Daher ist es langfristig praktisch ausgeschlossen, dass ein 80/20-Portfolio mit antizyklischer Steuerung ein reines Aktienportfolio schlägt. Allerdings wäre das auch die falsche Benchmark.Sinnvoller wäre ein Vergleich zwischen einer statischen 80/20-Allokation und 80/20 mit Antizyklik (unter Berücksichtigung von Kosten und Steuern).
Das ist für mich das wichtigste Argument. Aktien sind langfristig die renditenstärkste Assetklasse, daher ist es logisch, dass langfristig die Rendite kleiner sein sollte, wenn ich ein wie-auch-immer-organisiertes Mischportfolio habe.
Daher halte ich die Argumentation von Kommer für falsch. Aber ein Backtesting kann man halt nur machen, wenn man regelbasiert vorgeht. Außerdem werden immer konstante Portfoliengrößen vorausgesetzt. Die meisten AV-Anleger vergrößern ihr Portfolio aber über die Jahre kontinuierlich.
Ich sehe das anders. Du hältst einen Liquiditätspuffer zurück, um in Krisen einzusteigen.
Ich habe kein Liquiditätspuffer für Krisen, aber ich habe eine Quote für Liquidität und Anleihen in meinem Portfolio.
Im April 2025 habe ich sehr glücklich meine Aktienquote erhöht. Aus meiner Sicht war das aber nur eine vorzeitige Investition in Aktien, die ich sonst erst im Laufe des Jahres getätigt hätte. Daher hat sich das gelohnt.
In dieser Zeit entstehen durch die Liquiditätsreserve erhebliche Opportunitätskosten, die selbst durch die nachweislich höheren Renditen nach Krisenphasen nicht mehr aufgeholt werden.
Das sehe ich bei einem wachsenden Mischportfolio mit temporär erhöhter Aktienquote nicht. Die Zinsquote ist ja sowieso geplant, deren Renditeerwartung akzeptiert.