Wie hoch schätzt ihr euer Gesamtvermögen ein?

  • Insofern es ein nicht reproduzierbarer Weg, ist hat dieser aber immer einiges mit Glück zu tun. Daher ist die Aussage "wer mit 35 nocht keine halbe Millionen hat, sollte etwas anders in seinem Leben machen" wie schon gesagt eher kritisch zu sehen.

    Nehmen wir noch die verlinkte Vermögensstatistik, welche besagt, dass man mit 202k € Vermögen kurz vor dem 35 Geburtstag schon den Vermögendsten 10 % in seiner Alterklasse gehört. Daher ist deine Erwartung, das man das 2,5 fache dessen haben sollte was man braucht um zu den oberen 10 % seiner Alterklasse zu gehören.

    Für die 55-59 Jährigen beuted dies sie sollten mindestens 1,8 Millionen haben, sonst haben sie in Ihrem leben etwas falsch gemacht.

    Salopp könnte man also sagen, jeder der nicht zum obersten 1% in seiner Altersklasse gehört macht etwas falsch. Ich muss also meinen Aussage von 95 % Bevölkerung machen etwas falsch ändern auf 99% machen in deinen Augen etwas falsch.

    Ps. Wäre aber jeder so reich wie das eine 1%, wäre das eine Prozent ja gar nicht mehr das eine Prozent.

  • Kann man anhand der Vermögenshöhe irgendetwas ableiten?

    Ein Mensch, der 99% seines Vermögens (ohne GRV) im Eigenheim mit 2 Mio. Euro Wert hat und ein anderer Mensch, der 99% seines Vermögens (ohne GRV) in einem Aktien-ETF mit 2 Mio. Euro hat, sind auf dem Papier gleich vermögend.

    In der Realität hat der Eigenheimbesitzer vielleicht einem negativen Cashflow, weil er die Bude instandhalten muss und die Mietersparnis das nicht kompensiert. Und der Aktionär kann sich ohne das Vermögen zu schmälern jährlich 50-60.000 Euro + Inflation vor Steuer rausziehen.

    Gleiches Vermögen, also gleiche Stituation?

  • Insofern es ein nicht reproduzierbarer Weg, ist hat dieser aber immer einiges mit Glück zu tun.

    Bekannte von mir haben Millionen mit Corona und/oder Flüchtlingen verdient.

    Jede Zeit bietet Chancen.

    Hat nichts mit Glück sondern mit Mathe, Intelligenz und vielleicht auch Vitamin B zu tun.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Kann man anhand der Vermögenshöhe irgendetwas ableiten?

    Ein Mensch, der 99% seines Vermögens (ohne GRV) im Eigenheim mit 2 Mio. Euro Wert hat und ein anderer Mensch, der 99% seines Vermögens (ohne GRV) in einem Aktien-ETF mit 2 Mio. Euro hat, sind auf dem Papier gleich vermögend.

    In der Realität hat der Eigenheimbesitzer vielleicht einem negativen Cashflow, weil er die Bude instandhalten muss und die Mietersparnis das nicht kompensiert. Und der Aktionär kann sich ohne das Vermögen zu schmälern jährlich 50-60.000 Euro + Inflation vor Steuer rausziehen.

    Gleiches Vermögen, also gleiche Stituation?

    Auf keinen Fall:

    Das Eigenheim dürfte steuerfrei verkauft werden können. Steigt vielleicht noch im Wert.

    Das ETF Depot muß noch versteuert werden, wenn es verkauft wird.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Auf keinen Fall:

    Das Eigenheim dürfte steuerfrei verkauft werden können. Steigt vielleicht noch im Wert.

    Das ETF Depot muß noch versteuert werden, wenn es verkauft wird.

    Die Steuer sehe ich nicht als Problem, sondern die unterschiedliche Liquidität.

    Der Eigenheimbesitzer kann ja schlecht ein Fenster ausbauen, um den Urlaub zu bezahlen.

    Deshalb ist die reine Vermögenshöhe ziemlich irrelevant und schlecht vergleichbar.

  • Und was bringt dir das, wenn das der Hauptteil des Vermögens ist? Willst du ein Fenster ausbauen und damit den Urlaub bezahlen?

    Keiner hat ein 2 Mio. Privathaus ohne "Nebeneinkommen".

    Wäre noch zu diskutieren, ob die Steuern beim späteren Verkauf vom Vermögen abgezogen werden müssen. Sind bei mir auch einige 10 TEUR.

    Das Thema wird immer komplexer.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Deswegen hängen trotzdem 2 Mio. im Haus und generieren einen negativen Cashflow.

    Kannst Du nur für einen einen Moment den Gedanken zulassen, daß es Menschen gibt, die einfach nett wohnen (zum Beispiel in einem Haus mit Garten) wollen und das zudem halbwegs selbst bestimmt und unabhängig von einem fremden Dritten (Vermieter) ... ?

    So zu wohnen und zu leben sehen manche Menschen daneben schon als hinreichend "positiven emotionalen Cashflow" an. Der zudem täglich anfällt und nicht der Steuer unterliegt ...

    By the way: Nicht alles muß immer einen "Cashflow generieren", um im Auge des Betrachters einen Sinn zu entfalten (Stichwort: Gold - um nur ein Beispiel zu nennen; mein Gold erzeugt auch keinen Cashflow (wie auch ?) trotzdem schätze ich es (als Versicherung; seit Ende der 90er Jahre mehr denn je übrigens).

    Die Steuer sehe ich nicht als Problem, sondern die unterschiedliche Liquidität.


    Der Eigenheimbesitzer kann ja schlecht ein Fenster ausbauen, um den Urlaub zu bezahlen.

    Kannst Du für einen Moment den Gedanken zulassen, daß es Menschen gibt, die den "Urlaub bezahlen" ohne "ein Fenster im Haus" ausbauen zu müssen, um es zu verkaufen, damit sie den Urlaub tatsächlich bezahlen können ... ?

  • Keiner hat ein 2 Mio. Privathaus ohne "Nebeneinkommen".

    Vielleicht ist das nicht der Fall bei einem Privathaus von 2 M€, aber grundsätzlich ist das durch aus ein Problem, daß manche ältere Leute zwar ein abbezahltes Haus haben, aber keine Barmittel für die Instandhaltung.

    Man kann von einem Haus nicht herunterbeißen. Es ist in Deutschland ausgesprochen unüblich, daß man ein bereits abbezahltes Haus später nochmal belastet (etwa um so Geld für den Lebensunterhalt aus dem Betongold herauszuziehen)

  • Kannst Du nur für einen einen Moment den Gedanken zulassen, daß es Menschen gibt, die einfach nett wohnen (zum Beispiel in einem Haus mit Garten) wollen und das zudem halbwegs selbst bestimmt und unabhängig von einem fremden Dritten (Vermieter) ... ?

    Ja. Mich zum Beispiel.

    Zitat von Sovereign

    So zu wohnen und zu leben sehen manche Menschen daneben schon als hinreichend "positiven emotionalen Cashflow" an.

    Das ist schön für diese Menschen. Ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass gebundenes Vermögen im Eigenheim (oder anderen Assets) anders zu bewerten ist als liquides Vermögen.

    Zitat von Sovereign

    By the way: Nicht alles muß immer einen "Cashflow generieren", um im Auge des Betrachters einen Sinn zu entfalten (Stichwort: Gold - um nur ein Beispiel zu nennen; mein Gold erzeugt auch keinen Cashflow (wie auch ?) trotzdem schätze ich es (als Versicherung; seit Ende der 90er Jahre mehr denn je übrigens).

    Ich habe nie erwähnt, dass alles einen Cashflow generieren müsse. Ich sage, dass es Assets gibt, die einen Cashflow generieren und es gibt Assets, die dies nicht tun (oder sogar Geld kosten). Was wer schätzt spielt dabei keine Rolle. Es geht um die Feststellung, dass diese Assets in ihrer Art anders sind und somit trotz gleicher Höhe anders zu bewerten sind. Mein Argument war: Vermögenshöhe allein ist nicht aussagekräftig, um etwas zu beurteilen.

    Zitat von Sovereign

    Kannst Du für einen Moment den Gedanken zulassen, daß es Menschen gibt, die den "Urlaub bezahlen" ohne "ein Fenster im Haus" ausbauen zu müssen, um es zu verkaufen, damit sie den Urlaub tatsächlich bezahlen können ... ?

    Ja. Mich zum Beispiel. Was hat das damit zu tun, dass Assets unterschiedlich liquide sind?

    Drei Personen. Jeder hat 2 Millionen Euro.

    A: Fast das gesamte Vermögen steckt im Haus

    B: Fast das gesamte Vermögen steckt im eigenen Unternehmen

    C: Fast das gesamte Vermögen ist in einem breiten Aktienkorb investiert.

    Mein Punkt: Die Information ,,Die drei Personen haben jeder 2 Mio. Euro Vermögen" ist praktisch nichts wert.

  • Vielleicht ist das nicht der Fall bei einem Privathaus von 2 M€, aber grundsätzlich ist das durch aus ein Problem, daß manche ältere Leute zwar ein abbezahltes Haus haben, aber keine Barmittel für die Instandhaltung.

    Man kann von einem Haus nicht herunterbeißen. Es ist in Deutschland ausgesprochen unüblich, daß man ein bereits abbezahltes Haus später nochmal belastet (etwa um so Geld für den Lebensunterhalt aus dem Betongold herauszuziehen)

    Da hast du vollig recht. Wenn man zu Menschen 80+ geht (was ich regelmäßig mache) haben die eigenen Immobilien und auch die vermieteten Immobilien einen Instandhaltungsstau. Einen Wert von 2 Mio fürs Eigenheim habe ich dabei noch nicht gesehen.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • aber grundsätzlich ist das durch aus ein Problem, daß manche ältere Leute zwar ein abbezahltes Haus haben, aber keine Barmittel für die Instandhaltung.

    Dann hat aber die Finanzplanung nicht so recht hingehauen. Einerseits.

    Wobei manches auch nur schwer oder gar nicht zu antizipieren ist - wie eine jüngst derart ausbrechende Inflation, stark gestiegene Preise bei Baudienstleistungen sowie Baumaterialien, eine Heizungsgesetz usw. Andererseits.

    Man kann von einem Haus nicht herunterbeißen.

    Ein großes Wort gelassen ausgesprochen.

    Es ist in Deutschland ausgesprochen unüblich, daß man ein bereits abbezahltes Haus später nochmal belastet (etwa um so Geld für den Lebensunterhalt aus dem Betongold herauszuziehen)

    Da mag sein (läuft das nicht unter "Kapitalbeschaffung" - oder so ähnlich ?).

    Es ist aber - in meinem Umfeld mehrfach gesehen - nicht "ausgesprochen unüblich", daß Menschen ihr Haus verkaufen (oder im Einzelfall auch vermieten), um in eine kompakte, bequeme, altersgerechte und pflegeleichte Stadtwohnung zu ziehen (sei es als Mieter oder als Käufer).

  • Ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass gebundenes Vermögen im Eigenheim (oder anderen Assets) anders zu bewerten ist als liquides Vermögen.

    Ein Eigenheim (wenn man das überhaupt als Asset bezeichnen will) kann immerhin liquidiert werden - wie ich das mit einer Pension oder gesetzlichen Rente machen kann, weiß ich nicht so recht.

    A: Fast das gesamte Vermögen steckt im Haus

    B: Fast das gesamte Vermögen steckt im eigenen Unternehmen

    C: Fast das gesamte Vermögen ist in einem breiten Aktienkorb investiert.

    A: Solche Fälle sind in meinem Umfeld eine absolute Seltenheit

    B: Die Fälle gibt es in meinem Umfeld (stets mit Tendenz zur Trennung vom Privatvermögen)

    C: Den Fall gibt es in meinem Umfeld so gut wie gar nicht (Diversifikation ist da Trumpf).

    Generell: Stets für ausreichende Liquidität zu sorgen dürfte zu den Basics gehören.

  • Wenn man zu Menschen 80+ geht (was ich regelmäßig mache) haben die eigenen Immobilien und auch die vermieteten Immobilien einen Instandhaltungsstau. Einen Wert von 2 Mio fürs Eigenheim habe ich dabei noch nicht gesehen.

    Mir steht da ein Mitforist vor Augen, dessen Einfamilienhaus eher drüber ist. :)

  • genau abschätzen

    LOL :)

    Erinnert mich an

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  • SvenM

    Im Kontext mit Deiner kleinen aber interessanten Umfrage (Nr. 1) - an der ich nicht teilgenommen habe, die ich aber dennoch durchaus spannend finde - ist ein Beitrag von Dir bei mir im Gedächtnis hängengeblieben ...

    Jede Zeit bietet Chancen.

    Das ist sicherlich ein Satz mit einer erheblichen (auch geographischen - also nicht nur immer sondern auch überall) Allgemeingültigkeit.

