Überlegung zu meinem ETF-Portfolio

  • Hallo zusammen,

    ich investiere seit einem Jahr in 75 % MSCI World (IE00BFY0GT14) und 25 % Emerging Markets (IE00BKM4GZ66). Mein Ziel ist es, die ETFs langfristig über ca. 30 Jahre zu halten. Aktuell beträgt meine Sparrate ca. 450 € monatlich. Ich überlege gerade, ob ich das noch ändern soll, um etwas breiter aufgestellt zu sein.

    Meine Ideen sind:

    65 % MSCI World / 25 % EM / 10 % Euro Stoxx 600 (LU0908500753) oder

    65 % MSCI World / 25 % EM / 10 % SPDR MSCI World Small Cap (IE00BF4RFH31)

    Ich habe mich bewusst gegen einen All-World-ETF entschieden, da mir ein EM-Übergewicht wichtig ist und ein Rebalancing bei einem All-World-ETF nicht möglich wäre.

    Fragen, bei denen ich eure Meinung gerne hätte:

    • Lohnt es sich, langfristig einen dritten ETF aufzunehmen, oder reichen zwei ETFs für eine solide Diversifikation?
    • Würde ein Europa-ETF oder ein Small-Cap-ETF den Diversifikationseffekt deutlicher verbessern?
    • Macht es Sinn, bei einer langfristigen Anlagedauer von 30 Jahren, den US-Anteil etwas zu reduzieren, oder sollte man marktgewichtet bleiben?

    Vielen Dank im Voraus und Grüße!

    Matteo

  • Kater.Ka 17. Februar 2026 um 17:41

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Moin Matxeo , willkommen im Forum.

    Da machst du erstmal keinen großen Fehler. Ganz egal ob du jetzt noch was dazu mischt oder nicht.

    Leider wird dir deine Fragen keiner beantworten können.

    Ich würde es so einfach wie möglich machen und die Weltaktienmarktrendite möglichst breitgestreut und kostengünstig mitnehmen.

    Nimm soviele ETFs wie die du für nötig hältst, weil du musst da 30 Jahre mit leben und nicht ich.

    Viel Erfolg und gute Finanzentscheidungen.

  • 65 % MSCI World / 25 % EM / 10 % Euro Stoxx 600 (LU0908500753)

    Damit bist Du nicht breiter aufgestellt. Du hast nur die Gewichtung verschoben.

    Lohnt es sich, langfristig einen dritten ETF aufzunehmen...

    Nein!

    • ...oder reichen zwei ETFs für eine solide Diversifikation?

    Ja!

    Und Achtung: Einer reicht auch!


    • Würde ein Europa-ETF oder ein Small-Cap-ETF den Diversifikationseffekt deutlicher verbessern?

    Nein, ein Small-Cap-ET würde es vielleicht minimal verbessern, ein Europa-ET überhaupt nicht.


    • Macht es Sinn, bei einer langfristigen Anlagedauer von 30 Jahren, den US-Anteil etwas zu reduzieren...

    Das hängt davon ab, ob man die Zukunft vorhersehen kann.

    Du konzentrierst Dich beim Thema "Diversifikation", wie so viele Kleinanleger, auf die falsche Stelle. Die Diversifikation findet über grundverschiedene Anlageklassen statt, kaum innerhalb des Aktienbereichs.

  • Ich fasse diese „Schwachzocker-Aussagen“ sachlich kurz zusammen:

    ALLES falsch und ohne Substanz.

  • Herzlich willkommen!

    Ich würde an deiner Stelle so weitermachen. Small Caps würden die Diversifikation verbessern, Europa verschiebt nur den Klumpen. Ich würde wohl 70/20/10 machen, das lässt sich einfacher rechnen. Wie oft willst du denn rebalancen?

    Bei 30 Jahren Anlagehorizont würde ich mir über den USA-Anteil keine Gedanken machen. Das ruckelt sich zurecht.

  • Ich finde die Ideen gut. Da hier immer gerne von Gestaltungsphase gesprochen wird, kannst du auch einfach alle 3 dazunehmen und z.b. 65/15/10/10 gewichten.

    Wenn man nach dem 3x10 Prinzip arbeitet, kann man auch die ersten 10 Jahre schön gestalten und sich danach zurücklehnen. Man merkt das es doch arbeit ist und vor allem ob es einen Vorteil gebracht hat.

    Oder du lässt alles so und gestaltest in einem anderen der 3x10 Jahre.

    Wie schon gesagt wurde, du machst mit den 4 die du ausgewählt hast nichts falsch. Ob du ne Outperformance haben wirst kann dir keiner sagen.

  • Ob es im Endeffekt Sinn macht oder nicht, muss jeder selbst für sich entscheiden.

    Für mich persönlich wären 25% EM schon zu viel.

    Ob du nun ein Small Cap oder Europa dazu mischst, musst du auch selbst wissen. Ich würde wohl Europa dazu nehmen.

    Das ist ja das tolle an ETF, du kannst es dir so mischen, wie du möchtest, wenn du denkst, dass es was bringt.


    Für mich persönlich wären 25% EM zu viel, ebenso 3 ETF zu viel und speziell in Europa würde ich auch nicht investieren.


    Um weniger USA zu haben, gibt es heutzutage auch mehr Möglichkeiten. Natürlich geht das durch Verringerung vom World ETF auf 65%, im Endeffekt verringert du dadurch aber auch jegliche andere Länder wie Europa, Kanada, Japan, usw. Würde ich persönlich nicht unbedingt wollen.


    Daher bespare ich persönlich, aus meinen persönlichen oben genannten Gründen, einfach:

    80% FTSE All World (Industrie + EM + bisschen Small Cap)

    20% MSCI All World Ex USA


    Dadurch bleibe ich Weltweit investiert, habe USA weniger, relativ wenig EM (~9%), bisschen Small Cap, und Europa/Japan/Kanada und Co bleiben weiterhin hoch erhalten.


    Aber wie immer: persönliche Überzeugung. Der Markt wird sich schon regulieren.

    Das was du tust, wird sicherlich auch gut laufen. Mache das, wovon du überzeugt bist. Und schau in 10 Jahren, ob es noch passt oder ob es was neues gibt.

  • Also, erstens würde ich Dich mit dem 75/25-Portfolio gut aufgestellt sehen.

    (Btw, ich würde Dich auch mit einem einzigen ETF zwischen FTSE All World und MSCI World oder auch dem Kommer-ETF sehr gut aufgestellt sehen.)

    Wenn Du was machen willst: Die Hinzunahme von Small Caps finde ich eine gute Idee, bei den EM hast Du die ja auch dabei. Das vorgeschlagene 60/20/10 finde ich eine attraktive Zahlenreihe.

  • Ich würde wohl 70/20/10 machen, das lässt sich einfacher rechnen. Wie oft willst du denn rebalancen?

    Bei 30 Jahren Anlagehorizont würde ich mir über den USA-Anteil keine Gedanken machen. Das ruckelt sich zurecht.

    Ich würde vermutlich einmal im Jahr rebalancen, einfach, um die Gewichtungen grob wieder auf Ziel zu bringen.