Heiliger Amumbo vs. Amundi MSCI World (2x) Leveraged

  • Hallo,

    Ich hab schon ein wenig angefangenen in den Heiligen Amumbo (Amundi MSCI USA Daily (2x) Leveraged - WKN A0X8ZS) zu investieren, aber derzeit erst unbedeutende 900€ Gewinn, Umschichtung wär also noch günstig

    Jetzt kam nämlich der neue Amundi MSCI World (2x) Leveraged (WKN ETF888) neu raus, also echter Welt-ETF, nicht nur USA. Allerdings deutlich höhere TER (0,6 vs. 0,4) und noch ganz neu am Markt.

    Welcher ETF macht mehr Sin, was meint ihr? Ich will ihn 5-10 Jahre laufen lassen und dann erst bei 50k immer etwas abschöpfen (Entnahmephase).

    Hintergrundinfo:

    Ich hab derzeit mein halbes Depot mit einem normalen MSCI World und den Großteil des Rests in MS, Apple und NVIDIA, sprich, eh schon verdammt viel USA. Sprich mein Depot baut auf die USA, ohne würde es eh wegschmelzen.

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    Jetzt kam nämlich der neue Amundi MSCI World (2x) Leveraged (WKN ETF888) neu raus, also echter Welt-ETF, nicht nur USA. Allerdings deutlich höhere TER (0,6 vs. 0,4) und noch ganz neu am Markt.

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    Kennst du schon das Video der „Konkurrenz“?

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  • Ich wäre vorsichtig bei gehebelten ETFs. Wenn die Kurse längere Zeit seitwärts laufen, verlierst du (Volatility Drag).

    Die letzten Jahre war ein 2x gehebelter World ETF bestimmt super, aber weiß man, ob das die kommenden Jahre so bleiben wird?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

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    Ich zitiere mich mal selbst, weil das Thema „gehebelte ETFs" häufig nicht ganz vollständig beleuchtet wird:

    Etwas zu undifferenziert betrachtet, auch wenn der Kern grundsätzlich stimmt, zumindest, wenn man von einem Einmalinvestment ausgeht.

    Genau dieses Szenario, und auch nur dieses, wird übrigens von den meisten Kritikern gehebelter ETFs herangezogen. Finanztip macht das im Übrigen auch so. Was dabei oft unter den Tisch fällt: das eigentliche Standard-Szenario vieler Anleger, der Sparplan.

    Gerade in schwachen oder volatilen Phasen profitierst du beim Sparplan ja davon, dass du regelmäßig günstiger nachkaufst. Und bei einem moderaten Hebel kann sich dieser Effekt über die Zeit überproportional auswirken.

    Wenn man also unterstellt, dass die Weltwirtschaft langfristig ihre ~6–8 % p.a. liefert, dann kann ein Sparplan auf einen moderat gehebelten ETF als Beimischung durchaus ein legitimer Renditebooster sein.

    Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen. Wenn du ein Klumpenrisiko vermeiden willst, dann kann der Awumbo im Vergleich zum Amumbo natürlich von Vorteil sein. Ich persönlich denke aber, dass wenn die US-Wirtschaft komplett den Bach runtergeht (und damit auch der Amumbo), der Awumbo dann auch nicht viel helfen wird ;)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Danke, das Video und die Risiken kenne ich. Aber eine Beimischung eines gehebelten ETF ist laut einigen Aussagen wohl weniger Risiko als Einzelaktien.

    Was in dem Video aber nicht zur Sprache kommt und worum es mir geht:

    Welcher der zwei Hebel ETF wär sinnvoller?

  • Rein aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass der ETF888 ein geringeres Risiko hat als der Amumbo.

    Du kannst ja auch beide ins Depot holen? Oder möchtest du deinen USA only Kurs beibehalten, dann kannst du ja weiterhin in den Amumbo investieren.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
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  • Danke, das Video und die Risiken kenne ich. Aber eine Beimischung eines gehebelten ETF ist laut einigen Aussagen wohl weniger Risiko als Einzelaktien.

    Beimischung im Sinne einer Spass-Position (vgl. Faden Spielwiese), warum nicht.

    Wie PerAnnum schon gesagt hat, sollte es tatsächlich mal wieder eine gewisse Zeit (1-3 Jahre) Abwärts oder Seitwärts laufen, eher kein so optimales Invest.

    Aber, das wissen wir halt nicht.

    Selbst ein Invest nach der Dotcom Blase mit anschliessender Finanzkriese wäre vermulich nicht so dolle gewesen...

