100.000 EUR anlegen

  • Okay, weil Du künftig Rendite brauchst, muss diese erwirtschaftet werden? Dann wären wir direkt schon beim Manifestieren. :rolleyes:

    Er hat im „Beck‘schen“ Zitat doch die 20 Jahre quasi suggeriert. Der arme Deutsche da, der immer seine vorsichtigen 5 Jahre durchzieht…siehe 20 Jahre eben.

    Am Ende war das Geld 20 Jahre lang durchgehend investiert. Der Anleger war also faktisch ein langfristiger Investor. Aber weil er gedanklich immer nur in kurz- bis mittelfristigen 3-bis-5-Jahres-Häppchen gedacht hat, war er 20 Jahre lang viel zu konservativ aufgestellt.

  • Also ,,Ignorance is a bliss"? :/

    Wenn ich mir die Diskussionen über zu niedrige Renten und Altersarmut anschaue, scheint es doch ein Problem zu geben. Und wir reden hier nicht über Peanuts, sondern in vielen Fällen um 1 Mio. Euro mehr oder weniger mit 67 nur weil man anders gespart hat. Klar, wenn man die nicht hat und sich auch nicht vorstellen kann, dass man sie mit gleichem Sparbetrag, aber anderem Produkt hätte (mehr) haben können, ist man wahrscheinlich trotzdem zufrieden. Ich finde das aber ein Armutszeugnis für ein entwickeltes Land. Auch im Hinblick auf die Tatsache, dass geringe Einkünfte im Alter auch sehr gut verdienende Menschen betrifft und dieser 7-stellige Unterschied im Vermögen nur ein Buch für 15 Euro und ein paar Mausklicks ,,gekostet" hätte.

    Jo, wenn man sein investiertes Geld erst in der Altersarmut antastet war ein redundantes Anlegen über 5 Jahre eine denkbar schlechte Strategie.

    Wenn man aber irgendwann zwischendrin doch eine größere Wohnung braucht weil ein 3. Kind ungeplanterweise kommt, Geld für ein barrierefreies Badezimmer wegen einer unerwarteten chronischen Erkrankung benötigt wird, einfach bloß eine Scheidung eine zweite Wohnung erforderlich macht, ein Burnout zum vorzeitigen Ruhestand zwingt etc etc. dann ist derjenige der Gewinner der auf sicher angelegtes Geld zurückgreifen kann und nicht im Crash verkaufen muss.

    Zu welcher Grupoe man gehört, stellt sich erst im Nachhinein heraus.

  • Weiterer Ansatz: 100 % in Welt-ETF

    Wenn Du nach Cederburg suchst, findest Du seine Studie. Auch die Forensuche reicht dafür.

    Seiner Studie zufolge ist das sicherer als Festgeld/Tagesgeld bzw. einen Anteil in Festgeld/Tagesgeld zu tun.

  • Wir möchten diesen Betrag nun etwas gewinnbringender, aber auch nicht unsicher anlegen.

    Damit scheiden doch Anlagen in Aktien-ETFs aus. Die sind nämlich nicht „sicher“.

    Weiterer Ansatz: 100 % in Welt-ETF

    Wenn Du nach Cederburg suchst, findest Du seine Studie. Auch die Forensuche reicht dafür.

    Cederburg….bitte etwas „auf dem Tippich bleiben“.

    Die Studie liefert ernstzunehmende empirische Evidenz gegen klassische Alters-Glidepaths, rechtfertigt aber keine pauschale “100% in Welt-ETF”-Empfehlung ohne Berücksichtigung von Diversifikation, Zeithorizont und individueller Risikotoleranz.

    Das geht ja nun mal gar nicht.

  • Ich definiere mittelfristig jetzt einfach mal mit 5 Jahren, dann wäre z.B. ein neues Auto fällig, so dass ich teile von der Anlage abgreifen möchte.

    Kommst du denn mit 100 TEUR für eine neues Auto hin?

    Würde das Geld fürs Auto sicher anlegen und den Rest spekulativer.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Auch du hast meinen Punkt offenbar nicht verstanden. Das Vergangenheitsargument legst du mir in den Mund. Ich habe es mit keinem Wort erwähnt. Es ist immer praktisch, gegen Positionen zu argumentieren, die der andere gar nicht vertreten hat.

