Bargeldeinzahlung über 10000,- EURO

  • Damit ist nicht gemeint das alles was man anlegt sich vermehren muss

    Das sehe ich ebenso.

    Meine strategische Liquidität beispielsweise hat nicht prioritär die Aufgabe sich zu vermehren sondern dient anderen Zwecken. Das Gleiche gilt für mein Bargeld (auch in Form fremder Sorten). Wie sollte sich Bargeld auch vermehren ... ?

    Schon aus Gründen der Informationellen Selbstbestimmung (gem. BVerfG ein Datenschutz-Grundrecht übrigens) zahle ich bar, soweit das irgend (noch) möglich ist. In bestimmten Situation können weitere Gründe dazukommen (Ausfallsicherheit des Bargelds im Gegensatz zu Giralgeld, Schutz vor Negativzinsen usw.).

  • Ich beabsichtige wenig mehr als 10000,- EURO in bar auf mein Konto bei der PB einzuzahlen.

    [...]

    Leider sind auch die meisten "Ratschläge", die hier geäußert wurden nicht zielführend.

    Mir ist immer noch nicht so wirklich das Problem klar.

    Geht es Dir darum, dass Du nicht mehr soviel Bargeld ungesichert und unverzinst zu Hause herumliegen haben möchtest? Was spricht dann dagegen, einfach knapp unter 10.000 EUR einzuzahlen (ohne Nachweispflicht) und den Rest im Alltag in bar auszugeben? Das ist doch ein absolut zielführender Ratschlag, den hier diverse Leute gegeben haben.

    Warum willst Du partout "wenig mehr als 10.000 EUR" (mit Nachweispflicht) einzahlen und Dir damit selbst das Leben schwermachen?

  • Warum willst Du partout "wenig mehr als 10.000 EUR" (mit Nachweispflicht) einzahlen und Dir damit selbst das Leben schwermachen?

    Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Es geht ihm ums Prinzip - und ums Prinzip kann man ewig streiten, die Länge dieses Threads beweist das ja mal wieder.

    Hätte ich "wenig mehr als 10.000 €" Bargeld zuhause herumliegen und möchte Fragen der Bank ausweichen, würde ich natürlich einen Betrag unterhalb von 10.000 € einzahlen (wenngleich vermutlich nicht 9999 €, weil ich den Angestellten nicht mit der Nase draufstoßen würde) und den Rest verleben, so wie es einige Mitforisten schon vorgeschlagen haben.

  • Ich beabsichtige wenig mehr als 10000,- EURO in bar auf mein Konto bei der PB einzuzahlen. Das Geld stammt aus langjährig angelegten Bargeldrücklagen.

    Ich verstehe diese Aufregung um das ganze Thema nicht.
    Es soll ein Betrag auf ein Konto eingezahlt werden, der offenbar nur wenig größer als € 10.000 ist. Es geht also nicht um € 50.000 oder gar € 100.000
    Es gibt ein Geldwäschegesetz, dass die Banken verpflichtet, bei Einzahlungen ab € 10.000 nachzufragen, woher das Geld kommt.

    Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst (willst), dann zahle einfach einen geringeren Betrag ein und gut ist.

    Ein Verwandter hatte neulich auf ein Sparkonto bei der Sparkasse einen Betrag in Höhe von € 10.000 bar eingezahlt und musste darauf hin eine Erklärung auf dem beigefügten (Muster)-Formular einer anderen Sparkasse abgeben. Dort hatte er geschrieben, dass das Geld über einen längeren Zeitraum "angespart" wurde und eben jetzt erst auf das Konto in einer Summe eingezahlt wurde.

    Wo ist hier eigentlich das Problem ..... ? - In dem oben beschrieben Fall war es jedenfalls keins.

    herkunftsnachweis-bargeldeinzahlung.pdf

  • Auch wenn ich nicht HansiF bin ...

    Auf das schlichte Niveau, dass alles mal besser war, kann ich mich mit dir nicht begeben.

