Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Was ich witzig fand: Herr Kommer argumentiert jetzt immer mal wieder mit dem 'guten Gefühl'. Er hätte eben kein 'gutes Gefühl' mehr, wenn soviel Geld in einem Land oder in einer Branche investiert wäre, usw. :/
    Und ich Simpel dachte, nach dem Lesen der 'Kommer-Bibel', doch gerade, dass man Gefühle und Geldanlage strickt voneinander trennen sollte. :D

    Hast du gut zusammengefasst. Ich schaue mir solche Videos eigentlich nie ganz an. Hier hatte ich intuitiv den Eindruck, dass der GERD richtig „eiert“ und einiges etwas wirr wirkt.
    Ich gehe nicht ins Detail. Aber mit dem Kommer der „Bücher“ hat das wenig zu tun.

  • Was ich witzig fand: Herr Kommer argumentiert jetzt immer mal wieder mit dem 'guten Gefühl'. Er hätte eben kein 'gutes Gefühl' mehr, wenn soviel Geld in einem Land oder in einer Branche investiert wäre, usw. :/
    Und ich Simpel dachte, nach dem Lesen der 'Kommer-Bibel', doch gerade, dass man Gefühle und Geldanlage strickt voneinander trennen sollte. :D

    Ist einem meiner finanz-affinen Patenkinder auch (unangenehm) aufgefallen.

    Für meinen Teil - als Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter - hatte die persönlich-subjektive Seite - gemäß meinem Bild des Ganzen - schon immer erhebliches Gewicht.

    Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf einer möglichst soliden, robusten und resilienten Finanz-Aufstellung.

    Ein "gutes Gefühl" und ein "ruhiger Schlaf" waren und sind da integrale Bestandteile

    Finanzielle jederzeitige Beweglichkeit ("immer flüssig" sein) vermittelt mir zudem (neben oben genannten Aspekten) auch subjektiv ein gutes Gefühl und eine ruhigen Schlaf.

    Diesbezüglich bin ich aber stets davon ausgegangen, daß dies die selbst ernannten "Super-Rationalisten" der Geldanlage (ganz) anders sehen.

    Auch wenn die (nicht selten selbst ernannten) "Super-Rationalisten" der Geldanlage - und "Gläubigen" an das Bild des "Homo Oeconomicus" - das vermutlich (ganz) anders sehen.

    Dies scheint nunmehr aber nicht mehr der Fall zu sein ... ?

    Wenn es Herrn Kommer nunmehr um "gute Gefühle" bei der Geldanlage geht, ist das in etwa so, als würde ein in der Wolle gefärbter Vegetarier sich plötzlich für Steaks interessieren ...

    Oder steht da (mal wieder) nur (s)ein "kommer"zielles Interesse dahinter ... ?

  • Für meinen Teil - als Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter - hatte die persönlich-subjektive Seite - gemäß meinem Bild des Ganzen - schon immer erhebliches Gewicht.

    Ein "gutes Gefühl" und ein "ruhiger Schlaf" waren und sind da integrale Bestandteile

    M.E. muss man hier klar trennen. Es geht ja bei Herrn Kommer i.d.R. immer um die Betrachtung einer einzelnen Anlageklasse (weltweite Aktien oder die 'Welt-AG' wie er Sie immer nennt).
    Wenn man bei wachsendem Vermögen dann weitere Assets wie z.B. Anleihen, Immobilien oder Gold hinzunimmt wird ja weiter diversifiziert bzw. es wird die Abhängigkeit von der einen Anlageklasse verringert.
    Zumal ja bei vielen Anlegern in Deutschland auch noch Ansprüche an gesetzliche oder private Rentenversicherungen oder Pensionen vorhanden sein dürften.
    Es wäre mal interessant zu erfahren wie hoch der prozentuale Anteil aller Ruheständler in Deutschland ist, die wirklich 100% Ihrer Altersbezüge rein aus Aktien/Dividendeneinkommen bestreiten.

    Allein mit meinen ETF würde ich genau so wenig 'gut schlafen' können, wie wenn ich mich allein auf die Zahlen aus meiner Renteninformation oder meinen Lebensversicherungsvertrag verlassen würde. Aber Alles zusammen betrachtet sieht es doch ganz manierlich aus.

  • M.E. muss man hier klar trennen. Es geht ja bei Herrn Kommer i.d.R. immer um die Betrachtung einer einzelnen Anlageklasse (weltweite Aktien oder die 'Welt-AG' wie er Sie immer nennt).
    Wenn man bei wachsendem Vermögen dann weitere Assets wie z.B. Anleihen, Immobilien oder Gold hinzunimmt wird ja weiter diversifiziert bzw. es wird die Abhängigkeit von der einen Anlageklasse verringert.

