Nach der Logik dürfte man gar nicht auf innovative Konzepte und Ideen bauen, und wenn alle so denken würden, schon immer, säße die Menschheit heute noch in Höhlen.
Du vermischst Unternehmertum und Kapitalanlage. Ich bin sowohl Unternehmer als auch Kapitalanleger. In der Kapitalanlage ist eine Konzentration auf innovative Konzepte nachweislich systematisch unterlegen. Diesen Fehler machen sehr viele Privatanleger. Auch sehr viele Unternehmer.
Zitat von WorriedDadDas heißt, Du hältst alle relevanten Assets - Aktien und Anleihen, Immobilien und die diversen Energie-Rohstoffe, Edelmetalle und Kryptos, Tangible Assets, usw. - in dem Verhältnis, wie sie in der realen Welt am Markt kapitalisiert sind? So sehr, wie Du hier (Deine) reine Lehre vertrittst, muss man davon ja ausgehen.
Ich denke in der Tat, dass ich dem Markt sehr nahe bin. Wer in Deutschland lebt, ein Einfamilienhaus besitzt und über einen globalen Aktien-ETF investiert, kommt dem Marktportfolio bereits sehr nahe. Ein Angestellter mit GRV-Ansprüchen umso mehr. Dies gilt insbesondere auch, weil die im ETF enthaltenen Unternehmen ihrerseits in unterschiedliche Assetklassen investiert sind (so gut wie alle Unternehmen haben z.B. Immobilien und FK in den Bilanzen).
Abstriche sind dennoch unvermeidlich, da schnell Klumpenrisiken, Währungsrisiken, Liquiditätsrisiken, überproportionale Kosten usw. auftreten. Das Marktportfolio zu 100 % abzubilden, ist schwierig. Wer jedoch ohne Not 20, 30, 40 % oder mehr seines Vermögens in Bitcoin investiert, weicht deutlich davon ab und betreibt Markttiming. Ich würde die Entscheidung was zukünftig relevant wird oder bleibt den Unternehmen und damit den Konsumenten überlassen und dem nicht vorgreifen.
Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, einzelne Segmente überzugewichten, sofern damit ein systematischer Renditevorteil aufgrund höherer systematischer Risiken verbunden ist (z.B. Anteil risikoarm/risikobehaftet). Bei Bitcoin ist ein solcher Vorteil jedoch (noch) nicht nachweisbar.