Deutschland -> Land der armen Schlucker "keine 2000 Euro als Notgroschen"

  • Die Kalkulation bei der Stiftung Warentest stimmt nicht. Die Sparquote liegt wesentlich höher. Es geht nämlich nicht nur um die Altersvorsorge, sondern allgemein um das Geld ansparen.


    Und hier sind die Deutschen, die nicht auf „Stütze“ sind, sehr „erfolgreich“.
    Kreissparkassen und Volksbanken wissen das.

  • Außerdem steht da, dass es eine Inflation gibt [...].

    „Wer heute 30 Jahre alt ist, bräuchte in der Rente - bei einer angenommen Inflationsrate von zwei Prozent pro Jahr - 4.347 Euro netto, um sich im Alter genauso viel leisten zu können wie heute.“

    2 % wären schön, in den letzten 10 Jahren lag sie wohl eher bei 3 %.


    Ein stark vereinfachtes, aber anschauliches Beispiel:

    MSCI World ETF:

    Sparrate / Monat: 300 Euro

    Rendite: 8 % p.a.

    Laufzeit: 20 Jahre

    Eingezahlt: 72.000 Euro

    Depotwert: ~178.000 Euro


    Angenommen man würde das Geld auszahlen:

    Gewinn: 106.000 Euro

    Steuerpfl. Anteil (70 %): 74.200 Euro

    Steuer: (~26 %): 19.600 Euro

    Depotwert nach Steuern: 158.400 Euro


    Kaufkraft nach Inflation (3 % p.a.): ~88.000 Euro

    Gewinn nach 20 Jahren: 16.000 Euro


    :S

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Es gibt eine Menge unnötiger Bürokratie - Stichwort Bauordnungen mit vorgeschriebener Dachziegelfarbe.

    Als ob es für die Kosten eine Rolle spielt, wenn der Dachziegel rot statt schwarz (oder umgekehrt) zu sein hat.

    Wer wissen will, wie hübsch das aussieht, wenn jeder bauen kann wie er will, der sollte sich mal beispielsweise in Osteuropa umschauen.

    Zitat

    Ebenso könnte man auch Apps wie weg.li verbieten und damit Ordnungsbehörden entlasten.

    Alternativ könnte man die Bußgelder auch so weit anheben, dass diese mindestens kostendeckend sind oder sogar noch Einnahmen erwirtschaften, damit asoziales Verhalten nicht ohne Sanktion bleibt.

  • Als ob es für die Kosten eine Rolle spielt, wenn der Dachziegel rot statt schwarz (oder umgekehrt) zu sein hat.

    Oh, wenn du dafür einen Kontrolleur mehr brauchst spielt das für die Kosten sehr wohl eine Rolle...

    Wer wissen will, wie hübsch das aussieht, wenn jeder bauen kann wie er will, der sollte sich mal beispielsweise in Osteuropa umschauen.

    Oder in Aarhus Ø. Aber Vorsicht, bestehende Vorurteile könnten ins Wanken geraten.

    Alternativ könnte man die Bußgelder auch so weit anheben, dass diese mindestens kostendeckend sind oder sogar noch Einnahmen erwirtschaften, damit asoziales Verhalten nicht ohne Sanktion bleibt.

    Oder wieder ein Stasi-System mit IMs einrichten. Hat ja schon mal gut funktioniert.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Hallo,

    deine Berechnung simuliert aber etwas anderes. Sie sagt 20 Jahre keine Inflation und dann einen dicken Inflationshammer im Jahr der Auszahlung.

    Für Deine eigentliche Aussage müsstest Du Deine Einzahlungen von Deinem Nachsteuerergebnis abziehen und dann erst inflationieren.

  • Oh, wenn du dafür einen Kontrolleur mehr brauchst spielt das für die Kosten sehr wohl eine Rolle...

