– und genau deshalb für viele sinnvoll
Hallo zusammen,
oft wird so über Welt-ETFs gesprochen, als wären sie
die perfekte Anlagestrategie.
Das sind sie natürlich nicht – aber ehrlich gesagt gibt es die „beste“ Strategie ohnehin nicht. Jede Geldanlage hat Vor- und Nachteile und muss zur eigenen Risikobereitschaft, zum Zeithorizont und auch zur persönlichen Disziplin passen.
Ein weltweit gestreuter ETF verfolgt vor allem ein Ziel: Er versucht nicht, den Markt zu schlagen, sondern den durchschnittlichen Marktertrag möglichst unkompliziert und kostengünstig abzubilden. Passives Investieren bedeutet also bewusst, auf die Suche nach dem „nächsten Gewinner“ zu verzichten.
Das wirkt auf manche langweilig – ist langfristig aber erstaunlich effektiv.
Historisch lagen breit gestreute Aktienanlagen langfristig ungefähr bei durchschnittlich 6 % Rendite pro Jahr beziehungsweise in einer Größenordnung darum. Natürlich schwanken die Märkte teils erheblich und einzelne Jahre können deutlich schlechter oder besser laufen. Aber genau dieser langfristige Durchschnitt ist für viele Anleger bereits „gut genug“.
Denn bei etwa 6 % Rendite verdoppelt sich Vermögen ungefähr alle 12 Jahre durch den Zinseszinseffekt:
- 10.000 € werden langfristig etwa zu 20.000 €
- daraus werden später etwa 40.000 €
- und langfristig daraus wiederum etwa 80.000 €
Nicht durch komplizierte Strategien, sondern vor allem durch Zeit, Geduld und konsequentes Investieren.
Natürlich wird es immer Anleger geben, die zeitweise besser abschneiden als ein Welt-ETF.
Manche haben Glück, andere den richtigen Zeitpunkt erwischt. Das Problem ist nur: Niemand weiß vorher zuverlässig, wer das langfristig schafft.
Deshalb kann ein Welt-ETF für viele Menschen eine pragmatische Lösung sein:
- breit gestreut,
- einfach verständlich,
- kostengünstig,
- und mit hoher Wahrscheinlichkeit nah an der allgemeinen Marktentwicklung.
Nicht perfekt. Nicht maximal renditestark. Aber für viele langfristig gut – und genau das wird oft unterschätzt. Oder?
LG