Community überwiegt Skepsis, weil mehrere Beiträge höhere Risiken, mögliche Widersprüche zu früheren Grundsätzen und noch offene Kosten sehen. Als Alternative wird eine einfachere Mischung aus Weltaktien und kurzlaufenden Euro-Staatsanleihen diskutiert. Einzelne Stimmen halten die breite Diversifikation für nachvollziehbar, offen bleibt aber, ob die 40 % als Sicherheitsbaustein oder eher als zusätzlicher Risikobaustein gedacht sind.
Jetzt sind ja die Daten bekannt. Im Wertpapierforum wird er auch schon besprochen. Bin ja mal auf die Kostenstruktur gespannt.
https://www.wertpapier-forum.de/topic/69545-so…asset-strategy/
Krass, das entspricht an vielen Punkten wirklich dem exakten Gegenteil von dem, was Kommer jahrelang gepredigt hat: Keine Heimatwährungs-EUR-Staatsanleihen, dafür High-Yield (!) Unternehmensanleihen und EM-Anleihe-ETFs mit gemessen an Kommers Lehre viel zu langer Duration. Dazu Gold und Commodities in homöopathischen Dosen.
Naja, erwartbar hat er seine Multifaktor-Welt-Aktien-ETF dabei verwurstet.
Was sagte angeblich schon Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?! 🤔
Warum so eine Komposition? Ist dann vermutlich alles für den nach Kommer „risikoreichen Teil“ des Portfolios gedacht, da relativ ausfallsichere kurzlaufende Anleihen in Heimatwährung bewusst rausgelassen wurden..?
Dann überzeugt mich die Rendite des Konzepts aber nicht, von der fehlenden Flexibilität und einem nennenswerten SRI-Filter ganz zu schweigen.
Krass, das entspricht an vielen Punkten wirklich dem exakten Gegenteil von dem, was Kommer jahrelang gepredigt hat: Keine Heimatwährungs-EUR-Staatsanleihen, dafür High-Yield (!) Unternehmensanleihen und EM-Anleihe-ETFs mit gemessen an Kommers Lehre viel zu langer Duration. Dazu Gold und Commodities in homöopathischen Dosen.
Naja, erwartbar hat er seine Multifaktor-Welt-Aktien-ETF dabei verwurstet.
Was sagte angeblich schon Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?! 🤔
Hmm, ist so nicht ganz richtig. Die Schwellenländer-Staatsanleihen nennt Kommer schon länger attraktiv. Hier ein älterer Eintrag in seinem Blog: https://gerd-kommer.de/blog/schwellenlaender-staatsanleihen/
Er war nach eigenen Angaben sogar an der Entwicklung des konkreten ETFs beteiligt:
[Zitat]
"01.06.2022
Hiermit informieren wir Sie über einen Produkttausch im risikobehafteten Teil der Portfolios bei GKC. Das Produkt „iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond UCITS ETF – USD ACC“ (ISIN: IE00BYXYYK40) wird diesen Monat in allen bei GKC verwalteten Portfolios gegen den „L&G ESG Emerging Markets Government Bond (USD) 0-5 Year UCITS ETF“ (ISIN: IE000MINO564) ausgetauscht.
Der neue ETF hat zwei Vorteile gegenüber dem alten ETF: Er ist preisgünstiger (TER neu 0,28% versus 0,45% alt) und die Anleihen im neuen ETF haben eine deutlich kürzere Restlaufzeit bzw. niedrigere Modified Duration (7,7 alt vs. 2,5 neu). Letzteres bedeutet, dass der neue ETF dem Risiko steigender Zinsen weniger stark ausgesetzt ist als der alte.
Der Anbieter des neuen ETFs, Legal & General („L&G“), hat den ETF in thesaurierender und währungsgesicherter Variante explizit auf unseren Wunsch hin Anfang Mai 2022 aufgesetzt und stellt in Zusammenarbeit mit Market Makers eine hinreichend hohe Liquidität trotz der vergleichsweise noch niedrigen Marktkapitalisierung des Produkts sicher."
Das ist eine Zusammensetzung, die Freund St. Irving geradezu auf den Plan rufen muss.
High Yield Unternehmens-Anleihen ?
Emerging Markets Anleihen 0-5 ?!!
Und dann 5 % Rohstoffe „prognosefrei“ mit dem ganz frischen L&G ETF…in der neuen gehedgten Variante.
https://gerd-kommer.de/blog/long-short-strategien-rohstoffe/
Hmm, ist so nicht ganz richtig. Die Schwellenländer-Staatsanleihen nennt Kommer schon länger attraktiv. Hier ein älterer Eintrag in seinem Blog: https://gerd-kommer.de/blog/schwellenlaender-staatsanleihen/
Ja, das schon und der Sinn von EM-Staatsanleihen für sich genommen ist ja gegeben. Er betont aber in dem Kontext regelmäßig und relativ pauschal, dass ihm alle Laufzeiten über 3 Jahren zu lang wären. Bei den EMs hat er das jetzt mit Laufzeiten bis 5 Jahre über Board geworfen, auch wenn die Duration natürlich immer darunter liegt.
