Langfristig beitragsstabilste & günstigste PKV

  • Wenn Du schon PKV-versichert bist, bedeutet jeder Wechsel, dass es für Dich im Zweifel teurer wird, wie schon Felice geschrieben hat.

    Zu dem Verlust der Altersrückstellungen kommen evtl. neue Erkrankungen und Behandlungen hinzu, die seit dem letzten Vertragsschluss aufgetreten sind.

    Außerdem müssen neben dem höheren Alter und ggf. neuen Erkrankungen auch die Abschlusskosten für den Neuabschluss noch einmal bezahlt werden. D.h. in den ersten Jahren eines jeden Vertrags werden fast keine Rückstellungen gebildet, sondern nur die Kosten des Abschlusses abgestottert.

    Dein Beitrag wird daher im Zweifel umso stabiler bleiben, je seltener Du den Versicherer wechselst.

    Hallo Leopard,

    ergänzend zu den von mir bereits genannten Gründen, warum der Beitrag durch einen Wechsel der Versicherung langfristig eher teurer und instabiler wird, gibt es noch einen weiteren Aspekt.

    Ein Versicherer, der scheinbar lange beitragsstabil war, hat medizinische Inflation und anderes Erhöhungspotenzial angehäuft. Sobald irgendwo die Schwellenwerte erreicht werden, erfolgt dann eine saftige Beitragsanpassung.

    Bei einer Versicherung, die gerade erst saftig erhöht hat, ist es wahrscheinlicher, dass die Beiträge sich erst einmal wieder (scheinbar) stabilisieren.

    Wenn man also von einer aktuell teureren Versicherung zu einer aktuell (scheinbar) billigeren wechselt, kann sich das Verhältnis schon bei der nächsten Beitragsrunde radikal umkehren.

    Dann hast Du nicht nur die teurere Versicherung, sondern auch die Rückstellungen der alten (teilweise) verloren sowie neue Abschlusskosten verursacht.

    Je öfter man das macht, desto schneller wird es immer teurer.

  • Hallo zusammen,

    zunächst einmal vielen lieben Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! 😊


    Spannend fand ich u. a. den Beitrag von Jacob97:

    Meine Frage ist, ob auch nicht die BRE ein wichtiger Faktor sein kann? Oder ist zu erkennen, dass die Versicherer mit höherer BRE einen schlechteren Leistungsumfang bieten?

    Ich fühle mich als Beamter tatsächlich etwas ausgenommen, wenn ich den Beitrag einer Kolleg*innen so mit meinem vergleiche. Und ja, ich bin bei der Barmenia… Aktuell denke ich wirklich an einen Wechsel…


    „Ich fühle mich als Beamter tatsächlich etwas ausgenommen, wenn ich den Beitrag einer Kolleg*innen so mit meinem vergleiche. Und ja, ich bin bei der Barmenia… Aktuell denke ich wirklich an einen Wechsel…“


    Vor dem Hintergrund, dass einige Makler gern die Barmenia empfehlen, sollte diese Aussage allen Wechselwilligen doch zumindest zu denken geben.


    FinanztipUser schrieb:

    Ist so passiert, gerade im letzten Jahr und bei der Debeka. Ob die Beiträge dann im Einzelfall gesenkt wurden, hängt primär am Alter bzw. der Vertragslaufzeit für die Verzinsung der entsprechenden Rücklagen! Der Punkt dabei ist: Der Rechnungszins der Versicherungen dreht genau so langsam wie das Anlageportfolio eben dieser Versicherung. Und wenn das entsprechend lange Laufzeiten hat, dauert es eben, bis sich ein höheres Zinsniveau auswirkt…

    Ich habe den Eindruck, Leopard versucht eine Glaskugelfrage (zukünftige Beitragsstabilität) zu beantworten und viele schauen dabei auf nicht wirklich passende Parameter. :/


    „Ich habe den Eindruck, Leopard versucht eine Glaskugelfrage (zukünftige Beitragsstabilität) zu beantworten und viele schauen dabei auf nicht wirklich passende Parameter.“


    Ja, Glaskugelfrage trifft es wohl gut. Leider wird jedoch nicht benannt, was „wirklich passende Parameter“ sind.


    Besonders lehrreich finde ich den letzten Beitrag von Wanderslust. Dies in der Praxis konsequent angewandt, würde freilich dazu führen, dass die Makler aufgrund von dann selteneren PKV-Tarifoptimierungen weniger Abschlüsse tätigen könnten.


    Zwischenfazit: Eine PKV-Tarifoptimierung fokussiert scheinbar primär die Ecke „Leistungsumfang – gute Leistungen“ des magischen Dreiecks der PKV als die Ecke „stabile Beiträge“. Letztere ist, wie von FinanztipUser angemerkt, am Ende wohl eine Glaskugelfrage.


    Falls jemand passende Parameter zur Bewertung der künftigen Beitragsentwicklung kennt, freue ich mich weiterhin über eure Hinweise! 😊

  • Bin als Angestellter ebenfalls in die PKV, was ich verglichen habe:

    - Kollektivgröße,

    - beständiger Versicherer,

    - beständige Tarifhistorie (d.h. nicht ständig neue Tarife),

    - kein "Luxustarif" und kein"Billigtarif".


    Bin letztlich mit einem Beitragsentlastungstarif bei der Debeka gelandet.. im Blick hatte ich auch noch die alte Oldenburger.

  • Ziemlich genau das waren auch meine Kriterien gerade in Hinblick auf langfristig „angemessene“ Beiträge und das war auch mein Fazit.

    Die Kollektivgröße ist bei der Debeka praktisch ein Alleinstellungsmerkmal.

  • Ziemlich genau das waren auch meine Kriterien gerade in Hinblick auf langfristig „angemessene“ Beiträge und das war auch mein Fazit.

    Die Kollektivgröße ist bei der Debeka praktisch ein Alleinstellungsmerkmal.

    Seit wann bist du denn in der PKV der Debeka? Als Beamter?

    Beitragssenkungen durch die Anhebung auf 2,3% (von 1,9-2,2%) je nach Tarifbaustein sogar ziemlich spürbar zum 01.01.26!

    Ich habe hier im Forum nur von einem Beihilfe-Tarif gehört, der eine Beitragssenkung hatte. Für Nicht-Beamte sind angeblich alle Tarife der Debeka gestiegen (um 6-12%).

  • Ich fühle mich als Beamter tatsächlich etwas ausgenommen, wenn ich den Beitrag einer Kolleg*innen so mit meinem vergleiche. Und ja, ich bin bei der Barmenia… Aktuell denke ich wirklich an einen Wechsel…

    Da ich selber zurzeit noch am überlegen bin zur Barmenia zu wechseln, siehst Du/Ihr den Betrag als zu hoch für die Leistung oder den Leistungsumfabg als zu aufgebläht an?


    Zu welcher Kasse würdet Du wechseln wollen?

  • Leute, ich glaub ihr verliert euch in Details und Nachkommastellen: Gerade wenn einem auf lange Sicht Beitragsstabilität wichtig ist, sollte man nicht auf kürzliche Erhöhungen, oder genaue Zinssätze oder Vergleiche der Beiträge im einstelligen Euro-Bereich schauen!

    Ihr macht mit einer PKV einen Vertrag über Jahrzehnte und oft bis ans Lebensende. Da sind so viele Ungewissheiten drin, dass ich eher auf die von Finanzuser92 genannten Aspekte schauen würde, als auf kurzfristigen „Kleinkram“ oder aktuell geringfügige Beitragsunterschiede.

  • Naja, ist der Unterschied Barmenia und z. B. Alte Oldenburger nicht eher konzeptioneller Natur? Hoher Leistungsumfang gegen kleinen Leistungsumfang, was sich natürlich auch im Preis wiederspiegelt? Durch Preissteigerungen in der Medizintechnik dürfte die Kosten in der Baeminia dann auch über proportional zur AO steigen, oder?

  • Hallo zusammen,


    danke für die guten Beiträge!


    Die von dir genannten Gründe waren für mich damals ebenfalls ausschlaggebend, zur Debeka zu gehen.

    Aus heutiger Sicht erscheinen mir Argumente wie die Kollektivgröße jedoch sehr fragwürdig. Herr Dr. Schlemann schreibt in diesem Zusammenhang:


    "Größe ist per se jedoch kein besonder Vorteil. Die Debeka ist nicht „besser“, weil dort viele Personen versichert sind, wie manchmal unterstellt wird. Aussagen wie „Immerhin ist jeder vierte Vollversicherte in Deutschland bei der Debeka“ sagen nichts über Qualität. 79% der Deutschen (letzte verfügbare Zahlen aus 2022) fahren keine Premium-Automarke (Audi, BMW, Jaguar, Porsche, Tesla, Lexus, Land Rover, Volvo und Mercedes-Benz). Das heißt nicht, dass Nicht-Premium-Marken die besseren Autos sind und man bei Unfällen darin sicherer ist."

    (Quelle: https://schlemann.com/krankenversich…iterien/debeka/)

    Und weiter heißt es:

    "Unser Fazit: Die Risikoprüfung der Debeka trifft im Vergleich zu anderen Anbietern öfters für uns medizinisch nicht nachvollziehbare Entscheidungen. Die politische Marschrichtung scheint zu lauten, möglichst jeden und alles zu versichern. Für „Kranke“ , die bei anderen Gesellschaften nicht oder nur mit hohen Beitragszuschlägen versicherbar sind, kann die Debeka in solchen Fällen eine sinnvolle Option sein. Als „Gesunder“ würde ich mir gut überlegen, ob ich in einem solchen Kollektiv mit entsprechend höheren Risiken versichert sein möchte!" (Quelle: ebd.)

    Besser hätte man es wohl nicht formulieren können. Die Debeka hier im Forum als Best/Good Practice Beispiel für einen beitragsstabilen Krankenversicherer anzuführen, halte ich daher für gewagt.

    Dadurch relativiert sich auch der Punkt "beständige Tarifhistorie". Was bringt einem PKV-Versicherten eine beständige Tarifhistorie (z. B. Debeka), wenn in dem Versichertenkollektiv viele Versicherte sind, die bei anderen Versicherungsgesellschaften erst gar nicht aufgenommen worden wären?

    Die Auswahl eines geeigneten PKV-Anbieters mit dem Ziel, die Ecke "stabile Beiträge" des magischen Dreiecks der PKV zu optimieren, scheint in der Praxis wohl schwierig zu sein.

    Eine Hilfskrücke könnte darin bestehen, einen Versicherer mit einer maximal strengen Gesundheitsprüfung zu wählen. Was denkt ihr? Welche Versicherer gelten als besonders streng bei der Gesundheitsprüfung?

    Vielen Dank vorab, ihr seid klasse!

  • Wenn man also von einer aktuell teureren Versicherung zu einer aktuell (scheinbar) billigeren wechselt, kann sich das Verhältnis schon bei der nächsten Beitragsrunde radikal umkehren.

    Deshalb gilt auch bei der PKV meistens der alte Grundsatz: Hin und Her macht Taschen leer.

    Eine Ausnahme sind kurze Vertragslaufzeit oder deutliche Leistungsdefizite.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
    Von Finanztip empfohlene Spezialisten für Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung | Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen | Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • Eine Hilfskrücke könnte darin bestehen, einen Versicherer mit einer maximal strengen Gesundheitsprüfung zu wählen. Was denkt ihr? Welche Versicherer gelten als besonders streng bei der Gesundheitsprüfung?

    Bei der Arag ist man beim Abschluss zwar nicht übermäßig streng, dafür folgt aber nach unserer Erfahrung bei der ersten eingereichten größeren Rechnung häufig die Prüfung einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung auf dem Fuß. So wird das Kollektiv zügig bereinigt, für die versicherte Person ist die folgende Kündigung mit Wechsel in den Basistarif bei einer anderen Gesellschaft allerdings eine mittlere Katastrophe.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
    Von Finanztip empfohlene Spezialisten für Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung | Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen | Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • Gerne wird von diversen Maklern das Argument verbreitet, dass die Debeka mehr Kranke in ihrem Kollektiv hat. Das mag sogar durchaus stimmen. Die Debeka dürfte dadurch eventuell höhere Leistungsausgaben als andere Versicherer haben. Aber auf der anderen Seite hat sie auch niedrigere Verwaltungs- und Abschlusskosten wie die meisten anderen Versicherer. D. h. wenn die Verwaltungs- und Abschlusskostenquote z. B. 3% niedriger als bei anderen ist, dann kann die Debeka auch eine um 3% höhere Leistungskostenquote als die anderen haben.

    Fazit: Aus "höhere Risiken im Kollektiv" kann man nicht schlussfolgern, dass der Versicherer weniger beitragsstabil ist. Also nur auf eine strenge Gesundheitsprüfung zu schauen, ist nicht der richtige Weg.

  • Gerne wird von diversen Maklern das Argument verbreitet, dass die Debeka mehr Kranke in ihrem Kollektiv hat. Das mag sogar durchaus stimmen. Die Debeka dürfte dadurch eventuell höhere Leistungsausgaben als andere Versicherer haben. Aber auf der anderen Seite hat sie auch niedrigere Verwaltungs- und Abschlusskosten wie die meisten anderen Versicherer. D. h. wenn die Verwaltungs- und Abschlusskostenquote z. B. 3% niedriger als bei anderen ist, dann kann die Debeka auch eine um 3% höhere Leistungskostenquote als die anderen haben.

    Fazit: Aus "höhere Risiken im Kollektiv" kann man nicht schlussfolgern, dass der Versicherer weniger beitragsstabil ist. Also nur auf eine strenge Gesundheitsprüfung zu schauen, ist nicht der richtige Weg.


    Guten Abend Felice,

    an dieser Stelle kann ich erneut Herrn Dr. Schlemann zitieren:

    "Wie auf unserer Seite Auswahlkriterien Krankenversicherung beschrieben spielen Bilanzkennzahlen einer Krankenversicherungsgesellschaft ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl der passenden Krankenversicherung. Sie sind jedoch nicht das wichtigste Auswahlkriterium und außerdem ausgesprochen interpretationsbedürftig [eig. Hervohebung]."

    (Quelle: https://schlemann.com/krankenversich…iterien/debeka/)

    Gerade die Abschlusskostenquote wird meiner Meinung nach häufig fehlinterpretiert im Sinne von: Hohe Abschlusskostenquote = schlecht, niedrige Abschlusskostenquote = gut

    Dies ist ein Trugschluss! Die Abschlusskostenquote errechnet sich aus der Division von Vertragsabschlussaufwendungen geteilt durch verdiente Bruttobeiträge (und multipliziert mit Faktor 100).

    Bedeutet also: Eine hohe Abschlusskostenquote ist Spiegelbild einer Versicherungsgesellschaft, die wächst (in Bezug auf PKV: das Versichertenkollektiv wächst). Würde es nämlich im Extremfall null Vertragsabschlussaufwendungen geben, wäre die Abschlusskostenquote 0%. Ist das nun gut? Eher nicht (keine neuen & gesunden Menschen kommen nach)!

    Interessanter ist da schon der Indikator "Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote".

    Dr. Schlemann:

    "Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote ist ein Indikator für die Ertragsstärke eines privaten Krankenversicherers und gibt an, wie viel Prozent der verdienten Bruttobeiträge nach Abzug der Schaden-, Verwaltungs- und Abschlussaufwendungen [eig. Hervorhebung] übrig bleiben.

    Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote der Debeka liegt mit 8,73% deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 10,89%."

    Hier äußert sich Dr. Schlemann sogar sehr Debeka-freundlich. Die mir von Verivox vorliegenden Zahlen zeigen, dass die Debeka im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2023 (immerhin 10 Jahre!) eine versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote in Höhe von 7,5% aufweist. Der Marktdurchschnitt für diesen Zeitraum liegt laut Verivox bei 14,5%.

    Eine singuläre Betrachtung eines einzelnen Indikators wie der Verwaltungskostenquote, die bei der Debeka tatsächlich sehr gut ist, erweist sich in der Gesamtschau jedoch als irreführend.

    Zwischenfazit 2: Gäbe es am Markt tatsächlich einen PKV-Anbieter, der langfristig (30 Jahre plus) beitragsstabiler als die Konkurrenz ist, hätte die Marketing-Abteilung diesen unternehmenseigenen Vorteil längst werbetechnisch ausgeschlachtet. Da dies nach meiner Kenntis nicht der Fall ist, muss demzufolge davon ausgegangen werden, dass es langfristig keinen PKV-Anbieter gibt, der dauerhaft beitragsstabiler als der Marktdurchschnitt ist.

    Gegenstimmen?

  • Deine Interpretation der Abschlusskostenquote ist nicht zutreffend, denn die niedrige Abschlusskostenquote der Debeka ist nicht gleichzusetzen damit, dass die Debeka wenig Neugeschäft macht. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Debeka ist in den letzten Jahren meistens der PKV-Versicherer gewesen, dessen Bestand am stärksten gewachsen ist. Aber warum ist dann die Abschlusskostenquote der Debeka so gering? Im Jahr 2024: Debeka 4,1 % und der Gesamtmarkt 7,3% (siehe https://www.assekurata-rating.de/wp-content/upl…ranken_2026.pdf). Ganz einfach: Die Debeka macht so gut wie keine Werbung in den Medien und arbeitet nicht mit Maklern zusammen, die Provisionen bei Abschluss erhalten. Daher sind die Abschlusskosten pro abgeschlossenem Vertrag bei der Debeka niedriger als bei den meisten anderen Versicherern.

    Was die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote betrifft, so ist diese Kennzahl bei der Debeka schon immer vergleichsweise niedrig gewesen. Dies kann man in alten Assekurata-Ratings nachlesen. Aus Kundensicht ist es vorteilhaft, wenn ein Versicherer das versicherungsgeschäftliche Ergebnis auf geringem Niveau hält, da dieses in erster Linie über die Beitragszahlungen der Kunden generiert wird. Auf der anderen Seite bestimmt die Quote den Überschuss und damit mittelbar auch die RfB-Quote, die bei der Debeka aber im Marktdurchschnitt liegt. Aus der Sicht ist die vergleichsweise niedrige versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote der Debeka nicht als negativ zu bewerten.

    So sehr ich die Beiträge von Dr. Schlemann schätze, kann ich dir aber trotzdem nur raten, sich nicht nur auf seine Aussagen zu verlassen. Denn da er keine Debeka-Verträge vermitteln kann, könnte es durchaus sein, dass bestimmte Informationen nicht neutral sind. (Bin nun gespannt, welchen Kommentar er auf meine Aussage hin schreiben wird ;))

  • Ich bin daher auf der Suche nach einer Versicherungsgesellschaft, die langfristig die bestmögliche Beitragsstabilität einerseits und geringe Beiträge andererseits miteinander vereint – selbstverständlich zulasten des Leistungsumfangs (aber bezahlen muss ich ja schließlich eh😉).

    Zwischenfazit 2: Gäbe es am Markt tatsächlich einen PKV-Anbieter, der langfristig (30 Jahre plus) beitragsstabiler als die Konkurrenz ist, hätte die Marketing-Abteilung diesen unternehmenseigenen Vorteil längst werbetechnisch ausgeschlachtet. Da dies nach meiner Kenntis nicht der Fall ist, muss demzufolge davon ausgegangen werden, dass es langfristig keinen PKV-Anbieter gibt, der dauerhaft beitragsstabiler als der Marktdurchschnitt ist.


    Äh, was willst Du eigentlich?

    Erst fragst Du in Deinem Eingangsbeitrag nach einer Gesellschaft mit bestmöglicher Beitragsstabilität, dann klärst Du uns in Deinem aktuell letzten Beitrag auf, dass nach Deiner Kenntnis davon ausgegangen werden muss, dass es gar keine Gesellschaft geben kann, die beitragsstabiler ist als der Durchschnitt (folglich alle gleich).

    Zwischen den Beiträgen jede Menge Dr. Schlemann-Zitate bzw. Ausführungen aus seiner Internet-Seite (kritische Debeka Verweise auch von Dir selbst braucht man dann natürlich auch nicht mehr lange suchen).

    Und dieses ganze Getue von Dir, obwohl aus Deinen Ausführungen deutlich hervor geht, dass Du schon etliche Jahre bei Deinem Versicherer bist („viele saftige Beitragsanpassungen“) und Du nicht so dumm sein kannst, den Nachteil eines Wechsels im nicht mehr ganz so taufrischen Neu-Eintrittsalter nicht zu erkennen (der Dir ausgewiesene Übertragungswert nützt nur teilweise).

    Dieser Thread ist Vera…..

  • Deine Interpretation der Abschlusskostenquote ist nicht zutreffend, denn die niedrige Abschlusskostenquote der Debeka ist nicht gleichzusetzen damit, dass die Debeka wenig Neugeschäft macht. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Debeka ist in den letzten Jahren meistens der PKV-Versicherer gewesen, dessen Bestand am stärksten gewachsen ist. Aber warum ist dann die Abschlusskostenquote der Debeka so gering? Im Jahr 2024: Debeka 4,1 % und der Gesamtmarkt 7,3% (siehe https://www.assekurata-rating.de/wp-content/upl…ranken_2026.pdf). Ganz einfach: Die Debeka macht so gut wie keine Werbung in den Medien und arbeitet nicht mit Maklern zusammen, die Provisionen bei Abschluss erhalten. Daher sind die Abschlusskosten pro abgeschlossenem Vertrag bei der Debeka niedriger als bei den meisten anderen Versicherern.

    Was die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote betrifft, so ist diese Kennzahl bei der Debeka schon immer vergleichsweise niedrig gewesen. Dies kann man in alten Assekurata-Ratings nachlesen. Aus Kundensicht ist es vorteilhaft, wenn ein Versicherer das versicherungsgeschäftliche Ergebnis auf geringem Niveau hält, da dieses in erster Linie über die Beitragszahlungen der Kunden generiert wird. Auf der anderen Seite bestimmt die Quote den Überschuss und damit mittelbar auch die RfB-Quote, die bei der Debeka aber im Marktdurchschnitt liegt. Aus der Sicht ist die vergleichsweise niedrige versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote der Debeka nicht als negativ zu bewerten.

    So sehr ich die Beiträge von Dr. Schlemann schätze, kann ich dir aber trotzdem nur raten, sich nicht nur auf seine Aussagen zu verlassen. Denn da er keine Debeka-Verträge vermitteln kann, könnte es durchaus sein, dass bestimmte Informationen nicht neutral sind. (Bin nun gespannt, welchen Kommentar er auf meine Aussage hin schreiben wird ;))


    Hallo Felice,

    vielen herzlichen Dank für deine Antwort!