    Aber offensichtlich problemlos auf das schlichte Niveau, die gezielte Kritik einen Bereich oder bestimmten Aspekt betreffend umzudeuten in die dem Kritiker unterstellte pauschale Haltung, daß "früher alles mal besser war". ^^

    Mir ist persönlich niemand bekannt, der so simpel denkt sprich "daß alles mal besser war". Da eine gute Freundin Medizinhistorikerin ist ein Beispiel aus Unzähligen: Wenn ich etwa an die Zahnmedizin und Zahnbehandlung beispielsweise noch im 18. Jahrhundert denke ... :rolleyes:Erstaunlich viele Menschen (für eine entwickelte Industrienation jedenfalls) äußerten und äußern aber in meinem Umfeld - und auch in Umfragen - ihr prioritärer Wunsch ist, daß in unserem Land die Dinge generell wieder funktionieren bzw. besser funktionieren ...

    Um zu dem konkreten Bereich zurückzukehren: An einen derart ausgeprägten General- und/oder Anfangsverdacht gegen den normalen Bürger als Bankkunden mit zugleich und parallel immer engmaschiger gestrickter sich verschärfender Regulatorik, vermag ich mich nicht zu erinnern. Und Bankkunde bin ich schon sehr lange.

    Nur am Rande: An eine von mir zu verwendende Währung, die ("Whatever it takes") in ihrer Existenz gerettet werden muß, kann ich mich auch nicht erinnern ... - ebenfalls nicht an nominale Negativzinsen. Und an eine Notenbank, die mir das Ende des bislang größten Geldscheins verkündet auch nicht. Gleiches gilt für eine Art der schier unbegrenzte Zwangsgläubigerschaft Deutschlands zur Rettung einer Einheitswährung.

  • Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Es geht ihm ums Prinzip - und ums Prinzip kann man ewig streiten, die Länge dieses Threads beweist das ja mal wieder.

    Hätte ich "wenig mehr als 10.000 €" Bargeld zuhause herumliegen und möchte Fragen der Bank ausweichen, würde ich natürlich einen Betrag unterhalb von 10.000 € einzahlen (wenngleich vermutlich nicht 9999 €, weil ich den Angestellten nicht mit der Nase draufstoßen würde) und den Rest verleben, so wie es einige Mitforisten schon vorgeschlagen haben.

    Ich verstehe diese Aufregung um das ganze Thema nicht.
    Es soll ein Betrag auf ein Konto eingezahlt werden, der offenbar nur wenig größer als € 10.000 ist. Es geht also nicht um € 50.000 oder gar € 100.000
    Es gibt ein Geldwäschegesetz, dass die Banken verpflichtet, bei Einzahlungen ab € 10.000 nachzufragen, woher das Geld kommt.

    Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst (willst), dann zahle einfach einen geringeren Betrag ein und gut ist.

    Ein Verwandter hatte neulich auf ein Sparkonto bei der Sparkasse einen Betrag in Höhe von € 10.000 bar eingezahlt und musste darauf hin eine Erklärung auf dem beigefügten (Muster)-Formular einer anderen Sparkasse abgeben. Dort hatte er geschrieben, dass das Geld über einen längeren Zeitraum "angespart" wurde und eben jetzt erst auf das Konto in einer Summe eingezahlt wurde.

    Wo ist hier eigentlich das Problem ..... ? - In dem oben beschrieben Fall war es jedenfalls keins.

    herkunftsnachweis-bargeldeinzahlung.pdf

    Hallo AW und Hans2204,

    mitnichten geht es mir hier nur um das Prinzip. Aus einem ganz bestimmten Grund muß ich/will ich auf mein Konto ein wenig mehr als 10000,- EURO Bargeld einzahlen. Das versteuerte Geld stammt aus verschiedensten Töpfen, die über Jahrzehnte gefüllt wurden und somit eine Bargeldrücklage bildete. Und dieses Geld will ich auf mein Konto einzahlen. Geht nur unter Beachtung der Nachweispflicht, sagt meine Bank. Kein Problem, ich erklärte die Herkunft, dachte ich. Wird nicht akzeptiert, sagte meine Bank. Was nun? fragte ich. Gleiche Antwort wie hier mehrmals geschrieben, Stückelungseinzahlungen mit zeitlichen Abständen.

    Und hier fragt man, wo eigentlich das Problem liegt?

  • - ebenfalls nicht an nominale Negativzinsen.

