Radversicherung oder Bikeleasing?

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  • Mal zurück zum Thema Fahrrad-Leasing:
    Die Versicherungsbedingungen sind in meinen Augen recht großzügig. Die Prämien sind überschaubar und wenn das Rad wirklich gestohlen wird, dann endet einfach der Leasingvertrag. Wenn man Lust hat, startet man dann einfach wieder ein neues Leasing. Da man keine Anzahlung leisten muss, hat mein in dem Sinne keinen finanziellen Verlust und auch keine Gefahr, dass einem die Versicherung kündigt oder den Selbstbehalt erhöht.

    Bei Jobrad gibt's wohl sogar eine Regelung, dass die bisherigen Raten angerechnet werden können: Versicherung zu deinem Dienstrad von JobRad®

  • Ist das wirklich so?

    Anstatt meine Antwort in Frage zu stellen, kannst du einfach auf den Link klicken, den ich nicht ohne Grund eingefügt habe.

    Jobrad:

    Mein Dienstrad wurde gestohlen/irreparabel beschädigt – wie geht’s weiter?

    Dein Dienstrad wurde geklaut? Wie ärgerlich! Folgendes ist jetzt wichtig:
    Melde den Diebstahl bzw. Schaden unverzüglich der zuständigen Polizeidienststelle unter Angabe der Rahmennummer und dokumentiere den Schaden mit aussagekräftigen Fotos.

    (...)

    Du möchtest kein neues Dienstrad mit JobRad®?

    Für dich bleibt nichts mehr zu tun. Sobald der Versicherungsfall abschließend bearbeitet wurde, endet dein Einzelleasingvertrag automatisch und die Gehaltsumwandlung wird durch deine:n Arbeitgeber:in beendet.


    Lease-a-Bike:

    Ist mein Fahrrad gegen Diebstahl versichert?

    Ja, alle Fahrräder sind vollkaskoversichert. Damit der Schutz greift muss Ihr Dienstfahrrad, sofern es räumlich nicht eingeschlossen ist, abgeschlossen, aber nicht angeschlossen sein. Die Selbstbeteiligung beträgt grundsätzlich 0 €. Haben Sie den Premium Diebstahl- und Schadenschutz gewählt, wird Ihr Rad im Falle eines Diebstahls oder Totalschadens nicht ersetzt und der Leasingvertrag wird beendet. Bei dem All-inclusive Diebstahl- und Schadenschutz wird Ihr Fahrrad zum ursprünglichen Anschaffungswert inkl. Zubehör ersetzt.


    Je nach Vertrag muss das Fahrrad nicht einmal angeschlossen, sondern nur abgeschlossen sein. Also deutlich einfachere Bedingungen im Vergleich zur üblichen Hausrat- oder Fahrradversicherung.

  • Ist das wirklich so? Es kann doch dem Leasinggeber egal sein, ob das Fahrrad gestohlen wurde oder nicht. Vertrag ist Vertrag.

    Ja, das ist wirklich so, jedenfalls bei Jobrad bzw. jedenfalls war es so vor 2-3 Jahren. Bei anderen Anbietern ist das ggf. anders.

    Quelle: AGB von Jobrad und eigene leidvolle Erfahrung. ^^

    Zumindest, wenn man vorhat, das Fahrrad nach drei Jahren zu übernehmen (das dürfen sie nicht zusichern, faktisch bieten sie es aber in der Regel an), hat man bei Diebstahl einfach Pech gehabt. Es endet zwar der Leasingvertrag, die Versicherungssumme geht aber an Jobrad, und man selbst hat für XX Monate Leasingraten gezahlt, die dann einfach versenkt sind (eben nur für die Nutzung gezahlt). Das muss einem klar sein und man muss sich überlegen, ob es einem die monatliche Rate auch wert ist ohne die Erwartung, das Rad später erwerben zu können.

    Ich glaube, bei Jobrad bekommt man dann angeboten, dass man einen Teil der gezahlten Raten (50%?) angerechnet bekommt, wenn man nach Diebstahl wieder ein neues Jobrad anschafft. Aber da hätte man ja wieder das gleiche Problem, wenn das auch wieder geklaut wird.

    Ich habe mir nach dem Jobrad-Diebstahl dann auf eigene Rechnung ein neues Rad gekauft und es selbst versichert. Das wurde dann wieder nach ein paar Wochen geklaut, die Versicherung hat anstandslos gezahlt. Zumindest hatte ich dadurch keinen finanziellen Verlust. Danach war ich ein gutes Jahr lang so frustriert, dass ich keine Lust mehr auf ein neues Rad hatte. Dann habe ich mir irgendwann doch wieder das gleiche Modell gekauft allerdings diesmal gebraucht aus den Kleinanzeigen. Und habe es wieder versichert. Bisher geht das seit anderthalb Jahren gut!

  • Gefährliches Pflaster für Fahrräder in deiner Gegend. 😉

    Mh, ich weiß nicht, was daran so lustig ist :|
    Das ist ein riesiges Problem in vielen Städten und Regionen mit Grenzlage, welches große Schäden verursacht, die von den Eigentümern und Versicherungen getragen werden müssen. Bei zu vielen Schäden kündigt einem die Versicherung oder man hat einen erhöhten Selbstbehalt für die Zukunft.

