Kündigung Immobilienfonds Leading Cities

  • Guten Tag,

    ich halte Anteile am Immobilienfonds Leading Cities (ISIN DE0006791825).

    Dazu habe ich folgende Mitteilung erhalten:

    „Die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) setzt ab sofort die Rücknahme, Rückkäufe, Zeichnungen und Ausgabe von Anteilen des Sondervermögens aus. Ab sofort werden keine Anteile des Sondervermögens mehr ausgegeben und auch dauerhaft keine Rückgabeverlangen mehr bedient; dies gilt sowohl für die bereits vor der Kündigung erklärten als auch für nach der Kündigung gestellten Rückgabeverlangen.“

    Meine Kündigung bzw. Rückgabe der Anteile hatte ich bereits im Herbst 2025 veranlasst und ursprünglich mit einer Auszahlung im Herbst 2026 gerechnet.

    Daher meine Frage:
    Besteht trotz der aktuellen Aussetzung eventuell noch eine Möglichkeit, mein investiertes Geld zurückzuerhalten bzw. die bereits initiierte Rückgabe abzuwickeln? Ein Verkauf der Anteile über die Börse ist derzeit nicht vorgesehen.

    Vielen Dank.

  • Besteht trotz der aktuellen Aussetzung eventuell noch eine Möglichkeit, mein investiertes Geld zurückzuerhalten bzw. die bereits initiierte Rückgabe abzuwickeln? Ein Verkauf der Anteile über die Börse ist derzeit nicht vorgesehen.

    Was meinst du genau damit:

    "Ein Verkauf der Anteile über die Börse ist derzeit nicht vorgesehen."

    Wenn du die Anteile los werden möchtest, dann ist das wohl derzeit die einzige Möglichkeit - anderenfalls ist nur "Warten" (Geduld) angesagt.

    An der Börse Frankfurt z.B. ist der Handel der Anteile möglich.

  • Besteht trotz der aktuellen Aussetzung eventuell noch eine Möglichkeit, mein investiertes Geld zurückzuerhalten bzw. die bereits initiierte Rückgabe abzuwickeln? Ein Verkauf der Anteile über die Börse ist derzeit nicht vorgesehen.

    Der Verkauf der Anteile über die Börse wäre aktuell für Dich die einzige Möglichkeit überhaupt zeitnah an einen Teil Deines Geldes zu kommen. Sozusagen ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Nur damit Du es richtig verstehst: Der ehemals offene Immobilienfonds in den Du investiert hast, wurde seitens der Fondsgesellschaft geschlossen und wird abgewickelt. Das bedeutet, dass Du als Besitzer des Fonds nur noch dann Zahlungen aus dem Fonds bekommst, wenn Immobilien aus dem Fondsbestand verkauft wurden.
    So eine Abwicklung eines Immobilienfonds kann sich über viele, viele Jahre hinziehen.

  • In diesem Fall geht es über die Börse nicht. Wenn man die Rückgabe der Anteile an die Fondsgesellschaft veranlasst hat, sind diese gesperrt für den Verkauf über die Börse. Bei Immobilienfonds ist das wegen dieser einjährigen Fristen leider so. Habe ich beim geerbten HausInvest auch so.

  • In diesem Fall geht es über die Börse nicht. Wenn man die Rückgabe der Anteile an die Fondsgesellschaft veranlasst hat, sind diese gesperrt für den Verkauf über die Börse. Bei Immobilienfonds ist das wegen dieser einjährigen Fristen leider so.

    Ok, wusste ich nicht.
    Und was passiert, wenn der Rückgabetermin verstreichen ist? Die Fondsgesellschaft wird die Fondsanteile ja kaum zurück nehmen und den dann aktuellen Wert zahlen. :/

  • Daher meine Frage:
    Besteht trotz der aktuellen Aussetzung eventuell noch eine Möglichkeit, mein investiertes Geld zurückzuerhalten bzw. die bereits initiierte Rückgabe abzuwickeln? Ein Verkauf der Anteile über die Börse ist derzeit nicht vorgesehen.

    Vielen Dank.