    M. E. ist es damit eher folgendermaßen bestellt:

    Wenn sich jemand sehr lange, permanent und explizit als (selbst ernannter) "Super-Rationalist" (und "Homo Oeconomicus") der Geldanlage geriert - dann ist es ziemlich seltsam, daß nunmehr auch "gute Gefühle" eine Rolle spielen sollen. Das gilt dann auch innerhalb nur einer Anlageklasse (in Kommers Fall bzw. dem Fall bei Aktien).

    Diese Deine folgende Sicht teile ich natürlich

    Wenn man bei wachsendem Vermögen dann weitere Assets wie z.B. Anleihen, Immobilien oder Gold hinzunimmt wird ja weiter diversifiziert bzw. es wird die Abhängigkeit von der einen Anlageklasse verringert.
    Zumal ja bei vielen Anlegern in Deutschland auch noch Ansprüche an gesetzliche oder private Rentenversicherungen oder Pensionen vorhanden sein dürften.

    Das - aus meiner Sicht - eher problematische dabei, daß ziemlich viele Menschen hierzulande ein starkes bis sehr starkes Deutschland-Exposure (Arbeitsplatz, Wohneigentum, GRV, Pension, bAV, PRV, KLV, Konten usw.) und zudem Euro-Exposure haben dürften. Vermutlich ohne sich dies aktiv bewußt zu machen.

    So manche bis viele werden daran auch nur (ganz) bedingt etwas ändern können. Umso wichtiger wäre eine deutlich höhere Aktienquote via weltweiter Aktien-ETFs. Funktioniert hat dies trotz aller Bemühungen und Anstrengungen (Stichwort: Deutsches Aktieninstitut (DAI) gegründet in 1953 (!) - um nur ein Beispiel zu nennen) bis heute nicht so recht.

    Billionen "schlummern" weiterhin auf Girokonten, Sparbüchern, Tagesgeldern usw. sprich nur in Nominalwerten - während sowohl die Aktienquote als auch die Wohneigentumsquote - also Sachwerte im weiteren Sinne - schwach ausgeprägt sind.

    Für die wahrscheinlichen Szenarien (wie orchestrierte Finanzrepression, Stagflation, Dauerrettung des Euro-Experiments, tendenziell höhere Inflationsraten aufgrund der geopolitischen Neuordnung) jedenfalls keine besonders glückliche Aufstellung.

  • ...

    Billionen "schlummern" weiterhin auf Girokonten, Sparbüchern, Tagesgeldern usw. sprich nur in Nominalwerten - während sowohl die Aktienquote als auch die Wohneigentumsquote - also Sachwerte im weiteren Sinne - schwach ausgeprägt sind.

    Für die wahrscheinlichen Szenarien (wie orchestrierte Finanzrepression, Stagflation, Dauerrettung des Euro-Experiments, tendenziell höhere Inflationsraten aufgrund der geopolitischen Neuordnung) jedenfalls keine besonders glückliche Aufstellung.

    Die sagen aber, sie hätten damit gute Gefühle und würden gut schlafen. Dann muss es doch gut sein, oder?

  • Die sagen aber, sie hätten damit gute Gefühle und würden gut schlafen. Dann muss es doch gut sein, oder?

    Ob "die das (alle) sagen" entzieht sich meiner Kenntnis. Nicht wenige scheinen mir eher verunsichert bei dem Thema "private Finanzen" ... und handeln daher (vermeintlich) vorsichtig. Bei unserem Fiat-Money-System (und dem Umgang der Staaten und Notenbanken damit) und dem Euro-Experiment (und dem Umgang der beteiligten Länder und der EZB damit) scheint mir ein Schwerpunkt auf Nominalwerte ein eher unglücklicher zu sein.

    Selbst gemäß Herrn Kommer - als selbst ernanntem "Super-Rationalist" und "Homo Oeconomicus" der Geldanlage und vermeintlichem Inhaber und Hüter des "Heiligen Grals" des Investieren - siehe hier

    Was ich witzig fand: Herr Kommer argumentiert jetzt immer mal wieder mit dem 'guten Gefühl'. Er hätte eben kein 'gutes Gefühl' mehr, wenn soviel Geld in einem Land oder in einer Branche investiert wäre, usw. :/
    Und ich Simpel dachte, nach dem Lesen der 'Kommer-Bibel', doch gerade, dass man Gefühle und Geldanlage strickt voneinander trennen sollte. :D

    scheinen "gute Gefühle" doch nunmehr ein Kriterium zu sein ... :)

  • Mal von Gefühlen zu Zahlen aus der Praxis.

