Neues Scalable Depot

  • Deine Freundin hatte also Anteile des A1JX52
    - am 2.1.2025 und
    - am 31.12.2025.

    Du auch?

    Erste Voraussetzung ist, dass am Ende des Jahres Anteile vorhanden sind, nicht aber am Beginn. Wenn unterjährig gekauft wird, werden die beteiligten Monate berücksichtigt. Für den 2.1. ist allerdings und nur der Kurs relevant.

    Planschkuh sollte erst mal rechnen, bevor er klagt. Es gibt ja mehrere Variablen, die Einfluss darauf haben, ob eine Steuer überhaupt zu erheben ist.

  • Wir hatten beide am 31.12.2025 Anteile des ETF im Depot. Meiner Freundin wurde auch Vorabpauschale berechnet, was wohl richtig ist:

    • Ausschüttungen 2025 ≈ 1,51 % der Fondswerte
    • Mindestbetrag nach Basiszins 2025 ≈ 1,771 %
      Da 1,51 % < 1,771 %, wird eine Vorabpauschale berechnet.

    Ich hatte zu dem ETF auch ein Abrechnungsschreiben im Postfach, sieht bei mir aber so aus:

  • Ich rechne gerne Dinge nach. Dein Beitrag lässt darauf schließen, dass es eine Berechnung gibt die das Ergebnis von Scalable (0 Euro) bestätigt. Da würde ich gerne von Dir wissen welche das sein soll, um mich dann auch fleißig ans Werk zu machen...

  • Ich rechne gerne Dinge nach. Dein Beitrag lässt darauf schließen, dass es eine Berechnung gibt die das Ergebnis von Scalable (0 Euro) bestätigt. Da würde ich gerne von Dir wissen welche das sein soll, um mich dann auch fleißig ans Werk zu machen...

    Das ist x mal im Forum und Internet beschrieben.

    maßgeblicher Ertrag = min(Basisertrag, Wertzuwachs)

    Vorabpauschale_brutto = maßgeblicher Ertrag − Ausschüttungen_nach_Kauf

    Vorabpauschale_brutto kann negativ sein und wird damit zu 0 gesetzt.

  • Diese Berechnung habe ich bereits für alle meine ETF im Dezember angestellt, das Ergebnis für den hier angesprochenen ETF ist > 0.

    Bei meinen anderen ETF stimmte die von mir vorgenommene Berechnung mit der von Scalable bis auf Cent-Differenzen überein. Nur beim A1JX52 weicht das Ergebnis von Scalable (0 Euro, siehe Screenshot) deutlich von meinem ab.

    Weiterhin zu bedenken:

    Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass für den A1JX52 für 2025 Vorabpauschale fällig wird, da 1,51% Dividendenrendite < 1,771% Vorabpauschale (siehe oben).

    Bei einer mir bekannten Person (meiner Freundin) wurde von Scalable für den A1JX52 für 2025 Vorabpauschale berechnet (siehe oben).

    Meine bisherige Theorie:

    Dadurch, dass der A1JX52 noch vor Berechnung der Vorabpauschale an ein Depot bei einem anderen Broker übertragen wurde (siehe oben), kam es bei Scalable zu einer fehlerhaften Berechnung mit dem Ergebnis 0 Euro.

    Sollte jemanden noch eine weitere plausible Theorie einfallen, dann diese gerne posten.

  • Dann poste doch mal deine Zahlen (mögl. Bestand am 1.1.2025, Käufe, Verkäufe, Ausschüttungen, Bestand am 31.12.2025).

    Die Berechnung der Vorabpauschale funktioniert derart, dass je Jahr und ETF ein Betrag pro Anteil ermittelt wird. Diese Berechnung erfolgt m.W. durch die KVG.

    Der Broker nimmt dann diesen Betrag und multipliziert ihn mit der Anzahl der gehaltenen Anteile je Anteilseigner am Jahresende. Bei unterjährig gekauften Anteilen wird monatsgenau gerechnet (Beispiel bei Kauf im Juli: Vorabpauschale je Anteil x Anteile gekauft im Juli x 6 / 12)

    Ob für einen bestimmten ETF generell Vorabpauschale fällig wird hängt nicht davon ab, wann genau ein bestimmter Anleger diesen gekauft hat. Dies hat nur Einfluss auf die individuelle Höhe der berechneten Vorabpauschale.