    Leider nein. Vor etwa 10 Jahren wurden die Regularien geändert. Kündigungsfrist ein Jahr. Hintergrund war, dass viele Immobilienfonds illiquide wurden und eine ähnliche Situation eintrat. Dass es trotzdem noch diese Möglichkeit gibt, spricht nicht gerade für die Fondsgesellschaft und dessen Vertreiber. Mein Rat, solche Anlagen in Zukunft meiden, zumal auch die Rendite übersichtlich ist.

  • In diesem Fall geht es über die Börse nicht. Wenn man die Rückgabe der Anteile an die Fondsgesellschaft veranlasst hat, sind diese gesperrt für den Verkauf über die Börse. Bei Immobilienfonds ist das wegen dieser einjährigen Fristen leider so. Habe ich beim geerbten HausInvest auch so.

    Das ist leider richtig.
    Lt. Mitteilung von KanAM prüft derzeit die Bafin die Rechtslage zu den Sperrvermerken für gekündigte Anteilscheine bei Offenen Immobilienfonds in Abwicklung.

    Upps..., ich fürchte, das kann dauern ....

  • Beim SEB ImmoInvest dauerte die Liquidation vom 07. Mai 2012 bis zum 31. März 2026.

    Wenn einer zum Kauf geraten hat, würde ich den verklagen.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • So pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt m.E. auf die Größe des Fonds an. Ich habe ja wie gesagt eine Position HausInvest geerbt, der hat stets eine akzeptable Rendite gebracht. Habe ihn letztes Jahr dann aber trotzdem zurück gegeben.

  • So pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt m.E. auf die Größe des Fonds an. Ich habe ja wie gesagt eine Position HausInvest geerbt, der hat stets eine akzeptable Rendite gebracht. Habe ihn letztes Jahr dann aber trotzdem zurück gegeben.

    Größe?

    Im SEB ImmoInvest war ein Milliardenklumpen am Potsdamer Platz enthalten. Das machte die Auflösung schwierig, sehr schwierig.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Die offenen Immofonds sind einfach kompletter Müll.

    Bin früher bei einem Immo-Management ein und aus gegangen. Kenne einige Verträge und die Betriebskosten.

    Katastrophe was da gelaufen ist.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • So pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt m.E. auf die Größe des Fonds an. Ich habe ja wie gesagt eine Position HausInvest geerbt, der hat stets eine akzeptable Rendite gebracht. Habe ihn letztes Jahr dann aber trotzdem zurück gegeben.

    Die generelle Frage ist doch, warum man solche Produkte überhaupt für den Vertrieb an Privatkunden zulässt? Zumal diese Fonds den Anlegern sehr häufig als 'Sicherheitsbaustein' Ihrer Geldanlage verkauft wurden. :/
    In sehr vielen Ländern sind solche Anlageformen nur für institutionelle Anleger freigegeben.

    Mal abwarten wie die Klagewelle in Sachen Union Investment und Ihrem Fonds 'UniImmo Wohnen ZBI' ausgehen wird. Evtl. wird das zu einer geänderen Risikoeinstufung von Immobilienfonds führen!

  • Also besser als Festgeld, in dem vielen hängen ist, der Hausinvest schon. Im wesentlichen national aufgestellt, das ist der Nachteil. Auch für Immobilien sieht es hier im Land nicht gut aus. Die Kündigungsfrist ist vor allem für Ältere ungünstig. Das ist aber die Zielgruppe.

  • Also besser als Festgeld, in dem vielen hängen ist, der Hausinvest schon.

    Also das sind ja nun mal zwei vollkommen verschiedene Anlageformen, die man so nicht miteinander vergleichen kann.

    Ein Festgeld hat eine bestimmte Laufzeit von x Tagen bis x Jahren und einen Zinssatz, der während der Zeit unveränderlich ist und den der Anleger im Voraus kennt.
    Ob der Zins gut oder nicht so gut ist, soll jetzt nicht das Thema sein.

    Bei einer Anlage in einem Investmentfonds (Aktien- Renten- oder offenen Immobilienfonds) habe ich weder eine feste Laufzeit und ich weiß auch im Voraus nicht, was am Ende bei Rückgabe der Anteile rauskommt. Die Rendite kann ich nur im Nachhinein ermitteln.

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