    Ich betreue ein Depot, in das seit Mitte Februar 2025 regelmäßig via Sparplan bei der ING je 13.500 Euro auf den Kommer-ETF und den SPDR ACWI IMI (jeweils thesaurierend) eingezahlt wurden. Der Stand heute Morgen:

    • In absoluten Zahlen liegt der MSCI ACWI IMI vorne: 15.555,91 vs. 15.419,57 Euro.
    • Gemessen an der TTWROR liegt der Kommer vorne: 11,55 vs. 11,30 Prozent
    • Gemessen am IZF liegt der MSCI ACWI IMI vorne: 19,33 vs. 18,04 Prozent.

    Welche wichtigen Schlussfolgerungen lassen sich daraus für das eigene Anlageverhalten ziehen? - Keine. Renditen der Vergangenheit sagen nichts über Renditen der Zukunft. Beides sind 1-ETF-Lösungen, die einfach funktionieren (im Sinne von: dem Anleger kein Handeln abverlangen). Welche Wette - die v. a. auf unterschiedliche Ländergewichtungen und die Gewichtung der ganz großen Unternehmen eingegangen wird - aufgehen wird, weiß man am Ende der persönlichen Anlagezeit.

  • Schön, dass ihr den Thread am Laufen gehalten habt. :*

    Ich nehme mir einfach mal die Dreistigkeit heraus und komme auf das ursprüngliche Thema zurück. Nach fast drei Monaten seit Thread-Erstellung ein kurzer Zwischenstand:

    7. Februar 20265. Mai 2026
    Girokontoca. 7000 Euroca. 5000 Euro
    Depot mit 1 ETF4.944.052 Euro5.118.594 Euro
    • Eine Ausschüttung von 10.202 Euro brutto im März.
    • Keine Veränderung bei den Versicherungen (Privathaftpflichtversicherung + KfZ-Haftpflichtversicherung)
    • Keine Veränderung bei der Kreditkarte (Eine Karte + Partnerkarte 10.000 Euro Verfügungsrahmen)
    • Immer noch: Eine Bank, ein Konto, ein Depot, ein ETF. Sonst nix.


    Benchmarkvergleich

    FondsSeit 6/20231 Jahr2026
    Gerd Kommer Multifactor+48,3%+23,6%+8,4%
    MSCI ACWI IMI+50,0%+25,7%+7,6%
    FTSE All-World+51,4%+24,6%+7,1%
    MSCI World+50,9%+22,6%+5,9%


    Persönliche Anmerkung:

    Bisher war es ein überdurchschnittlich gutes Börsenjahr. Der globale Aktienmarkt steht (wieder einmal) auf einem Allzeithoch. Das mediale Krisengebrüll lag (wieder einmal) daneben. Wer nichts getan und Kurs gehalten hat, lag (wieder einmal) richtig. KISS funktioniert.

    Bis bald . . .8)

  • ...

    Persönliche Anmerkung:

    Bisher war es ein überdurchschnittlich gutes Börsenjahr. Der globale Aktienmarkt steht (wieder einmal) auf einem Allzeithoch. Das mediale Krisengebrüll lag (wieder einmal) daneben. Wer nichts getan und Kurs gehalten hat, lag (wieder einmal) richtig. KISS funktioniert.

    Bis bald . . .8)

    Und wie sieht es mit den Gefühlen aus?

  • Wieder einmal eine hervorragende Erklärung von Ben Felix zum Thema „Outperformance durch Factor Investing – Small Cap Value“. Ich kann das Video jedem empfehlen, der sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte.

    Alternativ sind auch die Podcasts und Videos von Rational Reminder sehr empfehlenswert.

    Wer Small Cap Value in sein Portfolio implementieren möchte und nicht den Kommer-ETF als KISS-Ansatz nutzen will, kann auch direkt in einen Small Cap + Value ETF investieren. Wie zum Beispiel dieser hier.

    Die langfristige Outperformance von Small Cap+Value ist ganz erheblich.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Ein aktiv gemanagter ETF.

    Genau wie jeder andere ETF auch. Es ist immer die Frage, ab welchem Level der Anleger dem Algorithmus das Prädikat „passiv“ abspricht. ;)

  • Sorry, aber so kommen wir natürlich nicht weiter in der Debatte.

    Irgendwer muss den Index eben etablieren und pflegen.

    Und da gibt es etablierte, die im Rampenlicht stehen.

    Und die sind wirklich passiv, obwohl sie aktiv und willkürlich den Index anpassen können? Und weniger etablierte wie Solactive sind dann weniger passiv? Ich denke nicht.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen