Private Krankenversicherung (PKV)

Wenn privat versichert, dann richtig

Julia Rieder
& Co-Autor
12. Oktober 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine private Krankenversicherung eignet sich nur, wenn Du Beamter bist oder ganz sicher auch im Alter noch ein hohes Einkommen hast.
  • Im Alter steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung. Ohne Rücksicht darauf, wie hoch Dein Einkommen ist.
  • Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten kannst Du als Privatversicherter genau die Leistungen absichern, die Dir wichtig sind. Achtung: sehr günstige Tarife bieten oft nur wenig Leistung.
So gehst Du vor
  • Nutze unsere Anleitung, um zu entscheiden, ob eine private Krankenversicherung langfristig die richtige Wahl für Dich ist.
  • Überlege in Ruhe, welche Leistungen Du brauchst. Das später zu ändern ist schwierig. Wir haben für Dich eine Übersicht zum Herunterladen erstellt.

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  • Wähle ein finanzstarkes Versicherungsunternehmen. Wichtige Informationen dafür findest Du in unserer Tabelle.
  • Lass Dich beraten! Triff die Entscheidung für oder gegen die PKV am besten mit einem Honorarberater. Bei der Suche nach einem passenden Tarif kann Dir auch ein Versicherungsmakler helfen.

Als Selbstständiger oder Gutverdiener kannst Du Dich zwischen zwei Systemen entscheiden: Bleibst Du in der gesetzlichen Krankenkasse oder wechselst Du in die private Krankenversicherung? Wir erklären Dir, was Du vor Deiner Entscheidung bedenken solltest und wie Du einen passenden Tarif findest.

Was sind Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung?

Mit der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung stehen sich zwei grundsätzlich verschiedene Systeme gegenüber. Welches das bessere ist, lässt sich nur schwer beantworten. Jeder muss für sich persönlich abwägen. Wir haben Dir die wichtigsten Argumente für und gegen eine private Krankenversicherung zusammengestellt.

Spitzenmedizin und Vorzugsbehandlung

Ein guter Vertrag mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) sichert den Zugang zur Spitzenmedizin. Es gibt Tarife, die eine Behandlung beim Spezialisten, in der Privatklinik oder im Ausland bezahlen – mit den neuesten Behandlungsmethoden. Ärzte bevorzugen Privatpatienten außerdem bei der Terminvergabe, schließlich bekommen sie für die gleiche Behandlung mehr Geld als bei Kassenpatienten.

Garantierte Leistungen

Du kannst Dir in der PKV einen Tarif suchen, der Leistungen enthält, die Dir individuell wichtig sind. Du bekommst dementsprechend den Schutz, den Du bezahlen willst oder kannst. Außerdem sind die Leistungen garantiert, die in Deinem Vertrag vereinbart sind. Die Versicherung kann sie nicht reduzieren. In der gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist das anders: dort können Leistungen schon mal gestrichen werden. Beispiele dafür aus den vergangenen Jahren sind etwa die Kassenleistungen bei Brillen oder Zahnersatz, die immer wieder verringert wurden.

Einer Sache solltest Du Dir aber bewusst sein: Der Vorteil der garantierten Leistungen in der PKV gilt nur, solange Du Dir den Beitrag leisten kannst. Wenn Du Deinen leistungsstarken – und wahrscheinlich auch teureren Tarif – nicht mehr bezahlen kannst, musst Du umdenken. Du kannst dann eventuell einzelne Leistungen streichen oder direkt in den Basis- oder Standardtarif wechseln – dort allerdings kann sich der Leistungsumfang ändern, genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Günstig für Jüngere, teuer für Kranke

Im Gegensatz zur gesetzlichen ist die private Krankenversicherung kein Solidarsystem. Jeder trägt mit seinen Beiträgen weitgehend das eigene Risiko, krank zu werden. Das ist gut für Dich, so lange Du jung und gesund bist. Ist das Risiko gering, sind die Beiträge niedrig – oft sogar niedriger als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber Vorsicht: Billige Tarife enthalten oft nur geringe Leistungen. Im Krankheitsfall kann sich das zu einer echten Kostenfalle entwickeln. Aufstocken kannst Du Deine Versicherung auch nicht so einfach, dafür musst Du erneut eine Gesundheitsprüfung meistern.

Wenn Du schon Vorerkrankungen hast, kann es für Dich ohnehin schwierig und teuer werden, in die PKV zu kommen. Die privaten Anbieter dürfen Kunden ablehnen, Beitragszuschläge erheben oder bestimmte Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließen, falls ihnen das Risiko zu hoch erscheint. Die gesetzliche Krankenversicherung hingegen muss jeden aufnehmen.

Beitrag hängt nicht vom Einkommen ab

Dazu kommt: Auch für die Jungen und Gesunden unter uns bleibt es meist nicht bei den einstmals günstigen Beiträgen. Mit den Jahren steigen die Beiträge, unter anderem weil die Gesundheitsversorgung teurer wird. Zwischen 2000 und 2020 stiegen die Beiträge laut Branchendienst Map-Report für Angestellte durchschnittlich um rund 3,8 Prozent pro Jahr, für Beamte um rund 2,9 Prozent.

Zwar legt die Versicherung Geld aus den gezahlten Beiträgen zurück, um gegenzusteuern. Doch diese Altersrückstellungen sind dafür da, die höheren Kosten zu decken, die entstehen, wenn Du später als älterer Mensch häufiger zum Arzt musst. Die Kosten durch den medizinischen Fortschritt und die allgemeine Inflation decken sie nicht. Daher steigen die Beiträge auch noch in der Rentenphase. Am besten solltest Du deshalb schon früh einen festen Betrag im Monat nur für die Krankenversicherung im Alter zurücklegen. Sonst können Dir die Beiträge über den Kopf wachsen, wenn Du nur eine geringe Rente bekommst.

Das führt uns zu einem großen Nachteil der privaten Absicherung: Während sich die Beiträge in der gesetzlichen Versicherung nach der Höhe des Einkommens richten, hängen die Beiträge in der PKV von den Kosten ab. So kann es passieren, dass Du Dir die Beiträge mit der Zeit nicht mehr leisten kannst. Eine niedrige Rente, Arbeitslosigkeit oder eine Trennung vom verbeamteten Partner führen oft dazu, dass die private Krankenversicherung plötzlich viel zu teuer ist.

Nicht in allen Punkten besser als die gesetzlichen Kassen

Was viele überrascht: Auch leistungsstarke PKV-Tarife bieten nicht den ultimativen Schutz. Zwar sind sie in vielen Bereichen deutlich stärker als die gesetzlichen Kassen, zum Beispiel beim Honorar für Ärzte. Bei Psycho- und Physiotherapie oder Kuren haben sie dagegen mitunter Leistungslücken, für die gesetzliche Krankenkassen ganz selbstverständlich zahlen. Wie sich die Leistungen von GKV und PKV unterscheiden, liest Du ausführlich in unserem Ratgeber zur Krankenversicherung.

Zusätzlich solltest Du bedenken, dass es in der PKV keine Familienversicherung gibt. Während in der gesetzlichen Versicherung auch Kinder und Lebenspartner kostenfrei mitversichert werden können, muss in der privaten jeder selbst versichert sein und Beiträge zahlen. Familien kommen in der gesetzlichen Versicherung deshalb häufig günstiger weg.

Lebenslange Bindung an ein Unternehmen

Noch ein Nachteil ist, dass Du Dich mit Deiner Wahl fast unwiderruflich an ein Unternehmen bindest. Bietet mit den Jahren eine andere Versicherung bessere Konditionen an, lohnt es sich wirtschaftlich nicht, dorthin zu wechseln. Dasselbe gilt, wenn Du Dich über Deinen Anbieter ärgerst und mit seinem Service unzufrieden bist. Denn bei einem Wechsel kannst Du nur einen Teil Deiner angesparten Altersrückstellungen mitnehmen. Du hast also über Jahre umsonst einen höheren Beitrag gezahlt, um fürs Alter vorzusorgen. Je länger der Vertrag schon besteht, desto höher ist Dein Verlust.

