Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Bis dahin erfreue ich mich am nicht mehr vorhandenen Wertverlust meines alten Autos. In der TCO komme ich billiger davon als mit jedem Elektroauto, solange sich die Reparaturen in Grenzen halten.

    das macht in vieler lei hinsichten sinn.


    Gute gebrauchte Elektro autos sind erst seit kurzem auf dem markt, die preise fangen bei der komplakt klasse bei 16 000€ (zumindest was ich auf die schnelle gesehn habe)

    auserdem geht die entwicklung immernoch vergleichsweise schnell bei den elektro fahrzeugen.

    übrigens ausschlagebend ist miterweile nicht mehr nur die akku größe, sondern auch wie effizent das auto im design ist, vor allem ältere modelle kommen trotz großem akku aufgrund von design entscheidungen und motoren mit geringerer effizentz, als bei den aktuellen weniger weit.

  • Mich irritiert die einkommensabhängige Förderung, die bekommt man nur mit einem Haushaltseinkommen unter 80k.

    Das ist ja schön und auch nachvollziehbar, nur wenn ich weniger hätte würde ich sicher keinen Neuwagen in Betracht ziehen. Das mag aber nur ich so sehen.

  • Mich irritiert die einkommensabhängige Förderung, die bekommt man nur mit einem Haushaltseinkommen unter 80k.

    Das ist ja schön und auch nachvollziehbar, nur wenn ich weniger hätte würde ich sicher keinen Neuwagen in Betracht ziehen. Das mag aber nur ich so sehen.

    Das sehen die meisten Menschen in diesem Land anders. Neuwagen werden fast ausschließlich geleast. Und dafür gibt es die Prämie ebenfalls. 200-300 Euro im Monat zahlen und erst mal 6000 Euro bekommen? Gibt schlechtere Deals.

  • Der aufmerksame Mitleser weiß, dass ich ziemlich viel fahre. Für mich ist daher v.a. die Akkureichweite bzw. der Preis am Schnelllader relevant.

    Der aktuelle Dieselpreis verursacht für mich Mehrkosten von etwa 1000€ im Jahr gegenüber Diesel für 1,50.

    Ich kann also ca. 30 Jahre weiterfahren, bis sich allein die Anschaffung des e-Autos rechnen würde.

    Der Diesel hält sicher noch 10 Jahre, hätte dann eine Laufleistung von gut 500.000 km, was bei dem Fahrzeug gut machbar scheint.

    In 2-3 Jahren verringert sich meine Fahrleistung vermutlich erheblich. Das wäre dann der Ausschlag in Richtung e-Auto.

    Es gibt sich doch hoffentlich niemand der Illusion hin, dass die staatlichen Einnahmen aus der Energiesteuer auf Kraftstoff nicht irgendwie kompensiert werden, sei es über eine Maut oder eine Steuer auf Strom. E-Autos sind heute kostenmässig kaum in der Lage mit Verbrennern mitzuhalten, wenn man an öffentlichen Säulen laden muss. Das wird sich kaum ändern, wenn der CO2-Preis weiter angehoben wird, der auch Strom von Ladesäulen betrifft.

    Ich habe keine Emotionen bzgl Verbrenner vs E-Auto. Es ist eine Entscheidung über Nutzbarkeit und Kosten.

  • 200-300 Euro im Monat zahlen und erst mal 6000 Euro bekommen? Gibt schlechtere Deals.

    In der Theorie. Die Praxis kann man schon live und in Farbe beobachten, wie es wirklich läuft. Da gibt es zum Beispiel einen Elroq für 219€/Monat mit einer Anzahlung von 6000€ und Überführungsgebühren von 1200€. Macht 13884€ auf 3 Jahre und 30 000km oder schlappe 46c/km. Absurd teuer, die Förderung wandert direkt in den Gewinn der Leasinggesellschaft

  • Vorab: Als - für mein Alter - immer noch sehr intensiver Radler sind mir diese "Silent Killer" (sprich E-Autos) per se suspekt bis unangenehm, da für mich noch gefährlicher als Verbrenner.

    Meine eigenen Erfahrungen bezüglich E-Autos beziehen sich nur auf einige Mitfahrten bei Freunden und Bekannten sowie insgesamt drei mir zu Probefahrten überlassenen Pressefahrzeugen.


    Ich rate jedem, sich das mal ehrlich durchzurechnen.

    Würde ich beispielsweise das Thema "Wohnen" mal "ehrlich durchrechnen" und allein auf den finanziellen Aspekt abstellen - würde ich statt in einem Haus mit Garten in einer 1 oder 2 ZBBB-Wohnung (Butze) leben und wohnen ...

    Geht mir beim Thema "Mobilität" nicht anders. Warum soll ich in einem E-Auto unterwegs sein, wenn ich auch in einem seidenweich laufenden Sechszylinder, einem blubbernden V8, einem Roadster mit Hochdrehzahlmotor, einem klassischen luftgekühlten 911er etc. pp. unterwegs sein (und selbst schalten) kann ... !?

