Marksen und das Bürger(Kinder)Geld

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    Neben der Bewerbung auf vorhandene Stellenanzeigen gibt es noch weitere Methoden: sich von ehemaligen Geschäftspartner ansprechen lassen (habe gerade eine solche Anfrage bekommen, die Firma möchte ihr Geschäft auf den deutschsprachigen Raum ausdehnen und sucht nun einen Experten, der Land, Leute, Produkt kennt), oder aber das Kontaktieren von Personalvermittlern, die oft Stellen kennen, die noch gar nicht ausgeschrieben sind...

    Es gab da so einen Spruch unter uns alten Ex-Kollegen, die im fortgeschrittenen Alter auf Jobsuche waren: "Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat!" Will sagen: es spricht aus meiner Sicht nichts gegen Vitamin B.

    Vor etlichen Jahren habe ich selbst mal einen Ex-Kollegen, der da schon Ü 50 war, erfolgreich weiterempfohlen. Auch der wollte nur arbeiten, obwohl er vom Lebenslauf und Berufsbild mehrfach überqualifiziert war und ihm das beim Bewerbungsgespräch auch so gesagt wurde, konnte er das (wohl wissend, dass er bei mehreren grossen Unternehmen gute Betriebsrentenansprüche erworben hatte) mit der verständnisvollen Aussage, dass sein Gehalt natürlich in die betriebliche Struktur passen müsse einfangen. Er hat dann am Ende den Job bekommen, trotz Überqualifikation.

    Deine Anmerkung zur Altersdiskriminierung unterschreibe ich - zumindest was Deutschland betrifft - zu 100%. Ich habe in den 90er Jahren im Maschinenbau gearbeitet, im Metalltarifvertrag gab es einen Passus, dass Angestellte ab Vollendung des 55. Lebensjahrs praktisch unkündbar waren, es sei denn, sie hätten Silberlöffel in der Kantine mitgehen lassen. Bei jedem Mitarbeiter, der diese Altersgrenze erreicht hatte und zu Umtrunk und Schnittchen in sein Büro einlud, wurde die Personalchefin zum Geschäftsführer zitiert um sich eine Standpauke abzuholen, dass mal wieder vergessen wurde, einen alten Sack rechtzeitig rauszumobben bzw. zu entlassen. Das war damals schon so.

    Da ich auch den dänischen Arbeitsmarkt seit vielen Jahren kenne weiss ich, dass es auch anders geht: dort ist das Alter allein kein primäres Hindernis.

    Was ich ein bisschen schräg und praxisfremd finde ist, dass Politiker wie Merz oder Linnemann gebetsmühlenartig fordern, dass alle länger arbeiten müssen und jede Woche in der Lokalzeitung Klagen von älteren Menschen berichtet werden, die Ende 50, Anfang 60 sind und gern arbeiten würden, aber keinen Job bekommen und deren Bewerbungen ohne Begründung abgelehnt werden.

    Meinem Eindruck nach hast Du gut erkannt, dass das ein amerikanisches System ist, dem Du zum Opfer gefallen bist und dass es nicht mangelnde Qualifikation ist, die zur Kündigung geführt und dein Selbstbewusstsein angekratzt hat. Ich finde Deine Darstellung sehr reflektiert und wünsche Dir für die Zukunft alles Gute. Wenn eine Tür sich schliesst, öffnet sich meist eine neue.

    Ich habe als Rentner gut reden, ich weiss ;)

  • Da ich selbst zur Baby Boomer Generation gehöre (Definition 1946 bis 1964 Geborene - meines Wissens ... ?) und auch viele in meinem Umfeld dazu gezählt werden können ...

    ?

    Das (Nr. 1) liest sich nicht ansatzweise wie mein eigener Lebenslauf (eher ein Gegenentwurf oder Gegenmodell) und auch nicht wie der Lebenslauf der allermeisten Boomer in meinem näheren und weiteren Umfeld. Demzufolge kann sich das auch nicht ansatzweise mit meinen eigenen Erfahrungen decken.

    Was daran eigentlich für Boomer "typisch" sein soll, bleibt mir ebenso verschlossen ... ?

    "In Deutschland werden die im Zeitraum von 1955 bis 1969 Geborenen von Statistikern als geburtenstarke Jahrgänge bezeichnet (meist bezogen auf Westdeutschland). Es gab zwar bereits in den Jahren 1947–1950 einen leichten Anstieg der Geburtenrate. Zwischen 1950 und 1955 hingegen stagnierte die Geburtenrate wieder. 1962 bis 1967 waren die geburtenstärksten Jahrgänge in der damaligen Bundesrepublik Deutschland mit jeweils über einer Million Geburten."