Genau wie seine Warnung vor High-Yield-Corporate-Bonds, statt derer man nach der reinen Kommer-Lehre dann besser gleich Aktien nehmen sollte. Und die man dann eben durch relativ sichere kurzlaufende (Staats-)Anleihe-ETFs in EUR für den sicheren Portfolioteil flankieren müsste, damit die Rendite-Risiko-Relation wieder passt.
Der Ansatz jetzt ist demzufolge nicht Fisch und nicht Fleisch…
Kann mir echt nur vorstellen, dass sich das an Leute richten soll, die das dann mit dem von ihm früher empfohlenen kurzlaufenden Staatsanleihen-ETF (https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1829219556), einem Geldmarkt-ETF oder gleich mit Tagesgeld als „Sicherheitsbaustein“ kombinieren sollen.
Ausschüttend würde der ETF in meinen Augen dank Gold und Commodities dann gar keinen Sinn mehr machen. Aber da war Kommer ja ohnehin nie ein Fan von, was er mit vielen kinderlosen Depotsparern gemeinsam zu haben scheint…
Das ist eine Zusammensetzung, die Freund St. Irving geradezu auf den Plan rufen muss.
High Yield Unternehmens-Anleihen ?Emerging Markets Anleihen 0-5 ?!!
Und dann 5 % Rohstoffe „prognosefrei“ mit dem ganz frischen L&G ETF…in der neuen gehedgten Variante.
https://gerd-kommer.de/blog/long-short-strategien-rohstoffe/
Ja, wo bleibt Freund St. Irving? Das schreit nach Erklärungsbedarf 😁
Merkwürdige Freunde habt ihr! 😉🙈
Ja, wo bleibt Freund St. Irving? Das schreit nach Erklärungsbedarf 😁
Der beißt vielleicht noch in die Tischplatte oder überlegt sich eine neue Legende, unter der er hier neu benannt aufschlagen kann.
Der beißt vielleicht noch in die Tischplatte oder überlegt sich eine neue Legende, unter der er hier neu benannt aufschlagen kann.
Tja…gerade durfte man nicht mal eine Unternehmensanleihe eines Dax-Unternehmens mit 10 Monaten Restlaufzeit haben…und jetzt solche unglaublich riskanten ETFs…Duration 0-5 Jahre…
Tja…gerade durfte man nicht mal eine Unternehmensanleihe eines Dax-Unternehmens mit 10 Monaten Restlaufzeit haben…und jetzt solche unglaublich riskanten ETFs…Duration 0-5 Jahre…
Ja und das Risiko auch noch mit so unglaublich niedrigen Renditen!
https://www.justetf.com/de/etf-profile…4998#uebersicht
Laut JustETF schüttet der High-Yield-Corporate-Bond-ETF aktuell 3,03% aus (3,84% „Renditen“ laut Factsheet), was das Risiko von Junk-Bonds doch nicht mal ansatzweise angemessen kompensiert!
Und wie war das nochmal früher in der reinen Kommer-Lehre? Grundsätzlich mindestens 100 Unternehmen auch in Corporate-Bonds mit guten Ratings um das Ausfallrisiko zu streuen!
Das Teil umfasst laut justETF gerade mal 90 Unternehmen und hat laut Factsheet ein Durchschnittsrating von BB-. Gilt das jetzt neuerdings gerade für High-Yield-Bonds bei ihm nicht mehr? 🤔
Keine Ahnung was so eine Komposition soll, versteh ich mit und ohne Kommer wirklich nicht…
Ja, das schon und der Sinn von EM-Staatsanleihen für sich genommen ist ja gegeben. Er betont aber in dem Kontext regelmäßig und relativ pauschal, dass ihm alle Laufzeiten über 3 Jahren zu lang wären....
Das bezieht sich auf den sicheren Teil des Depots.
...
Kann mir echt nur vorstellen, dass sich das an Leute richten soll, die das dann mit dem von ihm früher empfohlenen kurzlaufenden Staatsanleihen-ETF (https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1829219556), einem Geldmarkt-ETF oder gleich mit Tagesgeld als „Sicherheitsbaustein“ kombinieren sollen.
Ob man das soll, muss jeder selbst wissen. Das hängt vom Sicherheitsbedarf ab.
Das bezieht sich auf den sicheren Teil des Depots.