Wenn Du unzufrieden mit den Leistungen Deiner privaten Krankenversicherung bist, bleibt deshalb eigentlich nur der Wechsel in einen anderen Tarif bei Deinem bisherigen Anbieter. Wie das funktioniert, erklärt unser Ratgeber Tarifwechsel.

Privatpatienten müssen vorstrecken

Gehst Du als Privatpatient zum Arzt, musst Du die Rechnung erst einmal selbst bezahlen. Erst anschließend bekommst Du von Deiner Krankenversicherung eine Erstattung. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus wird allerdings, ähnlich der gesetzlichen Krankenversicherung, über eine Chipkarte abgerechnet. Nur die Kosten für eine Chefarztbehandlung bekommst Du direkt in Rechnung gestellt.

Bei der Abrechnung kommt es schnell mal zum Streit. Mitunter passiert es, dass Ärzte Behandlungsmethoden in Rechnung stellen, die die Versicherung nicht bezahlt. Dann bleibst Du auf den Kosten sitzen. Wenn Du Dich privat versichern möchtest, solltest Du daher immer bereit sein, Dich mit den Details Deines PKV-Vertrags zu beschäftigen und mit Deinem Arzt vorab darüber zu sprechen.

Immer wieder streiten Patienten auch mit ihrer Versicherung darüber, welche Leistungen versichert sind – etwa weil die Vertragsbedingungen schwammig formuliert sind. Häufig landen solche Fälle vor Gericht. Dagegen helfen möglichst konkrete Versicherungsbedingungen und eine Rechtsschutzversicherung.

Vier Schritte zum PKV-Vertrag

Wenn Du in die private Krankenversicherung wechseln möchtest, solltest Du einige Tage Arbeit in diese Entscheidung investieren. Zuerst steht die Überlegung an, ob es überhaupt sinnvoll ist, der gesetzlichen Krankenversicherung für immer den Rücken zu kehren. Denn genau das bedeutet dieser Entschluss in vielen Fällen. Wer einmal privat versichert ist, kommt nur unter engen Bedingungen wieder zurück in die gesetzliche Krankenkasse. Für Versicherte, die älter als 55 Jahre sind, ist es nahezu unmöglich – selbst bei Arbeitslosigkeit.

Wir erklären Dir, wie Du in vier Schritten die richtige Entscheidung für Dich triffst und einen passenden Tarif findest.

Schritt 1: Rechnet sich die private Krankenversicherung?

Privat dürfen sich nur Menschen krankenversichern, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Beamte, Selbständige oder Studenten sowie Angestellte, die über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. 2020 beträgt diese Grenze jährlich 62.550 Euro brutto, 2021 steigt sie voraussichtlich auf 64.350 Euro. Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Prämie, allerdings nur bis zum Höchstsatz eines gesetzlich Versicherten.

Die private Krankenversicherung ist kein Sparmodell. Ein Wechsel dorthin sollte nicht vorrangig den Zweck haben, Beiträge zu sparen, sondern Dir lebenslang den Zugang zu einer erstklassigen medizinischen Versorgung garantieren. Prüfe deshalb mit unserem Ratgeber zum Wechsel in die PKV, ob Du Dir eine private Krankenversicherung auch langfristig leisten kannst.

Für viele Menschen ist der Wechsel nämlich keine gute Idee, zum Beispiel für Existenzgründer, die nicht wissen, wie sich ihre Einnahmen entwickeln werden. Auch wenn Du einen Risikoberuf oder Vorerkrankungen hast oder Deine Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, solltest Du ganz genau rechnen.

Teuer werden kann der Wechsel auch für Ältere. Mit zunehmendem Alter haben die meisten Menschen Gesundheitsprobleme, die den Beitrag verteuern. Außerdem sparst Du in der PKV mit einem Teil Deiner Beiträge ein Polster für das Alter an, die sogenannten Altersrückstellungen. Je später Du anfängst, diese Altersrückstellungen zu bilden, desto mehr Aufschlag auf Deinen Beitrag musst Du dafür zahlen. Auch dadurch wird es teurer. Als Faustformel gilt: Wer mit der PKV liebäugelt, sollte bis zum 35. Lebensjahr dahin gewechselt sein.

