Geldanlage - dazu eine KI befragen?

  • In dem Artikel werden einige kritische Punkte thematisiert. Der relevanteste:

    Das Problem ist: Die Antworten der KI sind nicht verlässlich. "Nutzer müssen mit fachlichen Fehlern, verkürzten Darstellungen oder auch falschen Quellenangaben rechnen", so Nauhauser. "Diese lassen sich aber nur erkennen, wenn bereits eigenes Grundwissen vorhanden ist." Genau das fehle aber vielen.

    Auch wie eine KI zu ihren Vorschlägen kommt, ist nicht immer klar. Aber eine Begründung sei wichtig, um die KI-Entscheidungen kritisch zu prüfen und hinterfragen zu können, sagt Yann Stoffel. "Die KI kann Sachen erfinden und sie kann immer noch schlecht unterscheiden, ob sie Informationen oder Meinungen verarbeitet."

    https://www.n-tv.de/ratgeber/Gelda…id31115810.html

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  • britty 26. Juli 2026 um 07:09

    Hat den Titel des Themas von „Anlageberatung durch KI“ zu „Geldanlage - dazu eine KI befragen?“ geändert.
  • Gen Z vertraut einfach mal ......

    Doch Gen Z holt sich nicht einfach einen schnellen Rat ab: Fast drei Viertel der Befragten geben an, der KI voll und ganz zu vertrauen, nachdem sie die ersten Erfahrungen mit den Tools gesammelt haben. Fast 60 Prozent der jungen Generation würden den Bots sogar die Entscheidung überlassen, in welche Aktien oder Fonds ihr Geld fließt.

    https://www.chip.de/news/kuenstlic…4314366808.html

  • Tatsächlich habe ich sowas in letzter Zeit nicht mehr erlebt.

    So ein allgemeiner Satz ist irreführend, denn es kommt bei KI sehr darauf an, mit welchen Daten und mit welcher Intention sie trainiert wurden. KI ist nicht neutral. Und wer sie für Fragen nutzt in Gebieten, in denen grobe Fehler nicht erkannt werden können, muss doppelt und dreifach aufpassen.

    spezifische KI sind in ihrem Fachgebiet sehr gut. Da haben sie es mit Nutzern zu tun,die sich auskennen.

    Es ist relevant, welche KI gefragt wird.

  • Warum es nicht zunächst bzw. zuerst mal mit der "natürlichen" Intelligenz (so weit denn vorhanden) probieren - statt gleich eine "künstliche" zu bemühen ... ? Es geht schließlich um das eigene Geld ...

    Siehe beispielsweise hier:

    Ich hatte mich damals als Schüler, der in finanziell (nicht intellektuell) prekären Familienverhältnissen lebte, via Schul- und Stadtbücherei sowie der Landesbibliothek dem Thema angenähert. War übrigens auch kostenfrei und setzte nur etwas Engagement und die Bereitschaft zu Eigenrecherche voraus ...

    Die Informationsbeschaffung dürfte heute - u. a. wegen dem Internet - zudem eine deutlich einfachere und günstigere sein. Wenn ich beispielsweise an die damaligen Preise von Fachbüchern denke ... Eine Eigenrecherche scheint mir jedenfalls zumutbar. Zumal bei einem so wichtigen und bedeutsamen Thema wie den eigenen "privaten Finanzen" ...

    Etwas seltsam finde ich den Trend, daß heutzutage viele keine (längeren) Texte mehr lesen wollen und/oder bunte Bildchen und/oder bunte Video-Filmchen - am besten noch in ganz einfacher Sprache - bevorzugen. Auch sich selbst eine eigene Meinung zu bilden aus der Abwägung unterschiedlicher Meinungen, scheint nicht wenigen schon zu anstrengend und zu herausfordernd. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, daß ein möglichst simples Kochrezept ("man nehme" ...) mit nur zwei oder drei Zutaten bevorzugt wird - oder gleich die "One Size fits all" Variante als die optimale (neudeutsch "optimalste" ...) Lösung für alles und alle.

