Eigentumswohnung ohne Eigenkapital

  • Sowas hatte ich in einem Deutschen Forum schon befürchtet - ist das dieses Typische Boomer-Denken? Entschuldige, wenn das negativ klingt, aber was soll mir die wertende aussage denn jetzt sagen? "oh ein Junger mensch, der Glück gehabt hat in der Berufswahl und sich eine Teure Wohnung leisten kann,

    Wer sich mit 23 kurz nach der Ausbildung ein 4,5-Zimmer-Penthouse in der Düsseldorfer Innenstadt leistet, darf sich dann eben nicht wundern, wenn das Eigenkapital fehlt und die Finanzierung teuer und schwierig wird.

  • Wer sich mit 23 kurz nach der Ausbildung ein 4,5-Zimmer-Penthouse in der Düsseldorfer Innenstadt leistet, darf sich dann eben nicht wundern, wenn das Eigenkapital fehlt und die Finanzierung teuer und schwierig wird.

    Er wundert sich doch nicht, sondern weiß es. 😉 Jetzt gehts eben raus aus der Komfortzone. Das sind doch gute Lernprozesse.

  • Weil sie sich schon auf das Objekt „eingeschossen“ haben.

    McProfit als absolut legendärer Immobilienprofi kann mit der Lage sicherlich was anfangen.

    Wir haben uns nicht drauf eingeschlossen. Das ist aktuell das einzige Objekt, das wir kaufen würden, wenn es aktuell zum Kauf kommen soll - das günstige Angebot war der Ausschlag für den Kaufwunsch an diesem Objekt. Parallel suchen wir nach günstigen Miet-Wohnungen in der selben Lage. Es könnte ja auch sein, dass der Deal doch nicht zustande kommt - Hauptsache so schnell wie möglich raus aus Düsseldorf und dieser elendig riesigen Wohnung, die uns viel zu groß ist

  • Wer sich mit 23 kurz nach der Ausbildung ein 4,5-Zimmer-Penthouse in der Düsseldorfer Innenstadt leistet, darf sich dann eben nicht wundern, wenn das Eigenkapital fehlt und die Finanzierung teuer und schwierig wird.

    Wenn Du aufmerksam gelesen hättest, hättest Du ja gesehen, was wir ab jetzt monatlich noch Übrig haben. Das Eigenkapital wurde zuvor von unserem dummen KFZ-Kauf und den Reparaturen daran gefressen. Ab jetzt ist sparen auch mit dieser Mietwohnung möglich, wenn auch wirtschaftlich fragwürdig - daher möchten wir hier schnell weg und in etwas, das zu uns "passt" - von mir aus auch zur Miete, nur kam das Angebot so gut vor, dass wir die Fin. ohne EK jetzt in Betracht gezogen haben, ohne eigentlich auf der Suche nach einem Kaufobjekt zu sein. Und als wir dann ausgerechnet haben, was wir hier eigentlich an Miete versenken, die uns verloren geht - tja da macht man sich Gedanken ^^

  • Er wundert sich doch nicht, sondern weiß es. 😉 Jetzt gehts eben raus aus der Komfortzone. Das sind doch gute Lernprozesse.

    Yes, wir haben uns schon gewundert - nur eben darüber, wie wir so blöd sein konnten, in der Ausbildung a) von zuhause auszuziehen b) dabei dann ein teures schickes auto zu finanzieren und c) eine so überteuerte Wohnung zu mieten (Anfangs günstig gelockt, erste Mieterhöhung war dann ein echter Hammer). Jetzt, wo wir drüber nachdenken, dass wir die Miete eher nur hier versenken, haben wir durch das eine Angebot durchgerechnet und nicht schlecht gestaunt, was wir HÄTTEN sparen können.

    Bin aber auch irgendwie froh, die Erfahrung so jung gemacht zu haben, dass ich nicht mit Mitte 30 und ggf einem Kind dort stehe und mich maßlos überschulde / mir alles verbaue :thumbup:

    Würden wir nicht fast durchgehend Homeoffice machen, dann hätte ich gesagt, wir suchen uns eine 1,5 Zimmer Mini-Wohnung und sparen monatlich 1.500€ für 1-2 Jahre weg - aber da wird's dann doch zu eng=O

  • Das passt sehr wohl zusammen. Wir wohnen aktuell auf 130m2 in einer Penthousewohnung in der Düsseldorfer Innenstadt mit 4,5 Zimmern.

