Autokauf bar teurer als Leasing

  • Offensichtlich ist es schwer zu verstehen das der Barzahler Geld in ein Auto investiert, das immer weiter an Wert verliert. Dazu steigt permanent der Preis des zukünftigen Ersatz. Und es ist egal wie günstig man den alten gekauft hat und wie lange man ihn am laufen gehalten hat - irgendwann kommt der Tag x. Und da reichen dann heute keine schlanken 25k mehr, sondern eher 35k. Wo kamen die nochmal her?

    Aber sei es drum. Ich habe noch einen 30 Jahre alten Wagen in der Garage stehen. Wertverlust ist dabei endgültig bei 0€ angekommen. Dafür sind die anderen Kosten insbesondere im Vergleich zur km Leistung so hoch, das es mein teuerstes Auto ist.

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  • Ihr geht beide nicht auf die Opportunitätskosten ein.

    Ich habe vor ein paar Tagen eine Rechnung aufgestellt, dass auch mit Opportunitätskosten das Kaufauto billiger ist als Leasing. Im ersten Zyklus schon, darüber hinaus erst recht. Das war allerdings bevor sich ein gewisser neuer Nutzer angemeldet hat und jetzt jeden zweiten Beitrag dieses Threads schreibt und nicht auf Argumente eingeht.

    Was ist eigentlich gerade dein Ziel? Autos untereinander vergleichen oder Autos mit dem ÖV und Fahrrad?

    Sofern in vernünftiger Qualität vorhanden, ist ÖV nicht zu schlagen. Die 63€ eines DT entsprechen im günstigen Fall rund 200km nach Vollkosten...wirklich brauchbar ist ÖV aber meist nur im städtischen Gebiet und dann reden wir von Kurzstrecke, Stadtverkehr und entsprechenden Auswirkungen auf Verbrauch und Verschleiß. Fahrrad ist auch immer günstiger als Auto, für Kurzstrecken im Stadtverkehr auch nicht langsamer. Dafür deutlich flexibler als ÖV. Aber es spricht ja überhaupt nichts dagegen, für die 3km ins Büro das Rad zu nehmen und für längere Fahrten das Auto. Auch mit dem Profil hatte ich meine 20-25 000km im Jahr zusammen.

    Wenn es aber darum geht, Autos untereinander zu vergleichen, sind eben weniger als 30c schon möglich. Nicht für jeden aber die Faktoren für eine niedrige TCO habe ich gestern detailliert aufgeführt.

  • Wenn es aber darum geht, Autos untereinander zu vergleichen, sind eben weniger als 30c schon möglich. Nicht für jeden aber die Faktoren für eine niedrige TCO habe ich gestern detailliert aufgeführt.

    Vergleicht man Autos untereinander, kann man die Opportunitätskosten weglassen. Da gebe ich dir recht. Auf 30 Cent kommt man zwar trotzdem nicht, aber die Kombination aus Barkauf + gebraucht + lange fahren ist in dem Fall sicherlich die finanziell vernünftige Wahl. Übrigens: Beim Thema Opportunitätskosten darf man auch den Arbeitsplatz nicht vergessen. Wer den ohne Auto nicht oder schlecht erreicht, muss eine ganz andere Rechnung aufstellen.

    Zitat von LebenimSueden

    Sofern in vernünftiger Qualität vorhanden, ist ÖV nicht zu schlagen. Die 63€ eines DT entsprechen im günstigen Fall rund 200km nach Vollkosten...wirklich brauchbar ist ÖV aber meist nur im städtischen Gebiet und dann reden wir von Kurzstrecke, Stadtverkehr und entsprechenden Auswirkungen auf Verbrauch und Verschleiß.

    Da gebe ich dir recht. Ich würde aber auch beim ÖPNV alle Kosten berücksichtigen. In vielen Fällen ist hier Zeit ein entscheidender Faktor. Auch die hat einen Wert.

  • Doch. 2 Beispielrechnungen wurden im Thread hier gemacht.

