Einmalanlage ETF mit 55 noch sinnvoll

  • Mit 80% Aktienanteil im Alter und 3% Entnahme ist das Risiko hoch, dass das Geld früh ausgeht (Renditereihenfolgerisiko). Kann man nur machen wenn man das Geld nicht braucht oder etwas für die Erben übriglassen will. Wer das Kapital aufbrauchen will und muss, braucht mehr Planungssicherheit.

    Das kommt auf die absoluten Werte an. Wenn die 20 % ausreichend groß sind, kann das bequem reichen. Es geht ja beim Renditereihenfolgerisiko nur darum, dass man ausreichend lange nicht an die Aktien ran muss.

  • Ich hätte noch eine Frage, passend zum Thema: Ich habe gerade Aktien verkaufen können, die endlich mal im Plus waren. Keine Riesenssumme, aber ich würde sie gern in einen der beiden DIS Etf stecken. Der eine schüttet ca 1,29 % (A1C9KK) - der andere ca. 2,66 % (DBX0TR) jährlich aus. Welchen würdet ihr wählen, wenn man nicht mehr lang bis zur Rente hat? Ich werde vermutlich ca. 500 EUR "Zubrot" benötigen, dafür sollte man nicht mehr als 3% entnehmen, das würde mit dem 2. dann schon fast passen. Die ersten Jahre wären auch in der Rentenphase an Tagesgeld etc. gesichert. Sollte ich nach TER entscheiden?

  • Keine Riesenssumme, aber ich würde sie gern in einen der beiden DIS Etf stecken. Der eine schüttet ca 1,29 % (A1C9KK) - der andere ca. 2,66 % (DBX0TR) jährlich aus. Welchen würdet ihr wählen, wenn man nicht mehr lang bis zur Rente hat? Ich werde vermutlich ca. 500 EUR "Zubrot" benötigen,

    Da sage ich mal den ETF DBXOTR !!!

  • Ich würde nicht ausschließlich auf Europa setzen. Man kann aber Europa und EM leicht über gewichten und damit die Ausschüttungsquote des Gesamtdepots leicht erhöhen. Dennoch wäre eine vernünftige Depotzusammenstellung für mich immer die oberste Prio.

    Weitere Beimischungen könnten beispielsweise aus dem Bereich Dividenden oder Value kommen. Auch der Rafi schüttet mehr aus als ein All World. Ganz hinkommen wird man aber nicht an 3 % ohne faule Kompromisse einzugehen. Das würde ich lassen.

  • Ich hätte noch eine Frage, passend zum Thema: Ich habe gerade Aktien verkaufen können, die endlich mal im Plus waren. Keine Riesenssumme, aber ich würde sie gern in einen der beiden DIS Etf stecken. Der eine schüttet ca 1,29 % (A1C9KK) - der andere ca. 2,66 % (DBX0TR) jährlich aus. Welchen würdet ihr wählen, wenn man nicht mehr lang bis zur Rente hat? Ich werde vermutlich ca. 500 EUR "Zubrot" benötigen, dafür sollte man nicht mehr als 3% entnehmen, das würde mit dem 2. dann schon fast passen. Die ersten Jahre wären auch in der Rentenphase an Tagesgeld etc. gesichert. Sollte ich nach TER entscheiden?

    Ich muss noch ergänzen, ich habe beide schon. Allerdings mehr im HSBC, ca. das 5-fache vom Stoxx, den HSBC habe ich in 2 Tranchen 2022 und im anderen Depot Anfang 2025 gekauft. Den Stoxx nur in 2025 in einem Depot, Sparplan und Einmalanlage.

  • Was meinst du mit Rafi?

    Invesco FTSE RAFI All World 3000 UCITS ETF | IE00B23LNQ02 | A0M2EN
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Invesco FTSE RAFI All World 3000 UCITS ETF (IE00B23LNQ02 | A0M2EN) – extraETF – Das ETF Portal
    extraetf.com

    Die RAFI-Indizes gewichten nicht nach reiner Marktkapitalisierung sondern beziehen auch Fundamentaldaten der Unternehmen ein. Ob das langfristig besser/schlechter ist als ein reiner MCAP-Ansatz kann aber niemand vorhersagen.

    ..., dafür sollte man nicht mehr als 3% entnehmen, ...

    Letztlich zählt immer die Gesamtrendite aus Ausschüttungen + Kursrendite. Und die 3% Entnahme sind ein guter Anfangswert. Wenn es aber mehrere Jahre keinen Crash an den Börsen gegeben hat, kann man auch ruhig mehr entnehmen. Immer unter der Voraussetzung, dass man einen bewussten Vermögensverbrauch einkalkuliert.

  • Aber ich würde den auf keinen Fall als Hauptinvestment betrachten.

    Abgesehen vom etwas geringen Fondsvolumen wüsste ich nicht was gegen den RAFI als alleiniges Investment sprechen würde.
    Immerhin gibt es den ETF schon seit 2007! Und wer den Kommer-ETF als 'Gral' der Geldanlage sieht, sollte den RAFI schon lange auf der Rechnung haben.

    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B23LNQ02,IE000FPWSL69

  • Achim Weiss Deine Rechenmethode betrachte ich als unzutreffend. 1/10 des ETF Teils wäre korrekt. Streng genommen ist er sogar nur der Gegenpart zum FTSE All World der 16 % vom ETF Teil beträgt. Meine Einzelaktienauswahl unterliegt dem gleichen Ziel und muss nicht über den ETF Teil ausgeglichen werden.

    Manchmal führt eine vollumfängliche Antwort dennoch nicht zu einer korrekten Einschätzung. Ohne den Gesamtkontext macht das einfach keinen Sinn.

  • Deine Rechenmethode betrachte ich als unzutreffend.

    1/10 des ETF Teils wäre korrekt.

    Streng genommen ist er sogar nur der Gegenpart zum FTSE All World der 16 % vom ETF-Teil beträgt. Meine Einzelaktienauswahl unterliegt dem gleichen Ziel und muss nicht über den ETF-Teil ausgeglichen werden.

    Manchmal führt eine vollumfängliche Antwort dennoch nicht zu einer korrekten Einschätzung. Ohne den Gesamtkontext macht das einfach keinen Sinn.

    Eben, eben. Und der Gesamtkontext ist nun einmal Dein gesamtes Portfolio. Wenn Du in diesem Gesamtkontext eine Komponente im Wert von 2,5% hast, ist das ein Vierzigstel des Gesamtkontextes.