    ... und das noch nicht lang. Oben sprichst Du von Umzugskosten, die Euer Erspartes aufgefressen hätten.

    Wir verkleinern und mit dem angegebenen Objekt auf völlig abgelegen ausserhalb im Nirgendwo, sowie 65m2 und 3 Zimmer.

    Halbe Wohnfläche, das ist sportlich.

    Mit 23 möchte ich noch längst keine Kinder - und eine kleine Eigentumswohnung ist auch keine Entscheidung für die Ewigkeit :)

    Das nicht, aber eine Immobilie ist nunmal finanziell ein Klotz am Bein. Wenn Euch diese Wohnung nach einer ähnlich kurzen Zeit zu klein ist, wie die jetzige zu groß, dann ist der Wechsel vermutlich um einiges teurer.

    Ich würde mich an Eurer Stelle eine passende Mitwohnung suchen. Die kann ja auch außerhalb sein und ist sicherlich pro Monat 1000 € günstiger.

    Von teuren Krediten wollten wir eigentlich Abstand nehmen, da wir in der Ausbildung ein teures Auto finanziert haben, woran wir lange zu knabbern hatten - die Vorgehensweise mit dem Vorausdarlehen ist sehr teuer, das wissen wir und haben dies auch explizit nur für diese Immobilie in betracht gezogen. Einem Vermieter will ich aber auch nicht mehr in die Tasche zahlen. Ob ich nun 400€ Zinsen im Monat der Bank schenke und dann irgendwann zügig meine Kapitalanlage abzahlen kann, oder 1.000€ dem Vermieter in den Rachen werfe und davon gar nichts habe, da kann jeder selbst rechnen. Und eine Immobilie über 200k würde ich in DE sowieso nicht kaufen bei den aktuellen Konditionen - mit den ganzen Auflagen und Abgaben wäre mir das zu schade, ein so teures Eigenheim zu kaufen, das am Ende kaputtreguliert wird - sehe ich aktuell bei meinen Eltern:)

    Du trittst ziemlich keck auf, das erlebe ich in letzter Zeit häufiger bei jungen Leuten. :)

    Letztlich ist der mögliche Immobilienkauf Deine Sache, niemand zwingt Dich, von fremden Leuten Ratschläge anzunehmen. In der Bank sitzt Du ohnehin allein, da ist keiner von uns dabei.

    Gegebenenfalls steigen meine Eltern aber auch als "Bürge" mit ein, falls das geht und die Bank beruhigt, wir werden den nächsten Beratungstermin mal abwarten

    Ich würde für absolut niemanden als Bürge auftreten. Die Bank verdient am Kredit, der Bürge trägt das Ausfallrisiko. Das würde ich nicht mitmachen. Wenn mir ein Kreditnehmer so am Herzen liegt, daß ich will, daß er den Kredit bekommt, bekäme er ihn von mir, bevor ich meine Unterschrift der Bank gebe. Muß ja nicht die ganze Summe sein: Wenn er 100 T€ braucht und ich gebe ihm 30 T€, dann gilt das bei der Bank als Eigenkapital, und sie macht ordentliche Konditionen.

    Muß man sich natürlich im Einzelfall ansehen.

  • Halbe Wohnfläche, das ist sportlich.

    finde ich nicht - wieso ist das "Sportlich"? Wir haben 100+m2 und nutzen nicht einmal die Hälfte davon. Die Wohnung ist komplett ausgestattet, trotzdem ist ein grosser Teil "ungenutzt", weil einfach kein Bedarf. Um die Wohnung voll zu bekommen, müsste ich einen Kicker, oder Billard-Tisch, noch 2 Sessel, viel mehr Schränke etc kaufen - das wäre Verschwendung, denn der Bedarf nach mehr Möbeln ist nicht da.

    Ich würde für absolut niemanden als Bürge auftreten. Die Bank verdient am Kredit, der Bürge trägt das Ausfallrisiko. Das würde ich nicht mitmachen. Wenn mir ein Kreditnehmer so am Herzen liegt, daß ich will, daß er den Kredit bekommt, bekäme er ihn von mir, bevor ich meine Unterschrift der Bank gebe. Muß ja nicht die ganze Summe sein: Wenn er 100 T€ braucht und ich gebe ihm 30 T€, dann gilt das bei der Bank als Eigenkapital, und sie macht ordentliche Konditionen.

