Geldmarkt-ETF Xtrackers DBX0AN vs. BNP A41BTT

  • Aus diesem Grund sollte man im risikoarmen Teil übervorsichtig sein und „über das Ziel hinausschießen“. Man sollte eine Anlageform wählen, die momentan das absolute Maximum beim Thema Sicherheit darstellt. Auch wenn man denkt, dass etwas anderes „fast genauso sicher“ sei, aber ein bisschen mehr Rendite bringt und ,,eigentlich nicht ausfallen kann".

    Also . . .kein DBX0AN . . .kein Smart Overnight . . . . sondern kurzlaufende deutsche Staatsanleihen.

    Auch: Kein SWAP-ETF im risikobehafteten Teil. Je weniger ,,Schichten", desto besser, solange es einigermaßen günstig abzubilden ist.

    Die Aufteilung zwischen risikoreich (Aktien) und risikoarm (Bundesanleihen) ist mir viel zu digital. Da werden ganze Assetklassen (z.B. Corporates) komplett ignoriert, es gibt sehr breite Grauabstufungen dazwischen. Durch die größere Diversifikation halte ich es auch für sicherer, diese Bereiche mit zu nutzen.

    Man weiß eben nicht, wo ein Black Swan auftritt! Eine Rakete von Moskau nach Berlin und es sind die Bundesanleihen?

  • Die Aufteilung zwischen risikoreich (Aktien) und risikoarm (Bundesanleihen) ist mir viel zu digital. Da werden ganze Assetklassen (z.B. Corporates) komplett ignoriert, es gibt sehr breite Grauabstufungen dazwischen. Durch die größere Diversifikation halte ich es auch für sicherer, diese Bereiche mit zu nutzen.

    Ich denke nicht, dass Unternehmensanleihen für Privatanleger sinnvoll sind.

    Irving
    9. Mai 2026 um 14:34
  • Ich denke nicht, dass Unternehmensanleihen für Privatanleger sinnvoll sind.

    Irving
    9. Mai 2026 um 14:34

    Dort wurde schon auf diese seltsame Ansicht geantwortet.

    Anleihen von Siemens z.B. sind wohl nicht unseriös.

  • Dort wurde schon auf diese seltsame Ansicht geantwortet.

    Anleihen von Siemens z.B. sind wohl nicht unseriös.

    Bei Minus 1% realer Rendite und auf Festgeld-Niveau schon. Siehe mein Beitrag.

  • Das hat erstmal mit der Seriösität von Unternehmensanleihen nichts zu tun.

    Ich selber habe aber gar keine.

    Doch das hat es. Weil Siemens an institutionelle Anleger einen Aufschlag zahlt und der Kleinanleger die Gurken bekommt. Was soll der Zweck sein? Bei einer real negativen Rendite fällt ,,Vermögensaufbau" aus. Und mit 0.3% Risikoprämie, fällt auch ,,Sicherheitsbaustein" aus. Kann man ja gleich Staatsanleihen kaufen. Ich wiederhole mich: Es gibt keinen use-case für Unternehmensanleihen in Portfolios von Privatanlegern.

  • Die Siemensanleihe war ein Beispiel. Ich bin doch gleicher Meinung wie du.

    Oben hatten wir aber den Hinweis, dass jemand der z.B. eine Summe für 5 Jahre anlegen will, mit einer Anleihe besser als mit Festgeld fährt.

  • Ich denke nicht, dass Unternehmensanleihen für Privatanleger sinnvoll sind.

    Das hat Bernstein auch so vertreten und wenn man sich die Effizienzlinie anschaut, liegen Unternehmensanleihen meiner Erinnerung nach knapp unter einer entsprechenden Mischung aus Aktien+Geldmarkt. (Das müsste man aber noch mal genauer recherchieren. Kann gut sein, dass die Kurve sich nur auf bestimmte Zeiträume bezogen hat).

    Für die normale Altersvorsorge sehe ich für mich auch keinen Usecase für Unternehmensanleihen.
    Übrigens: wer in einen DBX0AN investiert, hat oft signifikante Anteile an Unternehmensanleihen im Wertpapierkorb.

    Doch was wäre mit diesem Case:
    Ein Privatanleger hat ein Ansparziel in 6 Jahren. Er möchte im Notfall an das Geld herankommen. Festgeld scheidet also aus.
    Bundesanleihen mit Laufzeit zum Zieldatum scheiden im Prinzip ebenfalls aus, weil diese nicht besparbar sind.
    Der Privatanleger ist zu risikobereit für einen reinen eb.rexx 0-1 und möchte die Chance auf höhere Rendite bei so einem langen Zeitraum.
    Wenn er nicht nur die Risikotoleranz hat, sondern auch die -kapazität (also nicht zwingend auf einen bestimmten Zielbetrag angewiesen ist): Was spricht gegen einen passenden ibonds € Corp Bond ETF?
    Oder würde dieser Anleger eher Geldmarkt+Aktien Moderat mischen und nach festem Schema derisken (also die Aktienquote nach und nach auf 0 reduzieren?