    Das ist immer eine Glaubensfrage wie hoch, oft und gravierend die Reparaturen sein werden. Wenn man davon ausgeht, dass kaum was ist und das auch so eintritt, kann man durchaus sehr günstig fahren. Meine Erfahrung ist in dem Bereich sehr durchwachsen und die Zahlen vom ADAC geben mir recht. Sowas kann lange gut gehen. Es reicht aber ein ,,Problemauto" und die ganze Rechnung fällt in sich zusammen. Ich habe auch meine Zweifel, ob man das in dem Maße beeinflussen kann wie es hier beschrieben wird. Ein Auto ist nun mal eine Maschine und die kann launisch sein. Selbst bei gleicher Marke und gleichem Modell sind die Unterschiede teilweise erheblich und der Faktor Glück spielt eine entscheidende Rolle.

  • Das ist immer eine Glaubensfrage wie hoch, oft und gravierend die Reparaturen sein werden.

    Ich zitiere an der Stelle nochmal von gestern:

    Macht um die 25-26c/km zuzüglich ungeplanter Reparaturen

    4c/km Luft für Reparaturen auf 250 000km = 10 000€

    Reicht locker für alle Schäden, die das Auto zu verantworten hat. Sieh es einfach ein...es geht für unter 30c. Aber halt nicht bei 10 000km im Kurzstreckenbetrieb

  • Ich zitiere an der Stelle nochmal von gestern:

    4c/km Luft für Reparaturen auf 250 000km = 10 000€

    Reicht locker für alle Schäden, die das Auto zu verantworten hat. Sieh es einfach ein...es geht für unter 30c. Aber halt nicht bei 10 000km im Kurzstreckenbetrieb

    Wir drehen uns im Kreis. Du behauptest, dass es bei dir so ist. Ich sage es ist und war anders bei mir. Jede Untersuchung, die ich kenne, bestätigt mich. Ich glaube dir schlichtweg nicht, dass du ein Auto für unter 30 Cent fahren kannst und kaum Reparaturen für mehrere 100.000 Kilometer hast, weil du das durch dein Fahrverhalten beeinflussen könntest. Das ist aber nicht weiter schlimm. Menschen sind verschieden. Meinungen dürfen unterschiedlich sein.

    Das ist auch eine interessante Seite für Fahrer, die sich ihr Auto schön rechnen. ;)

    https://www.fahrzeugschein.de/blog/artikel/w…n-auto-wirklich

  • Offensichtlich ist es schwer zu verstehen das der Barzahler Geld in ein Auto investiert, das immer weiter an Wert verliert. Dazu steigt permanent der Preis des zukünftigen Ersatz. Und es ist egal wie günstig man den alten gekauft hat und wie lange man ihn am laufen gehalten hat - irgendwann kommt der Tag x. Und da reichen dann heute keine schlanken 25k mehr, sondern eher 35k. Wo kamen die nochmal her?

    Aber sei es drum. Ich habe noch einen 30 Jahre alten Wagen in der Garage stehen. Wertverlust ist dabei endgültig bei 0€ angekommen. Dafür sind die anderen Kosten insbesondere im Vergleich zur km Leistung so hoch, das es mein teuerstes Auto ist.

    Dein Beitrag trifft das Problem sehr gut. Je älter die Karre ist, desto höher und häufiger sind die Reparaturen. Und bei einem relativ neuen Wagen mit Garantie schlägt der Wertverfall extrem zu. Der Sweet Spot scheint ab einem Alter von 2-3 Jahren zu sein. Meine Erfahrung ist, dass man viel Glück haben muss. Das eine Auto fährt gefühlt ewig ohne Probleme und das andere steht jedes Jahr mehrfach in der Werkstatt. Je nachdem welche Erfahrung man hat und wie akribisch man alle (!) Kosten notiert, sieht die Meinung bei den Kosten anders aus. Was zählt sind aber nicht die positiven Ausreißer, sondern das ganze Fahrerleben mit vielen Autos und allen Kosten. Das ist und bleibt ein teurer Spaß (den ich mir gerne gönne, aber den ich mir nicht schön rechne).

  • Ich wiederhole mich gerne. Faktenbasiert.

    Es gibt Probleme, die fast nur bei Kurzstrecke auftreten oder sich durch die Fahrweise beeinflussen lassen - AdBlue-System, Abgasrückführung, Ölverdünnung, Bremsenverschleiß, Partikelfilter, Reifen.