    Muß man sich natürlich im Einzelfall ansehen.

    Meine Eltern würden sich dahinterstellen - allerdings nicht mit Geld. Sie haben selbst kaum liquide Mittel, bis auf eine Jahresrücklage und kleinere Reserven. Der Rest steck in Grundstücken und Haus, sowie Depot - ich kann auch nicht hingehen und sagen "gut, wenn Ihr bürgen möchtet, verkauft doch stattdessen lieber Grundstück XY und leiht mir den Erlös". Bürgen würden sie, wenn dort wirklich alles passt und es anders nicht sein soll. Wir haben nächste Woche noch zwei Termine, bei denen wir div. Angebote durchgehen wollen, auch einen bei der roten Bank, was mir eigentlich widerstrebt :)

  • finde ich nicht - wieso ist das "Sportlich"? Wir haben 100+m2 und nutzen nicht einmal die Hälfte davon.

    Mir scheint, dass ihr zwei recht frühzeitig gut eure Situationen reflektiert und neue Schlüsse zieht. Weiter so. Und lass dich hier nicht von den Weisen aus dem Morgen- oder Abendland beeindrucken. Die sind so konditioniert. 😉

  • Der Größte Teil ging aber fürs auto drauf

    :P Da Du es gebetsmühlenartig wiederholst... was ist es denn für ein Vehikel?

    Nichts desto trotz, denke ich auch, dass das schon passen kann, was Ihr da vorhabt.

    Der Großteil der hier schreibenden Mitglieder sieht einen Kauf von Wohn-Eigentum, sowie Einzelaktien sehr kritisch.

    Dann eröffnet ein Mitglied:innen*enden (mal wieder) ein Thema, dieses Mal bzgl. DAX und siehe da, es gibt doch nicht so wenige Leute, die Einzelaktien haben.

    Wir sind froh vor 12 Jahren bei dem Bauvorhaben hier im südöstlichen Landkreis MUC zugeschlagen zu haben.

    Hast es wahrscheinlich schon öfter in diversen unterschiedlichen Themen gelesen: §1 jeder macht seins.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Mir scheint, dass ihr zwei recht frühzeitig gut eure Situationen reflektiert und neue Schlüsse zieht. Weiter so. Und lass dich hier nicht von den Weisen aus dem Morgen- oder Abendland beeindrucken. Die sind so konditioniert. 😉

    "Aus Fehlern kann man auf drei Arten lernen: Aus eigenen durch Nachdenken, aus fremden durch Mitdenken, aus ungemachten durch Vordenken"

    (nach meiner Erinnerung von Walter Jakoby; Wissenschaftler, Manager und Autor)

    Die Varianten zwei und drei scheinen mir - ganz persönlich - die cleversten oder am wenigsten schädlichen und schmerzhaften.

    Oder wie meine lebenskluge Tante zu sagen pflegte:

    Man muß nicht alle Fehler selbst machen - man kann auch aus den Fehlern anderer lernen

  • Der Großteil der hier schreibenden Mitglieder sieht einen Kauf von Wohn-Eigentum, sowie Einzelaktien sehr kritisch.

    Das entspricht auch meinen Beobachtungen. Vermutlich wird das Zweitgenannte (Einzelaktien) dabei noch kritischer gesehen als das Zweitgenannte (Wohneigentum insbesondere in Form des klassischen freistehenden EFH).

    Dafür gibt es ja auch durchaus gute Gründe. Es gilt aber auch:

    "Nicht alle aber diverse Wege führen nach Rom"

    Unter diese Protagonisten ("hier schreibende Mitglieder") aber kann meine Wenigkeit jedenfalls nicht subsumiert werden, da ich nicht nur schon in jungen Jahren sowohl ein Eigenheim gekauft hatte (mit einer Finanzierung) als auch bei allen meinen Anlagen Direktanleger bin (Einzelaktien, einzelne Immobilien, Gold physisch, einzelne Tangible Assets).

    Wäre ich ein Fragender bei einem solchen Thema wie diesem hier, würde ich daher die kritische Sicht eines solchen Protagonisten (Wohneigentum plus Direktanleger) zumindest nicht ungeprüft und/oder vollumfänglich unter den Tisch fallen lassen.

