Ich lasse mich auch unter neuem Namen nicht mehr auf deine wohlformulierten Ablenkungsmanöver ein. Selbstverständlich rede ich von einem in der Höhe der Aktienquote sauber anhand der Risikotoleranz und -Tragfähigkeit definierten Portfolio, und das weißt du natürlich auch. Innerhalb dieses Portfolios egal welcher Relation Aktien zu Anleihen bzw. Geldmarkt ist es eben nicht wie von dir behauptet „völlig irrelevant“, ob der gewählte Aktien-ETF 0,2 Prozentpunkte mehr oder weniger kostet. Und damit ist die Diskussion für mich hier beendet.
Mir ist klar, dass du diese Diskussion nicht führen willst. Trotzdem bleibt deine Argumentation inkonsequent.
Volatilität ist in einem langfristigen Portfolio kein Risiko. Das weißt du genauso gut wie ich. Wenn du außerhalb der SORR-Bandes Geldmarkt beimischst, dann ist das keine rationale Optimierung, sondern eine emotionale Entscheidung und die kostet Geld. Das ist völlig legitim. Nur solltest du diese Kosten auch offen benennen. Genau das tust du regelmäßig nicht.
Dasselbe gilt für die Produktkosten: Du empfiehlst bewusst, etwa das Doppelte zu bezahlen, nur um ein Produkt statt vier zu besitzen. Auch das kann man machen. Ich finde das sogar besser. Man sollte es aber nicht als günstig(st)e Lösung verkaufen oder bei anderen Ansätzen Mehrkosten verteufeln.
Besonders widersprüchlich wird es bei der Datenauswahl: Die empirische Evidenz für Multifaktor und eine ausgewogenere regionale Diversifikation akzeptierst du nicht. Gleichzeitig verweist du bei Aktien gegenüber Anleihen über lange Anlagezeiträume genau auf dieselbe Art empirischer Evidenz. Beides ist hervorragend belegt.
Wer die Daten nur dann gelten lässt, wenn sie das eigene Weltbild stützen, betreibt Cherry Picking.