    Wer kennt sie nicht, die Dachziegelkontrolleure, die unerwartet in der Straße auftauchen und bei Hauseigentümern Angst und Schrecken verbreiten…


    Oder in Aarhus Ø. Aber Vorsicht, bestehende Vorurteile könnten ins Wanken geraten.

    Überlege mal, welche Städte und Viertel in Europas besondern gern besucht werden…das sind doch sehr häufig Viertel oder Städte, wo es eine gewisse homogene Bebauung gibt. Mir fällt da spontan das Grachtenviertel von Amsterdam ein.

    Oder wieder ein Stasi-System mit IMs einrichten. Hat ja schon mal gut funktioniert.

    Dieser Vergleich ist so schief…

  • Hallo,

    deine Berechnung simuliert aber etwas anderes. Sie sagt 20 Jahre keine Inflation und dann einen dicken Inflationshammer im Jahr der Auszahlung.

    Für Deine eigentliche Aussage müsstest Du Deine Einzahlungen von Deinem Nachsteuerergebnis abziehen und dann erst inflationieren.

    Ich simuliere keinen „Inflationshammer am Ende“, sondern rechne den Endwert einfach auf heutige Kaufkraft zurück. Das ist ein gängiger Methode, um die Größenordnung zu zeigen.

    Du hast aber insofern recht, streng genommen ist der Vergleich nicht ganz sauber, weil die Einzahlungen über 20 Jahre verteilt erfolgen und unterschiedliche Kaufkraft haben. Wenn man es exakt machen will, müsste man jede Einzahlung inflationsbereinigen oder direkt mit einer realen Rendite rechnen.

    An der grundsätzlichen Aussage ändert das aber wenig, Steuern und Inflation drücken die reale Rendite deutlich und genau das soll das Beispiel zeigen. Ob am Ende nun 16.000 oder 20.000 Euro realer Gewinn stehen, ist eher zweitrangig. Mir geht es darum zu verdeutlichen, dass man mit einer ETF-Anlage über 20 Jahre nicht „reich“ wird, wie es oft dargestellt wird („nach 15 Jahren verdoppelt sich dein Vermögen!“). Im Gegenteil: In vielen Fällen gleicht man damit gerade so die Inflation aus und hat vielleicht noch etwas zusätzlichen Spielraum, etwa für ein paar Urlaube, bei gleichzeitig eingegangenem Marktrisiko.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Wer kennt sie nicht, die Dachziegelkontrolleure, die unerwartet in der Straße auftauchen und bei Hauseigentümern Angst und Schrecken verbreiten…

    Ach bitte...

    Je mehr Auflagen ich prüfen muss, destso mehr Personal brauche ich. Und es sind ja nicht nur die Dachziegel, du hast teilweise auch vorgeschriebene Heckenpflanzen, Dachformen, Wandfarben usw. Das kostet sowohl die Verwaltung Geld (für die Kontrollen) als auch den Bauherrn.

    Wobei böse Zungen ja sagen, die Vorgaben sind nur dazu da, dass die Kommune Geld durch Befreiungen verdienen kann.

    Überlege mal, welche Städte und Viertel in Europas besondern gern besucht werden…das sind doch sehr häufig Viertel oder Städte, wo es eine gewisse homogene Bebauung gibt. Mir fällt da spontan das Grachtenviertel von Amsterdam ein.

    Du vergleichst gerade ernsthaft eine historische Altstadt mit einem Neubaugebiet?

    Btw ist Aarhus Ø ein beliebtes Touristenziel.

    Dieser Vergleich ist so schief…

    Tut er das? In beiden Fällen geht es um Menschen, die freiwillig andere Menschen denunzieren.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Im Gegenteil: In vielen Fällen gleicht man damit gerade so die Inflation aus und hat vielleicht noch etwas zusätzlichen Spielraum,

    Ich habe in der Vergangenheit öfters betont, dass es viel realistischer und sinnvoller ist, mit vorsichtigen 4 Prozent VOR Steuern zu kalkulieren.

    Warum ? Die Investitionen in den weltweiten Aktienmarkt sind die einzige Möglichkeit, wenigstens einen Wert-Erhalt zu erzielen.

