Beginner Frage: Depot ING Sparplan mehrere ETFs

  • Hallo zusammen!

    Ich bin absoluter Beginner und habe in letzter Zeit viel zum Thema gelesen und versucht, mich zu bilden was etfs, TER und TD angeht ^^ Eines ist mir jedoch unklar und das wüsste ich gerne, bevor ich an die Depoteröffnung gehe (bei ING)

    Man liest ja z.B. 70/30 Portfolio, ein Welt etf + xy oder auch 2x xy dazu, also dann 2 oder drei etfs, die sich ergänzen ... Ist das dann EIN Sparplan, der alle 2 (oder 3) etfs beinhaltet oder sind das 2 (3) einzelne Sparpläne, also für jeden etf einen, der dann eben entsprechend mehr oder weniger bespart wird? Der monatliche Betrag also auf die Sparpläne anteilig verteilt?

    Wenn ich es über meine Suche richtig verstanden habe, ist bei der ING ein Sparplan auf EINEN etf möglich ... richtig? ... wenn man mehrere etfs in einen Sparplan machen möchte, läuft das über smartInvest.

    Klärt mich bitte jemand auf :)

    An die ING Depotler ....wie läuft das?

    Ich danke für Eure Hilfe!!!

  • Kater.Ka 9. April 2026 um 19:50

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo eluna -

    Meine Empfehlung wäre, nicht so viel über die Begriffe und die Technik nachzudenken, sondern über den Inhalt.

    Ich würde sagen, dass ein Sparplan einen ETF enthält. Es gibt sicher auch Leute, die sagen, ich stecke monatlich x Euro in den Sparplan und das ist verteilt auf ETF1, ETF2 und ETF3.

    Inhaltlich wäre die Frage, welchen ETF du besparst und dass du damit anfängst. In den allermeisten Fällen reicht genau einer, ganz besonders wenn man erst damit anfängt.

  • Bei der ING sind es tatsächlich zwei Sparpläne auf zwei ETFs. Bei anderen Banken, z.B. Comdirect, hat man einen Sparplan, der zwei ETFs enthält. Die landen dann aber in einem Depot, wie bei der ING im Standardfall auch. Jacke wie Hose, solange du die Sparraten nach deiner Wunschaufteilung einrichtest.

  • (bei ING)

    Ist das dann EIN Sparplan, der alle 2 (oder 3) etfs beinhaltet oder sind das 2 (3) einzelne Sparpläne, also für jeden etf einen

    Das was bei ING zutrifft, habe ich im Zitat oben in deinem Text gefettet.

    Pro Aktien-ETF legst du bei der ING einen Sparplan an.

    Der Maximalbetrag je einzelnem Sparplan beträgt 1.000 Euro.

    Dabei bleibst du sehr flexibel : Du kannst jeden Sparplan pausieren oder in der Höhe anpassen. Das kostet keine Gebühren. Es sind nur paar Mausklicks erforderlich.

    Gruß von einem ING Nutzer.

  • Herzlichen Dank für Eure Antworten, Ihr habt mir wirklich geholfen :thumbup:

    Ich starte auf jeden Fall simple .... aber mir war es wichtig, zu verstehen wie der "Vorgang" letztlich abläuft ... ich hasse Fragezeichen im Kopf 8)

    Danke!

  • Moin und willkommen hier im Forum,

    Wir haben für unsere Tochter auch einen Sparplan (präzise: zwei Sparpläne auf den gleichen ETF zum 01. und für 15.).

    Hier eine Anleitung:

    ING App > ING Depot > oben „Wertpapiersuche“ > bspw. WKN A2PKXG > „vergünstigter Sparplan anlegen“ > gewünschten Betrag / Intervall / Start / Referenzkonto (i.d.R Extra Konto) eingeben > „übernehmen und starten“


    Und dieses Szenario kannst du dann mit beliebig vielen ETFs, die du dir vorher ausgesucht hast, wiederholen.

    So hast du bspw. 2 Sparpläne auf 2 ETFs

    Und wie britty schon geschrieben hat, einfach loslegen.

    Die Sparpläne lassen sich dann jederzeit anpassen.

    LG Finanzschlumpf

  • Oder Geldmarkt-ETF oder anderen Fonds oder Aktie oder Zertifikat …

    Wieso fängt man, wenn hier erkennbar ein kompletter Neuling erstmal mit den einfachsten Basics überfordert scheint, direkt mit "Geldmarkt-ETF oder anderen Fonds oder Aktie oder Zertifikat" an?

