MSCI ACWI IMI Das breite Fundament fürs Depot

Nadine Graf
Nadine Graf
Expertin Geldanlage
Unsere Empfehlungen
SPDR MSCI ACWI IMI| IE00B3YLTY66
SPDR MSCI ACWI IMI| IE000DD75KQ5

Dies ist eine Auswahl der Finanztip-Empfehlungen. Alle findest Du im ETF-Vergleich.

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Von den Finanztip-Experten unabhängig getestet
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der MSCI All Country Investable Market Index (MSCI ACWI IMI) ist ein weltweiter Aktienindex, in dem etwa 8.200 Unternehmen aus 47 Ländern enthalten sind.
  • Der Index ermöglicht eine enorm breitgefächerte Geldanlage: Er repräsentiert 99 Prozent des weltweiten Börsen-Marktwerts.
  • Im MSCI ACWI IMI sind neben großen Unternehmen wie bekannten Tech-Konzernen aus den USA auch vergleichsweise kleinere Firmen – sogenannten Small Caps – und Firmen aus Ländern wie Peru oder Indonesien enthalten.
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Der MSCI ACWI IMI ist so umfangreich wie kaum ein anderer Aktienindex. Die Mitgliedsunternehmen decken fast eine komplette Börsen-Datenbank ab. Enorme 99 Prozent des weltweiten Börsenmarktwerts sind im MSCI ACWI IMI enthalten. Wer einen ETF auf diesen Index kauft, legt sich damit nahezu ein Komplettpaket ins Depot.

Was ist der MSCI ACWI IMI?

Der MSCI ACWI IMI ist ein Aktienindex. Das heißt, er stellt zu einer großen Gruppe einzelner Unternehmen laufend einen anschaulichen Wert zusammen. Sicher kennst Du nationale Börsenindizes wie den Dax aus Deutschland oder den Dow Jones aus den USA. Der MSCI ACWI IMI funktioniert prinzipiell genauso, allerdings weltweit und umfangreicher. Mit einem ETF auf diesen Index kannst Du Dich daran beteiligen.

Warum brauche ich für den MSCI ACWI IMI einen ETF?

Direkt in einen Index kannst Du nicht investieren. Dafür brauchst Du einen ETF, der die Aktien der Unternehmen aus dem Index in gleicher Gewichtung beinhaltet. Im Fachsprech ist dann davon die Rede, dass der ETF den Index nachbildet. Ist das Thema ETFs komplett neu für Dich und Du möchtest erfahren, warum sie eine sinnvolle Geldanlage sind? Dann lies am besten unseren Einsteigerratgeber zu Exchange Traded Funds (ETF).

Der Name des MSCI ACWI IMI setzt sich im Einzelnen so zusammen:

  • MSCI ist das Unternehmen, das den Index berechnet. Auch der bekannte Index MSCI World kommt von dort, ist aber enger zugeschnitten.
  • ACWI steht für „All Country World Index“. Das besagt, dass sehr viele Länder mit ihren Aktienmärkten im Index vertreten sind. Nicht alle; die Hintergründe klären wir weiter unten.
  • IMI steht für „Investable Market Index“. Dies zeigt das Ziel des Index an – möglichst umfangreich den investierbaren Markt für Deine Geldanlage anzubieten.

Der MSCI ACWI IMI umfasst Aktien von etwa 8.200 Unternehmen. Das ist ein Vielfaches von anderen global aufgestellten Indizes wie dem schon erwähnten MSCI World. Die beiden zentralen Unterschiede: Im IMI sind mehr Länder und zusätzliche Firmen als im MSCI World.

Welche Länder sind im MSCI ACWI IMI? 

Aktien aus knapp 50 Ländern stecken im MSCI ACWI IMI. Darunter sind die großen klassischen Industrieländer: allen voran die USA, Japan und viele europäische Staaten. Hinzu kommen aber auch viele aufstrebende sogenannte Schwellenländer, die „Emerging Markets“. In der Landkarte siehst Du die vertretenen Staaten.