    Und das Problem ist, dass Schlösser egal welcher Art kein Hindernis mehr sind. Diese halten nur Gelegenheitsdiebe ab, aber häufig sind professionell agierende Banden unterwegs, die mit entsprechendem Werkzeug jedes Schloss in sekundenschnelle knacken können - oder, wie hier letztens passiert, gleich den ganzen Fahrradständer abmontieren.

  • Und nochmal was zum Thema:
    Meine Frau und Ich haben jeweils zwei Fahrräder, ein "Biobike" für den Sport/Freizeit und jeweils ein E-Bike für den Weg ins Büro. Der Fahrradbaustein in der Hausratsversicherung, der nichtmal die Anschaffungswerte aller Räder abdecken würde, haut schon ganz schön rein. Und da ich mit meinem aktuellen E-Bike (gekauft) eh nicht so zufrieden bin und mit einem Wechsel geliebäugelt habe, habe ich den Ersatz tatsächlich geleased, aus drei Gründen:


    - Die von mir schon erwähnten recht vorteilhaften Versicherungsbedingungen zu überschaubaren Versicherungskosten; das neue Fahrrad ist von einer Marke, die hier in der Gegend bei Langfingern besonders beliebt ist (Cube)


    - Bei einem Grenzsteuersatz von 42% sorgt das geringere Bruttoeinkommen schon für eine gewisse Ersparnis

    - Der technische Fortschritt macht auch bei Fahrrädern nicht halt. Jetzt bekommt man in der gehobenen Mittelklasse beispielsweise schon elektronische Schaltungen - vor zwei, drei Jahren war das noch nicht der Fall

    Da ich das Rad woanders eh nicht günstiger bekommen hätte, spielt es keine Rolle, dass die UVP den Leasingbetrag ergibt.

    Ob ich das Rad in drei Jahren übernehme werde, weiß ich noch nicht.

    Jetzt muss ich nur noch mein altes Fahrrad verkauft zu einem guten Preis verkauft bekommen, was gar nicht so einfach sein wird. Für ein schmales Budget ist es nämlich immer noch zu teuer und die übliche Zielgruppe verfügt über genug Geld für einen Neukauf.

  • Mh, ich weiß nicht, was daran so lustig ist :|
    Das ist ein riesiges Problem in vielen Städten und Regionen mit Grenzlage, welches große Schäden verursacht, die von den Eigentümern und Versicherungen getragen werden müssen. Bei zu vielen Schäden kündigt einem die Versicherung oder man hat einen erhöhten Selbstbehalt für die Zukunft.

    Und das Problem ist, dass Schlösser egal welcher Art kein Hindernis mehr sind. Diese halten nur Gelegenheitsdiebe ab, aber häufig sind professionell agierende Banden unterwegs, die mit entsprechendem Werkzeug jedes Schloss in sekundenschnelle knacken können - oder, wie hier letztens passiert, gleich den ganzen Fahrradständer abmontieren.

    Stadt ja, Grenzlage nein.

    In beiden Fällen war das Fahrrad angeschlossen mit einem Schloss, das um die 100 EUR gekostet hat. Und ja, das waren Profis, keine Gelegenheitsdiebe. Und ja, die Versicherungsauswahl war dann deutlich eingeschränkt, weil man angeben muss, ob man in den letzten x Jahren mehr als y Diebstähle hatte, und damit fallen viele Anbieter direkt raus. So ein bisschen wie die Häuser im Hochwassergebiet, die irgendwann keiner mehr versichern will. Ich hoffe, dass das Fahrrad mir jetzt noch eine Weile erhalten bleibt, denn sonst wird es mit der nächsten Versicherung schwierig.

  • Wir fahren alle noch einfache Räder. E-Bike ist Pseudoradfahren.

    Ja schon, nur wenn ich hier auf den touristischen Radwegen so einige sehe, weiß ich genau ohne elektrisches Helferlein, wären die jetzt nicht auf dem Rad, sondern vorm Fernseher. Dann besser so!

    Ich schwing mich jetzt auch gleich mal drauf und radele ohne Helferlein in den Nachbarort zum donnerstäglichen Clubabend, da schließ ich übrigens nie ab.

  • E-Bike ist Pseudoradfahren.

    Ich habe da inzwischen eine tolerantere Haltung.

    Ich kenne Leute, die zwar fit genug sind aber ohne E nicht die 8km zur Arbeit fahren würden. Verständlich.

    Und es gibt eine ganze Menge Menschen, die ohne E in der Stadt gefährlich langsam sind (sowohl für sich selbst als auch für andere Fahrer).

    Ebikes sehe ich daher fast nur positiv (im Gegensatz zu e-scootern und diesen lächerlich prolligen phat-bike-SUVs).

  • Meine ganzen Freunde und Bekannten sind traurig, dass ich/wir uns keine E-Bikes kaufen wollen. Obwohl ich weiß Gott nicht langsam fahre mit meinem 8Gang Bike aber sie könnten "so langsam" nicht fahren und dann machts kein Spaß. Schade wäre es trotzdem, da sie mein Bauchgefühl und den Humor auf den Touren vermissen. Sh*t happens ;)

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