Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Wie bereits mehrfach erwähnt sind heute Preise deutlich unter 30k möglich.

    Ja, aber die kommen halt mit entsprechenden Einschränkungen. Wenn man einen günstigen Zweitwagen sucht, ist so ein elektrischer C3 o.ä. eine super Sache. Günstiger kommt man kaum an einen Benziner. Aber Erstwagen, auch noch in der Größe für Familien, da hakt es. Deutlich unter 30k ist da nicht mehr und dann hast du einen Akku mit rund 50kWh. Macht auf der Urlaubsfahrt mit 80-10% ein Intervall von maximal 180km (im Winter eher deutlich weniger) oder gut alle 1,5h Pause und dann stehst du bei den Autos auch rund eine halbe Stunde, denn bei den günstigen Autos ist dann auch die Ladegeschwindigkeit meistens eher mäßig.*

    Das ist ja genau mein Problem...beim Verbrenner unterscheiden sich teuer und günstig vor allem im Klimbim. Der Benzin-Octavia für 25k ist ein vollwertiges Auto mit dem man problemlos über Nacht mit der kompletten Familie, Dachbox obendrauf und den Rädern auf der AHK von Hamburg nach Italien fahren kann. Viel Spaß beim Versuch, das mit einem Elektroauto zu 25k zu machen. Beim BEV differenziert sich über der praktische Nutzen aktuell noch ziemlich über den Preis aus.


    *der Punkt wird ja gerne in der Diskussion übersehen. Ein größerer Akku kommt nicht nur mit einer Ladung weiter als ein kleiner Akku. Bei gleicher relativer Ladegeschwindigkeit schafft er eben auch entsprechend mehr. 2C bei 80kWh sind halt doppelt so viel Reichweite pro Zeit wie 2C bei 40kWh.

  • Wir haben einen 5 Jahre alten Citigo (wird leider nicht mehr gebaut) mit fast 50tkm. Das perfekte Auto für die Stadt und Fahrten in die nähere Umgebung. Ist aber, zugegeben, unser Zweitfahrzeug. Laden über die normale Haushaltssteckdose (heißt mit ca. 2,4 kW, allerdings war es aufgrund der Gegebenheiten möglich, eine "dickere" Leitung direkt an den Sicherungskasten anzuschließen - nicht jede Hauselektrik mag es, auf Dauer und regelmäßig ein E-Auto zu laden). In der gesamten Zeit sind wir mit 4 oder 5 mal Ladesäulenladen ausgekommen. Es erfordert halt ein wenig "Jonglieren" mit den Ladezeiten. PV mit 4,5 kW ist auf dem Dach. Im Sommer lässt sich das Auto so quasi "kostenlos" betanken.

    Zu Winterreichweite, längeren Reisen (hier ist dieses Auto definitv nicht geeignet) etc. wurde ja schon viel geschrieben. Wir möchten ihn auf jeden Fall nicht mehr missen. Leider würden wir uns gerade mit dem Kauf eines "gleichkleinen" Fahrzeuges schwer tun, da es nichts direkt Vergleichbares auf dem Markt gibt.

  • Das geht schon mal so los,

    gebe ins navi das ziel

    daß in keinem meiner (nicht ganz wenigen) Fahrzeuge - auch nicht in den neueren - ein Navi verbaut oder nachträglich installiert wurde. Mein Fahrziel habe ich bislang nichtsdestotrotz immer erreicht.

    Oldtimerwerte sind auch gerade nicht im Höhenflug, aber manche ihrer Besitzer brauchen ein wenig um in der Gegenwart anzukommen.

    Ist das so ... ?

    Um mal ein konkretes Beispiel zu nennen (das ist erst 1,5 Jahre her)

    Mußte vor einiger Zeit mal wieder ein aktualisiertes Gutachten für ein Fahrzeug (Porsche 964 RS) erstellen lassen (wegen der Versicherung). Der "intrinsische" sozusagen reine Materialwert dürfte bei vielleicht Tausend Euro liegen (in einem Land wie beispielsweise Marokko vermutlich gen Null sprich Schrottwert tendieren, als Altauto (Baujahr 1992) noch dazu ohne Klimaanlage ...) - der Gutachter hat das Auto aber dennoch auf 255.000 € taxiert.

    Laut Porsche-Club sind die Preise für entsprechend gepflegte 964 RS (unfallfrei, nachvollziehbare Historie, Matching Numbers, deutsche Erstauslieferung, geführtes Scheckheft usw.) stabil und tendenziell eher weiter gestiegen. Das zeigt auch der Blick in einschlägige Portale.