Triff Deine Entscheidung mit einem Versicherungsberater

Bei der Entscheidung zwischen den beiden Systemen kannst Du Dich von einem neutralen Berater unterstützen lassen, der keine Provision dafür bekommt, wenn Du eine private Krankenversicherung abschließt. Solche Berater sind Versicherungs- oder Honorarberater. In der Beratung könnt Ihr gemeinsam Für und Wider eines Wechsels in Deiner persönlichen Situation abwägen. Genauso wie die langfristigen finanziellen Auswirkungen.

Für die Beratung zahlst Du normalerweise zwischen 150 bis 200 Euro pro Stunde. Dieses Honorar sollte es Dir wert sein, schließlich triffst Du eine Entscheidung mit langfristigen Folgen für Dein Leben. Einen Versicherungsberater findest Du zum Beispiel über die Suche beim Bundesverband der Versicherungsberater. Achte darauf, dass er oder sie auf die Beratung zur privaten Krankenversicherung spezialisiert ist.

Schritt 2: Das sollte die private Krankenversicherung leisten

Der Vorteil der privaten Krankenversicherung ist, dass Du Dir einen Tarif mit den für Dich passenden Bedingungen aussuchen kannst. Was im Vertrag an Leistungen vereinbart ist, bleibt für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert. Leistungskürzungen sind nicht möglich. Genauso gilt aber: Was nicht drinsteht, wird nicht bezahlt.

Um zu entscheiden, ob Dir eine bestimmte Leistung wichtig ist, musst Du die einzelnen Vertragsklauseln zunächst grundsätzlich verstehen. Als Hilfestellung haben wir Dir eine Übersicht über alle wichtigen Leistungen der privaten Krankenversicherung zusammengestellt (als PDF-Dokument). Die Liste kannst Du mit zu einem Versicherungsberater oder -makler nehmen, um zu besprechen welche Leistungen Dir wichtig sind und herauszufinden in welchem Umfang ein Tarif diese erstattet.

Vorsicht: Achte auf schwammige Formulierungen in den Vertragsbedingungen. Sagt ein Anbieter zum Beispiel nur zu, etwas nach vorheriger Genehmigung oder gesonderter Vereinbarung zu erstatten, kannst Du Dich nicht darauf verlassen, diese Genehmigung auch zu bekommen.

Unverzichtbare Leistungen

Sehr wichtige Leistungen

Leistungen, über die Du nachdenken solltest

Schritt 3: So findest Du den passenden Tarif

Du hast jetzt einen Überblick, welche Leistungen die private Krankenversicherung umfassen kann. Nun gilt es zu überlegen, auf welche dieser Leistungen Du Wert legst und was Du vernachlässigen kannst. Kurz: Die Suche nach einem zu Dir passenden Tarif beginnt.

Es gibt eine Vielzahl von PKV-Tarifen – alle mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Den einen Tarif, der alle Deine Wünsche optimal erfüllt, gibt es vermutlich nicht. Deshalb musst Du abwägen und vergleichen: Welche Leistungen sind unverzichtbar, mit welchen Lücken im Schutz kannst Du leben? Am Ende bleibt ein Tarif übrig, der den besten Kompromiss bietet.

Durch die Vertragsbedingungen der verschiedenen Tarife musst Du Dich aber nicht allein wühlen. Hol Dir Unterstützung von einem Versicherungsberater oder Makler. Der Berater sollte Dich im Detail nach Deinen Wünschen und Deiner persönlichen Situation fragen. Es ist wichtig, dass er Dir alle Tarifbedingungen genau erklärt und auch thematisiert, was es bedeuten kann, wenn bestimmte Merkmale nicht mitversichert sind.

Nimm unsere Übersicht über wichtige Leistungen mit in die Beratung. Darauf kannst Du vermerken, was ein Tarif in den einzelnen Bereichen leistet.

Zum Download

Zusätzlich sollte der Berater darauf eingehen, wie solide der Versicherer ist. Dazu gehört, wie die Erfahrungen mit dem Service sind und wie das Unternehmen mit Gesundheitsfragen umgeht. Ist zum Beispiel die Gesundheitsprüfung nicht sonderlich streng, werden auch Personen mit Vorerkrankungen versichert, die in Zukunft wahrscheinlich hohe Kosten verursachen. Für jeden Versicherten im selben Tarif ist das ein Problem, denn dann steigen die Beiträge für alle.