    Ein Fahrzeug (oder auch KfZ sprich "Kraftfahrzeug") steht für mich zudem für Beweglichkeit auch für spontane Mobilität. Wenn ich eine längere Fahrt sozusagen strategisch vorausplanen muß und/oder schlicht und einfach in ländlichen Gebieten unterwegs bin (Stichworte: Reichweite, Lademöglichkeiten) widerspricht das meinem diesbezüglichen Verständnis.


    Wenn da schon finanzielle Aspekte einbezogen werden: In Sachen Restwerte (Werterhalt) beispielsweise habe ich bezüglich E-Autos nicht unbedingt Erfreuliches gehört. Allein aufgrund des technischen Fortschritts und der Unsicherheit rund um die Batteriegesundheit war der Wertverlust teilweise erheblich (inkl. zäher Gebrauchtwagenmarkt).

    Bei meinen Oldtimern (ein Bestandteil der Tangible Assets) verhält sich das völlig anders.


    "Paragraph Eins - jeder macht Seins" dürfte auch hier ein passender Ansatz sein.

  • schlicht und einfach in ländlichen Gebieten unterwegs bin (Stichworte: Reichweite, Lademöglichkeiten) widerspricht das meinem diesbezüglichen Verständnis.

    ich kenne bisweilen keine ländliche gegend in der ich keine lademöglichkeit gehabt hätte, weder im eifelkreis, im schwarzwald noch im erzgebirge hatte ich je probleme.

    wenn du mir eine PLZ region nennst, kann ich aber gerne mal gezielt reinschauen (ich fahre miterweile ohne jegliche planung gebe ins navi das ziel ein und fahr einfach los, wie man das mit jedem anderen treibstoff betriebenen fahrzeug eben auch tut)

  • Wie ist die Meinung zumGebrauchtwagenmarkt bei E-Autos? Ich hatte letztens geguckt und fande die Angebote gar nicht so schlimm, wie man aus manchen Ecken immer hört. Hat da jemand mehr Erfahrung? Ich sehe es nämlich nicht ein, einen Neuwagen kaufen zu müssen und hätte absolut nichts gegen einen gebrauchten E-Wagen. Und das, obwohl ich täglich 200 km fahre.

  • In der Theorie. Die Praxis kann man schon live und in Farbe beobachten, wie es wirklich läuft. Da gibt es zum Beispiel einen Elroq für 219€/Monat mit einer Anzahlung von 6000€ und Überführungsgebühren von 1200€. Macht 13884€ auf 3 Jahre und 30 000km oder schlappe 46c/km. Absurd teuer, die Förderung wandert direkt in den Gewinn der Leasinggesellschaft

    Ja eben, das ist doch nicht rational.

    Oldtimerwerte sind auch gerade nicht im Höhenflug, aber manche ihrer Besitzer brauchen ein wenig um in der Gegenwart anzukommen.

  • In der Theorie. Die Praxis kann man schon live und in Farbe beobachten, wie es wirklich läuft. Da gibt es zum Beispiel einen Elroq für 219€/Monat mit einer Anzahlung von 6000€ und Überführungsgebühren von 1200€. Macht 13884€ auf 3 Jahre und 30 000km oder schlappe 46c/km. Absurd teuer, die Förderung wandert direkt in den Gewinn der Leasinggesellschaft

    Es ging ja um Menschen, die weniger als 80.000 im Jahr verdienen und sich angeblich kein E-Auto leisten können. Die müssen ja kein Auto kaufen oder leasen, dass 45k und mehr kostet, oder? Wie bereits mehrfach erwähnt sind heute Preise deutlich unter 30k möglich. Und die kosten als Leasing keine 300 Euro und haben keine Anzahlung. Die 6000 gibt es aber trotzdem. Wer heute ein kleines, neues Auto least und die volle Prämie bekommt, fährt 2 Jahre fast umsonst. Na ja, auf Kosten des Steuerzahlers.

    Ich lease nicht. Aber die Aussage, dass diese Prämie für Menschen mit weniger als 80k nix ändere, weil sie sich ohnehin kein E-Auto leisten können, ist schlichtweg falsch.

    Einfach mal bei Händlern nachfragen. Die werden gerade überrannt von Anfragenden. Die Prämie und der Ölpreis haben die Nadel deutlich verschoben.

  • Hat da jemand mehr Erfahrung?

    der gebraucht wagen markt wird langsam besser.

    interesant ist auch mal der blick über die grenze, wo der e-auto anteil in den letzten jahren deutlich höher war & ist, z.b. Niederlande.


    Die batterien haben sich bewährt & halten wesentlich länger als vor allem zu beginn erwartet, 300 000km sind keine seltenheit bei viel gefahrenen e-autos (die reichweite haben) kleine kompakte eher kursstrecken fahrzeuge in batterien sind auch schon bei mehr als 150 000km.


    wie ich weiter oben schon schrieb, interesante angebote gibt es ab 16000€

    z.b. id3, kia e niro, tesla 3


    mit hohen kilomtern & etwas älter geht es auch schon ab 7000€ los z.b. ioniQ oder auch id3.

