Hallo zusammen,
ich bin 23 Jahre alt und lebe seit 4 Jahren mit meiner Partnerin, 24 zusammen, ein Paar sind wir seit fast 7 Jahren. Vor zwei Jahren haben wir unsere Ausbildungen abgeschlossen. Sie arbeitet in einer Anwaltskanzlei, ich bin im IT Management eines großen Börsenkonzern untergekommen. Gemeinsam haben wir ein solides Nettoeinkommen. Leider war es bisher so, dass unser Auto zwecks Reparaturen, sowie ein unvermeidbarer Umzug das gesamte Eigenkapital gefressen hat. Jetzt zahlen wir bald knapp 2.000€ Warmmiete. Nun haben wir ein Angebot für eine Eigentumswohnung erhalten, das ziemlich günstig liegt mit 1.400€/m2 und etwas Renovierungsbedarf. Circa 65m2, Balkon, 1. Etage, 3 Zimmer, separate Küche, 10m2 Kellerraum, zusätzlich 2 Wäschekeller für die Gemeinschaft, Dachsanierung des Gebäudes ist bereits eingepreist. Handwerker benötigen wir nicht, die Familie packt komplett mit an - von Schadensmanager, über Elektriker und Fliesenleger, Schreiner etc. ist alles mit dabei - würden wir Handwerker beauftragen, wäre die Familie ein wenig geknickt, da wir sonst auch alle gemeinsam renovieren / anpacken.
Nun die Kosten des Vorhabens:
Kaufpreis (noch nicht verhandelt): 90.000€ zzgl. Kaufnebenkosten von ca 10% -> etwa 100.000€ gesamt
Hausgeld mtl. 300€ inklusive Rücklage
Renovierung inklusive Bodenbeläge, Innentüren, Heizkörper, Badezimmer, Elektrik (hier sind nur neue Dosen erforderlich): circa 6.500€ - überschaubar also.
Umzugskosten an sich sind schon gespart und kalkuliert (Für Transport und Co.).
Das Problem ist das verbrauchte Eigenkapital. Wir haben einen Haushaltsüberschuss von etwa 900€ mtl. nach Abzug aller Fixkosten, sowie ausgehen und Freizeit und würden durch die Mietkosten, die wegfallen, einiges für eine Tilgung übrig haben. Mit dem Überschuss tilgen wir aktuell den Rest unseres KFZ-Kredits, sodass wir diesen in 4-5 Monaten los sind.
Insgesamt benötigen wir also gerundet zwischen 107.000€-110.000€ als 110% Finanzierung (Falls die Bezeichnung korrekt ist).
Ein Bankberater hatte nun vorgeschlagen, ein Vorausdarlehen mit Bausparkombi abzuschließen. Wir würden somit 0% Eigenkapital einbringen, 8 Jahre lang Zinsen zahlen und einen Bausparer besparen. In unserer Rechnung sieht das wie folgt aus:
Darlehenssumme: 110.000€
Zinskosten mtl.: 405€ (gerechnet mit 4,49%)
Bausparer zu 110.000€, mtl.: 431€
Hausgeld mtl.: 300€
Monatliche Belastung gerundet: 1150€
Monatlich hätten wir also knapp 700€ mehr zur Verfügung zu unserem Überschuss von 900€ --> 1.600€ Haushaltsüberschuss.
Hiervon würden wir zusätzlich zu unserer Sparrate dann 800€ in unser Depot stecken und den Rest für weitere Einrichtung nehmen, oder ggf ebenfalls ins Depot hauen.
Falls wir nicht kaufen, landen wir wieder bei ca 1.100-1.300€ Warmmiete für vergleichbare Wohnungen. Meiner Meinung nach Sinnvoll, da das Geld für die Miete ja sowieso "weg" wäre (in der Tasche des Vermieters)
Ist so ein Darlehen sinnvoll in unserer Situation? Ich weiß um die hohen Zinskosten bescheid, glaube aber, dass wir bei den Immobilien und Mietpreisen nicht viel günstiger wegkommen. Bitte um Ratschläge oder Erfahrungen mit sowas - Danke im Vorfeld! ![]()