bAV verpflichtend

  • Solange der jeweilige neue Rentenpunkt permanent durch eine zu hohe, falsche Bemessungsgrundlage entwertet wird, bringt das alles nicht.

    Auf dem Papier steigt das Einkommen in Deutschland weiterhin sehr stark.

    Real oder nominal ist die Frage. Soweit ich informiert bin steigen real die Löhne erst seit kurzer Zeit wieder, davor gab es teils kräftige Entwertungen. Wobei die Inflation der letzten Dekade in Deutschland/EU auch schon relativ hoch war. Letzten gelesen das die Inflation (glaube es waren über 15 Jahre) in Deutschland bei 72% aufsummiert lag, wohingegen die Schweiz bei 16% war. (USA über 90%)

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  • Was letztendlich nichts anderes ist als die Besteuerung von Kapital. Wäre es in der Praxis nicht viel einfacher und geschickter, sich einfach am Kapital zu beteiligen? Der Gewinn für Steuern wird immer kleingerechnet, aber der Gewinn für die Aktionäre nicht.

    Das Problem mit der Beteiligung am Kapital ist es, dass man dafür erstmal Kapital benötigt ;)...

  • Real oder nominal ist die Frage. Soweit ich informiert bin steigen real die Löhne erst seit kurzer Zeit wieder, davor gab es teils kräftige Entwertungen. Wobei die Inflation der letzten Dekade in Deutschland/EU auch schon relativ hoch war. Letzten gelesen das die Inflation (glaube es waren über 15 Jahre) in Deutschland bei 72% aufsummiert lag, wohingegen die Schweiz bei 16% war. (USA über 90%)

    Exakt! Und das ist der Kern des Rentenproblems. Die Reallohnsteigerungen halten nicht mit der Produktivitätssteigerung mit. Aber das hab ich hier irgendwo schonmal geschrieben.

  • Ja. Komplett anders als Norwegen und unser BAV System. Das ist staatlich verordnetes Zwangsaktiensparen.

    Im Thread wurde ja die Frage gestellt, ob die bAV in Deutschland verpflichtend eingeführt gehört. Und verpflichtend hört sich für mich auch irgendwie nach Zwang an. :/
    Ich kenne jetzt nicht das schwedische System im Detail, aber AFAIK gibt es ein Opt-Out-Modell. D.H. jeder der will kann sich auch eine eigenen Fonds für seine 'Zwangseinzahlung' suchen. Da wäre es dann ja auch möglich sich einen Fonds mit hoher Anleihequote zu suchen und nur einen kleinen Teil in dieser 'bösen' Aktien anzulegen.:/

    BTW: Auch im kommenden AV-Depot wird es wohl so sein, dass ich mein Geld nur in Europa oder gar nur in Deutschland werde investieren dürfen. Wer will kann sich dann ja sogar besonders nachhaltige Fonds aussuchen.
    Und natürlich darf ich auch reine Anleihefonds auswählen. Wohlmöglich werden ja sogar ELTIF erlaub sein. Also ganz ohne Space X oder Musk.;)

  • Ich kenne jetzt nicht das schwedische System im Detail, aber AFAIK gibt es ein Opt-Out-Modell.

    So hatte ich das mal gehört.

    Viel wichtiger ist aber, dass es, im Gegensatz zur BAV in D, der AG nicht über das konkrete Angebot entscheiden darf. Sprich, das Depot wird exakt einmal im Leben begonnen und bespart, bis man in Rente geht. Egal, wie oft man seinen AG wechselt.

    Das Problem mit der Beteiligung am Kapital ist es, dass man dafür erstmal Kapital benötigt

    Wo ist das Problem in D bei AN? Es gibt so viele (mehr oder weniger unsinnigen) Zuschüsse, dass man diese alle in exakt einer verpflichtenden AV je Person bündeln könnte. Das fängt mit VL an (naja, mittlerweile mit der Frühstart-Rente) und hört mit den Zuschüssen zu Riester/dem neuen AV-Depot noch lange nicht auf.

    Das ganze ohne Abschlussgebühren und ohne nennenswerte Kosten bündeln und bis zur Rente ansparen. Und zwar geschützt vor allem, also sowohl vor dem zukünfigen Zugriff durch den Staat (keine Anrechnung auf ein Schonvermögen für Grundsicherung oder Elternunterhalt), vor Scheidung (jeder hat ein solches Depot, also gibt es keinen Grund, sowas bei Scheidung aufzuteilen) und dem Besitzer selber (Wohnriester, die Weltreise zu Rentenbeginn).

    Dann müsste man nur noch einen Weg finden, wie jeder einzelne für seine Entscheidung selber haftet und nicht wieder im Alter von der Allgemeinheit bezalt wird, weil jemand 40++ Jahre zu ängstlich war, nur auf 0% Staatsanleihen gesetzt hat und deshalb im Alter doch Sozialleistungen beziehen darf.

    Wenn in die bav nur der AG einzahlt, macht es für mich Sinn

    Bei einer guten BAV macht es auch anders Sinn, nur bekommt die fast niemand abseits von tarifgebundenen Konzernen. Andereseits muss auch die AG-Zahlung vom AN erwirtschaftet werden.

    Einmal editiert, zuletzt von fotoman (15. Juni 2026 um 15:37)

  • Bei einer guten BAV macht es auch anders Sinn, nur bekommt die fast niemand abseits von tarifgebundenen Konzernen. Andereseits muss auch die AG-Zahlung vom AN erwirtschaftet werden.

    Bei mir war die BAV unterteilt, tariflich, ab 10 Jahre Betriebszugehörigkeit und eigene Einzahlung, so finde ich das gut, Entscheidung liegt in der Hand der Mitarbeiter, die Qualität steht natürlich auf einem anderen Blatt.

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