PV Stromeinspeisung ohne Vertrag

  • Hallo,

    hab 2025 erstmals Strom mit digitalem 2-Richtungszähler eingespeist und die im 280er Modus angezeigte Energie bei der Jahresmeldung auch angeben können. Wie so oft bei Stadtwerken sind Netzbetreiber, Messtellenbetreiber und Lieferant ein und dieselbe Firma mit unterschiedlichen Ids (ein Schuft, der Schlechtes denkt). Ich dachte, die würden das dann bei der Jahresabrechnung auch besser auf die Reihe bekommen mit Rechnungsstellung und Einspeisevergütung - aber pustekuchen: bei staats- und stadtnahen Unternehmen ist kompliziert offenbar Pflicht: Die Stadtwerke behaupten jetzt plötzlich, ich müsste erst einen Einspeisevertrag mit ihnen abschließen und kamen auch gleich mit schikanösen Nachforderungen in Bezug auf meinen Eintrag im Markstammregister.


    Jetzt habe ich aber erfahren, dass man gesetzlich gar nicht verpflichtet ist, einen solchen Vertrag abzuschließen. Hat jemand hier Erfahrung mit einer Einspeisung ohne Vertrag? Interessant wäre für mich vor allem, ob der Netzbetreiber es so einfach schluckt, wenn man ihm jährlich eine Rechnung für die Einspeisung schickt.

  • Spaß beiseite: selbst - oder gerade? - bei solchem Kleinvieh lassen kommunale Versorger keine Gelegenheit aus, einem die Einspeisung bürokratisch zu vergällen.

    Umso erpichter bin ich ja, zu erfahren, ob man seine paar PV-Kröten auch mit unbürokratischeren Mitteln eintreiben kann ...

  • Ich denke es ist bei dir dringend geboten dir mal die aktuell gültigen Regelungen zu Gemüte zu führen. Wie man eine vergütete Einspeisung anzumelden hat wird dir dein Stromversorger gerne mitteilen. Dass das anfangs mit bürokratischen Hürden verbunden ist, ist ja wohl normal. Willkommen in Bürokratieland Deutschland. Für dieses Thema gibt es reichlich Spezialforen, in denen du dich informieren kannst. Aber auch dein Stromversorger wird dich darin sicherlich gut beraten können bzw Infos geben wie was abzulaufen hat.

    Mal davon abgesehen, pflegen wir hier in diesem Forum einen normalen Umgangston und respektieren (hoffentlich) die Einwürfe der anderen Teilnehmer. Wenn dir das so nicht gefällt, bist du hier leider falsch. Wir helfen gerne, wollen aber nicht komisch von der Seite angegangen werden.

  • Wir hatten 2025 unser erstes Einspeisejahr: Bei uns hat die PV-Firma eine Vollmacht bekommen, um alle Anmeldungen zu erledigen.

    Die haben es auch gemacht und wir haben dann Mitte Dezember für 31.12.2025 den Ableseauftrag bekommen. Abgelesen, im Portal gemeldet und vor 1-2 Wochen das Geld bekommen.

    Was bei dir schiefgelaufen ist, keine Ahnung. Wahrscheinlich war dem Netzbetreiber deine Anlage unbekannt. Die muss man zwingend anmelden, sonst pustet sie umsonst ins Netz

  • Die Frage ist halt, was hast du an PV gebaut?

    Ein kleines Balkonkraftwerk mit 800W maximaler Einspeiseleistung und maximal 2000W Modulleistung?

    Oder mehr?

    Bei einem Balkonkraftwerk reicht die Meldung im Marktstammdatenregister (früher musste noch der Netzbetreiber informiert werden), dafür bekommst du auch kein Geld für die Einspeisung.

    Bei allen anderen PVs brauchst du einen Elektriker für die Anmeldung inkl. Meldung beim Marktstammdatenregister mit vermutlich Zählerumbau usw., dann bekommst du aber auch ne Einspeisevergütung. Die Aktion hab ich gerade hinter mir, war ein riesen Akt, wenn du es selber machst. Dafür bekomm ich jetzt auch für meine 3,5kWp ganze 8€ im Monat Vergütung.

  • Auch von Interesse wer ist der zuständige Netzbetreiber?