    Besonders dankbar bin ich dir für die Zahlen der Assekurata - wusste gar nicht, dass derart detaillierte Zahlen öffentlich verfügbar sind. Top!

    Für mich ist es das geringste Problem, bei der Debeka zu bleiben, wenn sich herausstellt, dass dies die bestmögliche Option ist, wenn die Ecke "Beitragsstabilität" des magischen Dreiecks der PKV optimiert werden soll.

    Interessant ist jedoch, wenn man ChatGPT die Ratingberichte der Assekurata für Debeka und Barmenia vergleichen lässt. Dann heißt es nämlich:


    "„Besser“ im Sinne der Assekurata-Gesamtbewertung + Beitrags-/Kundenperspektive: Debeka (A++ exzellent; Beitragsstabilität sehr gut; Kundenorientierung exzellent).

    „Stabiler“ im engen Sinn von Kapitalpuffer/Solvency-II-Resilienz: Barmenia (sehr hohe Eigenkapitalquote und SCR-Quote in den ausgewiesenen Jahren)."


    Vielleicht erbarmt sich ja ein Makler, hier eine Grafik zu teilen, wie die Beitragsentwicklung der Debeka, der Barmenia, der ARAG und der Alten Oldenburger (hier im Thread benannte Versicherungsgesellschaften) seit Einführung der Unisex-Tarife konkret war.


  • Äh, was willst Du eigentlich?

    Erst fragst Du in Deinem Eingangsbeitrag nach einer Gesellschaft mit bestmöglicher Beitragsstabilität, dann klärst Du uns in Deinem aktuell letzten Beitrag auf, dass nach Deiner Kenntnis davon ausgegangen werden muss, dass es gar keine Gesellschaft geben kann, die beitragsstabiler ist als der Durchschnitt (folglich alle gleich).

    Zwischen den Beiträgen jede Menge Dr. Schlemann-Zitate bzw. Ausführungen aus seiner Internet-Seite (kritische Debeka Verweise auch von Dir selbst braucht man dann natürlich auch nicht mehr lange suchen).

    Und dieses ganze Getue von Dir, obwohl aus Deinen Ausführungen deutlich hervor geht, dass Du schon etliche Jahre bei Deinem Versicherer bist („viele saftige Beitragsanpassungen“) und Du nicht so dumm sein kannst, den Nachteil eines Wechsels im nicht mehr ganz so taufrischen Neu-Eintrittsalter nicht zu erkennen (der Dir ausgewiesene Übertragungswert nützt nur teilweise).

    Dieser Thread ist Vera…..


    Hallo Schlau,

    mein Ziel ist, herauszufinden, welche PKV gewählt werden sollte, wenn man die beiden Ecken "Beitragsstabilität" und "günstige Beiträge" optimieren möchte. Das Zwischenfazit 2 hat sich aus dem bisherigen Gesprächsverlauf ergeben.

    Welches "Getue" meinst du denn?

    Ich kann bestätigen, dass ich seit einigen Jahren bei der Debeka bin.

    Als Kunde gehe ich davon aus, dass ich bei einer Übertragungswertbescheinigung, bei der mir mitgeteilt wird, dass die Altersrückstellungen auf die zweite Nachkommastelle dem Übertragungswert entsprechen, keinerlei Nachteile bei einem möglichen Wechsel der Versicherungsgesellschaft haben werde.

    "Dieser Thread ist Vera….."

    Ich bitte um Erklärung, was genau du mit "Vera...." meinst. Hierbei bitte ich dich darum, konkrete Belege anzuführen.

  • Als Kunde gehe ich davon aus, dass ich bei einer Übertragungswertbescheinigung, bei der mir mitgeteilt wird, dass die Altersrückstellungen auf die zweite Nachkommastelle dem Übertragungswert entsprechen, keinerlei Nachteile bei einem möglichen Wechsel der Versicherungsgesellschaft haben werde.

    Nee. Der Übertragungswert ist nur ein Bruchteil der Altersrückstellung.