Ok, dann andersrum. ich melde mich bei Dir wenn es soweit ist und leiste dann Abbitte. Alles Gute bis dahin🙋
Antizyklisch kaufen!
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Irving -
7. April 2025 um 09:23 -
Erledigt
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Ich würde trotzdem noch gern wissen, welche Multifaktor-ETF man als Anleger alternativ beimischen sollte? Schließlich konnte nicht jeder mit einem Kommer-ETF anfangen.
Also bitte nenne konkrete Produkte und wie viel muss man beimischen?
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Kannst Ihn auch noch nach der erwarteten Mehrrendite der Multi Faktor ETFs fragen gegen die lächerlichen Faktoren die in einem mcap ACWI und ew World von Natur aus enthalten sind. Muss ja richtig viel sein, weil das ja nen erheblichen Unterschied in der Performance machen soll.

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Es gibt Untersuchungen der Index Capital GmbH, die belegen, dass es völlig egal ist ob 0,2% oder 0,5% TER.
Das ist diese GmbH, die den teuren GPO-ETF verwaltet. Natürlich haben sie solche Untersuchungen. So wie Scalable ihren ACWI für ein Jahr für 0% anbieten, sich zum Vergleich die teuersten Konkurrenzprodukte (primär Altbestände, die die Emittenten längst mit günstigeren Varianten abgelöst haben) heranzieht und sagt: "so schlecht sind wir doch gar nicht".
Die TER ist doch uninteressant. Tracking Differerence (nach Kosten) zählt für mich.
Nee, ein niedriger Tracking Error (TE) ist wünschenswert, wenn man passiv unterwegs ist, um eine stabile Ab- bzw. Nachbildung erkennen zu können, aber am Ende kommt es auf die Rendite an. Die Tracking Difference (TD) ist meistens auch nur Marketing. Typisches Beispiel Vanguard, die sich einen Nettoindex als Benchmark heranziehen, der mit 30% Quellensteuern auf US-Dividenden rechnet (also anders als ein Bruttoindex), obwohl sie mit ihrem Sitz in Irland nur 15% zahlen. Je nach Gewichtung der USA und der Höhe der Ausschüttungen waren das bei einem Welt-ETF in den letzten Jahren meistens ein rechnerischer Vorteil von 0,25% jährlich. Und da der ETF (inkl. versteckten Kosten, die im Kleingedruckten im KID/PRIID stehen) bis letzten Oktober 0,24% gekostet hat, wurde dieser "Vorteil" halt von hohen Gebühren komplett aufgefressen, sodass man bei ungefähr 0% landete.
Aber manche Kunden fressen wiederum den PR-Gag und sagen dann, der ETF sei "kostenlos". Wäre ja super, dann nimmt man einen synthetischen S&P-500-ETF mit niedrigen Kosten und freut sich, dass man vom ETF-Anbieter dafür "bezahlt" wird, zu investieren. "Mein ETF ist absolut kostenlos und der Emittent schenkt mir an die 0,5% jedes Jahr on top -- ohne selbst etwas einzunehmen. Bestes Management!".

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Ich hatte das Geld aus einem Immobilienverkauf in 09/24 größtenteils in der Liqiditätsreserve (Geldmarktfonds) geparkt. Damals wurde mir übrigens hier im Forum dazu geraten, gleich alles in Aktien-ETF zu investieren...

Bei -10% zum ATH vor ein paar Tagen habe ich dann 30% der Liquiditätsreserve in Aktien-ETF investiert. Heute Morgen bei -20% zum ATH noch einmal 35%.
Sollten wir die Schwelle von -30% zum ATH erreichen, werden dann noch mal 25% der Reserve nachinvestiert, bei -40% die restlichen 10%.
Wie ermittelst Du den ATH??? Hast Du irgendeine App, die dich benachrichtigt?
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Uh, also Handarbeit
ich hatte gehofft, das ist da eine technische Lösung gibt mit Benachrichtigungsfunktion:( -
Hallo Planschkuh
Deine Strategie bei sinkenden Kursen nachzukaufen liest sich zunächst mal sehr durchdacht.
Leider befürchte ich, dass das eher theoretische Überlegungen sind die noch längst nicht den Härtetest eines richtigen sogenannten "Crash" bestanden haben.
Nach 40 Jahren aktiv an der Börse habe ich sehr oft erlebt wie schnell die besten Vorsätze - wenn es drauf ankam - über Bord geworfen wurden.
Wenn man sieht wie das eigene Geld jeden Tag weniger wird und wenn man dann möglicherweise der Ehefrau noch erklären muss. dass man die letzte noch vorhandene Liquidität jetzt auch noch in dieses Teufelszeug mit Namen AKTIEN investiert, dann bin ich nicht mehr so sicher, wer diese Strategie noch durchhält.
In Zeiten wo die Kurse mal nicht nur 20 oder 30% sondern um 50 oder mehr Prozent gesunken sind, dann sind die Schlagzeilen entsprechend.
Dann liest man von Weltwirtchaftskrise, von Geldentwertung, von den 1930er Jahren und alles was höhere Auflage den Zeitungen oder höhere inschaltquoten der telebörse beschert.
Ich war schon bei 1987er Crash dabei. Damals fiel der Dow Jones Index in kurzer Zeit scheinbar endlos. Börsnmakler in New York sprangen in Selbstmordabsicht aus den Wolkenkratzen. (Ein Glück dass viele Fenster sich nicht öffnen ließen).
Das Motto hieß damals: "Rette sich wer kann" und "nie wieder Aktien..."
Als wir damals im November 1987 in unserer wöchentlichen Börsen-Stammtischrunde in einem Esslinger Altstadtlokal das Motto ausgaben. "Jetzt Aktien kaufen..." schrieb am nächsten Tag Heinz Heinemann der damalige Journalist der örtlichen Tageszeitung über unseren Stammtisch: "Hoffnungslose Narren..."
Heute kann man darüber lächeln.
Aber, lieber Forumsfreund Planschkuh:
Du musst den Praxistest noch machen.
Erst dann weiß Du ob Du wirklich zu den sogenannten "Hartgesottenen" an der Börse gehörst.
Viel Erfolg wünscht Dir McProfit
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Hallo McProfit ,
vielen Dank für Deinen Einwand. Da hast Du natürlich recht, zwischen Theorie & Praxis klafft häufig eine mehr oder weniger große Lücke und was die Leute sich vornehmen und dann letzlich machen ist häufig nicht gerade deckungsgleich.
Ich sehe diese Art der Investition (Kombination von one sided glidepath & buy the dip) als eine Art Selbstversuch, den ich im Oktober 2024 gestartet habe. Schon damals hatte ich eine Laufzeit bis Ende 2026 vorgesehen.
Anschließend werde ich ein Fazit ziehen und genau schauen, ob es im Vergleich zur sofortigen Investion des verfügbaren Geldes bzw. zur laufenden Anlage per Sparplan vorteilhaft war und sich der Mehrauswand entsprechend gelohnt hat.
Ich werde berichten...

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McProfit ist verwirrt....
Ich erklärs gerne: durch das regelmäßige rebalancing in einem equal weight, werden automatisch günstiger gewordene (und damit tendenziell eher unterbewertete) Titel nachgekauft und dafür teurer gewordene (und damit tendenziell eher überbewertete) verkauft....
Darf ich mal Fragen, wie Du auf das schmale Brett kommst, dass günstiger gewordene Titel tendenziell unterbewertet sind, während teurer gewordene Titel tendenziell eher überbewertet sind?
Ist es nicht so, dass man davon ausgehen muss, dass die Bewertung in beiden Fällen gute Gründe hat?
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