Autokauf bar teurer als Leasing

  • Die Behauptung, dass Leasingaktionen günstiger wären, als ein Barkauf möchte ich doch mal durch ein paar Beispiele untermauert sehen, die nicht gegen den Listenpreis gerechnet sind.

    Konkretes Angebot

    Barkaufpreis 39901 (kein Listenpreis sondern ausgeschriebenes Angebot)

    Leasing auf 3 Jahre: vertragsgebühr 243,40 Anzahlung 14829,16 Rest 2965,83 36 x monatlich 542,88-> 37582,07


    Wo ist der Hinkefuß?

    Barkaufpreis schien nicht drückbat, würde ich aber nochmals probieren wenn es dieses Auto werden soll.
    Versicherungsbonus im Leasingangebot könnte der Hinkefuß sein, die gibt’s woanders etwas günstiger (dafür halt keinen versicherungsbonus und daher wird mir dadurch jedenfalls nicht die gesamte Differenz von 2500 „aufgefressen“)

    Also ich hab noch nicht durchschaut, dass Leasing für mich nachteiliger wäre.

  • Die Behauptung, dass Leasingaktionen günstiger wären, als ein Barkauf möchte ich doch mal durch ein paar Beispiele untermauert sehen, die nicht gegen den Listenpreis gerechnet sind. Und zwar nicht nur über den ersten Leasingzyklus von 3 Jahren, sondern mehrere Zyklen. Denn nach dem ersten Zyklus hat der Leasingfahrer nichts und der Käufer einen jungen Gebrauchten mit z.B. 30 000km (wenn wir bei den üblichen 10tkm pro Jahr bleiben) und bekannter Historie. Das ist noch keine alte Rostlaube und der große Vorteil gegenüber dem Leasing kommt in den zwei nächsten Zyklen.

    Das kommt sicher auf den Einzelfall an. Ein Kollege hat vor 5 Jahren einen Ford Kuga geleast und diesen nach der Laufzeit von 3 Jahren gekauft. Seitdem hatte er Reparaturen von ca 4500 Euro. Er ärgert sich, dass er nicht wieder geleast hat. Vielleicht ein Einzelfall.

  • Deshalb kaufe ich es ja auch nicht sondern entscheide jedes Jahr aufs Neue, ob ich mir für ein weiteres Jahr ein Auto bestelle. Sollte ich das nicht mehr finanzieren können, würde ich das nicht mehr machen und ich habe dann weder einen Kredit laufen noch hänge ich in einem Leasingvertrag fest.

    Im Übrigen haben die Wenigsten in meinem Umfeld 30.000 € Cash für ein Auto auf der hohen Kante. Was meine persönliche Situation betrifft hatte ich ja schon geschrieben, dass ich gerade einen teuren Umzug hinter mich gebracht habe, der einiges an Rücklagen aufgebraucht hat. Gleichzeitig bespare ich mein Depot, welches nicht für ein Auto angefasst wird usw. Insofern läuft halt viel parallel und es ist ein Kompromiss zu finden.

    Kannst mir ja mal eine adäquate Alternative vorrechnen ;)

    Das was Du machst, ist vermutlich die teuerste Art, ein Auto zu fahren. Du zahlst indirekt immer den maximalen Wertverlust und fährst ein Auto, was Du Dir ehrlicherweise einfach nicht leisten kannst und solltest. Versuch aus diesem Teufelskreis rauszukommen, oder Du kriegst finanziell nie ein Bein auf den Boden.

    Wenn Du zwingend ein Auto brauchst, kauf einen Gebrauchten, in der niedrigst möglichen Ausstattungsvariante und kleinsten Größe mit der Du irgendwie zurecht kommst. Lös das Depot auf und zur Not finanzierst Du den Rest so, dass Du den in 1-2 Jahren abbezahlt hast.

  • und fährst ein Auto, was Du Dir ehrlicherweise einfach nicht leisten kannst und solltest.

    Wie kommst du darauf?

    oder Du kriegst finanziell nie ein Bein auf den Boden.

    Wie kommst du darauf, dass ich finanziell nicht auf die Beine komme?

    Wenn Du zwingend ein Auto brauchst

    Brauche ich, zumindest sofern ich meine gesamten Lebensaktivitäten nicht komplett einschränken möchte. Das würde ich nur machen, wenn ich es mir nicht mehr leisten könnte.

    kauf einen Gebrauchten, in der niedrigst möglichen Ausstattungsvariante und kleinsten Größe mit der Du irgendwie zurecht kommst.