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Baby-Boomer

    Unterschiedliche Bevölkerungsschichten machen offensichtlich nicht die gleichen Erfahrungen...

  • "In Deutschland werden die im Zeitraum von 1955 bis 1969 Geborenen von Statistikern als geburtenstarke Jahrgänge bezeichnet (meist bezogen auf Westdeutschland). Es gab zwar bereits in den Jahren 1947–1950 einen leichten Anstieg der Geburtenrate. Zwischen 1950 und 1955 hingegen stagnierte die Geburtenrate wieder. 1962 bis 1967 waren die geburtenstärksten Jahrgänge in der damaligen Bundesrepublik Deutschland mit jeweils über einer Million Geburten."

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Baby-Boomer

    Dann bin ich zumindest nach dem US-Sprachgebrauch (siehe Schaubild aus dem Link) unter die besagten Boomer zu subsumieren.

    Unterschiedliche Bevölkerungsschichten machen offensichtlich nicht die gleichen Erfahrungen...

    Wohl eher und vielmehr unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Persönlichkeiten und Menschen mit unterschiedlichen Haltungen und Einstellungen ...

    (nachträglich gefettet von mir)

    Ein mieses Abitur (same here) lasse ich mir notfalls noch gefallen (ging mir ähnlich, da ich kaum in der Schule war und damals schon Geld verdienen mußte - würde heute wohl aufgrund der Fehlstunden als O. L. sprich ohne Leistung bewertet - oder so ähnlich).

    Aber bei dem weiteren Ab- und Verlauf (kein Studienabschluß, Gelegenheitsjobs, abgebrochene Ausbildung, irgendwann Ausbildung zum Lagerist usw.): Was kann ich da erwarten und/oder auf was soll das letztlich hinauslaufen ? Insbesondere auch finanziell gesehen ?


    Nur am Rande (da ich zwei Bekannte in Dänemark habe):

    Da ich auch den dänischen Arbeitsmarkt seit vielen Jahren kenne weiss ich, dass es auch anders geht: dort ist das Alter allein kein primäres Hindernis.

    Da ist mir eher der Tenor in Erinnerung, daß dort der Arbeitsmarkt flexibler und durchlässiger ist und beim sog. Kündigungsschutz (so denn überhaupt vorhanden im Vergleich zu Deutschland ?) die Latte niedriger hängt. Mit der Folge relativ schnell gekündigt werden zu können aber auch mit der Folge relativ schnell wieder eine Chance auf Einstellung zu haben.

    (Kundigere (wie ggf. ja Du) mögen diesen Tenor gerne korrigieren)

  • Hi sam51 , ich weiß nicht, wie alt Du bist, oder was Du bisher an Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt gemacht hast. Vorweg: ich kenne die Verhältnisse in vielen Ländern dieser Erde und bin sehr froh, dass wir in Deutschland einen sehr guten Schutz für Arbeitnehmer haben. Das sieht -um mal einen Extremfall zu nennen - in USA; wo meine bisherige Firma ihren Hauptsitz hat, ganz anders aus.

    Ich bin schon lange nicht mehr berufstätig, habe aber viele Jahre für einen US-amerikanischen Konzern in dessen deutscher Niederlassung gearbeitet. Die vielfältigen Methoden, einen missliebigen Mitarbeiter trotz des deutschen Arbeitnehmerschutzes loszuwerden, sind mir durchaus bekannt.

    Und nein, die Aussage, man könne über eine betriebsbedingte Kündingung ohne Anlass einen Mitarbeiter nicht loswerden, ist nicht richtig. In der Firma, über die ich spreche, hat es seit deren Bestehen in Europa (mehr als 30 Jahre) keinen einzigen regulären Eintritt in die Rente gegeben (bei heute ca. 800 MA), die allermeisten wurden in etwa nach 25 Jahren Betriebsgehörigkeit gekündigt, die allermeisten hatten zu diesem Zeitpunkt relativ hohe Gehälter. Vorgehen ist immer die gleiche: es wird betriebsbedingt gekündigt, wissend, dass dies einer Kündigungsschutzklage vor Gericht nicht standhalten wird. Aus diesem Grund zeitgleich eine Abfindungsvereinbarung hinterher geschoben, die teilweise sehr attraktiv ist. Damit "kauft" die Firma dem ehemaligen Mitarbeiter quasi seine Stelle ab. Du kannst dann zwar dagegen klagen (habe ich tatsächlich getan), aber wer will schon bei einer Firma weiterarbeiten, wo man genau weiß, dass diese einen nicht mehr behalten will, die alle Möglichkeiten hat, einem das (Berufs-)leben zur Hölle zu machen. Ich frage mich zwar, ob sich das wirklich lohnt (bei mir lag die Abfindung größenordnungsmäßig etwa bei einer viertel Million), aber sie tut es eben (für die Abfindungen gibt es ein Extra-Budget...