    Meine Aussage ist eine andere: Die Weltwirtschaft ist die Quelle der Wertschöpfung. Ohne diese Grundlage können auch andere Anlageklassen langfristig nicht wachsen. Auch wenn das von vielen linken Idealisten in diesem Land offenbar geglaubt wird.

    Aber vielleicht hast du ja eine revolutionäre Theorie entdeckt. Dann lass uns doch daran teilhaben: Wer soll künftig Steuern, Sozialabgaben, Zinsen und Mieten erwirtschaften und bezahlen, wenn die Unternehmen und ihre Beschäftigten wirtschaftlich „am Baum hängen“? Oder denkst vielleicht sogar, dass viele Jahrzehnte Negativrenditen ohne Wirtschaftskrise möglich wären? Das würde mich brennend interessieren.

    Nur weil es aus der heutigen Sicht nicht vorstellbar ist, heißt es nicht das es nicht möglich ist.

    Gibt genug Utopien über sinnvolles ganzheitliches wirtschaften abseits der heutigen Pfade. Aber das sind dann irgendwie immer linke und/oder grüne die im besten Falle als Idealisten geframed wwerden.Wenn man sich darauf mal einlässt könnte man sogar zum Ergebnis kommen, das es besser laufen könnte als heutzutage.😚

  • Wenn man aber irgendwann zwischendrin doch eine größere Wohnung braucht weil ein 3. Kind ungeplanterweise kommt,...

    ....kann man wie man es viele Jahrzehnte gemacht hat auch mal ein paar Jahre weiter klein wohnen oder mieten.... bis eine Börsenkrise, die genau zu dem Zeitpunkt eintritt wieder vorbei ist.

    Geld für ein barrierefreies Badezimmer wegen einer unerwarteten chronischen Erkrankung benötigt wird...

    ....entwickelt sich so etwas nicht über Nacht und kann überbrückt, gemietet, finanziert werden, ....

    ..einfach bloß eine Scheidung eine zweite Wohnung erforderlich macht,...

    ...wird diese in den seltensten Fällen gekauft...

    Ich finde es immer wieder faszinierend, mit welchen haarsträubenden Beispielen hierzulande übertriebene Risikoscheu verteidigt wird. Mit dieser Denkweise wäre Unternehmertum schlicht unmöglich. Und vielleicht erklärt genau das, warum so wenige Menschen noch gründen und immer mehr Kapital, Unternehmen und Talente das Land verlassen (Österreich zähle ich mal dazu).

    Deutschland ist zu einem überversicherten Land geworden: Aus Angst vor der Zukunft liegen fast 4 Bio. Euro unverzinst oder niedrig verzinst herum und werden Jahr für Jahr von der Inflation entwertet. Ein garantierter Verlust. Gleichzeitig scheint für viele unvorstellbar zu sein, dass sich selbst unwahrscheinliche Ereignisse im Ernstfall pragmatisch lösen lassen.

    Null Risiko gibt es nicht. Wer jede theoretische Gefahr zum K.-o.-Kriterium macht, behindert sich selbst und setzt sich den wirklich relevanten Risiken aus.

    Erschreckend. Und auf Dauer brandgefährlich.

  • Vielleicht noch kurz ergänzt: Ich bin 55, benötige das Geld nicht zwingend für meine Altersabsicherung, habe bisher Tages- und Festgeld-Hopping gemacht, das mich inzwischen etwas nervt, habe Einzelaktien besessen, mit denen ich Glück hatte, nur DAX-Werte, die überwiegend sehr gut gelaufen sind. Ich hätte gern etwas mehr Ertrag als bei den bisherigen Anlageformen, ohne zu großes Risiko. Eine Anleihe auf die DZ-Bank hatte ich auch, die seinerzeit besser verzinst war als Tagesgeld, wenn auch ohne Einlagensicherung. Das große Risiko bei Anleihen sehe ich eigentlich nicht, es sei denn, der Herausgeber schmiert ab?

    Das klingt schon etwas reflektierter als Dein erster Beitrag.

    Versuche für Deine Finanzen eine gedankliche Aufteilung in Geld was wirklich kurzfristig verfügbar sein muss, solches was Du mittelfristig benötigst (z.B. Urlaub, Auto, etc.) und schließlich das was Du voraussichtlich in den nächsten 15+ Jahren nicht benötigst.