    Ankaufspreis war damals (Ende 90er) übrigens im Vergleich ein Witz (erst recht da noch in DM gerechnet).

    Das Turbomodell vom 964er (964 Turbo S) beispielsweise hatte allein von 2023 zu 2024 um über 100.000 € auf 690.000 € zugelegt. Der 964er RSR 3.8 Liter (statt 3,6 wie im 964 RS) notiert in gutem Zustand längst siebenstellig.

    Seit geraumer Zeit verzeichnen übrigens auch frühere Volumenmodelle - so denn gepflegt und gut erhalten - sprich Brot- und Butterautos erhebliche bis enorme Preissteigerungen (wie "Enten" (Citroen 2CV), VW "Nasenbär" (VW Variant 412 L), Mercedes Benz W 123 Baureihe usw.).

    manche ihrer Besitzer brauchen ein wenig um in der Gegenwart anzukommen.

    Unabhängig von der Tatsache, daß ich nicht nur "Besitzer" sondern auch Eigentümer der Autos bin ... mit dem Ankommen in der Gegenwart scheint das so eine Sache zu sein ... so wie mit dem Realitätsbezug im Allgemeinen ja auch manchmal.

  • Sovereign welche konkreten errungenen hast du denn nun mit e-autos?

    oder irgendwelche fragen?

    oder ist das einzige was du kannst jammern?

    in diesem thread soll es um e-autos gehn und nicht um autos die puff und peng machen, und erst gar nicht um deren wert erhalt macht euch nen eigenen thread dafür auf. aber nur kurz mein alter GLA(bj 2014) mit 398000km war nix mehr wert als ich diesen abgegeben hatte, nichtmal 1500€ gabs dafür vom händler im jahr 2019


    übrigens bereits 2010 lange bevor es e-autos wirklich gab fuhren 90% der autofahrenden mit navi insbesondere auf langen strecken, schön für dich dass du IMMER !überall, egal ob in deutschland oder in europa! ohne auskommst, damit bist du die absolute Ausnahme im jahr 2026

    https://www.automobilwoche.de/nachrichten/90…vigationsgerat/

  • Aber Erstwagen, auch noch in der Größe für Familien, da hakt es. Deutlich unter 30k ist da nicht mehr und dann hast du einen Akku mit rund 50kWh.

    meine nachbarn fahren als familie (3personen) solch einen id3 als erstwagen

    https://www.autoscout24.de/angebote/volks…ing_product=mia


    und solch einen kia niro als 2. wagen

    https://www.autoscout24.de/angebote/kia-n…ing_product=mia


    ein student bei mir im haus fährt so einen zoe

    https://www.autoscout24.de/angebote/renau…ing_product=mia


    die beiden anderen studenten fahren nen benziner corsa und eine Honda CB1000, aber das nur der vollständig halber.

  • Sovereign welche konkreten errungenen hast du denn nun mit e-autos?

    Sollten damit Erfahrungen gemeint sein ... - die Erfahrung, daß dies (noch jedenfalls und in dieser Form) für mich nichts ist.

    Siehe schon Nr. 48 Abs. 1 als Radfahrer und Fußgänger und Abs. 2 als Beifahrer und Fahrer.

    oder ist das einzige was du kannst jammern?

    ?

    Freue mich fast täglich an meinem Autos.

    übrigens bereits 2010 lange bevor es e-autos wirklich gab fuhren 90% der autofahrenden mit navi

    Das mag so sein.

    insbesondere auf langen strecken

    Finde ich erstaunlich. Die Beschilderung auf Landstraßen und insbesondere Autobahnen ist doch top (fast wäre ich geneigt zu sagen "idiotensicher"). Kurzstrecken in fremden Großstädten - insbesondere im Ausland - können da deutlich anspruchsvoller in Sachen Orientierung sein.

    damit bist du die absolute Ausnahme im jahr 2026

    Damit habe ich kein (präziser nicht das geringste) Problem.