    Wie ich bereits ausführte wäre das ein verlässliches, langstreckentaugliches Auto mit vernünftigem Stauraum. Kosten dafür?🤷‍♂️

    Lös das Depot auf und zur Not finanzierst Du den Rest so, dass Du den in 1-2 Jahren abbezahlt hast.

    Wie ich bereits ausführte, wird das Depot nicht für ein Auto aufgelöst. Das dient anderen Zwecken.

    Ich bin über diesen Weg weder verschuldet noch finanziell lange gebunden und kann gleichzeitig mein Depot aufbauen und eigentlich, zeitweilig aufgrund des Umzuges nicht, einen Notgroschen/Sicherheitsbaustein aufbauen.

    Dass ich trotzdem nach günstigeren Möglichkeiten schaue, ist ja immer sinnvoll.

  • Wenn Du zwingend ein Auto brauchst, kauf einen Gebrauchten, in der niedrigst möglichen Ausstattungsvariante und kleinsten Größe mit der Du irgendwie zurecht kommst. Lös das Depot auf und zur Not finanzierst Du den Rest so, dass Du den in 1-2 Jahren abbezahlt hast.

    Ich halte es für einen ziemlich gefährlichen Rat, Rücklagen aufbrauchen und ggf. noch einen Kredit aufnehmen zu wollen, nur um Eigentümer von einem Gebrauchsgegenstand zu werden, dessen zukünftige Kosten sehr schlecht zu kalkulieren sind.

  • Ich bin da recht festgefahren mit meiner Meinung. Wer ein Auto fährt, dass ihm nicht gehört und nicht den Gegenwert aufm Konto hat, kann es sich nicht leisten. Wer auch noch auf das Auto angewiesen ist, ist aus meiner Sicht überschuldet.

    Deine Kurzzeitmiete (oder wie auch immer das heißt) ist nur eine Milchmädchenrechnung um das Problem vor sich selbst zu verschleiern. Eine verdammt teure. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rendite deines Depots diese Mehrkosten auch nur ansatzweise kompensiert. Zumindest nicht unter einer seriösen Risiko Betrachtung.

    Ob Du finanziell ein Bein kommst. Das war vielleicht etwas weit aus dem Fenster von mir gelehnt, da ich Dich ja nicht kenne. Aus'm Familien- und Bekanntenkreis ist es aber genau meine Erfahrung, dass die die so rechnen wie Du hier, genau die sind, die nie vernünftige Rücklagen bilden. Dabei wird oft massiv unterschätzt, wie eine gewisse Rücklage einem finanzielle Optionen und Flexibilität liefert, Entscheidungen rational und nicht gezwungen zu treffen. Bspw. Leasing oder Barkauf als reine Optimierungsentscheidung. Das potentiert sich irgendwann und macht den Unterschied zwischen Pleite und solider Altersvorsorge.

    Aber es ist Deine Entscheidung. Ich hab meine (zugegebener Maßen festgefahrene) Meinung gesagt und werde Dich nicht weiter überzeugen. Vielleicht nimmst Du den Rat an - vielleicht nicht.

  • Ich finde diesen Fetisch faszinierend. Während das Kapital im Auto gebunden ist kann es keine 6% Rendite erwirtschaften, im Gegenteil verfällt der Wert des Investment massiv und trotzdem wird ständig gepredigt man müsse unbedingt ein eigenes Auto besitzen und zwar bar bezahlt.

    Da ist kein Fetisch, das ist Mathe. Die Opportunitätskosten bei so einer Rechnung sind massiv, die eine 6-7 Prozent Rendite niemals kompensieren. Und die muss erstmal kommen. Das ist Aktieninvestition auf Pump.

    Konsumschulden weg, Notgroschen aufbauen und dann ins Depot.

    Ich halte es für einen ziemlich gefährlichen Rat, Rücklagen aufbrauchen und ggf. noch einen Kredit aufnehmen zu wollen, nur um Eigentümer von einem Gebrauchsgegenstand zu werden, dessen zukünftige Kosten sehr schlecht zu kalkulieren sind.

    Wenn man das Auto zwingend braucht, ist man praktisch verschuldet. Dann geht es darum, den güntigsten Weg zu finden, sich zu entschulden.

