3x 10 Strategie und größere Einmaleinzahlung

  • Liebe Community,

    ich kann im kommenden Jahr eine größere Summe in mein ETF Depot investieren (ca. 80.000 Euro). Ich mache die 3x10 Strategie und würde ungefähr zur gleichen Zeit auf einen neuen ETF wechseln. Was ist aus eurer Sicht später bei der Auszahlung steuerlich günstiger (oder macht es gar keinen Unterschied):

    - Die 80.000 Euro in den "alten" ETF stecken
    - Die 80.000 Euro in den "neuen" ETF stecken
    - Summe hälftig aufteilen

    Ich tendiere zu Variante 1, weil die Anteile dann mit als letztes verkauft würden. Würde ich sie in den neuen ETF stecken, würden sie dort ja als erstes verkauft, sobald ich diesen Top anfange. Vielleicht hab ich da aber auch einen Denkfehler und es ist im Grunde egal.

    Was meint ihr?

    Viele Grüße

    Steffi

  • Wenn du Variante 1 bevorzugst brauchst du doch Variante 2 gar nicht.

    Überlege doch mal bitte, was dieses ganze Modell eigentlich steuerlich bedeuten soll.

    Wir gehen vorab davon aus, dass du keinen Broker mit der Möglichkeit von Unterdepots zum Verschieben hast.

    Ich tendiere zu Variante 1, weil die Anteile dann mit als letztes verkauft würden.

    Nehmen wir mal an, du hast in deinem Depot ETF-Anteile des MSCI World im Wert von 160.000 Euro, die im Schnitt mit 30 Prozent im Plus sind.

    Mit Variante eins hast du dann 240.000 €. Verkaufst du dann zum Beispiel ETFs für 40.000 €, werden genau die Anteile verkauft, die vermutlich am meisten Gewinn gemacht haben.
    Wenn du also diese Variante bevorzugst, brauchst du überhaupt keine Variante zwei.

    Kaufst du hingegen für 80.000 € einen anderen ETF auf den MSCI World, kannst du bei der Entnahme entscheiden, welches Geld du entnehmen willst.

  • Vielleicht hab ich da aber auch einen Denkfehler und es ist im Grunde egal.

    Moin SteffiS willkommen im Forum.

    Ich habe zwei Depots bei meinem Anbieter und übertrage wenn es ans Entsparen geht immer die „alten“ Anteile ins andere Depot und die neusten bleiben nach FIFO im Depot zurück. Diese neuen Anteile kann ich dann verkaufen. Der Übertrag dauert ein paar Tage bei meinem jetzigen Broker DKB.

    Beim nächsten Entsparschritt werden die alten Anteile dann wieder ins leere Depot verschoben und so weiter. Da spare ich mir diese ganze 3mal 10 Geschichten und Entspare so wie ich es dann brauche.

    Einfachheit gewinnt.

    Dir gute Finanzentscheidungen.

  • Siehe Variante 2: Depotübertrag ins Zweitdepot erklärt hier. (Wie von Horst oben erwähnt).

    Geht halt nur, wenn dein Broker Unterdepots anbietet.(Siehe Kommentar von tomarcy)

    (Theoretisch ginge auch Depotübertrag zu einer anderen Bank. Das ist aber aufwändiger, und man sollte sicherstellen,dass auch die Kaufkurse korrekt übertragen wurden.)

  • Zuallererst solltest du dich fragen, ob du an 3x10 festhalten willst. Wenn ja, ist deine Anfrage eigentlich leicht beantwortet: alles in den ersten ETF, wenn die ersten 10 Jahre noch nicht voll sind.

    Ansonsten würde ich verschiedene Mischformen in Betracht ziehen. Wenn z.B. im ersten ETF schon mindestens 50.000€ oder 60.000€ sind, einfach mit dem neuen Geld einen zweiten kaufen und dann mit der Sparrate einen dritten anfangen. Es spricht ja auch nichts gegen 3x80.000€, zumal der Einmalkauf steuerlich natürlich besonders interessant ist, weil es nur einen Einstandswert gibt.

    Alles in allem hängt es in meinen Augen davon ab, a) wie viele von den 3x10 noch übrig sind, b) wie viel im ersten ETF steckt und c) wie viel idealerweise noch angespart werde soll.

  • fabioso: du ziehst mehrere ETFs der Lösung mit Unterdepots vor? Falls ja, warum? Mir scheint das aufwendiger.

    Nein, tu ich nicht, aber SteffiS. Zumindest wissen wir noch nicht, ob sie sich das mit den Unterdepots überhaupt vorstellen könnte und ob ihr Broker Unterdepots zulässt.

    Abgesehen davon könnte ich mir für mich persönlich vorstellen, in dem beschriebenen Fall für die anstehenden 80.000€ tatsächlich einen zweiten ETF anzulegen und dann den ersten weiter zu besparen.

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