    Wenn also für einen bestimmten ETF generell Vorabpauschale fällig wird und ein bestimmter Anleger (z.B. ich) diesen zum Jahresende im Depot hat fallen mir keine Gründe ein, wieso vom Broker hier eine Vorabpauschale von 0 Euro berechnet wird. Außer: Die Berechnung des Broker ist falsch.

  • Wenn also für einen bestimmten ETF generell Vorabpauschale fällig wird und ein bestimmter Anleger (z.B. ich) diesen zum Jahresende im Depot hat fallen mir keine Gründe ein, wieso vom Broker hier eine Vorabpauschale von 0 Euro berechnet wird. Außer: Die Berechnung des Broker ist falsch.

    So ist es.
    Ich kenne jemand aus der Yoga-Gruppe, der erst Ende 2025 mit einem Sparplan auf deinen ETF angefangen hat und dann wegen knapp 2 Anteilen 0,03 Euro Kapitalertragssteuer abgebucht bekam.

  • Wenn also für einen bestimmten ETF generell Vorabpauschale fällig wird und ein bestimmter Anleger (z.B. ich) diesen zum Jahresende im Depot hat fallen mir keine Gründe ein, wieso vom Broker hier eine Vorabpauschale von 0 Euro berechnet wird.

    Ist nicht die individuelle Ausschüttung zu berücksichtigen? Einer hat kurz vor einer Ausschüttung gekauft und daher schon viel versteuert. Daher VAP=0. Ein anderer hat im gleichen Monat kurz nach der Ausschüttung gekauft. Daher VAP>0.

  • Ist nicht die individuelle Ausschüttung zu berücksichtigen? Einer hat kurz vor einer Ausschüttung gekauft und daher schon viel versteuert. Daher VAP=0. Ein anderer hat im gleichen Monat kurz nach der Ausschüttung gekauft. Daher VAP>0.

    M.E. nicht.

    Bei der Berechnung der Vorabpauschale je Anteil durch die KVG wird auch grundsätzlich die Ausschüttung mit berücksichtigt.

    Die tatsächliche Ausschüttung je Anteilseigner aufgrund variierender Kaufzeitpunkte spielt bei der Berechnung keine Rolle.

    Würde im meinen konkreten Fall aber sowieso keine Rolle spielen, da meine Anteile am 01.01.2025 = Anteile am 31.12.2025 waren, keine Transaktionen in 2025.

  • Ist nicht die individuelle Ausschüttung zu berücksichtigen?

    Ich dachte immer, es funktioniert anders. Dass für den ETF die Vorabpauschale berechnet wird, abzüglich der Ausschüttungen des ETF in diesem Jahr. Da kommt dann ein Wert raus, der für alle Investoren dieses ETF gleich ist. Das wird dann von der Bank nur noch bei unterjährigen Käufen auf die Monate runter gerechnet. Aber vielleicht lag ich hier auch falsch und es werden die individuellen Ausschüttungen jedes Investors berücksichtigt

  • Ich dachte immer, es funktioniert anders. Dass für den ETF die Vorabpauschale berechnet wird, abzüglich der Ausschüttungen des ETF in diesem Jahr. Da kommt dann ein Wert raus, der für alle Investoren dieses ETF gleich ist. Das wird dann von der Bank nur noch bei unterjährigen Käufen auf die Monate runter gerechnet. Aber vielleicht lag ich hier auch falsch und es werden die individuellen Ausschüttungen jedes Investors berücksichtigt

    M.E. ist es genau so.

    Eine individuelle Betrachtung der tatsächlich geflossen Ausschüttungrn je Anleger wäre sicher gerechter aber in der Praxis zu kompliziert zu berechnen.

    Es ist ja theoretisch auch denkbar, dass ein Anleger aufgrund schlechten Timings im Betrachtungsjahr einen Verlust hat, obwohl der ETF im Zeitraum 1.1. bis 31.12. positiv rentierte. Vorabpauschale wird ihm dennoch berechnet.

    Bei unterjährigem Kauf wird ja auch d.E.h. nur monats- und nicht taggenau gerechnet.

  • 30.12.2025: Antrag auf Übertragung eines ETF von Scalable an Consors per Post verschickt

    Wenn Scalable schnell und korrekt gearbeitet hat, dann hattest du am 31.12.25 diese Anteile NICHT mehr bei Scalable.
    Da aber die Depotposition noch da war, aber auf 0 Anteile => 0 Vorabpauschale.
    Dann wirst du von Consors demnächst die Abrechnung der Vorabpauschale bekommen.

    Warte einfach die Zeit ab, die wirds (zumeist) schon richten.