    Wer hat's erfunden?;)
    AFAIK ist das mit den Negativzinsen in der Schweiz auch schon länger so gewesen und jetzt wieder akut:

    UBS belastet Pensionskassen neu mit Minuszinsen
    Pensionskassen sind verärgert: Sie müssen bei der UBS neu bezahlen, wenn sie flüssige Mittel auf Konti halten.
    www.srf.ch

    PS: Ich kenne in meinen Umfeld niemanden der Negativzinsen gezahlt hat. Kenne scheinbar nur arme Schlucker. :D
    Oder es hatte halt niemand aus meinem Umfeld so viel Geld auf Konten liegen, dass es zu Negativzinsen gekommen ist.:/

  • Aus einem ganz bestimmten Grund muß ich/will ich auf mein Konto ein wenig mehr als 10000,- EURO Bargeld einzahlen.

    Was ist das denn für ein "ganz bestimmter Grund"? Wenn Du auf dem Konto gerne mehr als 10.000 EUR liegen haben willst, dann zahle unter 10.000 EUR ein, decke alltägliche Ausgaben mit dem Bargeld, und spätestens mit dem nächsten Gehalt ist der Kontostand über 10.000 EUR.

    Ich verstehe es immer noch nicht, worum es da geht, wenn nicht ums Prinzip.

  • Geht nur unter Beachtung der Nachweispflicht, sagt meine Bank. Kein Problem, ich erklärte die Herkunft, dachte ich. Wird nicht akzeptiert, sagte meine Bank. Was nun?

    Dieses Thema ist bei nun knapp 70 Beiträgen. Und wenn ich nichts überlesen habe, dann ist das das erste Mal, dass du schreibst, dass die Bank die Einzahlung abgelehnt hat. Das ist doch dann ein komplett anderes Thema. Bisher klang es so, wie wenn du dich darüber ärgerst, dass du etwas nachweisen musst. Nun geht es aber darum, dass du das Geld gar nicht einzahlen kannst, weil die Bank sich weigert.
    Das habe ich tatsächlich noch nicht gehört. Ich dachte immer, wenn die Bank den Grund nicht "akzeptiert", dann melden sie es an die Finanzbehörden.

  • Geht nur unter Beachtung der Nachweispflicht, sagt meine Bank. Kein Problem, ich erklärte die Herkunft, dachte ich. Wird nicht akzeptiert, sagte meine Bank. Was nun?

    Also ist das die Fragestellung?

    Das ging für mich neben aller prinzipientreue hier bisher kaum hervor.

    Deine Bank hat also deine Erklärung über die Herkunft des Geldes nicht akzeptiert?

    Da wir aber nicht wissen, was du in welcher Form erklärt hast, können wir dazu wenig beitragen.

    Frag doch mal deine Bank, was sie akzeptieren würde?

    Meine Erfahrung mit der Postbank ist übrigens gelinde gesagt mäßig, was die Kompetenz ihrer Mitarbeiter betrifft, deshalb wäre ich mal auf eine Antwort gespannt.

    Ich vermute jetzt mal, dass der Bankangestellte keinen Bock hatte, Prinzipienfragen zu erörtern und deshalb zu einem Work-around (Stückelung)) geraten hat, was dir aus Prinzip aber nicht gefällt.

  • Vielleicht ja tatsächlich Geldwäsche

    Nein, sowas machen nur Kriminelle!

    <ironie> Hansi dagegen hat über Jahre an den Wochenenden seine Freizeit geopfert und Freunden/Bekannten beim Renovieren der Wohnungen geholfen. Das anerkennende "Dankeschön" stammte aus versteuertem Einkommen, Hansi hat es eingelagert um sich daran erfreuen zu können.. Nun braucht er einen neuen Kombi und der Autoverkäufer akzeptiert keine Barzahlung...<endironie>

    Der Rechtsstaat hat nicht zu siegen, er hat auch nicht zu verlieren, sondern er hat zu existieren! (Helmut Schmidt, 1918-2015)

  • Hallo UH,

    ich muß anmerken, daß das Gespräch mit meiner HB heute Morgen stattfand. Aber ein Umstand ist der, daß es wohl bei anderen Banken keine Umstände macht. Da sollten doch die Direktiven - gerade bei einem solch hoch angesetzten Thema - bei allen Banken gleich umgesetzt werden.

    Denkt man!