Geldanlage Allianz

  • Aber interessant, dass die Düsseldorfer Sparkasse Allianzprodukte anpreist. Eigentlich schwer vorstellbar, dass die nix eigenes vergleichbares dort, bzw. im Verbund, haben.

    Das ist nicht erstaunlich, sondern ist eine ganz klare Strategie.

    Ich kann das mal so erklären:

    Die S Finanz Services Düsseldorf GmbH ist ein Tochterunternehmen der Stadtsparkasse Düsseldorf und vermittelt Versicherungsverträge. Für Privatkunden führt die Sparkasse die Allianz ausdrücklich als Versicherungspartner auf. Die Sparkasse vermittelt beispielsweise Versicherungen zur Vorsorge und Altersabsicherung.
    Die Sparkasse erhält für vermittelte Versicherungsverträge Provisionen von der Allianz.

    Allianz…das ist doch cooler als diese Sparkassenversicherung.

  • Was das Allianzprodukt angeht, sehe ich es genauso wie die meisten hier. Das bringt keine Rendite sondern nur Kosten und Umstände. Eine vage nicht garantierte Rendite kann eintreffen, viel wahrscheinlicher ist, dass sie nicht eintrifft sondern am Ende im besten Fall ein ganz klein wenig mehr als die Mindestverzinsung dabei herum kommt.

    Für ungeplante Kosten im Zusammenhang mit der Eigentumswohnung solltest Du ca. 10.000 Euro vorhalten und genauso hoch sollte denke ich auch der Notgroschen sein. Entsprechend würde ich mindestens 20.000 Euro in einem Geldmarktfonds investieren, wo Du kurzfristig rankommst. Da sollte es sogar bei der Sparkasse einen akzeptablen ETF geben, falls man kein anderes Depot eröffnen will.

    Wenn ich es ansonsten richtig verstehe, besteht kein ständiger Bedarf die Rente aufzustocken aber es ist denkbar, dass Du für besondere Ausgaben und Wünsche darauf zurückgreifen möchtest.

    Weiterhin gehe ich davon aus, dass Du bisher mit Aktien noch keine großen Erfahrungen gemacht hast. Deshalb würde ich auch nicht zu einer großen Portion Aktien raten auch wenn eine kleine Beimischung des o.g. Dividenden ETF durchaus eine Option ist, um die Inflation besser auszugleichen. Ohne Aktienerfahrung würde ich mit Ende 60 aber nicht mehr als 20-30 % darin investieren.

    Mein Vorschlag (gibt sicher noch zahllose andere gute Möglichkeiten):

    A) 25.000 Geldmarktfonds (z.B. LU0052863874 von DEKA)
    B) 60.000 Euro in den GEFA Auszahlplan für 10 Jahre
    C) 20.000 in den monatlich ausschüttenden Dividenden ETF IE0005AJA0P1

    A+C laufen weitgehend vollautomatisch. Beim Auszahlplan B solltest Du 1/3 bis 1/2 wieder neu anlegen wahlweise im Geldmarkt oder Dividenden ETF, weil sonst die 60.000 Euro nach zehn Jahren aufgebraucht wären.

    Das gäbe Ausschüttungen von ca.
    A) ca. 550 Euro jährlich oder 45 Euro monatlich
    B) ca. 580 Euro monatlich, davon 1/3 für den Konsum
    C) ca. 64 Euro monatlich

    Bei einer Reinvestition von 2/3 der Auszahlungen des GEFA Plans hättest Du insgesamt gute 300 Euro pro Monat zur Verfügung. Wäre die Größenordnung ok für Dich? Bei dieser Vorgehensweise würde Dein Geld für mindestens 30 Jahre ausreichen. Wenn man in Deiner Familie nicht ganz so alt wird, kannst Du die Entnahme auch noch etwas erhöhen und immer nur jede zweite Auszahlung der GEFA neu investieren. Dann kommst Du auf knapp 400 Euro pro Monat und dürfte immer noch für 25 Jahre reichen.

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