    Rein formal bist du ja nicht (betriebsbedingt) gekündigt worden. Du hast einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Das ist ein großer Unterschied. Ich hatte mir in deinem Fall schon gedacht, dass es so abgelaufen ist, wollte das jetzt aber nicht als bloße Vermutung in den Raum stellen. Du bist dabei noch einigermaßen glimpflich davon gekommen. Ich habe Fälle gesehen, wo man Leute nach sorgfältiger Prüfung ihrer Reisekostenabrechnungen fristlos gekündigt hatte.

    Du dürftest also knapp zwei Jahresgehälter als Abfindung erhalten haben. Für das Unternehmen lohnt sich das in jedem Fall. Man wird einen, aus ihrer Sicht, "Problemfall" recht günstig los, den man ansonsten noch jahrelang hätte beschäftigen müssen. Für einen Mitarbeiter Anfang/Mitte 50 mag die Abfindung attraktiv erscheinen, ist jedoch in den allermeisten Fällen das schlechteste Geschäft, das er je gemacht hat. Warum das so ist, erkläre ich gleich. Insbesondere in sehr großen Unternehmen wissen langjährige, gutbezahlte Mitarbeiter das, da die Chance nach 30 Jahren im xy-Konzern einen ähnlichen dotieren Job zu finden, praktisch aussichtslos ist. Für die Überbrückung bis zur Rente reicht die Abfindung meist nicht. Daher lehnen die solche Angebote häufig ab. In solchen Fällen unterscheiden sich deutsche Unternehmen nicht von US-amerikanischen in der Härte des Vorgehens. Ich habe während meiner Tätigkeit für einen solchen deutschen Konzern erlebt, was mit denen passiert, die das Angebot nach dem Vito-Corleone-Prinzip ablehnten. Die wurden in das sogenannte "Sterbezimmer" verbannt, in dem es außer Stuhl und Schreibtisch nichts gab und wo sie 8 Stunden absitzen mussten. In Zeiten, in denen es noch keine Smartphones gab, hat das niemand lange durchgehalten.

    Ein weiterer möglicher Grund, den ich aber auch erst jetzt kürzlich verstanden habe ist, dass jüngere, unerfahrenere Chefs (ich habe so einen vor ca. 2 Jahren vor die Nase gesetzt bekommen), haben häufig Schwierigkeiten mit sehr erfahrenen Mitarbeitern, die sich sehr gut im Unternehmen und im Business auskennen...es gibt Charaktere, die meinen, solche Mitarbeiter würden ihre Kompetenzen beschneiden und sie schlechter aussehen lassen. Wenig seniorig, wie ich finde: als Manager sollte es das Ziel sein, sein Team scheinen zu lassen, nicht sich selbst. Ich kam in den letzten 2 Jahren mit vielen Verbesserungsvorschlägen, basierend auf meiner Kenntnis von Firma und Kunden, möglicherweise war dies einer der Gründe für meinen Rausschmiss.

    Ja, das dürfte der wahre Grund für den Verlust deines Jobs sein. Du hast eine der wichtigsten Regeln der Arbeitswelt verletzt, indem du dich mit deinem Chef angelegt hast. Dieses Spiel wird der Mitarbeiter immer verlieren.

    sam51, das war jetzt ein sehr langer Text mit der Beschreibung meines spezifischen Falls. Ziel war es, Dir zu erklären, wie so etwas "in Wirklichkeit" abläuft, wie die Vorgehensweise, das Mindset von international arbeitenden amerikanischen Firmen ist. Wenn ich den USA bei meiner Ex-Firma angestellt gewesen wäre, wäre mir exakt das gleiche passiert, allerdings wäre ich dann von einem Tag auf den anderen Tag mit meinem 7 Sachen auf der Straße gestanden und nicht mit einer bezahlten und freigestellten Kündigungszeit von 7 Monaten und einer doch erheblichen Abfindung. Erfahrene Personaler, die diese Vorgehensweise von börsennotierten Firmen kennen, sollten dies wissen und von daher meine Kündigung entsprechend einstufen können.