    Dabei können einem aber (leider oder glücklicherweise ... ?) die "eigenen Regeln" im Wege stehen. Die sich selbst gegebenen Limitierungen sind ja meist die gravierendsten. Oder um eine geschätzte Kollegin zu zitieren: "Die Größe der getragenen Karos beim Investieren bestimmt letztlich jeder selbst - von kleinkariert bis zu den großen Mustern" ...

    Hat nichts mit Glück sondern mit Mathe, Intelligenz und vielleicht auch Vitamin B zu tun.

    Das würde ich unterschreiben. Es braucht aber zusätzlich auch eine bestimme Haltung. Dabei von eigenen moralisch-ethischen Kautelen "behindert" zu sein - kann dem Ziel (im Sinne der Umfrage - Stichwort: "Wie hoch ist Euer Gesamtvermögen") eher (sehr) hinderlich sein.

    Auch wenn mir aufgrund meiner Haltung (vermutlich spielt da auch die Erziehung eine Rolle) diverse Wege verschlossen bleiben - auf eine gewisse Art bewundere ich dennoch die konzeptionelle Reinheit im Ansatz von Leuten, die einfach im Rahmen der Gesetze möglichst viel Geld verdienen präziser machen wollen. Auch wenn ich selbst so nicht vorgehe (nicht so vorgehen kann).

    Bekannte von mir haben Millionen mit Corona und/oder Flüchtlingen verdient.

    So einen Fall kenne ich hier in meinem Bundesland auch (die zweitgenannte Variante betreffend). Gerade in dem hier weiten und ausgeprägten Ballungsgebiet war Wohnraum schon lange vor 2015 ein sehr bis teilweise äußerst knappes Gut. Danach hat sich diese Problematik sukzessive immer noch weiter verschärft (Kommunen haben sowohl eine gesetzliche Aufnahme- als auch Unterbringungspflicht Flüchtlinge bzw. Migranten betreffend - teilweise lief und läuft das aufgrund der Knappheit von Wohnraum und der großen Zahl von Unterzubringenden auch über Container, Zelte, Gewerbehallen, Sporthallen etc. pp.).

    In dem Zusammenhang mieten manche Kommunen (aber wohl auch der Kreis, Städte usw.) gezwungenermaßen an, was sie überhaupt kriegen können (bezahlt wird pro untergebrachtem Kopf). In dem Fall hört man aus zuverlässiger Quelle, daß er sich auf diese Art und Weise schon mindestens drei Immobilien vom Steuerzahler hat bezahlen lassen (darunter eine ehemalige Pension Garni und ein ehemaliges kleines Hotel). Mit sozusagen "ROI" in nur einigen Jahren.

    Die Makrosicht (gesellschaftspolitische Auswirkungen und Folgen interessieren diesen Protagonisten praktisch Null - allein in der Zeit des Ampel-Murks hat sich meines Wissens eine Partei wie die AfD in der Wählerzustimmung verdoppelt ...) spielt für ihn keine Rolle. Entscheidend ist nur, was er daran verdienen kann. Zitat: "Wenn ich schon von

    Vollid...en regiert werde, versuche ich wenigstens das Beste für mich daraus zu machen und rauszuholen. Umso freier bin ich auch danach in meinem Entscheidungen" (sozusagen volle und alleinige Konzentration auf die Mikrosicht - siehe oben "konzeptionelle Reinheit im Ansatz"). Seit vielen Jahren gehört dieser Zweig schlicht zu einem seiner Geschäftsmodelle.

    Während sich sehr viele in meinem Umfeld eine andere Asyl-und Migrationspolitik wünschen (wie wohl ein erheblicher Teil oder eine Mehrheit in der Bevölkerung - will man diesbezüglichen Umfragen glauben) habe ich ihn dagegen noch nie darüber lamentieren oder klagen gehört ...

  • ...

    Hat nichts mit Glück sondern mit Mathe, Intelligenz und vielleicht auch Vitamin B zu tun.

    Tut mir leid, aber den ersten vier Worten muss ich widersprechen.

    Ein Anteil Glück gehört mMn immer dazu. Vielleicht auch nur, kein großes Pech zu haben.

    Irgendwo kommt diese Aussage schon recht arrogant rüber.

    Der Umkehrschluss würde ja bedeuten, dass die intelligenten Mathematiker die reichsten dieser Welt wären.