  • ibonds € Corp Bond ETF

    Die sind GAR NIX….


    Siehe hier. Klare Ansage: Walz dagegen, Kommer dagegen, Irving dagegen, andere nette Foristys hier mit viel Erfahrung auch dagegen….

    Moby_HH
    3. Februar 2026 um 08:22
  • Was spricht gegen einen passenden ibonds € Corp Bond ETF?

    Die geringe Rendite im Vergleich zu den Alternativen Festgeld und Tagesgeld. Abzüglich der Kosten liegt die Rendite für einen ibonds bis 2030 bei 3,2%. Wenn alles gut geht. Wenn Finanzkrise ist, geht der in die Knie und ob er wieder aufsteht wissen wir heute nicht. Immerhin 1/4 Finanzinstitute. Warum soll man sich sowas antun, wenn es 3% aufs Festgeld gibt?

  • Warum soll man sich sowas antun, wenn es 3% aufs Festgeld gibt?

    Festgeld kann man halt nicht verkaufen.
    Aber stimmt schon: Wenn man noch 0,3 für mögliche Defaults abzieht, ist der Spread zu Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit bei vielleicht noch 0,2.

    Und Defaults treten wahrscheinlich auch nicht im statistischen Mittel, sondern entweder ganz oder gar nicht auf.

  • Festgeld kann man halt nicht verkaufen.

    Das muss man ja nicht, wenn man ein fixes Sparziel hat. Und für alle anderen Ziele benötigt man weder Festgeld noch Anleihen. Dann hat man nämlich nur zwei Töpfe:

    1. Eine Kapitalanlage, die inflationsbereinigt Rendite abwirft

    2. Eine Reserve, die auch in der Krise sicher und liquide ist.

    In beide passen Anleihen nicht rein. Aktien und der Geldmarkt schon.

    Lang laufende Anleihen für Privatanleger sind der Versuch ,,ein bisschen schwanger" zu sein. Am Ende hat man aber das schlechte von zwei Welten: Keine positive reale Rendite und keine sichere Reserve in der Krise.

    Dazu gibt es gute Studien. Im Endeffekt laufen Anleihen und der Aktienmarkt langfristig in die gleiche Richtung. Das Problem ist, dass ein Zeitraum mit hoher Inflation Anleihen dermaßen belastet, dass man sich real oft über Jahrzehnte nicht erholt. Und am Ende zählen halt nur reale Renditen.

  • Mal ein Zwischenruf von der Seitenlinie: ich habe viel zu wenig Ahnung von dem, was hier besprochen wird. Aber es ist total spannend, die einzelnen Beiträge zu lesen. Ich möchte mich hiermit mal bei allen Aktiven für diese tolle Diskussion bedanken!

  • Ich wiederhole mich: Es gibt keinen use-case für Unternehmensanleihen in Portfolios von Privatanlegern.

    Wer 100% Aktien hat und KISS predigt, mag das so sehen.

    Ich sehe das anders. Im Gegensatz zu Aktien (Portfolioanteil 60%, buy and hold) trade ich Anleihen aktiv. Dabei nutze ich die breiten Geld/Brief-Spannen von wenig gehandelten Anleihen zu meinem Vorteil, Limite liegen ständig am Markt. Dadurch sind meine Renditen deutlich höher, als von Bundesanleihen. Kontrahentenrisiken sind über viele Emittenten gestreut.

    Umgekehrt würde ich Festgeld nicht nutzen. Aufgrund der Nichthandelbarkeit müsste es eine deutlich höhere Rendite, als eine passende Anleihe haben. Das ist aber nicht der Fall. Festgeld ist m.E. für Anleger, die Anleihen nicht verstehen oder sehr bequem sind. Für Banken ein margenstarkes Produkt.

    Weil Siemens an institutionelle Anleger einen Aufschlag zahlt und der Kleinanleger die Gurken bekommt.

    Wie es bei Siemens ist, kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest bei Banken gilt folgendes: Für Banken ist das Rating sehr wichtig und die Ratingagenturen schauen genau darauf, wie hoch der Anteil von Anleihen ist, der bei Privatanlegern platziert ist. Hintergrund ist, dass institutionelle Anleger eben auch mal schnell eine Anleihe zurückgeben, wenn eine dumme Meldung über die Ticker kommt oder aus anderen Gründen. Das sind dann idR. 9- bis 11-stellige Summen auf einen Schlag. Bei breit gestreuten Retailemissionen besteht diese Gefahr nicht, hier sind die Rückflüsse sehr kleinteilig, gering und wenig schwankend. Daher haben z.B. Landesbanken, die keine Privatkunden haben, umfangreiche Retailemissionen und sind sogar bereit, dafür höhere Fundingspreads zu zahlen.

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