Sicherer Hafen

  • Hallo,


    ich wollte 400 bis 500k für die nächsten 8 bis 10 Jahre hier anzulegen (vielen Dank an Irvin für den Tipp):

    Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF LU0290358497

    Überlege aber es jetzt doch anders zu machen (nächste Woche soll es los gehen). Wäre es nich besser auch hier etwas breiter zu streuen? Meine Idee:

    40% Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1C, WKN: DBX0AN, Typ: Thesaurierend

    20% . Schweiz (CHF-Geldmarkt): Für den Schweizer Franken gibt es ein sehr effizientes Produkt von Amundi (ehemals Lyxor), das den SARON (den Schweizer Geldmarktzins) abbildet. Name: Amundi Smart City II - JPMorgan SARON UCITS ETF Acc, WKN: LYX01P (oder auch unter A2P67G zu finden), Typ: Thesaurierend

    Vorteil: ich halte faktisch Schweizer Franken-Guthaben. Wenn der Franken gegenüber dem Euro aufwertet, steigt der Wert dieses ETFs in meinem Depot zusätzlich an.

    20% : Norwegen (NOK-Anleihen mit kurzer Laufzeit) Da es für Norwegen kaum reine „rOvernight“-Geldmarkt-ETFs für Privatanleger in Deutschland gibt, greift man zu kurzlaufenden Staatsanleihen (0-5 Jahre). Name: iShares Norway Govt Bond UCITS ETF, WKN: A2PCDA, Typ: Thesaurierend

    Vorteil: Dieser ETF investiert direkt in norwegische Staatsanleihen. Da Norwegen faktisch schuldenfrei ist (wegen des Ölfonds), ist dies eines der sichersten Papiere der Welt. 0-5 Jahre Laufzeit bedeutet eine leichte Volatilität, wenn die Zinsen steigen/fallen.

    20%: Singapur (SGD-Staatsanleihen)

    Auch hier nutze ich einen ETF auf Staatsanleihen. Singapur hat ein AAA-Rating, was in Rogoffs Welt der "Schulden-Sorglosigkeit" eine absolute Seltenheit ist.

    Name: Xtrackers II Singapore Government Bond UCITS ETF 1C, WKN: DBX0BC, Typ: Thesaurierend

    Vorteil: Er reinvestiert die Zinsen der singapurischen Staatsanleihen direkt. Ich diversifiziere damit mein Portfolio geografisch weg von Europa und den USA. Momentan hätte ich eine jährliche Rendite von ca 2,8 Prozent. Also etwas unterhalb der Inflation. Sollten Dollar und Euro schwächeln, so hätte ich alles richtig gemacht. In diesem Fall hätte ich mit meiner Aufteilung alles richtig gemacht. Der DBX0AN liefert mir weiterhin seine Euro-Zinsen, aber meine Anteile in CHF (LYX01P) und SGD (DBX0BC) würden massiv an Wert gewinnen, weil sie in stabilere Währungen umgerechnet werden.. Das ist meine Überlegung. Was meint ihr dazu?

  • Wenn der Franken gegenüber dem Euro aufwertet

    Und wenn er abwertet? Du suchst einen "sicheren Hafen" willst aber dann Währungs-Spekulation betreiben? Hast Du eine Vorstellung davon wie sich auch geringe Kurs-Änderungen auf den Wert deines Investment auswirkt?

  • Ich würde es als sicherer begreifen, eben kein Währungsrisiko einzugehen, egal welches, das kann ja in beide Richtungen ausschlagen.

    Ist es dann nicht sicherer in der Heimatwährung zu bleiben?

    Oder gehörst du zu jenen, die dem Euro grundsätzlich misstrauen?

  • Ich würde es als sicherer begreifen, eben kein Währungsrisiko einzugehen, egal welches, das kann ja in beide Richtungen ausschlagen.

    Ist es dann nicht sicherer in der Heimatwährung zu bleiben?

    Oder gehörst du zu jenen, die dem Euro grundsätzlich misstrauen?

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Ich war bzw. bin mir da unsicher. Momentan misstraue ich vor allem dem Dollar. Nach euren Rückmeldungen überlege ich auf 60 % DBX0AN zu gehen, und jeweils 20 % CHF (LYX01P) (Schutz bei Euro-Krisen, geringste Volatilität unter den Fremdwährungen.) und SGD / NOK (Geopolitische Diversifikation (z.B. je 10%)).

  • Du willst "sicher" anlegen, für einen klar definierten Zeitraum von 8-10 Jahren.

    Das wären aus meiner Sicht Anleihen in den entsprechenden Laufzeit von "sicheren" Emittenten.

    Mit Fremdwährungen betreibst Du Währungsspekulation, mit Fristentransformation (Geldmarkt statt 8-10 Jahre) Zinsspekulation (noch dazu mit negativer Zinsdifferenz). Kann man alles machen, ist aber nicht meine Vorstellung von einem "sicheren Hafen".

  • Ob das so gut war ? Jetzt sind wieder einige Prozente nicht eingefahren worden und die Weltmärkte stehen mal wieder auf Höchstkursen.

    Nun, das war in der Vergangenheit fast immer so. Aber selbst wenn. Die Kohle war einfach noch nicht da ;) Grundsätzlich bin ich jetzt aber etwas mehr im Thema drin. Außerdem habe ich natürlich die Hoffnung, dass die Kurse morgen zumindest etwas fallen. Ich gehe ja auch nicht gleich komplett all in, sondern habe mich für ein Stufenmodell entschieden.

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