    Auch mit Blick auf solche Probleme hilft es, nicht den nächstbesten Neuwagen zu kaufen, sondern zu warten, bis die ersten Leasingrückläufer da sind und die Fahrer sich über die Qualität des Fahrzeugs im Internet äußern.

    Ich habe mir ganz bewusst dieses Auto gekauft, weil es mit einem Taximotor für 500.000 bis 1 Mio. km gut ist und ansonsten neben dem AdBlue-System (was aber eine Folge von Kurzstrecken ist) keine relevanten Probleme hat, die man auf mangelhafte Konzeption zurückführen kann. Ein wenig relevanter Konstuktionsfehler sind die Schalter für die Fensterheber. Achso - und meine langen Beine mussten auch passen.

  • Ich glaube dir schlichtweg nicht, dass du ein Auto für unter 30 Cent fahren kannst und kaum Reparaturen für mehrere 100.000 Kilometer hast, weil du das durch dein Fahrverhalten beeinflussen könntest.

    Ich habe hier ein ganz reales Auto stehen, 238 000km. Abseits von Inspektion, Ölwechsel, Bremsen und Reifen hatte ich da folgende Reparaturen: 1 x Spur einstellen (habe ich wohl ein Schlagloch zu forsch genommen), 1 x Wasserpumpe mit Zahnriemen, 1 x leckender Kühlerschlauch. Dazu kommen noch einmal ein neues Spiegelgehäuse und einmal das linke Rücklicht. In beiden Fällen kann das Auto nichts für, das lag am Fahrer der Hindernisse gestreift hat. Achja, ein Birnchen fürs Fernlicht hatte ich und 2 fürs Abblendlicht. Das Auto läuft immer noch auf der ersten 12V-Batterie.

    Welche Reparaturen sollen denn bei 250 000km auftreten, die in Summe 10 000€ (!) übersteigen? Wartung habe ich ja schon mit eingerechnet in den 25-26c. Für das Geld ist sogar ein Motortausch drin oder drölfzig neue Zahnriemen beim Ölläufer. Wobei man sich den heute nicht mehr kauft, wenn man ein bisschen Verstand hat.

    Du musst mir nicht glauben, du brauchst nur rechnen. Ich habe gestern alles schön ausklamüsert und die Mathematik interessiert sich nicht für deinen Glauben. Also nenne mir jetzt doch einfach den konkreten Fehler in meiner Rechnung.

  • Welche Reparaturen sollen denn bei 250 000km auftreten, die in Summe 10 000€ (!) übersteigen? Wartung habe ich ja schon mit eingerechnet in den 25-26c. Für das Geld ist sogar ein Motortausch drin oder drölfzig neue Zahnriemen beim Ölläufer. Wobei man sich den heute nicht mehr kauft, wenn man ein bisschen Verstand hat.

    245 tkm, davon 155 tkm bei mir.

    Eine Batterie, 10 Zentimeter Kabel, ein Aufhängungsteil. In der Summe 1000€. Wenn man will, kann man noch die Bremsbeläge hinten dazu rechnen. Aber dann ist wirklich Ende.

  • Welche Reparaturen sollen denn bei 250 000km auftreten, die in Summe 10 000€ (!) übersteigen?


    Typische Reparaturen bei einem Diesel mit dieser Laufleistung:

    • Kupplung mit ZMS / ca. 1000€
    • Turbolader / ca. 1000€
    • Zahnriemen inkl. Wasserpumpe / ca. 1000€
    • Partikelfilter / ca. 2000€ / oder Reinigung ca. 400€
    • Fahrwerk (adaptiv) / ca. 2000€
    • Scheinwerfer Xenon / LED / ca. 1000€ pro Stück
    • Glühkerzen / 20 bis 150€ pro Stück
    • Injektoren / 400€ pro Stück
    • Klimakompressor 500€

    Das ihr bislang keine Reparaturen hatten ist eine Mischung aus Glück und guter Wartung/Umgang.

    Hersteller legen die Komponenten offiziell für ca. 180tkm aus. Alles darüber ist kostenlose Zugabe.