    Wie ich bereits geschrieben habe, ist diese Vorgehensweise kein Alleinstellungsmerkmal US-amerikanischer Firmen.

    Du sprichst auch hier wieder von deiner Kündigung, was nicht den Tatsachen entspricht. Du hast einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und dich damit selbst, aktuell oder in Kürze, in die Arbeitslosigkeit begeben. Dass du dazu quasi genötigt wurdest, ist aus Sicht eines Personalers irrelevant. Der denkt einfach, es wird schon seinen Grund haben, warum man den loswerden wollte.

    Damit bist du als jemand, der einen neuen Job sucht, in einer denkbar schlechten Position. Der ideale Kandidat bewirbt sich aus ungekündigter Position, du aus der Arbeitslosigkeit. Die Automotive-Branche, in der du tätig warst, ist stark gebeutelt und baut Stellen in großem Umfang ab. Da sind Stellenangebote, insbesondere für Führungspositionen rar. Auch wenn du dich auf eine Position ein bis zwei Stufen tiefer, also Sachbearbeiterebene bewirbst, macht es das für dich nicht besser. Solche Bewerbungen, die mit einem karrieretechnischen Abstieg verbunden wären, sind meist nicht erfolgreich. Und dass du aus arbeitsmarkttechnischer Sicht nicht mehr der Jüngste bist, ist in der Tat kein Vorteil.

    Leider kann ich deinen vorsichtigen Optimismus bezüglich deiner Stellensuche nicht teilen. Schon in Zeiten guter Konjunktur, wo die Auswahlkriterien bei Stellenbesetzungen erfahrungsgemäß etwas lockerer sind, dürfte es für dich nicht leicht sein, einen neuen Job zu finden. In der heutigen Rezession liegen die Hürden deutlich höher. Du hast ja in einem anderen Post die Möglichkeit ins Spiel gebracht, einen Personalberater zu konsultieren. Ich halte das für eine gute Idee.

  • Schon interessant, dass ein thread, der initial thematisiert, dass eine Familie kaum über die Runden kommt sich lange Strecken mit der Lebenssituation von (ehemaligen) Spitzenverdienern beschäftigt.

    Gut, Marksen selbst hat ihn ja nicht eröffnet, sondern ein anderer Spitzenverdiener, und so muss Marksen sich wenigstens nicht doppelt bedroppelt fühlen.


    Von dem Vorgehen von madizens Arbeitgeber profitieren hier vermutlich einige Anleger. Und auch der Arbeitnehmer selbst hat vermutlich vor Jahren davon profitiert, dass einem anderen „alten Eisen“ der golden handshake aufgedrängt wurde.

    Empathie ist keine Einbahnstraße.

  • Danke, sam51, dass Du Dir die Zeit genommen hast, so ausführlich auf meine "Story" zu antworten. Noch einige Berichtigungen meiner Darstellung, da diese offenbar falsch rübergekommen sind. Die Firma hat mir tatsächlich gekündigt. Die Formulierung war "Hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist zum nächstmöglichen Zeitpunkt..." Nichts mit "betriebsbedingt" oder so, einfach nur fristgerechte Kündigung. Das "betriebsbedingt" weiß ich aus dem Gespräch mit der Personalerin und dem Chef (Umstrukturierung etc.).

    Ich habe auch keinen Aufhebungsvertrag unterschrieben, sondern Kündigungsschutzklage eingereicht. Mein Anwalt und der gegnerische haben sich dann - mit meiner Mitwirkung - auf einen Abwicklungsvertrag geeinigt, der dann gerichtlich protokolliert wurde, was wohl eventuelle Sperrzeiten beim ALG verhindert. Die Alternative wäre gewesen, monate- und jahrelang einen Prozess zu führen, um dann am Ende vielleicht zu gewinnen und in besagtem Zimmer ohne Licht zu landen, um dort meine restlichen 10 Arbeitsjahre bis zur Rente abzusitzen...da sah ich die Entscheidung, die ich nun getroffen habe, nicht als die schlechteste an.