    Wenn man das Auto nicht braucht, Auto Weg, Notgroschen aufbauen, Sparen und dann ein Auto kaufen.

  • Konsumschulden weg, Notgroschen aufbauen und dann ins Depot.

    Was für Konsumschulden? Es wird doch sowohl Notgroschen als auch Depot aufgebaut.

    Wer ein Auto fährt, dass ihm nicht gehört und nicht den Gegenwert aufm Konto hat, kann es sich nicht leisten.

    Faktisch ist das Geld für mehr als ein Jahr in den Rücklagen vorhanden. Mehr braucht es nach deinem Ansatz hier nicht, da ich das Auto ja nicht gekauft habe.

    Natürlich ist es auch eine Lifestyle-Entscheidung die rein ökonomisch betrachtet, wie vieles im Leben, wohl nicht die vernünftigste ist🤷‍♂️Aber wer weiß das schon so genau. Nur besteht das Leben halt nicht nur aus rein ökonomischer Rationalität; zum Glück.

    Wenn man das Auto zwingend braucht, ist man praktisch verschuldet. Dann geht es darum, den güntigsten Weg zu finden, sich zu entschulden.

    Sehe ich weiterhin bei mir nicht.

    Wenn man das Auto nicht braucht, Auto Weg, Notgroschen aufbauen, Sparen und dann ein Auto kaufen.

    Wenn ich das Auto so oder gar nicht mehr brauche, ist es nach Ablauf des laufenden Jahres weg und ich hole mir einfach kein neues Auto; oder halt etwas passenderes.

    Wie gesagt: Ich möchte diesen Ansatz nicht schöner reden als er ist. Aber derzeit sehe ich halt wenige bis keine adäquaten Alternativen, die deutlich weniger Kosten und Risiken verursachen. Wenn ich etwas finde, bin ich da kein Fundamentalist ;)

    Einmal editiert, zuletzt von kansis (24. Mai 2026 um 16:35)

  • Da ist kein Fetisch, das ist Mathe. Die Opportunitätskosten bei so einer Rechnung sind massiv, die eine 6-7 Prozent Rendite niemals kompensieren

    Ich glaube die wenigsten hier haben, wie ich, die Mobilität kosten detailliert über die Jahre getrackt. Ich weiß daher ganz genau wovon ich rede und welche Kosten bei welchem Finanzierungsweg anfallen. Während andere einfach Behauptungen aufstellen. Ich kann sogar genau nachvollziehen wieviel Rendite der Verkauf meines letzten selbst besessenen Autos bislang gebracht hat. Und hier bin ich immer noch im Plus.

    Wenn ich überlege das ich heute immer noch Diesel fahren würde, weil diese Entscheidung eben vor zig Jahren richtig war...

  • Während das Kapital im Auto gebunden ist kann es keine 6% Rendite erwirtschaften, im Gegenteil verfällt der Wert des Investment massiv und trotzdem wird ständig gepredigt man müsse unbedingt ein eigenes Auto besitzen und zwar bar bezahlt.

    Tja … ist halt immer noch so: Das meiste Geld geht beim Bezahlen drauf. Und draufgegangenes Geld liefert keine Rendite.

  • Ich finde diesen Fetisch faszinierend. Während das Kapital im Auto gebunden ist kann es keine 6% Rendite erwirtschaften, im Gegenteil verfällt der Wert des Investment massiv und trotzdem wird ständig gepredigt man müsse unbedingt ein eigenes Auto besitzen und zwar bar bezahlt.

    Dass das Geld bei Barzahlung weg ist und nicht mehr arbeiten kann ist tatsächlich ein Nachteil beim Barkauf. Dass es 6% Rendite erwirtschaften könnte ist jedoch nicht garantiert, da würde ich der Berechnung Tagesgeldzinsen zugrunde legen.

  • Ich glaube die wenigsten hier haben, wie ich, die Mobilität kosten detailliert über die Jahre getrackt. Ich weiß daher ganz genau wovon ich rede und welche Kosten bei welchem Finanzierungsweg anfallen. Während andere einfach Behauptungen aufstellen. Ich kann sogar genau nachvollziehen wieviel Rendite der Verkauf meines letzten selbst besessenen Autos bislang gebracht hat. Und hier bin ich immer noch im Plus.

    Wenn ich überlege das ich heute immer noch Diesel fahren würde, weil diese Entscheidung eben vor zig Jahren richtig war...