    Aber es ist ja das Geld, die künftige Bleibe und auch der Kredit von electricfix- und nicht mein Geld, meine künftige Bleibe und auch nicht mein Kredit.


    Wenn der in der Konstellation (selbst genutzte Immobilie mit hohem Kredit in Relation zum Kaufpreis bzw. Wert der ETW) eingebaute immanente "Zwangsspareffekt" positive Effekte - auch auf die Grundhaltung - entfaltet, kann auch dieser Weg noch etwas Positives haben. Für meinen Teil verzichte ich aber lieber auf derartige Zwänge.


    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

  • :P Da Du es gebetsmühlenartig wiederholst... was ist es denn für ein Vehikel?

    Und v.a. warum verkauft man es nicht, wenn man erkannt hat, dass es ein unnötiger Luxuskauf war?

    Und warum war das verkaufbare Auto - das man ja aufgrund von Homeoffice nicht einmal im entlegenen Kaff und daher noch viel weniger in der Großstadt braucht - ein größerer finanzielle Fehler als ein Penthouse das man nur zur Hälfte nutzt?

    Der wichtigste Rat die Finger vom Produkteverkäufer zu lassen wurde bereits brüsk „bedankt“, auch die Einschätzung des Kaufpreises, der Renovierungskosten und des -Bedarfs schafft die Familie….dann ist doch eh alles klar, schau wer Dir einen Kredit gibt und tu was Du ohnehin tun möchtest.

  • Du bist bereits fest entschlossen, diese Wohnung zu kaufen. Das überrascht etwas nach Deinem bisherigen Lebenswandel, aber Du hast den festen Willen, das zu ändern. Über die Einkommensseite schreibst Du nichts. Aber es ist ein kleines Objekt, dass auch ohne EK für Euch finanzierbar sein sollte. Offen ist für Dich zunächst nur eine Frage:

    Ist so ein Darlehen sinnvoll in unserer Situation?

    Klare Antwort: Nein! Ein Bausparvertrag erhöht die Kosten und verlängert die Tilgung erheblich, da in den ersten 6-7 Jahren gar nichts getilgt wird. Dein Interesse ist aber eher eine zügige Tilgung.

    Hier habe ich aufgeschrien. Dazu haben meine Vorschreiber schon alles gesagt.

    So ging es mir auch, wie ich vom Bankberater gelesen habe.

    Was heisst hier um Gottes Willen? Der Herr ist ein BERATER, er ist KEIN Verkäufer.

    Ein seriöser Berater empfiehlt so etwas sicherlich nicht. Nein, das ist ein Verkäufer, der nicht das empfiehlt, was für Dich gut ist, sondern was ihm die meiste Provision bringt. Das sind nun einmal Bausparverträge. Halte Dich von dieser Person fern!

    Einem Vermieter will ich aber auch nicht mehr in die Tasche zahlen.

    Erstaunlich ist aber, dass Du kein Problem hast, in die Taschen der Bank zu zahlen! Es ist eben nicht so, dass das eine Geld weg ist und das andere Geld nicht.

    dem Vermieter in den Rachen werfe und davon gar nichts habe

    Doch. Für die Miete hast Du etwas. Du darfst die Wohnung nutzen und der Vermieter übernimmt einige Kosten und Risiken für Dich.

    Für mich ist das kein konstruktiver Beitrag, sondern einfach nur ein Kommentar, der nicht weiterhilft.

    Das sehe ich komplett anders. Du hast hier sehr viele konstruktive Informationen bekommen!

    wie sollen wie jungen Menschen denn sonst etwas lernen?

    Indem sie lernbereit auch über Kritik nachdenken und die eigene Position überprüfen. Ein Forum ist eben nicht nur dafür da, sich Bestätigungen zu holen.

  • Der Großteil der hier schreibenden Mitglieder sieht einen Kauf von Wohn-Eigentum [...] sehr kritisch.

    Das bezweifele ich stark. Ich vermute, dass die Mehrzahl der Teilnehmer in diesem Strang eher Eigentum haben (jedoch mit mehr EK gestartet sind).

    Daher mal die Frage hier in die Runde: Wer von den vorstehenden Tippgebern ist überzeugter Mieter??