    Wenn heute ein 25-jähriger Mensch monatlich 100 € in einen ETF Sparplan steckt, wären dann vorsichtig kalkuliert in 40 Jahren diese 100 € immer noch mit der Kaufkraft von 2026 versehen. Wie hoch denn dieser Betrag ist, ist völlig egal. Es handelt sich eigentlich um die Rettung von aktuell verdientem Geld.

  • Ach bitte...

    Je mehr Auflagen ich prüfen muss, destso mehr Personal brauche ich. Und es sind ja nicht nur die Dachziegel, du hast teilweise auch vorgeschriebene Heckenpflanzen, Dachformen, Wandfarben usw. Das kostet sowohl die Verwaltung Geld (für die Kontrollen) als auch den Bauherrn.

    Wobei böse Zungen ja sagen, die Vorgaben sind nur dazu da, dass die Kommune Geld durch Befreiungen verdienen kann.

    Das sind vermutlich die gleichen bösen Zungen, die keine Ahnung von Psychologie, Neurowissenschaften, Soziologie und Urbanismus haben.

    Um es nochmal deutlich zu sagen: Es gibt wissenschaftlich belegte Gründe, warum eine gewisse optische Kohärenz positiv und wichtig ist.
    Wer aber jeden staatlichen Eingriff pauschal ablehnt, dem ist dieses Argument wohl nicht zugänglich.

    Und es ist auch lustig, dass du mein Argument mit Amsterdam ablehnst, weil das die Bebauung dort zu alt sei. Das ist vollkommen irrelvant, denn gerade das Grachtenviertel ist ein Paradebeispiel für eine sehr strenge Bauordnung: Ähnliche Traufhöhen, identische Fassadenvorsprünge, ähnliche Fassadengestaltung, aber innerhalb dieser Vorgaben noch genug Varianz, so dass diese Häuser als spannend gelesen werden.

    Tut er das? In beiden Fällen geht es um Menschen, die freiwillig andere Menschen denunzieren.

    War ja klar, dass wieder das Wort der Denunzazion missbraucht wird.

    Vielleicht solltest du erstmal im Duden nachschlagen, was das Wort bedeutet: Nämlich das Erstellen einer (Straf-)Anzeige aus niederen, persönlichen Gründen…und um ggf. einen persönlichen Vorteil zu erhalten.

  • Das sind vermutlich die gleichen bösen Zungen, die keine Ahnung von Psychologie, Neurowissenschaften, Soziologie und Urbanismus haben.

    Oder einfach nur Verwaltungspraktiker sind und auf kommunaler Ebene Mandatsträger sind.

    Um es nochmal deutlich zu sagen: Es gibt wissenschaftlich belegte Gründe, warum eine gewisse optische Kohärenz positiv und wichtig ist.

    In dem Punkt lasse ich mich gerne belehren und lese Quellen nach.

    Und es ist auch lustig, dass du mein Argument mit Amsterdam ablehnst, weil das die Bebauung dort zu alt sei.

    Ich lehne das Argument nicht ab, weil die Bebauung zu alt ist, sondern weil eine Altstadt in jedem Fall ein Touristenmagnet ist - unabhängig davon, wie gebaut wurde.

    Vielleicht solltest du erstmal im Duden nachschlagen, was das Wort bedeutet: Nämlich das Erstellen einer (Straf-)Anzeige aus niederen, persönlichen Gründen…und um ggf. einen persönlichen Vorteil zu erhalten.

    Und genau das passiert sowohl bei weg.li als auch bei der Stasi.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Oder einfach nur Verwaltungspraktiker sind und auf kommunaler Ebene Mandatsträger sind.

    Bevor du wieder irgendwelche diffamierenden Behauptungen aufstellst, solltest du mal die Fakten prüfen:

    In einigen Bundesländern dürfen öffentliche Angestellte gar nicht in kommunale Gremien wie den Gemeinde- oder Stadtrat gewählt werden.