Er betont das immer auch bei den EM-Staatsanleihe-ETF, im Zitat oben ja auch wieder, wie wichtig ihm die kurze Duration ist. Sein praktisches Problem ist natürlich: Es gibt aktuell m.W.n. keine EM-Staatsanleihe-ETF mit einem Laufzeitband von 1-3 Jahren bzw. einer (modified-)Duration um 1,5 mit Handelszulassung für D/EU. Gäbe es den, würde er wahrscheinlich darauf setzen…
Ob man das soll, muss jeder selbst wissen. Das hängt vom Sicherheitsbedarf ab.
Naja, dreh die Überlegung doch mal rum: Wie müsste ein klassisches Kommer-Portfolio aus Aktien und Anleihen gestrickt sein, um eine vergleichbare Risiko-Rendite-Relation zu erreichen?
Ich würde auf etwa 70% Aktien (Weltmarkt) und 30% EUR-Staatsanleihen (kurzlaufend) tippen. Und ich würde darauf tippen, dass die Rendite bei gleichem Risiko im Sinne von Schwankungen höher ausfallen dürfte. Und dass nach Kosten mit zwei einfachen und sehr kostengünstigen ETF das Ziel günstiger (ergo mit noch höherer Gesamtrendite) zu erreichen sein dürfte.
Ihr zahlt hier Kommer gleich doppelt: Einmal für seinen Multifaktor-Aktien-ETF und nochmal für den Dachfonds, der dann noch so eine merkwürdige Mischung zusammenzimmert.
Ich glaube nach Kosten echt, dass eine plain and simple 70% Aktien/30% (Staats-)Anleihen - Kombination besser laufen dürfte…
Das ganze Ding gehört hier in den „Bastl-Wastl-Thread“.
Ein Blick in den Emerging-Markets-Anleihen-ETF jagt einem gruselige Schauer über den Rücken…
Ghana…Rumänien…
Ich warte dringend auf eine Stellungnahme von St. Irving……der muss jetzt mal mit gewohnter „sachlicher Härte“ Stellung nehmen.
Ich warte dringend auf eine Stellungnahme von St. Irving……der muss jetzt mal mit gewohnter „sachlicher Härte“ Stellung nehmen.
Vermute, er ist panisch dabei, seinen Kommer-Multifaktor-Aktien-ETF zu verkaufen weil ihm spontan aufgefallen ist, dass das grundsolide, objektive und absolut überlegene Kommer-Argumentationsgerüst mit lauter ganz sachlichen Wissenschaftserkenntnissen und schwarz/weißen Absolutheiten gerade relativ stark am Wackeln ist… 😜
Kann mir echt nur vorstellen, dass sich das an Leute richten soll, die das dann mit dem von ihm früher empfohlenen kurzlaufenden Staatsanleihen-ETF (https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1829219556), einem Geldmarkt-ETF oder gleich mit Tagesgeld als „Sicherheitsbaustein“ kombinieren sollen.
Den Sinn einer Komposition aus Aktien und geldmarktähnlichen Anleihen mit sehr kurzer Duration in einem Investmentvehikel würde sich mir auch überhaupt nicht erschließen. Vielleicht (oder besser: anscheinend?) sieht Herr Kommer das genauso.
Die jetzt vorgelegte Asset Allocation halte ich da für deutlich interessanter; mir wäre der Fonds trotzdem nichts, mit nur 60 Prozent Aktien.
Die jetzt vorgelegte Asset Allocation halte ich da für deutlich interessanter; mir wäre der Fonds trotzdem nichts, mit nur 60 Prozent Aktien.
„60“ ist doch so eine Art magische Marketingzahl….
Den Sinn einer Komposition aus Aktien und geldmarktähnlichen Anleihen mit sehr kurzer Duration in einem Investmentvehikel würde sich mir auch überhaupt nicht erschließen. Vielleicht (oder besser: anscheinend?) sieht Herr Kommer das genauso.
Die jetzt vorgelegte Asset Allocation halte ich da für deutlich interessanter; mir wäre der Fonds trotzdem nichts, mit nur 60 Prozent Aktien.
Flexibler wäre das in zwei Teilen sicherlich, zumal Privatanlegern ja immer noch zum obligatorischen Notrgroschen auf dem Tagesgeldkonto geraten wird.
Nur: Warum soll man dann die Quote des High-Yield-Corporate-Bond oder der EM-Staatsanleihen oder eben die Aktienquote im Zeitverlauf nicht variieren wollen?
Ich würde den Vorteil aktuell steuerlich noch in der Teilfreistellung für den Anleiheteil sehen, aber ansonsten bleibt meine Frage: Wer braucht so ein Teil?
Also jetzt mal außer Gerd Kommer und seiner Fondsgesellschaft?
„60“ ist doch so eine Art magische Marketingzahl….
Liegt die magische Zahl der Teilfreistellung für Anleihekomponenten in Fonds mit 51% Aktienanteil nicht auch etwa in der Größenordnung? 😉
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