  • Ich schrieb übrigens nicht, dass sie es sich nicht leisten können, es ging eher darum, ob das unter diesen Bedingungen eine sinnvolle Anschaffung ist, gerade hier im Reich der Sparplaner.

    Aus Sicht des Steuerzahlers ist das eine Katastrophe. Aus Sicht einer Familie mit Kindern, die ,,nur“ 80k verdient, ist das super. Die können 2 Jahre ein kleines E-Auto fast umsonst fahren.

  • Mich irritiert die einkommensabhängige Förderung, die bekommt man nur mit einem Haushaltseinkommen unter 80k.

    Das ist ja schön und auch nachvollziehbar, nur wenn ich weniger hätte würde ich sicher keinen Neuwagen in Betracht ziehen. Das mag aber nur ich so sehen.

    Hinweis: Es geht um das zu versteuernde Einkommen (zvE). Das ist ungleich dem Nettoeinkommen. Durch Freibeträge oder wenn bspw in den letzten Jahren Elterngeld bezogen wurde, kann man da schon mal schnell drunter kommen und davon profitieren. Wir bspw warten noch mit der Steuererklärung 2025, weil wir in 2023 und 2024 deutlich weniger zvE hatten und somit fast die gesamte Förderung bekommen. Daraus resultiert dann eine Leasingrate unter 200 Euro für den id.3.

  • Natürlich ist das kein riesen Ding aber für uns trotzdem ein Minus bei der Bewertung weil ich mit einem Benziner

    1. keinen speziellen Routenplaner nutzen muss

    Dieser "spezielle Routenplaner" nennt sich Navigationssystem und ist in fast jedem BEV eingebaut, d.h. das Auto sagt dir, wo und wann du laden könntest.


    Zitat

    2. mimimi

    3. mimimimi

    4. mimimimimi

    5. mimimimimimi

    Ich finde es schon interessant, dass die gleichen Leute, die jetzt wegen 2,20 Euro für den Liter Sprit rumjammern, mit hoher Wahrscheinlichkeit die gleichen sind, die sich alle möglichen "Argumente" Contra-BEV aus den Fingern saugen und beweisen, dass sie mental maximal unflexibel sind.

  • Ich schrieb übrigens nicht, dass sie es sich nicht leisten können, es ging eher darum, ob das unter diesen Bedingungen eine sinnvolle Anschaffung ist, gerade hier im Reich der Sparplaner.

    Na gerade in diesem Sparplaner-Reich gibt's vermutlich mehr Leute als prozentual sonstwo mit einem ordentlichen Bunker für shit happens (Zusammenbruch von Schwiegermamas Uraltkiste) oder "unschlagbares Angebot beim örtlichen xy-Händler". Den Betrag für den von Irving erwähnten Renault-Twingo hätte ich jedenfalls dicke im Tagesgeld. Gerade dieser sagt mir zwar nicht zu, dessen Größe wäre aber ungefähr richtig.

    Und da beim zu versteuernden Einkommen Vermögen nicht mitgerechnet wird (oder etwa doch?) und Göttergatte+ich altersbedingt nur noch bisschen teilzeitberufstätig sind und eher miese Renten haben, würden wir sogar die Förderung kriegen.

  • Kann man dieses "fast umsonst" irgendwo nachvollziehen?

    Klar. Wer nicht anspruchsvoll ist, least sich einen kleinen BYD oder den C3. Die bekommst du auf 24 Monate für 4200 Euro Leasing. Plus 1200 Euro Bereitstellung. Wenn du verhandelst/suchst, kommst du auf 5000-5200 Euro. Die Prämie liegt bei 6000 Euro. 300 Euro THG Prämie. Steuerfrei. Versicherung 400-500 Euro. Bleiben noch fast 1000 Euro für Strom. Und das ist Leasing. Das heißt die Abschreibung ist mit Puffer drin. Wenn du das Ding kaufst, wird es noch etwas billiger.

    Oder noch einfacher: Vergleiche die Neuwagenpreise abzüglich Herstellerprämie und abzüglich Händlerrabatt mit den Gebrauchtwagenpreisen (2 Jahre 2k Kilometer). Wenn 6000 Euro Puffer sind, zahlt der Steuerzahler die Abschreibung. Das funktioniert momentan mit den meisten Kompaktwagen und Kleinwagen. Je größer das Auto, desto unwahrscheinlicher, dass die 6000 Euro reichen für die Abschreibung. Wenn die Karre aber nur 15.000-20.000 Euro kostet, musst du schon deutlich mehr als 10.000 km im Jahr fahren um 3000 Euro Wertverlust/Jahr zu haben.

    Wie gesagt: Schlecht für den Steuerzahler. Gut für den Käufer mit Kindern und weniger als 80k.