  • Schön sind vor allem Software oder busfehler. Raucht dir mal nen Steuergerät ab, ist man ganz schnell ne Stange Geld los. Bei mir ist nach 170k Kilometern das Navi defekt gewesen. Keine Musik mehr kein gar nichts möglich. Originalteil gab es nicht mehr und musste auf ein anderes System umgebaut werden, das jetzt aber ein 300% Upgrade ist😅

    Schön und teuer war auch der Lüftungsmotor der gefressen hat, wie auch immer das passieren konnte. War auch nur noch in der Vetragswerkstatt zu bekommen (wenn man nicht erfahren ist und sowas vom Schrott holen kann).

    Also man kann absolut viel Pech haben, allerdings sollte das nicht die Regel sein.

    Man kann autos auch extrem günstig fahren. Mein alter astra kombi ist bei meinem Arbeitskollegen immernoch im Einsatz. Hat auf dem Weg zur Meisterschule mal richtig Kilometer gefressen und bis auf eine etwas größere Kleinigkeit (weiß nicht mehr was es war) hat der nur Wartung erlebt und rennt besser als je zuvor. Aber man muss schon genau darauf achten welche Version man kauft. Hatte sehr gute Expertise an der Hand und denke jede andere Motorisierung hätte jetzt schon massive Probleme bekommen. Da ist es wirklich gut wenn man einen oder ein paar Leute kennt die wirklich in der Materie stecken.

  • Das ihr bislang keine Reparaturen hatten ist eine Mischung aus Glück und guter Wartung/Umgang.

    Oder auch einfach vernünftige Ausstattung. Wo kein adaptives Fahrwerk ist, geht auch keines kaputt. Meine LED-Birnchen haben als Paar 90€ gekostet. Diese Komplettscheinwerfer sind eine Pest, eben weil die nur komplett getauscht werden können. Leider gibt es mittlerweile kaum noch Autos mit Birnchen.

    Ansonsten...Kupplung ist wie der Partikelfilter eine Frage des Fahrprofils. Wer Kurzstrecken vermeidet, kann einen Partikelfilter weit über 300 000km fahren. Und die Glühkerzen werden auch nur zum Kaltstart benötigt. Wenig Kaltstarts, wenig Verschleiß. Und selbst wenn ich deine komplette Liste nehme, komme ich in den Bereich von 10k oder eben 30c/km. In der Praxis tritt aber nicht alles auf. Zuverlässig tritt nur der Zahnriemen auf, denn der ist bei mir nach 200 000km zu tauschen. Auch ohne Schaden.

  • Da hast du leider recht. Es gibt mir zu denken, dass ich mich so anhöre, da ich
    bis dato so gar nicht zu solchen Theorien neige und mich von Aluhüten, Chipimplantatbefürchtern und Reichsbürgern so weit fernhalte wie ich nur kann.

    Sprachlich werde ich mich daher unbedingt wieder aus diesem Eck entfernen, inhaltlich erst, wenn ich es geschafft haben sollte, mein Bargeld mit lukrativem Rabatt loszuwerden 😉

    Falls sich jemals ein Ösi in diesem thread verirren sollte weil er sich die Eingangsfrage (Leasing in der ö. Ausfinanzierungsvarinte oder Barkauf) stellt kommt hier meine persönliche Auflösung des Dilemmas:

    Ö. Händler lassen sich bei Barkauf flächendeckend kaum drücken, das „Leasingkaufangebot“ ist ausgerechnet fast immer mit den aktuell veranschlagten Zinsen am Ende leicht billiger als Barkauf. Andrerseits sind die Zinsen variabel, also sind Überraschungen vorprogrammiert.

    Nach ewig langem Suchen habe ich eine einzige Tageszulassung 4/26 km 0 gefunden, deren Barkaufpreis € 4000 billiger war als der Barkaufpreis eines Neuwagens und leicht billiger als der Finanzierungspreis beim selben Auto ohne Tageszulassung und auch billiger als die Finanzierung von TZs bei anderen Händlern (bei denen zumindest Lt. Inserat auch bei TZs die Finanzierung billiger war als Barkauf). Ich verstehe noch immer nicht, warum das nur ein Händler macht und die anderen nicht, aber für mich spielt es keine Rolle mehr.

    Es war die Nadel im Heuhaufen, ich hab sie genommen und hoffe, dass ich in 15 Jahren oder so 😉 wieder eine finden werde.

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