    Finger weg von allem, was kein breiter World oder All-World-ETF ist!

  • Wieso fängt man, wenn hier erkennbar ein kompletter Neuling erstmal mit den einfachsten Basics überfordert scheint, direkt mit "Geldmarkt-ETF oder anderen Fonds oder Aktie oder Zertifikat" an?

    Finger weg von allem, was kein breiter World oder All-World-ETF ist!

    Kontext!

    Fabioso hat darauf hingewiesen, dass auch bei anderen Produkten ein Sparplan angelegt wird und es kein Alleinstellungsmerkmal eines Aktien-ETF ist.

  • Kontext!

    Fabioso hat darauf hingewiesen, dass auch bei anderen Produkten ein Sparplan angelegt wird und es kein Alleinstellungsmerkmal eines Aktien-ETF ist.

    Vielen Dank, das mit dem Kontext überfordert ja manchen schnell. Es wurde nach "einem Welt etf + xy oder auch 2x xy dazu" gefragt. Und man kann auch Anfänger durchaus an das Thema Geldmarkt-ETF heranführen, wir sind ja hier noch nicht fertig.

    Abgesehen davon ist das vermutlich immer noch hilfreicher als statt zu helfen vorrangig andere mit "witzigen Sprüchen" zu beglücken.

  • Herzlichen Dank für Eure Antworten, Ihr habt mir wirklich geholfen :thumbup:

    Ich starte auf jeden Fall simple .... aber mir war es wichtig, zu verstehen wie der "Vorgang" letztlich abläuft ... ich hasse Fragezeichen im Kopf 8)

    Danke!

    Einfach erstmal starten!

    Für den Anfang reicht auch ein einziger marktbreiter Welt-ETF, der sowohl Industrie- als auch Schwellenländer enthält (z.B. FTSE All World, MSCI ACWI). Da entscheidet man nicht selbst über die Gewichtung (also z.B. "ich möchte 70% Industrie- und 30% Schwellenländer"), sondern der ETF macht das selbst anhand der Marktkapitalisierung.

    Nachteil: Man kann nicht selbst über die Gewichtung entscheiden. Wenn der ETF (aktuell) z.B. bei 90% Industrie- und 10% Schwellenländern ist, ist das so.

    Vorteil: Man hat nur einen einzigen ETF, man spart sich das Rebalancing, etwaige Anpassungen bei der Gewichtung laufen automatisch im Hintergrund ab.

    Wer selbst über die Gewichtung bestimmen möchte, braucht dafür zwei separate ETFs, und das sind bei der ING zwei separate Sparpläne. Das heißt dann aber auch, dass man sich Gedanken machen muss, wie man die gewünschte Gewichtung erreicht und beibehält über Rebalancing.

    Beispiel: Man entscheidet sich (aus welchem Grund auch immer) für eine Gewichtung von 70% Industrieländern und 30% Schwellenländern. Im Monat hat man (für einfaches Rechnen) 1.000 EUR zum Investieren übrig.

    --> Jetzt wird man vermutlich sagen, okay, dann mache ich zwei Sparpläne, einen über 700 EUR auf einen Developed-Markets-ETF (z.B. MSCI World, FTSE Developed), den anderen über 300 EUR auf einen Emerging-Markets-ETF. Die beiden Sparpläne muss man nur einmal anlegen, dann werden sie jeden Monat automatisch ausgeführt. Der Aufwand ist also wirklich nur minimal höher als bei einer Ein-ETF-Lösung.

    --> Nach gewisser Zeit (z.B. nach einem Jahr) schaut man wieder ins Depot. Investiert hat man dann für insgesamt 12.000 EUR, die sich verteilen auf 8.400 EUR (12 Monate x 700 EUR) in den Developed-Markets-ETF, und 3.600 EUR (12 Monate x 300 EUR) in den Emerging-Markets-ETF.

    --> Wie nach einem Jahr aber die Gewichtung aussieht, hängt aber davon ab, wie sich die Kurse in der Zeit entwickelt haben. So könnte es z.B. sein, dass der Developed-Markets-ETF-Anteil im Depot nach einem Jahr bei 9.200 EUR liegt, der Emerging-Markets-ETF aber bei 3.100 EUR (komplett fiktive Zahlen). Der Depotwert liegt also insgesamt bei 12.300 EUR, die Gewichtung hat sich aber verschoben auf ca. 75% Developed und nur noch 25% Emerging Markets.