    Ich hatte auch schon mal überlegt, in so ein paar Anteile experimentell zu investieren.

  • Ich hab derzeit mein halbes Depot mit einem normalen MSCI World und den Großteil des Rests in MS, Apple und NVIDIA, sprich, eh schon verdammt viel USA. Sprich mein Depot baut auf die USA, ohne würde es eh wegschmelzen.

    Die machen da drüben gerade komische Dinge. Also noch mehr als üblich meine ich. Die geänderten Spielregeln des NASDAQ, extra für den lieben Elon, haben mich dazu gebracht meinen US Tech Anteil deutlich zu reduzieren, insbesondere MAG7.

    Wenn SpaceX diesen IPO tatsächlich so durchzieht, dann müssen Unmengen passive ETFs gezwungenermaßen gegen Ende Juni / Anfang Juli irre Mengen Nvidia, Apple & Co auf den Markt werfen und mir ist noch nicht ganz klar wer die alle kaufen soll. Das Experiment würde ich mir am liebsten ganz von außen angucken, aber da das steuerlich nicht so einfach machbar ist, wandern gerade nach und nach diverse Shorts in mein Depot.

    Der heilige Amumbo kann gern ab September oder so wieder mitspielen, wenn die dieses Monster rebalancing einigermaßen unfallfrei über die Bühne gebracht haben sollten.

  • Micha-1 meinst du?

    Du hast insofern recht, dass das reine SpaceX Nasdaq 100 rebalancing kein Beinbruch ist. Dafür reichen die 3-4% Anteile die SpaceX da überhaupt raus geben will nicht. Dennoch.... :

    ~45% der Marktkapitalisierung des S&P 500 hat einen direkten Bezug zum AI Boom. Beim Nasdaq sind es über 60%.

    Beim Wertzuwachs in den letzten 12-24 Monaten kann man beim Nasdaq alles außer AI knicken (Anteil >90%).

    Hast du dir spacex mal angeguckt? Ja die bauen ganz beeindruckende Raketen aber vorallem verbrennen sie Milliarden. Laut IPO Prospekt ist das aber völlig egal, denn die Raketen bauen sie ja quasi nur zum Zeitvertreib und der eigentliche Wert des Unternehmens ist natürlich AI.

    Ich mag AI. Nutze Modelle aller Art jeden Tag. Aber es gibt keinen erkennbaren Business Case im Sinne von Investitionen, die in absehbarer Zeit mal zu den Dimensionen entsprechenden Profiten führen würden. Zumindest hab ich bisher noch niemanden finden können, der eine nur ansatzweise mathematisch plausible Vision eines solchen Business Cases konstruieren konnte.

    Das mit Abstand größte (Inflation raus gerechnet) kollektive Investitionsprogramm der US Tech Geschichte und alles was man hinbekommt sind ~6-12 Monate Vorsprung gegenüber frei verfügbaren Modellen.

    Gleichzeitig geht es der US Wirtschaft real jetzt nicht so besonders gut. Nennenswerte Investitionsausgaben gibt es abgesehen von AI eigentlich nur noch Staatsschulden getrieben.

    Konsum Stimmung sinkt, Kredit Ausfallraten steigen, Inflation steigt, Arbeitsmarkt entwickelt sich eher bescheiden... Alles noch nicht dramatisch (abgesehen vielleicht von Kreditausfällen bei Gewerbeimmobilien) aber ein doch deutlicher Kontrast zum Börsenfeuerwerk.

    Es braucht nicht viel, um in so einer Gesamtsituation völlig realitätsferne AI Bewertungen zurechtzurücken und die kommenden IPOs - angefangen mit dem möchtegern KI Weltmarktführer SpaceX - sind meiner Ansicht nach ganz hervorragende Anlässe dafür.

    Wenn diese Korrektur einmal angefangen hat, dann wird sie saftig ausfallen. Das sind ja alles keine Geheimnisse. Jeder will halt dabei bleiben solange die Party läuft, aber die Zahl der Investoren die aus reiner Überzeugung dabei bleiben, weil sie die Bewertungen für gerechtfertigt halten, dürfte sich arg in grenzen halten.

  • Ich bin da zwar ehrlicherweise noch nicht so tief drin, aber was der Sascha Pallenberg dazu analysiert hat, halte ich vom Potential für maximal ETF USA/Nasdaq destabilisierend, auch wenn ich absolut kein Freund von Unkenrufen bin - Aber die Strategie von Elon Musk scheint genau darauf abzuzielen:

    {Link durch Mod entfernt, bei Bedarf Suchmaschine benutzen}

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