    Das Folgende (einer dritten Instanz sprich fremden Dritten "voll und ganz zu vertrauen") praktizieren doch zig Millionen von Bankkunden (insbesondere auch der öffentlich-rechtlichen Banken (sprich Sparkassen) und dem genossenschaftlichen Bankensektor (sprich Volksbanken, Sparda-Banken usw.)) bis heute - mehr oder weniger (eher mehr) ebenso:

    Doch Gen Z holt sich nicht einfach einen schnellen Rat ab: Fast drei Viertel der Befragten geben an, der KI voll und ganz zu vertrauen

    Und - beim Blick auf die Altersstruktur der Kunden über die drei Banksektoren hinweg (inklusive privater Geschäftsbanken also) - oft bis meist ganz ohne Angehörige der Gen Z zu sein ... sondern (deutlich) älter zu sein.

    Was machen die Jungs und Mädeln (der Gen Z) denn im Allgemeinen, wenn der Strom ausfällt oder im Speziellen der Akku vom Smartphone leer ist ... und damit kein Zugriff auf die KI möglich ist ... ?

    In dem Kontext:

    Die Antworten der KI sind nicht verlässlich. "Nutzer müssen mit fachlichen Fehlern, verkürzten Darstellungen oder auch falschen Quellenangaben rechnen", so Nauhauser. "Diese lassen sich aber nur erkennen, wenn bereits eigenes Grundwissen vorhanden ist." Genau das fehle aber vielen.

    Da ich nur Finanz-Laie bin, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter ...

    ... hatte ich mal einen KI-Versuch gestartet zu zwei Themen, bei denen ich über etwas bis deutlich profundere Kenntnisse verfüge, als zu speziellen Finanzthemen.

    Die Streuung war eine erhebliche. In beiden Bereichen gab es einige (sehr) gute und präzise Antworten, ebenso mediokere und schließlich auch einige sehr bis höchst maue Antworten (in zwei Fällen würde ich von tendenziell desolat oder fast toxisch sprechen).

    Wie soll das der geneigte und von der Sache her unbedarfte Fragende auseinanderhalten ... ?


    (Vielleicht lag es auch an der KI. Da ich nicht technik-affin bin (um es noch möglichst subtil zu formulieren), hatte ich ein Patenkind gebeten, meine Fragen bei einer KI ihrer Wahl zu stellen).

  • In der Tat sind Verallgemeinerungen hier nicht hilfreich, das es nicht DIE KI gibt.

    Und wenn die Themen sehr speziell werden, zu denen im WWW wenig Infos zu finden sind, dann sind die Antworten der KI im besten Falle auch nur Allgemeinplätze.

    Aber immerhin hat mir noch keine KI auf Fragen zur Geldanlage zu DEKA Fonds und Bausparen geraten. Das ist doch schon ein Fortschritt.

  • Aber immerhin hat mir noch keine KI auf Fragen zur Geldanlage zu DEKA Fonds und Bausparen geraten.

    Nicht ausgeschlossen oder sogar durchaus möglich, daß sich ein Tenor in der Fragestellung und/oder sogar eine konkrete Fragestellung konstruieren läßt, so daß es dann zu derartigen "Empfehlungen" kommen könnte ...

    Das ist doch schon ein Fortschritt.

    Was aber unmöglich die Benchmark in Sachen "Fortschritt" und "Qualität" einer KI (oder Finanz KI - falls sowas existiert ... ?) sein kann.

    Zu den beiden von Dir genannten und eingeführten Themen (aktiv gemanagte Deka-Fonds und Bausparen) genügen 15, 30 oder bestenfalls 60 Minuten Eigenrecherche, um die Basics zu verstehen. Möglich ist das übrigens auch ganz ohne KI.

  • Glaubst du alles, was in einem Buch steht? Ich denke zumindest Du wirst verschiedene Quellen nutzen und ggf. als Anregung eigene Schlüsse zu ziehen.

    So muss man auch mit einer KI arbeiten. Diskutieren, nachfragen, KI als Sparringspartner, nicht als allwissendes Orakel. Dann kann man zu sinnvollen Ergebnissen kommen. Wer nach der ersten Antwort einer KI zufrieden ist, der bleibt dann oft auf dem Niveau eines BILD Ratgeberartikels.