    --> Will man die gewünschte 70/30-Gewichtung wieder erreichen, muss man entweder zusätzliches Geld in den Emerging-Markets-ETF investieren oder einen Teil des Developed-ETF verkaufen und den Erlös in den Emerging-Markets-ETF investieren. Das nennt man "Rebalancing".

    Wie streng man das macht, wieviel Toleranz man einräumt, wie oft man rebalanced (einmal im Quartal, einmal jährlich, immer wenn die Abweichung mehr als x% ist etc.) ist auch Geschmackssache. Es muss einem aber klar sein, dass man sich, wenn man eine selbstgewählte Gewichtung mit mehr als einem ETF möchte, mit diesem Thema auseinandersetzen sollte. Insbesondere bei einem höheren Depotvolumen wird das irgendwann durchaus aufwendig und ggf. auch teuer (wenn man z.B. nicht mehr genug "zusätzliches" Geld zum Nachschießen hat, sondern - ggf. steuerschädlich - Anteile des besser gelaufenen ETF verkaufen muss).

    Ich finde deshalb Ein-ETF-Lösungen mit integriertem bequemer.

  • Einfach erstmal starten!

    Für den Anfang reicht auch ein einziger marktbreiter Welt-ETF, der sowohl Industrie- als auch Schwellenländer enthält (z.B. FTSE All World, MSCI ACWI). Da entscheidet man nicht selbst über die Gewichtung (also z.B. "ich möchte 70% Industrie- und 30% Schwellenländer"), sondern der ETF macht das selbst anhand der Marktkapitalisierung.

    ...

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Mein laienhfter Gedanke ging bisher zum FTSE All World ggf noch einen Small Caps dazu oder den SPDR ACWI IMI.

    Ich bin 48 und muss was tun. Da seit 14 Jahren alleinerziehend, war da bisher nicht viel drin und natürlich verfüge ich auch jetzt nicht über Unsummen. Habe einen stillgelegten Riester (15k) und bespare eine Fond Kapital-LV, die schon 1998 abgeschlossen wurde und daher noch steuerfrei ist ... von daher sagt jeder, die bloß behalten.

    Überlegung geht dahin, das jetzt eigene Depot zu besparen und dann entweder den Riester in das neue AV Depot zu übertragen und mit Mindestbeitrag die Kinderförderung mitzunehmen (jetzt Oberstufe + noch Studienzeit) oder das AV Depot ohne die Riestereinspeisung und den Riester später als Einmalabfindung (wg Kleinstbetragsrente) auszahlen zu lassen (und dann ins eigene Depot fließen zu lassen 🤔)

    Ich möchte eigentlich frei entscheiden und verfügen können und traue der Politik diesbezüglich so weit, wie ich ein Klavier werfen kann.

    Also mir raucht derzeit sehr der Kopf ... natürlich auch schon im Hinblick zu verstehen, wie das später alles abläuft ... aber man zäumt den Gaul ja nicht von hinten auf ... von daher eröffne ich am WE das Depot und fange erstmal an!


    Vielen Dank!

  • Mein laienhfter Gedanke ging bisher zum FTSE All World ggf noch einen Small Caps dazu oder den SPDR ACWI IMI.

    Wenn ich jetzt nochmal neu anfangen würde, würde ich den SPDR ACWI IMI nehmen. Ein ETF, der möglichst breit den gesamten Weltmarkt abdeckt, Depot eröffnen, Sparplan einrichten, und fertig.

    Keine komplizierten Überlegungen zu Gewichtung und Rebalancing, einfach einen Sparplan auf Autopilot. Wenn Du irgendwann meinst, Du musst noch irgendwas anders machen, kannst Du das immer noch. Ich habe seinerzeit (vor jetzt bald 5 Jahren) mit einem ETF gestartet und bespare den immer noch. Kein Umschichten, keine Änderung der Gewichtung, kein Rebalancing, kein Markt-Timing, ganz egal was in der Welt passiert, der monatliche Sparplan läuft und ich muss nicht darüber nachdenken.

    Hauptsache einfach mal anfangen! Ändern geht immer noch!

    Die Entscheidung am Anfang ist nicht für die Ewigkeit. Man kann immer noch andere ETFs dazunehmen oder wieder verkaufen und einen anderen kaufen. Ich habe dafür bisher keinen Anlass gesehen, aber es war für mich am Anfang beruhigend, dass ich keine Angst haben muss, etwas "falsch" zu machen.

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