    Das könnte beispielsweise so aussehen:
    1) 10.000 Euro Reserve für unvorhergesehene Ausgaben
    2) 30.000 Euro für das Auto
    3) 60.000 Euro langfristig

    1 + 2 kannst Du in einem Geldmarktfonds parken, wenn Dir Hopping mittlerweile auf den Keks geht. Da gibt es vielleicht etwas weniger als bei optimalem Hopping, dafür deutlich weniger Aufwand.

    3 Hier solltest Du Dir überlegen, mit wie viel Risiko dieses Geld angelegt werden soll. Nachdem Du schon Erfahrung mit Aktien hast, weißt Du dass es an den Börsen teils deutlich hoch und runter geht. Für ein mittleres Risiko kann eine Aktienquote zwischen 50 und 60 % ok sein. Den Rest dann ebenfalls in den Geldmarktfonds stecken (alternativ solide Euro Anleihen mittlerer Laufzeit). Das Risiko von Anleihen steckt im Thema Zinsänderung. Wenn die Zinsen steigen, sinken die Anleihenkurse. Wenn Du mehr Risiko willst, dann kannst Du die Aktienquote auf bis zu 100 % erhöhen.

    Was jetzt noch unklar ist, ist die Methode wie Du sparst. Machst Du das systematisch oder eher sporadisch? Alles was automatisch läuft, braucht viel weniger Energie bei der Umsetzung.

    Vielleicht auch mal ein Einführungsbuch lesen wie das von Hartmut Walz oder Saidi Sulilatu.

  • Ein Gegenargument sollte reichen um deine Brandreden einordnen zu können:

    Fast 40.000 Neugründungen im Jahr 2025 in Österreich sind nicht „so wenige“

  • Ein Gegenargument sollte reichen um deine Brandreden einordnen zu können:

    Fast 40.000 Neugründungen im Jahr 2025 in Österreich sind nicht „so wenige“

    Und was machen die bei Scheidung, chronischer Erkrankung oder einem dritten Kind? =O

    Wäre nicht ein Angestelltenverhältnis und hohe Summen auf dem Sparbuch besser? Könnte ja immer was passieren in den kommenden 3-5 Jahren. Und wenn nicht, dann in den 3-5 Jahren drauf . . . ;)

  • Okay, weil Du künftig Rendite brauchst, muss diese erwirtschaftet werden? Dann wären wir direkt schon beim Manifestieren. :rolleyes:

    Was man tun muss, ist zu investieren. Zumindest dann, wenn man sein Geld nicht einfach ausgibt. Die Bandbreite an Möglichkeiten reicht dabei von ,,Cash im Garten verbuddeln" bis ,,Welt-ETF". Die Renditen sämtlicher Anlageklassen werden direkt oder indirekt aus der Wertschöpfung der Weltwirtschaft gespeist. Die Vorstellung, diese Quelle könne langfristig versiegen, während andere Vermögenswerte dennoch dauerhaft Erträge abwerfen, ist letztlich eine Fiktion.

  • Und was machen die bei Scheidung, chronischer Erkrankung oder einem dritten Kind? =O

    Wäre nicht ein Angestelltenverhältnis und hohe Summen auf dem Sparbuch besser? Könnte ja immer was passieren in den kommenden 3-5 Jahren. Und wenn nicht, dann in den 3-5 Jahren drauf . . .

    7000 sind 2025 Pleite gegangen.
    40% davon waren nicht älter als 5 Jahre.

    Scheidung, chronische Erkrankung, 3. Kind haben in einigen Fällen sicher dazu beigetragen. Diese Gründer haben nichts davon, dass es anderen besser ergangen ist und wünschten sich sie hätten weniger riskiert.

  • ....kann man wie man es viele Jahrzehnte gemacht hat auch mal ein paar Jahre weiter klein wohnen oder mieten.... bis eine Börsenkrise, die genau zu dem Zeitpunkt eintritt wieder vorbei ist.

    Was "man" kann (oder will), entzieht sich denknotendig meiner Kenntnis. Für meinen Teil kann ich nur wissen, was "ich" kann (oder will).