  • Schwierig ist das Weitverbreitetsein von Google. Die Ergebnisse werden jetzt noch deutlicher nach dem Geschmack der Fragenden ausgewählt, indem die Medienvorlieben abgefragt und beachtet werden. Beim früheren "googeln" gabs noch einigermaßen Auswahl. Dass (Google-)KI-fragen anders funktioniert als eine Google-Recherche, das wissen viele nicht.

  • Wie schnell sind wir von "Wikipedia ist keine Quelle!"

    Bin zwar nur Finanz-Laie, aber zu einigen Themen (beispielsweise Finanzgeschichte, Währungsgeschichte oder monetäre Ökonomik) verfüge ich zumindest über Basiswissen.

    Der Tenor im deutschen (deutschsprachigen) Wikipedia ist - nach meiner Wahrnehmung und nicht nur meiner - bei so manchen dieser Themen ein tendenziell eher (sehr) gutmütiger in Bezug auf den öffentlich-rechtlichen Mainstream hierzulande und in der EU - im Gegensatz zum englischsprachigen Wikipedia (dürfte zudem größer sprich auch mehr Nutzer haben als die deutschsprachige Variante ... ?).

  • Ki ist nicht gleich KI. Hier existiert ein weites Spektrum. Was gemeinhin als KI und die Erfahrung damit bezeichnet wird, sind die kostenfreien Varianten z.B. von ChatGPT oder Gemini. Diese unterscheiden sich sehr deutlich von den kostenpflichtigen Varianten. Das hat neben kommerziellen ganz einfach technische Gründe. Die kostenfreien Systeme bekommen viele Tausend Anfragen pro Sekunde. Um die in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen überhaupt verarbeiten zu können, werden abgespeckte Modelle verwendet. Die kostenpflichtigen Versionen stehen jedoch mit ihrer vollen Leistungsfähigkeit zur Verfügung.

    Seit einiger Zeit teste ich die Leistungsfähigkeit eines Bezahl-Modells der GPT5-Klasse mit ca. 600 Mrd. Parametern in Bereichen, in denen ich mich sehr gut auskenne. Die Ergebnisse sind beeindruckend. Richtig angewandt, ist eine solche KI ein sehr nützliches Werkzeug.

    Während die Qualitätsunterschiede zwischen den Versionen im textuellen Bereich bei LLMs nicht immer sofort erkennbar sind, werden die Unterschiede zwischen kostenlos und kostenpflichtig im Bereich der Bildgeneration sehr deutlich sichtbar. Frei verfügbare Bildgeneratoren wie z.B. im Edge-Browser erzeugen schon verblüffend gute Bilder, wenn man den richtigen Prompt wählt. Hier mal ein Beispiel:

    Und hier ein Beispiel professionaler Bildgeneratoren (das Video ist komplett KI-generiert):

    Visuelle Reise: Viktorianisches Steampunk-Leben in Lumina Crystalia

    Und wie sieht es nun aus mit Fragen zur Geldanlage? Schwierig, denn hierauf gibt es keine allgemein gültige Antwort. Selbst wenn man Menschen dazu befragt, wird man sehr unterschiedliche Antworten bekommen. Ein Vertriebsmitarbeiter einer Bank wird wahrscheinlich eine andere Anlagestrategie empfehlen als ein unabhängiger Honorarberater. Ein einfaches KI-Modell, das vielleicht auch keinen Zugriff auf aktuelle Daten hat, wird wahrscheinlich mit eher einfachen Antworten wie "weltweit gestreuter ETF" daherkommen, während ein großes Modell viel mehr Randbedingungen, auch aktueller Art, berücksichtigt. Aber auch hier kommt regelmäßig der Hinweis, dass es sich um keine Finanzberatung handelt.

    Ich würde bei dem Thema Finanzen bzw. Anlagestrategie grundsätzlich keine KI zu Rate ziehen. Man kann sich zwar Begriffe aus diesem Bereich erklären lassen, z.B. wie ein Geldmarktfonds funktioniert. Diese Informationen sind inzwischen verlässlich. Die Entscheidung, ob 100% Bitcoin oder 100% Tagesgeld muss man allerdings selber treffen.

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