Nicht jedes Land hat dasselbe Gewicht im Index. Die USA stehen für weit über die Hälfte des Index. Länder wie Peru oder Irland haben dagegen nur einen Promille-Anteil. Das ergibt sich daraus, dass auch die einzelnen Unternehmen nicht mit identischen Anteilen gewichtet sind, sondern nach ihrem aktuellen Börsenwert. Wenn Du in der Karte mit der Maus über ein Land fährst, siehst Du den Prozentanteil des Lands im IMI. 

Viele Länder bleiben dennoch grau. Das liegt daran, dass dort keine oder nur schwach entwickelte Börsen beheimatet sind. 

Die Auswahl der Länder ändert sich im Zeitverlauf. MSCI als verantwortliches Unternehmen prüft jährlich, welche Länder neu aufgenommen werden könnten und welche eventuell ausscheiden müssen. Die Kriterien dafür drehen sich vor allem darum, wie gut international Investierende – wie Du – an den jeweiligen Börsen und mit den dortigen Gesetzen anlegen können. Somit können auch momentan nicht vertretene Staaten in den MSCI ACWI IMI aufgenommen werden.

Aus welchen Branchen kommen die Unternehmen im MSCI ACWI IMI? 

Die folgende Grafik zeigt, wie groß der Anteil einzelner Branchen im MSCI ACWI IMI ist.

Welche Unternehmen sind im MSCI ACWI IMI?

Im Index stecken mehrere Tausend zusätzliche Unternehmen im Vergleich etwa zum MSCI World, aber auch zum MSCI ACWI. Der Grund: Die genannten Schwester-Indizes verzichten auf die „Small Caps“. Das sind kleinere Unternehmen mit niedrigerer Marktkapitalisierung beziehungsweise „Cap“. Auf deutsch werden diese Unternehmen auch als „Nebenwerte“ bezeichnet. Indizes beziehungsweise ETFs ohne Small Caps umfassen rund 85 Prozent des Börsenmarktwertes. 

Quelle: MSCI, Finanztip-Berechnung (Stand: März 2026)

Im MSCI ACWI IMI sind dagegen auch zahlreiche Firmen mit einem solchen kleineren Marktwert an der Börse vertreten. Mit Small Caps kommen dadurch weitere 14 Prozent hinzu, sodass sich insgesamt 99 Prozent Marktabdeckung ergeben.

Übrigens heißt das nicht, dass die Unternehmen in jeglicher Hinsicht klein sind. Wenn Du vielleicht an Mittelständler aus Deinem Wohnort denkst, dann sind die erst gar nicht börsennotiert. Small-Cap-Unternehmen hingegen können durchaus Zehntausende Mitarbeiter und einen Milliardenumsatz haben. Nur sind sie eben nicht so groß wie Mid und Large Caps auf den oberen Plätzen der Rangliste.

Beispiele für große und kleinere Unternehmen im ACWI IMI

LandBeispiele für Large/Mid Caps im IndexBeispiele für Small Caps im Index
USANvidia, Apple, MicrosoftSandisk, Jones Lang Lasalle, Hasbro
GroßbritannienAstra Zeneca, HSBC, ShellBurberry, ITV
DeutschlandSAP, BMW, Deutsche BankThyssen-Krupp, Tui, Freenet
ÖsterreichErste Group Bank, ÖMVBawag, Österreichische Post
PolenOrlen, CD ProjektOrange Polska, XTB
SüdkoreaSamsung ElectronicsRainbow Robotics
BrasilienPetrobrasAura Minerals

Die genannten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt.
Quelle: MSCI, Finanztip-Darstellung (Stand: März 2026)

Was sind Large, Mid und Small Caps genau?

Diese Kategorien drücken die Größe der jeweiligen Unternehmen, gemessen an ihrer Marktkapitalisierung, also an ihrem Börsenwert aus. Dabei gibt es aber keine festen Grenzen.

Stattdessen betrachtet MSCI jedes Land einzeln und kategorisiert die Unternehmen anteilig der Marktkapitalisierung aller Unternehmen des Landes:

  • Large Cap + Mid Cap: Dies sind die Unternehmen, die zusammen etwa die obersten 85 Prozent der Marktkapitalisierung abdecken.
  • Small Cap: Dies sind die Unternehmen, die zusammen etwa mehr als das untere ein Prozent und maximal die unteren 15 Prozent der Markkapitalisierung abdecken.