    Wenn Du das so detailliert rechnest, wundert mich, dass Du der Meinung bist, das ein Auto Abo, bei dem man jedes Jahr nen Neuwagen hat, günstiger ist als nen Gebrauchtwagen zu kaufen.

  • Das ist genau nicht meine Position. Ich würde mir die Miete aber beim nächsten Mal auch durchrechnen. Der Vorteil ist ja, dass die Kosten vorher klar auf dem Tisch liegen. Beim Kauf dagegen ist das Restwert Risiko ungewiss und liegt komplett bei dir.

    Vor allem in der aktuellen Umbruch Phase von Verbrenner auf Elektro oder doch nicht, ist das noch größer als sonst üblich.

    Diesel waren super wertstabil, bis die keiner mehr haben wollte.

  • dagegen ist das Restwert Risiko ungewiss und liegt komplett bei dir.

    Inkl. der potentiellen Kosten für Service, Wartung und vor allem Reparaturen. Alles schwer kalkulierabar. Man kann Glück haben aber auch Pech. Diese Risiken schließt man zumindest über dieses Mietmodell aus.

  • Und die oft sehr teure Inspektion bei 50tkm - aber die lässt du vermutlich einfach weg, da der Wagen ja nicht mehr der Bank gehört.

    Was passiert denn da und warum konkret bei 50 000km? Ist selbst für einen Zahnriemen im Öl zu früh (und wer heute noch sowas kauft, ist selbst schuld)

    Der wird schon seit geraumer Zeit verramscht. Das ist ein ganz schlechtes Beispiel. Versuch mal den ID3 mit 20% Rabatt zu kaufen.

    Die Wahl deines Beispiels zeigt, dass du dich mit der Materie hier bestenfalls oberflächlich beschäftigt hast.

    Erstens...die ID Reihe wurde im Agenturmodell vertrieben, der Händler hatte entsprechend keinen Spielraum. Das wird jetzt wieder umgestellt.

    Und zweites bekommst du bei VW schon eine "ID Kaufprämie" im Konfigurator abgezogen. Sind jetzt keine 20% aber beim ID3 sind das 4000€ oder knappe 12% auf ein günstiges Modell. Die musst du als Basis für deinen Leasingvergleich nehmen, nicht den Listenpreis.


    Barkaufpreis 39901 (kein Listenpreis sondern ausgeschriebenes Angebot)

    Leasing auf 3 Jahre: vertragsgebühr 243,40 Anzahlung 14829,16 Rest 2965,83 36 x monatlich 542,88-> 37582,07


    Wo ist der Hinkefuß?

    Irgendwie verstehe ich dich gerade nicht. Wenn du ein Auto für 40k kaufen kannst und beim Leasing 37,5k in 3 Jahren zahlst, dann ist der Kauf doch die offensichtliche Wahl? Beim Leasing musst du das nach 3 Jahren zurückgeben. Fast der gleiche Preis und am Ende kein Auto. Oder ist das eine Finanzierung und kein Leasing?

  • Irgendwie verstehe ich dich gerade nicht. Wenn du ein Auto für 40k kaufen kannst und beim Leasing 37,5k in 3 Jahren zahlst, dann ist der Kauf doch die offensichtliche Wahl? Beim Leasing musst du das nach 3 Jahren zurückgeben. Fast der gleiche Preis und am Ende kein Auto. Oder ist das eine Finanzierung und kein Leasing?

    37500 ist inklusive der Restrate, das Auto ist nach 3 Jahren ausbezahlt und somit meines und das günstiger als wenn ich es sofort bezahlt hätte.

    Wie gesagt, bis dato sieht es so aus als ob der Barpreis nicht drückbar wäre, ich habe es aber noch nicht mit Naxhdruck versucht weil ich noch nicht sicher war, dass es dieses Auto werden soll. Kann sein, dass doch noch was geht.

  • Dann sprechen wir aber nicht über Leasing, sondern Finanzierung.

    Es nennt sich leasingangebot der porschebank ubd zielt darauf ab, dass das Auto nach 3 Jahren abbezahlt ist, ersichtlich am o.a.Anzahlungs- und Restbetrag.

    Der Unterschied zu einem allfälligen Kreditangebot der Porschebank dürfte wohl in der Anzahlung und Restzahlung vs monatliche Ratenhöhe liegen.

    Aber ist der Name nicht egal?
    Wichtig ist doch der Inhalt mit Endsumme.

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