    In anderen Bundesländern ist dies möglich, aber unterliegt strengen Befangenheitsregeln.

    Zitat

    Ich lehne das Argument nicht ab, weil die Bebauung zu alt ist, sondern weil eine Altstadt in jedem Fall ein Touristenmagnet ist - unabhängig davon, wie gebaut wurde.

    Du darfst gerne nochmal überlegen, was viele Altstädte gemein haben...

    Zitat

    Und genau das passiert sowohl bei weg.li als auch bei der Stasi.

    Es wäre mir neu, dass man bei weg.li an den Umsätzen beteiligt wird, oder irgendwelche Vorteile daraus gewinnt. Auch stellt man sich dadurch nicht besser oder entgeht eigener Strafverfolgung.

  • Bevor du wieder irgendwelche diffamierenden Behauptungen aufstellst, solltest du mal die Fakten prüfen:

    In einigen Bundesländern dürfen öffentliche Angestellte gar nicht in kommunale Gremien wie den Gemeinde- oder Stadtrat gewählt werden.

    Kleiner Denkanstoss: Es gibt auch öffentliche Bedienstete, die nicht in Kommunen arbeiten und durchaus passives Wahlrecht haben.


    Es wäre mir neu, dass man bei weg.li an den Umsätzen beteiligt wird, oder irgendwelche Vorteile daraus gewinnt. Auch stellt man sich dadurch nicht besser oder entgeht eigener Strafverfolgung.

    Netter Versuch. Aber deine Aussage war:

    "Vielleicht solltest du erstmal im Duden nachschlagen, was das Wort bedeutet: Nämlich das Erstellen einer (Straf-)Anzeige aus niederen, persönlichen Gründen…und um ggf. einen persönlichen Vorteil zu erhalten."

    Also: Immer niedrige, persönliche Gründe (bei weg.li gegeben, wenn man sich die von Autohass getriebenen Beiträge in den diversen Communities anschaut) und eventuell noch dazu kommende Vorteile.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Netter Versuch. Aber deine Aussage war:

    "Vielleicht solltest du erstmal im Duden nachschlagen, was das Wort bedeutet: Nämlich das Erstellen einer (Straf-)Anzeige aus niederen, persönlichen Gründen…und um ggf. einen persönlichen Vorteil zu erhalten."

    Also: Immer niedrige, persönliche Gründe (bei weg.li gegeben, wenn man sich die von Autohass getriebenen Beiträge in den diversen Communities anschaut) und eventuell noch dazu kommende Vorteile.

    Die Kommata sind nicht als "ODER"-Verknüpfung zu verstehen, sondern als Auflistung von Bedingungen, die alle zusammen zutreffen müssen.
    Ansonsten darfst du gern noch ausführen, welche Vorteile man als Anzeigesteller nun konkret erhält. Tipp: Eher erwachsen einem Nachteile, weil man als Anzeigesteller als Zeuge geführt wird und manche Kommunen diese Angaben einfach im Anhörungsbogen oder auf Nachfrage preisgeben.

    Dass du pauschal "Autohass" als Beweggrund unterstellst, sagt viel über deine Persönlichkeit aus. Das impliziert ja automatisch, dass Autofahrer ohne Fehl und Tadel sind, sowie Überschreitungen der Regeln jeweils aus edlen Gründen erfolgen, die zu tolerieren sind. Die Freiheit des Einzelnen geht so weit, dass jeder für sich entscheidet, ob er/sie die Normen einhalten möchte oder nicht.

  • Die Kommata sind nicht als "ODER"-Verknüpfung zu verstehen, sondern als Auflistung von Bedingungen, die alle zusammen zutreffen müssen.

    Das kennzeichne ich in der Regel auch immer mit ggf....

    und manche Kommunen diese Angaben einfach im Anhörungsbogen oder auf Nachfrage preisgeben.

    Akteneinsicht entspricht der geltenden Rechtslage.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

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