    Den "verhaltenen Optimismus" habe ich, weil ich mir meine Qualtäten bewusst bin und es da draußen tatsächlich Firmen gibt, die genau das suchen, was ich zu bieten habe. Der Geschäftspartner der externen Firma, der mich Anfang des Jahres angesprochen hat, kennt übrigens das Verhalten meiner ehemaligen Firma, er ist selbst schon über 60, hat also keine Berührungsängste mit so jemandem wie mir, braucht einfach gewisse Fähigkeiten zu organisieren, analysieren, Entscheidungen zu treffen und Dinge voranzutreiben. Heute hatte ich einmal wieder ein Recruiter-Screening, wo mich die Dame nahezu bekniet hat, den Bewerbungsprozess bei einem jungen Startup weiterzuführen, da sie jemanden benötigen, der in der Lage ist, eine Abteilung, wie ich sie bei der letzten Firma geführt habe, von Grund auf neu aufzubauen...ob das das gibt? Weiß ich nicht, aber es gibt Optionen, das sehe ich...

    Bis Ende April kann ich mich übrigens noch als "in Amt und Würden" verkaufen, weil mich meine Ex-Firma bis dahin noch voll bezahlt. Ich hoffe, bis dahin bei der Suche erfolgreich gewesen zu sein...wir werden sehen.

  • Heute hatte ich einmal wieder ein Recruiter-Screening, wo mich die Dame nahezu bekniet hat, den Bewerbungsprozess bei einem jungen Startup weiterzuführen, da sie jemanden benötigen, der in der Lage ist, eine Abteilung, wie ich sie bei der letzten Firma geführt habe, von Grund auf neu aufzubauen...ob das das gibt? Weiß ich nicht, aber es gibt Optionen, das sehe ich...

    Konzern vs. Startup - das könnte für beide Seiten den Kulturschock schlechthin geben. Wenn es gut gemacht ist, kann es gut werden und das Startup geht ein paar vorsichtige Schritte in Richtung "Erwachsenwerden".

  • Heute hatte ich einmal wieder ein Recruiter-Screening, wo mich die Dame nahezu bekniet hat, den Bewerbungsprozess bei einem jungen Startup weiterzuführen, da sie jemanden benötigen, der in der Lage ist, eine Abteilung, wie ich sie bei der letzten Firma geführt habe, von Grund auf neu aufzubauen...ob das das gibt? Weiß ich nicht, aber es gibt Optionen, das sehe ich...
    ...

    Wenn ein Recruiter oder -in derart verzweifelt agiert, würde ich da gedanklich eher einen Haken dran machen.

    Die verdienen halt i.d.R. nur, wenn sie jmd. vermitteln. Nicht wenige sind (leider) nicht mal in der Lage ein Profil zu lesen, behaupten aber natürlich, dass würde zu 99,9 % zur vakanten Stelle passen.

  • Konzern vs. Startup - das könnte für beide Seiten den Kulturschock schlechthin geben. Wenn es gut gemacht ist, kann es gut werden und das Startup geht ein paar vorsichtige Schritte in Richtung "Erwachsenwerden".

    Als ich bei meiner Ex-Firma damals begonnen haben, waren da auch nicht viel mehr als 20 Mitarbeiter in Europa. Ich kenne die Entwicklungsschmerzen, die beim Größerwerden auftreten... ^^

  • Wenn ein Recruiter oder -in derart verzweifelt agiert, würde ich da gedanklich eher einen Haken dran machen.

    Die verdienen halt i.d.R. nur, wenn sie jmd. vermitteln. Nicht wenige sind (leider) nicht mal in der Lage ein Profil zu lesen, behaupten aber natürlich, dass würde zu 99,9 % zur vakanten Stelle passen.

    Ist mir schon klar. Bin aber schon groß genug (und habe genügend Selbsterhaltungstrieb), um selber zu beurteilen, wie gut ich zu einer Position passe. Außerdem habe ich über 20 Jahr lang selbst auf der anderen Seite des Bewerbungstischs gesessen...

  • Tomarcy 13. Januar 2026 um 21:21

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    Nur am Rande (da ich zwei Bekannte in Dänemark habe):

    Da ist mir eher der Tenor in Erinnerung, daß dort der Arbeitsmarkt flexibler und durchlässiger ist und beim sog. Kündigungsschutz (so denn überhaupt vorhanden im Vergleich zu Deutschland ?) die Latte niedriger hängt. Mit der Folge relativ schnell gekündigt werden zu können aber auch mit der Folge relativ schnell wieder eine Chance auf Einstellung zu haben.

    (Kundigere (wie ggf. ja Du) mögen diesen Tenor gerne korrigieren)

    Ja, das ist so: 14 Tage nach der Kündigung war's das. Aber: es ist nicht so ein Riesenproblem wie in Deutschland, auch mit Ü50 einen neuen Job zu finden. Und ohne ältere deutsche Arbeitnehmer bzw. Grenzpendler könnten die dänischen Kliniken und Pflegeeinrichtungen schliessen.