  • Sollten damit Erfahrungen gemeint sein ... - die Erfahrung, daß dies (noch jedenfalls und in dieser Form) für mich nichts ist.

    wie viele kilomter genau bist du elektrisch gefahren?

    und was war deine voll elektrisch gefahrene strecke?

    deiner bisherigen aussagen entnehme ich jedenfalls dass du selbst schonmal keines besitzt.


    wenn du kaum bis nie erfahrungen damit gemacht hast, dann hast du nunmal keine erfahrungen vorzuweisen und greifst ausschlißlich auf mutmasungen, vorturteile und das was am verbrenner stammtisch gesagt wird zurück. was im sinne des threads nicht hilfreich ist. weil weder teilst du deine persönlichen erfahrungen mit e-antrieben noch hast du fragen hierüber. das einzige was ich bislang von dir gelesen ahbe waren lobeshymnen auf den verbrenner und deine abneigeung gegen navigationsysteme. übrigens in meinem altag im umkreis von 150km brauche ich das navi auch nicht. nichtmal in den großstädten wie Essen Köln Düsseldorf oder Dortmund, in denen ich regelmäßig bei kunden unterwegs bin.

  • meine nachbarn fahren als familie (3personen) solch einen id3 als erstwagen

    Ja, aber da trifft man halt genau die Limitierungen, die ich angesprochen habe. Gut...die Dachbox wird einem beim ID3 nicht die Reichweite versauen, weil die gar nicht erst erlaubt ist (für mich eine völlig unverständliche Entscheidung für ein Auto, das äquivalent zum Golf Kurzheck sein soll, aber darum gehts ja nicht). Aber mit dem wirst du auf längeren Strecken keinen Spaß haben: https://abetterrouteplanner.com/?plan_uuid=2-6…e865ffaa6adbc66

    Solange man nur Kurzstrecken fährt und 200km für Langstrecke hält, ist das alles egal. Aber auf der Urlaubsfahrt alle 1h bis 1h20 eine Pause für 20-25 Minuten einlegen...da braucht man einen gewissen Idealismus. Und Erstwagen beinhaltet für mich ein gewisses Nutzungsprofil, das eben nicht nur aus Kurzstrecken besteht. Da müssen wir nichtmal Deutschland Nord-Süd bemühen. Mit dem Auto hätte ich auch keinen Spaß, wenn ich zum Skifahren oder Wandern gehe

  • Aber auf der Urlaubsfahrt alle 1h bis 1h20 eine Pause für 20-25 Minuten einlegen

    du hast eine strecke von hamburg bis konstanz 830km und musst insgesamt 4-5 mal laden a20-25 minuten, sehe ich tatsächlich kein ernstes problem dass das nicht als familie machbar ist einmal im jahr für urlaub, aber dass kann jeder anders sehen, wenn das für dich nicht passt, dann ist das eben so.


    es wird noch eine weile dauern bis größere elektro wagen (gebraucht) zu annehmbaren preisen verfügbar sind.

    da musst du etwas über 30 0000€ gehn z.b. dass wäre in etwa wie meiner. für etwas unter 35k

    https://www.autoscout24.de/angebote/volks…ing_product=mia


    oder nen modell 3 (ich mag allerdings das feeling in einem tesla nicht)

    https://www.autoscout24.de/angebote/tesla…ing_product=mia

  • wie viele kilomter genau bist du elektrisch gefahren?

    Bißchen schwierig das genau in Kilometern anzugeben - vor diesem Hintergrund:

    Meine eigenen Erfahrungen bezüglich E-Autos beziehen sich nur auf einige Mitfahrten bei Freunden und Bekannten sowie insgesamt drei mir zu Probefahrten überlassenen Pressefahrzeugen.

    Eine vierstellige km-Zahl wird aber auf jeden Fall zusammengekommen sein. Im Regelfall weiß ich nach ein paar gefahrenen km, ob mir ein Fahrzeug zusagt oder nicht.

    und was war deine voll elektrisch gefahrene strecke?

    Um die 330 km.

    deiner bisherigen aussagen entnehme ich jedenfalls dass du selbst schonmal keines besitzt.

    Strebe Besitz nur an, wenn dieser mich erfreut und/oder die Angewohnheit hat (langfristig) im Wert zu steigen. Im Idealfall ist das kumulativ gegeben.

    wenn du kaum bis nie erfahrungen damit gemacht hast, dann hast du nunmal keine erfahrungen vorzuweisen und greifst ausschlißlich auf mutmasungen ... zurück ...

    Was schon mal nicht zutrifft - siehe oben - und zu Deinen "mutmasungen" gehört.

    und das was am verbrenner stammtisch gesagt wird zurück.

    Nehme in unregelmäßigen Abständen an einem Börsenstammtisch teil - an einem Verbrenner-Stammtisch habe ich noch nie teilgenommen.

    das einzige was ich bislang von dir gelesen ahbe waren lobeshymnen auf den verbrenner und deine abneigeung gegen navigationsysteme.