Wenn Du nicht kerngesund bist, sind die Gesundheitsfragen für Dich ein besonders wichtiges Thema. Nicht alle Versicherer gehen mit Vorerkrankungen gleich um. Deshalb sollte Dein Berater Risikovoranfragen an verschiedene Anbieter passender Tarife schicken, um herauszufinden, welcher Dich zu den besten Konditionen versichern würde.

Plane für die Beratung mindestens sechs Stunden Zeit ein, eher mehr. Davor und danach brauchst Du natürlich auch noch Zeit, um Dich mit den Vertragsbedingungen auseinander zu setzen. Und um Deine Patientenakten von allen Ärzten zu besorgen und den Gesundheitsfragebogen auszufüllen.

Ein Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler, der eine private Krankenversicherung vermittelt, erhält meist acht bis neun Monatsbeiträge als Provision. Das sind oft 3.000 Euro oder mehr. Einem Versicherungsberater zahlst Du dagegen ein Honorar.

Schritt 4: Wähle ein stabiles Unternehmen

Die richtigen Leistungen zu wählen, ist wichtig. Denn diese sind zum einen für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert und lassen sich nur mit erneuter Gesundheitsprüfung erweitern. Wenn Du dann einige passende Tarife zur Auswahl hast, solltest Du auch auf den Anbieter selbst schauen. Schließlich gehst Du mit der Versicherung einen Vertrag ein, der mitunter mehr als 50 Jahre läuft.

Es ist sinnvoll, ein Unternehmen zu wählen, das stabile Finanzen vorweisen kann. Gute Finanzkennzahlen können einen Hinweis darauf geben, wie sich der Beitrag möglicherweise in der Zukunft entwickelt, sie sind jedoch keine Garantie.

Wir haben uns für Dich Ratings verschiedener Branchenkenner angeschaut. Das waren Bilanzratings von Map-Report, Morgen & Morgen sowie von Ascore. Diese Ratings haben wir normiert und daraus einen Mittelwert gebildet, um Dir etwas Orientierung zu geben. Die zehn Versicherer, die am besten abgeschnitten haben, siehst Du in unserer Tabelle. Besprich das Thema Finanzkraft auch mit Deinem Berater.

Die vollständige Liste aller Versicherer bekommst Du als Download.

Download Liste

Auswertung Finanzkraft

Unternehmen

Punktzahl (von 100)

LVM94
R+V94
Alte Oldenburger90
Signal Iduna86
Hallesche85
Universa85
Arag84
Provinzial80
Allianz79
HanseMerkur78

Werte gerundet
Quelle: Finanztip-Auswertung auf Basis der Bilanzratings von Map-Report, Ascore und Morgen & Morgen (Stand: 12. Oktober 2020)

Alternativ: Gesetzliche Krankenversicherung optimieren

Obwohl die Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung durch einen verbindlichen Leistungskatalog zum größten Teil festgelegt sind, gibt es Unterschiede zwischen den Krankenkassen. Zum einen dürfen die gesetzlichen Kassen einen Zusatzbeitrag erheben. Dessen Höhe legt jede Krankenkasse selbst fest. Es gibt also teurere und günstigere Kassen.

Zum anderen unterscheiden sich die freiwilligen Zusatzleistungen der einzelnen Kassen teilweise erheblich, beispielsweise bei Reiseimpfungen, Sportprogrammen oder Homöopathie. Durch einen einfachen Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse kannst Du also sparen und Dir bessere Leistungen sichern.

Wenn Du noch mehr Leistungen haben möchtest, kannst Du private Krankenzusatzversicherungen abschließen, um ähnliche Leistungen zu bekommen wie ein Privatversicherter. Das kann zum Beispiel eine Zahnzusatz- oder Krankenhauszusatzversicherung sein.

Autor
Julia Rieder
& Co-Autor
Annika Krempel

12. Oktober 2020


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