Soziale Kriterien bei der Wahl der Bank/des Brokers

  • Viele in diesem Forum machen sich Gedanken, aus der Geldanlage möglichst viel herauszuholen. Damit meine ich nicht (nur) an der Börse direkt, sondern auch mit Dingen wie Tagesgeldhopping, Zinsaktionen, Kontoführungs- oder Transaktionsgebühren. Beweisstück A: Ein Großteil der Themen der letzten Jahre 8)

    Auch gibt es einige, die bei, nennen wir es mal arbeitspolitischen/sozialpolitischen Themen wohl eher stark links orientiert sind. Und manchmal gibt es da eine gewisse Schnittmenge. Beweisstück B lassen wir da mal lieber weg 8o

    Mit ausgelöst von der Berichterstattung zur C24-Filiale in Mainz (SWR) stelle ich mal folgende, provokant formulierte These in den Raum: Jeder, der bei Zinshöhen/-aktionen, Gebühren... gleich zur preiswertesten Bank springt, jedem sonst verlorenen Cent nachtrauert, nimmt damit auch ganz bewusst in Kauf, dass rund um sein Geld nicht jede Putzfrau Mindestlohn bekommt, nicht jeder Mitarbeiter den Privatbanken-Tarifvertrag kennt, so Aktionen wie in Mainz ablaufen...

    Nicht jeder muss zur Sparkasse laufen, weil man da Onkel Otto direkt nach dessen Lohngruppe fragen kann. Aber im Banken-/Broker-Bereich gibt es sicher auch genügend Auswahl, wo man eher vernünftige Arbeits-/Sozialbedingungen annehmen mag, als bei anderen. Aber während solche Kriterien vielleicht bei jedem anderen Konsum bis hin zur ETF-Zusammenstellung hinterfragt werden, sind sie dem ein oder anderen dann doch bei der Auswahl des Finanzunternehmens wieder sch***egal.

    Oder? (<== Falls einer die Frage sucht ;))

    Alternativ: Wer achtet bewusst auf solche Themen bei der Bank, dem Broker? Wie umfangreich beschäftigt man sich damit?

  • Tja,
    sicherlich hast Du nicht ganz unrecht. Das lässt sich auf viele Bereiche des Lebens erweitern (z.B. Online-Shopping, usw.).
    Nur am Ende ist mir inzwischen das eigene Hemd näher als die Hose von anderen. Schließlich hat man auch über Jahrzehnte lang der Finanzindustrie 'vertraut'. Und die Ergebnisse davon sieht man heute. :rolleyes:
    Mein schlechtes Gewissen hält sich daher beim Thema Banken/Versicherungen in Grenzen.

  • Ich bin bei der Sparda Bank München, weil diese

    a) einen guten Kundenservice vor Ort anbietet

    b) am Konzept der "Gemeinwohl-Ökonomie" mitmacht. https://gruenderplattform.de/green-economy/gemeinwohl-oekonomie

    c) transparent mit den Eigenanlagen umgeht. Eigenanlagen & ESG-Investments - Sparda-Bank München

    und d) ihre Produkte und Leistungen zu marktüblichen Konditionen anbietet.

    Unter anderem wird die Sparda Bank München als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet. Familienfreundlicher Arbeitgeber - Sparda-Bank München

  • Ich achte schon darauf, schon aus Eigeninteresse.

    Denn wie eine Bank oder Versicherung ihre Mitarbeiter behandelt, wird im Zweifel von den gleichen Prinzipien geleitet wie der Umgang mit den Kunden.

    Klar, jede Bank möchte Profit machen. Aber es gibt ehrenwerte Kaufleute und solche, die wie der Orangefarbene auftreten.

    Bei einer Bank, von der ich noch nie gehört habe, würde ich zB nicht anlegen. Auch eine, von der ich schlechtes höre, würde ich meiden.

    Auf die Gebühren achte ich auch, aber ich bin keine "kostenlos"-Fanatiker ("there is no free lunch"). Service und Anständigkeit sind mir sehr wichtig.

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