    Manche Autos mit Verbrenner sagen mir zu, einige gefallen mir sogar - andere mit Verbrenner dagegen (gar) nicht.

    Eine "abneigeung" gegen Navigationssysteme habe ich nicht - präferiere eben nur die frühere Methode. Mehr nicht.

  • Um die 330 km.

    da brauche ich mit meinem modell am stück gefahren nichtmal ne ladestation für.

    also keine ernsthaften praxis erfharungen mit einem elektro karren im altag.


    ich sehe autofahren übrigens als notwenidg für die fortbewegung, ich habe da keine großen emtotionen mit den blechteilen, hauptsache es fährt zuverlässig ohne probleme (und das tesla cokpit hat mich btw. nicht überzeugt, weder als mitfahrerin auf 1700km (hin und zurück), noch auf den teilabschnitten der strecke beim fahrerwechsel, andere finden diese glatt gebügelten alles touch dinger ja nett, mir macht sowas eher probleme...

  • also keine ernsthaften praxis erfharungen mit einem elektro karren im altag.

    Doch - "erfharungen" weit über 1.000 Kilometer - noch dazu mit verschiedenen E-Auto-Modellen. Das war mir - ganz persönlich - aber schon (viel) mehr als genug.

    ich sehe autofahren übrigens als notwenidg für die fortbewegung

    Für meinen Teil verbinde ich übrigens gerne das Notwendige mit dem Angenehmen.


    In diesem Sinne ...

  • Leute, die einen Verbrenner fahren, mögen sich - sofern sie nicht Fragen stellen wollen - bitte woanders austoben.

    Kann es sein, dass innerhalb der ersten Stunden nach Veröffentlichung dieses Thread niemand mehr diese Bitte ernstgenommen hat?!

    Mich würden auch eher echte Erfahrungen interessieren, als "warum das alles nicht geht und die Förderung ist ja quatsch" Gedusel.

  • 2. mimimi

    3. mimimimi

    4. mimimimimi

    5. mimimimimimi

    Wenn du meine Beiträge gelesen hättest, hättest du gesehen, dass ich auch aufgrund eigener Erfahrung positive Gründe für ein E-Auto genannt habe.

    Ich bin mir auch sicher, dass die in Zukunft auch immer mehr überwiegen. Wie so häufig im Leben ist es aber nicht alles gut oder alles schlecht.

    Deinen Beitrag sagt allerdings mehr über deine geistige Unflexibilität aus als über meine.

  • Ich fahre seit 3 Jahren elektrisch. Der Verbrauch ist im Winter natürlich höher. Insgesamt komme ich über die Jahre auf 18 kWh Durchnittsverbrauch (Sommer 16 kWh, Winter 20 kWh), wobei Stadt, Land und Autobahn ungefahr zu gleichen Teilen vertreten sind. Tatsächlich ist die maximal abrufbare Leistung im Winter geringer, praktisch habe ich das noch nie bemerkt, sondern sehe es nur als Infobalken im Display.

    Von der Urlaubsfahrt ggf. abgesehen, lade ich ausschließlich zu Hause. Davon stammen 75% aus einer 7 kWhp Solaranlage. Die Wallbox kann - ebenso wie das Fahrzeug - 3- und 1-phasig laden. Dabei setze ich auf das sogenannte "Überschussladen", d.h. die Ladeleistung wird in einem Fenster von 1,4 kWh bis Maximum dynamisch an die Ertragslage angepasst. Oberhalb von 4,3 kWh wird auf 3-phasig umgeschaltet. Kurze Einbrüche (Wolke) kann der Stromspeicher puffern, statt zu unterbrechen. Ich bin eher der Wenigfahrer und arbeite zu Hause, was es mir ermöglicht das Fahrzeug oft zur Mittagszeit anzustecken.

    Letztlich war es aber, wie so oft beim Thema Auto, auch eine emotionale Entscheidung. Die Stille, keine Motorvibrationen, das geräuschlose, sofortige volle Drehmoment, das sanfte Gleiten des adaptiven Fahrwerks. ich bin zufrieden mit dieser Entscheidung.

  • es wird noch eine weile dauern bis größere elektro wagen (gebraucht) zu annehmbaren preisen verfügbar sind.