Welchen Vorteil hat die breite Streuung des ACWI IMI?

Eine hohe Diversifikation – also Verteilung auf viele einzelne Bestandteile – senkt Dein Risiko auf Verluste. Beim MSCI ACWI IMI zeigt sich zum Beispiel, dass der Einfluss der größten Unternehmen und der großen Industrieländer verhältnismäßig kleiner ist als bei enger gefassten Alternativen. Schwankungen im Wert bei einzelnen Unternehmen oder in einzelnen Staaten wirken sich dadurch weniger stark auf den Gesamtwert aus. 

Der Anteil der US-Unternehmen liegt beim IMI bei rund 60 Prozent. Beim MSCI World sind es zum Beispiel rund 70 Prozent (Stand: März 2026). Du kannst auch die Spitzengruppe der größten 50 Unternehmen in den Indizes vergleichen: Im MSCI World machen sie rund 45 Prozent des ganzen Index aus, während sie im ACWI IMI nur 37 Prozent in Anspruch nehmen. Diese Tendenz setzt sich auch bei den Top-100-, Top-200- und Top 500-Unternehmen fort.

Welche ETFs auf den ACWI IMI sind die besten?

Wenn Du in einen ETF auf den MSCI ACWI IMI investieren willst, hast Du zwei Optionen zur Auswahl. Es gibt derzeit einen ETF-Anbieter, der Fonds auf diesen Index anbietet. 

Aufgrund unserer Analyse können wir beide ETFs empfehlen. Sie erfüllen unsere Finanztip-Kriterien für ETFs.

Nach welchen Kriterien wir die Empfehlungen aufgestellt haben, liest Du im Kapitel Wie hat Finanztip Investable-Market-ETFs getestet?.

In diesem Ratgeber stellen wir Dir diese Fonds vor. Ist das Thema ETF komplett neu für Dich und Du möchtest erfahren, warum sie eine sinnvolle Geldanlage sind? Dann lies am besten in unserem Einsteigerratgeber zu Exchange Traded Funds (ETF).

Hinweis zum ETF-Vergleich

Der Finanztip-ETF-Vergleich basiert auf Daten von ETF-Anbietern, die wir selbst über deren Websites und Anlegerinformationen gesammelt haben. Daraus haben wir vergleichbare Kennzahlen wie eine durchschnittliche Fünf-Jahresrendite berechnet. Grundlage der Berechnungen war der monatliche Net-Asset-Value der jeweiligen ETFs. War dieser in US-Dollar angegeben, haben wir zur Umrechnung die offiziellen Wechselkurse der EZB verwendet. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität können wir nicht übernehmen.

Die Reihenfolge der ETFs im Vergleich erfolgt standardmäßig nach der Marktabdeckung. Diese drückt aus, wie viel Prozent des weltweiten investierbaren Aktienmarkts der zugrundeliegende Index des ETF abbildet. Für die Berechnung haben wir die Maktkapitaliserung des Index mit der des MSCI ACWI + Frontier Markets All Cap Index verglichen. Anlegende können sich aus der Auswahl getesteter ETFs das Produkt aussuchen, was am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig.

Die Auswahl der ETFs erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir nennen nur ETFs, die (1) Stand Mai 2026 an der Referenzbörse Xetra gehandelt werden, (2) zum Stichtag 31.12.2025 mindestens fünf Jahre existieren, (3) ein Fondsvolumen von wenigstens 100 Millionen Euro haben, (4) nicht währungsbesichert sind, (5) deren deutschsprachige Anlegerinformationen online verfügbar sind und (6) die einen von uns empfohlenen Index abbilden. 

Die beiden empfohlenen ETFs werden von der US-amerikanischen Investmentgesellschaft SPDR herausgegeben, „spider“ ausgesprochen.

Ausschüttend oder wiederanlegend?