    Netzbetreiber ist halt individuell, je nachdem wo man wohnt. In Deutschland gibt es ca. 800 verschiedene.

    Wichtig: Der Netzbetreiber ist meistens nicht der Stromlieferant!!! Wenn der Name vermeintlich gleich aussieht, sind das 2 verschiedene Unternehmen. Ein Netzbetreiber darf nämlich keinen Strom handeln.

  • Netzbetreiber ist halt individuell, je nachdem wo man wohnt. In Deutschland gibt es ca. 800 verschiedene.

    Wichtig: Der Netzbetreiber ist meistens nicht der Stromlieferant!!! Wenn der Name vermeintlich gleich aussieht, sind das 2 verschiedene Unternehmen. Ein Netzbetreiber darf nämlich keinen Strom handeln.

    Aber der Netzbetreiber sammelt den Einspeisestrom auf und vergütet ihn.
    Wer also ist der zuständige Netzbetreiber.
    Hier das Beispiel von BW :
    Kundenportal

  • Wir hatten 2025 unser erstes Einspeisejahr: Bei uns hat die PV-Firma eine Vollmacht bekommen, um alle Anmeldungen zu erledigen.

    Die haben es auch gemacht und wir haben dann Mitte Dezember für 31.12.2025 den Ableseauftrag bekommen. Abgelesen, im Portal gemeldet und vor 1-2 Wochen das Geld bekommen.


    Was bei dir schiefgelaufen ist, keine Ahnung. Wahrscheinlich war dem Netzbetreiber deine Anlage unbekannt. Die muss man zwingend anmelden, sonst pustet sie umsonst ins Netz

    Danke!


    Von meiner Seite aus schiefgelaufen ist eigentlich nichts: Mein Balkonkraftwerk war schon seit 2023 im Marktstammdatenregister, aber mein Netzbetreiber hat geschlagene 1,5 Jahre gebraucht, um den Ferrariszähler gegen einen digitalen 2-Richtungszähler auszutauschen. 2025 kam dann noch eine kleine "echte" PV-Anlage hinzu, die ich ebenfalls - und zwar schon im Sommer! - im Marktstammdatenregister registriert habe. Auch meine Firma hat sich wie bei Dir um die Anmeldung beim Versorger gekümmert und das 2025 auch abgeschlossen. Die Meldung der Einspeisung funktionierte eigentlich auch ganz smooth zusammen mit der Meldung meiner Verbrauchszahlen und wurde mir auch elektronisch quittiert. Aber statt mich jetzt als Lieferant zu begrüßen, will da jemand von den Stadtwerken, dass ich das Registrierungsdatum im Marktstammdatenregister nach hinten verlege, und da wird man schon mal misstrauisch. Auf die Zusicherung, dass ich dann aber die vorher eingespeisten Kilowattstunden auch vergütet bekomme, warte ich jetzt auch schon eine Woche.

    PS.: Wie der Zufall so will - Stadtwerke sind Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Stromlieferant in "Personalunion", natürlich mit jeweils anderen Ids ....

  • Die Frage ist halt, was hast du an PV gebaut?

    Ein kleines Balkonkraftwerk mit 800W maximaler Einspeiseleistung und maximal 2000W Modulleistung?

    Oder mehr?

    Bei einem Balkonkraftwerk reicht die Meldung im Marktstammdatenregister (früher musste noch der Netzbetreiber informiert werden), dafür bekommst du auch kein Geld für die Einspeisung.

    Bei allen anderen PVs brauchst du einen Elektriker für die Anmeldung inkl. Meldung beim Marktstammdatenregister mit vermutlich Zählerumbau usw., dann bekommst du aber auch ne Einspeisevergütung. Die Aktion hab ich gerade hinter mir, war ein riesen Akt, wenn du es selber machst. Dafür bekomm ich jetzt auch für meine 3,5kWp ganze 8€ im Monat Vergütung.

    Von der Größenordnung kommt das bei mir auch so hin. Der Netzbetreiber könnte das auch schon seit Sommer alles wissen, denn die Netzagentur schreibt die ja bei Neuregistrierungen immer auch an. Aber jetzt zur Jahreswende tun die so, als wollte ich ihnen illegal 1 mWh Strom pro Tag einspeisen ...