    Und damit sind wir halt wieder bei dem Punkt, auf den ich rauswollte. Mit meinem Corsa C konnte ich ohne Einschränkungen von Konstanz nach Wacken fahren. Klar, eine S-Klasse wäre komfortabler und könnte schneller fahren. Aber solange man max. Richtgeschwindigkeit fährt, ist der Unterschied vernachlässigbar. Ein Golf Kurzheck in Basisausstattung kann ein vollwertiges Familienauto sein. Für den Urlaub oder die Tagestour zum Skifahren packt man halt die Dachbox drauf. Ein ID3 ist in den Varianten mit kleinem Akku eher beim Golf als Zweitwagen angesiedelt als beim vollwertigen Erstwagen.

    Bei Elektro differenziert sich das Thema Nutzbarkeit viel stärker am Preis aus

  • Ein Golf Kurzheck in Basisausstattung kann ein vollwertiges Familienauto sein. Für den Urlaub oder die Tagestour zum Skifahren packt man halt die Dachbox drauf. Ein ID3 ist in den Varianten mit kleinem Akku eher beim Golf als Zweitwagen angesiedelt als beim vollwertigen Erstwagen.

    Für uns ist wäre das ein vollwertiges Familienauto. Sehr lange Strecken von über 1000 km fahren wir persönlich ohnehin ungern mit dem Auto, weil es dafür oft bequemere Alternativen gibt.

    Aber selbst wenn man mit dem Auto in den Urlaub fährt, macht man auf solchen Distanzen normalerweise mehrere Pausen. Insofern erscheint es mir nicht zwingend notwendig, dass ein Fahrzeug innerhalb von wenigen Minuten wieder 800 Kilometer Reichweite tanken können muss. Eine Ladepause von etwa 30-40 Minuten passt für viele Fahrten ohnehin gut zu den üblichen Stopps. Bei so langen Strecken übernachten wie auch gerne unterwegs. Uns kam es schon früher immer etwas seltsam vor, wie viele Menschen unter Zeitdruck zu ihrem Urlaubsort rasen, nur um dort anschließend drei Wochen lang nichts zu tun.

    Für die meisten Menschen geht es im Alltag vor allem um den Weg zur Arbeit, Einkäufe und vielleicht einen Ausflug am Wochenende. Dabei kommen selten mehr als 200 km am Stück zusammen.

    In der Diskussion über Elektromobilität fällt mir in diesem Land allerdings häufig auf, dass sich viele Argumente stark an den Gewohnheiten aus der Zeit der Verbrenner orientieren. Das führt teilweise zu einer sehr skeptischen Grundhaltung gegenüber neuen Konzepten. Mit fatalen Folgen für die Wirtschaft.

    Währenddessen entwickeln andere Länder (insbesondere China) die Technologie sehr schnell weiter, etwa bei Schnellladeinfrastruktur (1500 kw, in 5min das Auto vollladen) und Batterien mit sehr hohen Reichweiten (1000km+). Dort wird stärker praktisch getestet, während hier oft noch lange über die optimale Lösung diskutiert wird und gerne mit teilweise sehr weit hergeholten ,,Argumenten" an einer ,,Technologie von gestern" festgehalten wird.

    Meiner Meinung nach ist der langfristige Übergang vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität ohnehin absehbar. Je früher man sich konstruktiv damit auseinandersetzt, desto besser lassen sich die Chancen dieser Entwicklung nutzen.

  • Eine Ladepause von etwa 30-40 Minuten passt für viele Fahrten ohnehin gut zu den üblichen Stopps.

    Die 30 bis 40 Minuten sind nach meiner Erfahrung eh Werte aus der Vergangenheit. Beim letzten Trip vom Südwesten Deutschlands in die Niederlande, mit zwei Ladestops, war das Auto immer schon mehr geladen, als eigentlich nötig - d.h. die menschlichen Bedürfnisse (Essen, Kaffee, WC) haben länger gedauert als der Ladevorgang.
    So viel zu den Praxiserfahrungen, dann darum geht es in diesem Thread - und nicht um das tausendste Argument von Leuten ohne solche ;)

    Und noch eine gute Nachricht:

    https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/gerich…n-raststaetten/

    Damit sollte sich auf absehbare Zeit auch "ich brauch ein spezielles Navi zur Ladeplanung"-Thema erledigt haben. Denn wenn es an jeder Autobahn-Raststätte eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur gibt, dann kann man wirklich ohne Vorbereitung oder Planung starten.

    Die Schweiz ist übrigens schon weiter, da gibt's selbst an praktisch jedem Autobahnparkplatz mit WC mindestens zwei Schnelllader mit je zwei Ladepunkten.