Der Unterschied zwischen beiden Finanztip-Empfehlungen liegt in der Art, wie die Dividenden verwendet werden. Der ETF IE000DD75KQ5 schüttet diese direkt an die Anlegenden aus. Das Geld landet also auf Deinem Verrechnungskonto. Der ETF IE00B3YLTY66 hingegen kauft von den Dividenden weitere Aktien. Dadurch werden Deine ETF-Anteile wertvoller.

Wie Du Dich hier entscheiden solltest, kommt auf Deine Präferenz an. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist es sinnvoller, das ausgeschüttete Geld angelegt zu lassen, denn mit einem thesaurierenden ETF ergibt sich eine Art Zinseszins-Effekt. Willst Du lieber regelmäßig Zahlungen aus Deinem Investment auf dem Konto gutgeschrieben haben, kannst Du Dich für den ausschüttenden ETF entscheiden. Du kannst auch beide Fonds-Varianten im Depot kombinieren – das kann steuerlich sinnvoll sein. Mehr darüber liest Du im Ratgeber zu thesaurierenden Fonds im Kapitel Wie nutzt Du Deinen Steuerfreibetrag für die ETF-Ausschüttungen am besten?.

Reicht ein MSCI ACWI IMI-ETF im Depot aus?

Ein ETF auf den IMI-Index ist eine einfache Ein-ETF-Lösung fürs Depot. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich andere Aktienfonds oder Einzelaktien als Dopplungen herausstellen. Denn mach Dir klar, was die Konzeption des ACWI IMI bedeutet: 99 Prozent des globalen Börsenwerts sind in ihm vertreten. Daneben bleibt in der Aktienlandschaft nicht viel übrig.

Wenn Du das auf dem Schirm hast, sind Dopplungen im Depot allerdings auch kein No-Go. Du könntest zum Beispiel bewusst den Europaanteil Deiner Investition steigern, indem Du zum ETF auf den MSCI ACWI IMI noch einen rein europäischen ETF kombinierst. 

In jedem Fall ist ein IMI-ETF eine optimale Basis für ein wetterfestes Depot. Und weil sich der Index regelmäßig weiterentwickelt, bist Du immer gut aufgestellt. 

Was solltest Du noch über die IMI-ETFs wissen?

Beide IMI-ETFs folgen demselben Bauplan, um den Aktienindex nachzubilden. Man sagt, sie nutzen die „physische Replikation“. Sie kaufen die Aktien der betreffenden Unternehmen tatsächlich, anstatt den Indexwert über einen Tauschvertrag mit einer Bank zu erzielen – wie es synthetisch replizierende ETFs tun.

Die beiden ETFs auf den MSCI ACWI IMI verwenden allerdings eine sogenannte optimierte Nachbildung. Sie kaufen nur einen Teil der Aktien des Index. In den SPDR-ETFs sind zum Beispiel nur 4.600 Aktien enthalten, obwohl der Index aus über 8.000 Aktien besteht. Die verwendeten Titel sind aber nach Einschätzung von SPDR repräsentativ genug, um die Entwicklung des Index nachzubilden. Das funktioniert, weil viele Aktien nur mit winzigen Prozentanteilen im Index enthalten sind und ihre Wirkung auf die gesamte Wertentwicklung gering ist. 

Letztlich hilft diese optimierte Replikation, die Kosten zu senken. Denn so sind weniger Käufe und Verkäufe auf Fondsebene nötig.

Die Total Expense Ratio – kurz TER – der beiden empfohlenen ETFs auf den MSCI ACWI IMI beträgt 0,17 Prozent. Damit gehören sie zu den günstigeren ETFs und sind zudem weitaus kostengünstiger als typische aktiv gemanagte Investmentfonds.

Welche Rendite bringt der ACWI IMI?

Im letzten von uns untersuchten Fünfjahres-Zeitraum haben die ETFs auf den MSCI ACWI IMI eine durchschnittliche Rendite von 11,22 Prozent pro Jahr gebracht. Damit schlugen sie sich weniger gut als ETFs auf den MSCI World, die im gleichen Zeitraum rund 13 Prozent schafften. 

