Zusätzliche Diversifikation neben Anlageklassen: Indizes, Anbieter, Fondsdomizil, Depotbank?

  • Angesichts der aktuellen Rhetorik und Drohgebärden aus den USA frage ich mich gerade, ob es neben der klassischen Diversifikation über Anlageklassen und Regionen sinnvoll ist, vielleicht auch über die Depot-/Produktstruktur zu diversifizieren :/

    Beispielsweise Streuung über mehrere

    • Fondsgesellschaften (US-Anbieter wie iShares/Vanguard/SPDR vs. europäische Anbieter wie Xtrackers/UBS/Amundi)
    • Fondsdomizile (Irland vs. Luxemburg etc.)
    • Depotbanken/Broker (1 vs. 2 Depots)
    • Indizes (MSCI vs. FTSE, Solactive, etc.)
    • ggf. Replikationsmethode (physisch vs. synthetisch)

    Was meint ihr? Sinnvoll oder übertrieben?

  • der FTSE All world von vanguard als mit Abstand größter Posten bleibt erstmal (steuern usw.) aber bei Sector/Themen ETFs oder neuem Kapital schaue ich seit etlichen Monaten auf Amundi/Xtrackers zu gehen, da USA nicht verlässlich

  • Balu

    Das war nicht die Frage, sondern ob es Sinn macht in Nicht US Fond Anbieter und Index Anbieter zu diversifizieren. Angesichts der Tatsache das die US Administration dabei mitmischen will wer in Indizes landet (also wie z.B. der MSCI sampled )sicher nicht verkehrt.

  • Das einzige was ich in dieser Hinsicht mache ist, das ich seit Jahren auf europäische ETF Anbieter setze und z.B. den US Anbieter Blackrock meide. Des Weiteren habe ich ETF Produkte auf MSCI Indizes, wo möglich, durch Produkte auf Solactiv Indizes ersetzt.

    Ich bin Europäer, warum sollte ich also alles US Konzernen in den Rachen stopfen, besonders bei der politischen Lage.

  • Ich bin Europäer, warum sollte ich also alles US Konzernen in den Rachen stopfen, besonders bei der politischen Lage.

    Sehe ich persönlich seit fast einem Jahr auch so. Ich hatte mein Aha-Erlebnis beim inzwischen legendären Treffen im Oval-Office.

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  • Ich nehme an, im Supermarkt, beim Onlineshopping und sonstigem Konsum wird das auch rigoros beherzigt?

    Natürlich kann ich nicht überall rigoros auf US Produkte und Dienstleistungen verzichten, das hab ich nie behauptet und das wird auch nicht funktionieren.

    Aber da wo es möglich ist, verzichte ich ganz bewußt auf US Produkte. Und bei der Kapitalanlage per ETF ist das ganz einfach möglich, da gibts reichlich deutsche und europäische Alternativen.

  • Natürlich kann ich nicht überall rigoros auf US Produkte und Dienstleistungen verzichten, das hab ich nie behauptet und das wird auch nicht funktionieren.

    Aber da wo es möglich ist, verzichte ich ganz bewußt auf US Produkte. Und bei der Kapitalanlage per ETF ist das ganz einfach möglich, da gibts reichlich deutsche und europäische Alternativen.

    Vielleicht braucht es einfach mal eine richtige Bewegung: „Sell America“.


    Das geht schon im kleinen los, wenn die Leute einfach sehr gute Akku Staubsauger von Bosch kaufen und nicht überteuerte eines bekannzen amerikanischen Herstellers.

  • Mir geht es bei meiner Frage nicht um Patriotismus o.ä. sondern rein um eine nüchterne Risikobetrachtung. Ich versuche es mal mit einem möglichst praxisnahen Beispiel. Nehmen wir zwei ETFs mit annähernd gleichem Inhalt, bspw. jeweils ein Welt-Aktien ETF:

    • Fall 1: ETF einer US-amerikanischen Fondsgesellschaft wie iShares oder SPDR auf den Index eines US-amerikanischen Indexanbieters wie MSCI
    • Fall 2: ETF einer europäischen Fondsgesellschaft wie Xtrackers, UBS oder Amundi auf den Index eines europäischen Indexanbieters wie FTSE oder Solactive

    Angenommen beide ETFs sind in Irland (EU) aufgelegte UCITS ETFs. Besteht in Fall 1 ein höheres Risiko eines Eingriffs welcher Art auch immer durch die amerikanische Politik?

  • Selbst bei völliger Missachtung des Völkerrechts durch die USA besteht kein Enteignungs- oder Konfiszierungsrisiko für diese ETF einer US-Firma.

    Theoretisch ist aber viel möglich.

    Das würde zwar zu einem schwerwiegenden Verlust des Vertrauens zwischen Europa und den USA führen, denkbar ist aber inzwischen leider alles.