Allerdings sind diese Werte keine Prognose für die Zukunft. Das Analyseteam von Finanztip geht für alle weltweit gestreuten ETFs von durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr aus. Das umfasst also auch eine Anlage auf den MSCI ACWI IMI. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Rendite des IMI – ebenso wie bei ähnlichen globalen Indizes – langfristig deutlich oberhalb der Zinsen für Tagesgeld oder Festgeld liegen wird. Mehr dazu, wie viel Dir verschiedene ETFs bringen, liest Du in unserem Ratgeber zur ETF Rendite

Welche Kosten und Steuern fallen für den MSCI IMI an?

Investierst Du  in einen ETF auf den MSCI ACWI IMI, zahlst Du laufende Kosten, die TER (Total Expense Ratio). Hinzu können Kosten für Dein Depot und Transaktionen kommen und Gewinne musst Du in Deutschland versteuern. Keine Sorge: Solange Du einen preisgünstigen Depotanbieter wählst, sind die Kosten einer ETF-Geldanlage deutlich niedriger als bei anderen Finanzprodukten.

Wie hoch sind Depot- und Kaufgebühren?

Die von Finanztip empfohlenen Depots haben keine laufenden Kosten.

Für den Kauf eines ETF fallen je nach Anbieter unterschiedliche Gebühren an. Sie liegen bei Sparplänen höchstens bei 1,5 Prozent des investierten Betrags oder niedriger. Bei einer Einmalanlage von beispielsweise 2.000 Euro kannst Du mit Kaufgebühren um die zehn Euro oder niedriger rechnen. 

In unserem ETF-Finder kannst Du für ein konkretes Depot und einen konkreten ETF die Gebühren für Sparpläne und Einmalanlagen nachsehen. Um einen passenden ACWI-IMI-ETF für Dein Depot zu finden, antworte bei Schritt vier des Fragebogens, dass der ETF neben Aktien aus Industrieländern auch Aktien aus Schwellenländern beinhalten soll. So werden Dir im nächsten Schritt ETFs auf den MSCI ACWI IMI und vergleichbare Indizes wie den FTSE All World angezeigt. 

Für den Verkauf eines ETF fallen erneut Gebühren an.

Wie hoch sind die Steuern auf Gewinne beim MSCI IMI?

Steuern werden bei der ETF-Anlage insbesondere dann fällig, wenn Du am Ende Deiner Investition Anteile mit Gewinn verkaufst. Du musst darauf Abgeltungssteuer zahlen. Der Steuersatz beträgt 25 Prozent – plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Effektiv liegt die Steuer aber zwischen 18,4 und 19,6 Prozent, denn bei Aktien-ETFs wie hier im Ratgeber besprochen bleiben 30 Prozent der Kapitalerträge steuerfrei.

Auch auf Ausschüttungen fällt die Steuer an. Wenn Du einen wiederanlegenden ETF hast, zieht das Finanzamt zu Jahresbeginn eine kleine Vorauszahlung auf die spätere Steuerzahlung ein. Das nennt sich Vorabpauschale.

Um die Steuerzahlung musst Du Dich nicht händisch kümmern. Deutsche Depotanbieter ziehen die Steuer automatisch ab. Du kannst Deinen Sparerfreibetrag nutzen. Mehr Details liest Du im Ratgeber ETF und Steuern.

Wie investierst Du in den MSCI ACWI IMI?

Wie für andere ETFs auch brauchst Du ein Wertpapierdepot, um den Fonds kaufen und lagern zu können. Günstige und gute Depots findest Du in unserer Übersicht. Mit wenigen Klicks ist ein Depot eröffnet.

Wie findest Du den passenden ETF in Deinem Depot?

Hast Du Dein Depot eröffnet, findest Du den passenden ETF auf den MSCI ACWI IMI am einfachsten über die ISIN. Das ist eine Identifikationsnummer für ETFs. Für die von Finanztip empfohlenen ETFs auf den MSCI ACWI IMI lautet sie entweder IE000DD75KQ5 für die ausschüttende Variante oder IE00B3YLTY66 für die Wiederanlegende. 

Du kannst auf zwei Wegen den gewünschten ETF kaufen: entweder mit einem regelmäßigen Sparplan oder über einen einzelnen Kauf zu einem selbstgewählten Termin.

Quelle: Screenshot Trade Republic (Stand: 25. März 2026)

Ist ein Sparplan besser als eine Einmalanlage?

Ein Sparplan ist dann sinnvoll, wenn Du regelmäßig investieren möchtest. Du musst nach den anfänglichen Einstellungen nichts mehr unternehmen. Allerdings bietet Dir ein Sparplan volle Flexibilität. Du kannst ihn jederzeit aufstocken, reduzieren, pausieren oder auch löschen. Die bereits gekauften ETF-Anteile bleiben Dir natürlich erhalten. Sparpläne kannst Du meist schon für 25 Euro pro Einzahlung anlegen. Im Bild oben ist der Sparplan-Dialog von Trade Republic zu sehen.

Mehr zum Prinzip liest Du in unserem ausführlichen Ratgeber über ETF-Sparpläne.

Was solltet Du beim Einmalkauf eines ETF beachten?

Eine Einmalanlage kommt vor allem dann ins Spiel, wenn Du schon eine größere Summe fürs Investieren beiseitegelegt hast. Hier musst Du mehr Angaben machen, bevor der Kaufauftrag fertig ist. Die wichtigsten Eckpunkte sind:

  • Wähle einen Handelsplatz mit niedrigen Kaufgebühren und hohem Handelsvolumen.
  • Falls angeboten, kann der Direkthandel eine attraktive kostengünstige Lösung sein.
  • Hat Dein Depot nur einen Handelsplatz zur Auswahl, nutze unbesorgt diesen.
  • Achtung Randzeiten: Die besten Kurse mit einer möglichst niedrigen Handelsspanne findest Du in der Regel wochentags zwischen 9:00 Uhr und 17:30 Uhr. Das sind die Öffnungszeiten der größten deutschen Börse Xetra in Frankfurt. Auch wenn andere Handelsplätze frühmorgens oder abends geöffnet sind, steigt dann das Risiko für schlechtere Kurse.
  • Setz beim Kauf über die Börse sicherheitshalber ein Limit, also einen Höchstpreis.

Mehr Hintergründe und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Wertpapierkäufe findest Du in unserem Ratgeber Aktien kaufen.

Wie hat Finanztip Investable-Market-ETFs getestet?

Im Frühjahr 2026 haben wir ETFs betrachtet, die an der Börse Xetra gehandelt werden können oder auf dem Portal Just-ETF gelistet sind. Daraus haben wir 35 ETFs recherchiert, die einen weltweiten Aktien-Index nachbilden.

Welche Kriterien müssen ETFs erfüllen, um von Finanztip empfohlen zu werden? 

Um in unsere Empfehlungen aufgenommen zu werden, müssen ETFs folgende Kriterien erfüllen:

  1. Die Fondsanteile müssen an der deutschen Referenzbörse Xetra gehandelt werden können. Das sorgt aufgrund der höheren Liquidität für fairere Kurse.
  2. Die Website des Anbieters zum jeweiligen ETF muss auf Deutsch zur Verfügung stehen.
  3. Den Fonds musste es mindestens seit fünf Jahren geben. Damit ist sichergestellt, dass der Anbieter Erfahrung hat. Ohne eine entsprechende Historie ist eine Untersuchung der Wertentwicklung kaum aussagekräftig.
  4. Das Fondsvolumen musste wenigstens 100 Millionen Euro betragen. Zu kleine Fonds sind langfristig möglicherweise nicht rentabel. Sie laufen Gefahr, zusammengelegt oder geschlossen zu werden.
  5. Wir betrachten keine ETFs, die Währungssicherung betreiben. Denn der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich Währungsrisiken bei Aktien langfristig ausgleichen. Eine Währungssicherung verursacht aber Kosten, die dann die Rendite schmälern.

Manchmal haben Anbieter jeweils einen thesaurierenden und einen ausschüttenden Fonds im Programm. Das trifft auf die beiden IMI-ETFs des Anbieters SPDR zu. Dann empfehlen wir grundsätzlich beide, wenn das Gesamtvolumen des Haupt- und dazugehörigen Teilfonds die 100 Millionen Anlagevolumen übersteigt. Auch das ist hier der Fall.

Autor
Hendrik Buhrs

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