    "Ein paar Jahre" zu "klein zu wohnen" (wegen einem "unerwarteten 3. Kind" - darauf bezog sich das nämlich) mit meiner Familie, gehört jedenfalls nicht dazu - sprich meine Lebensqualität und die meiner Familie "ein paar Jahre" lang direkt von der Entwicklung der Börse abhängig zu machen.

    ..wird diese in den seltensten Fällen gekauft...

    ?

    Auch das Leben in zwei nur gemieteten Wohnungen ist ("nach einer Scheidung" - darauf bezog sich das nämlich) in aller Regel (deutlich) teurer, als das gemeinsame Leben zuvor in nur einer gemieteten Wohnung.


    Es mag ja Leute geben, die ihre Lebensqualität "über ein paar Jahre" hinweg direkt von der Entwicklung der Börsen und/oder dem Ausbleiben von signifikanten Börsen-Rücksetzern oder Crashs abhängig machen (nur um ihre ETFs nicht zu schlechten Kursen liquidieren zu müssen) da gehörte und gehöre ich aber beispielsweise nicht dazu.

  • Unangebracht, Deutschland dauernd kleinzureden.

    Stimmt.

    Es reicht nämlich schon der Blick auf Zahlen und Fakten.


    Der Absturz Deutschlands seit vielen Jahren im Ranking der "internationalen Wettbewerbsfähigkeit" ... das praktisch seit 2019 nicht mehr vorhandene "reale Wachstum der Wirtschaft" ... die seit vielen Jahren auseinanderlaufenden Kurven von "Staatskonsum" (stetig aufwärts) einerseits und den Kurven von "BIP" und "privater Investitionsquote" (stagnierend oder abwärts) andererseits ... der Verlust einer fünfstelligen Zahl von "Industierarbeitsplätzen" - wohlgemerkt pro Monat ... ein langjähriger Höchststand bei Unternehmens-Insolvenzen ... eine historische Rekord-Neuverschuldung des Staates ... (die Liste ließe sich verlängern)


    All das ist Dir unbekannt ... ?

  • Finde das nervt.

    Verstehe. Einerseits.

    Was "nervt" liegt aber meist im Auge des Betrachters. Andererseits.

    Meine Wenigkeit beispielsweise "nervt", wenn solche Statements (siehe Nr. 71) - präziser Behauptungen -

    Unangebracht, Deutschland dauernd kleinzureden. Ob in den Medien oder hier.

    hier "rausgehauen" werden.

    Womit insinuiert wird,

    Kein Wunder, dass die Stimmung auf dem Tiefpunkt ist.

    daß (nur) die "Stimmung auf dem Tiefpunkt" die Ursache der deutschen Wirtschaftsmisere sein könnte.

    Es sind aber de facto - bei immer zu empfehlendem Realitätsbezug - ganz hauptsächlich die hierzulande gegebenen und vor allen Dingen politisch gesetzten Rahmenbedingungen, die für die Daten und Fakten (siehe die in Nr. 75 aufgezeigten Phänomene) ursächlich sind.

    Die so - über viele Jahren hinweg - generierten traurigen "Ergebnisse" haben sukzessive auch die "Stimmung" Richtung "Tiefpunkt" befördert.

    Im Übrigen: Wen kann das verwundern ... ?


    So wird ein Schuh daraus.

  • Mit Cedernburg als alleinige Entscheidungsgrundlage (erst Recht auf die mittlere Frist) wäre ich persönlich eher vorsichtig. Ein einzelnes Paper ist noch lange kein wissenschaftlicher Konsens...

    Bezüglich Risiko: risikolos geht halt nicht. 100k 5 Jahre oder länger im Festgeld, Tagesgeld o.ä. kann zu einem bösen Erwachen führen, wenn es unerwartet mal einige Jahre hohe oder gar sehr hohe Inflation gibt. 100k in Aktien kann auch dann ins Auge gehen, selbst dann, wenn evidenzbasiert und prognosefrei ins Marktportfolio investiert wird. Wie immer wäre für mich daher nie die Frage ob oder ob nicht, sondern wieviel von was.

    Es soll ja auch nicht der Gesamtbetrag in t Jahren entnommen werden.

    Natürlich kann man das ganze nach Fristigkeiten aufbauen, jedoch wird am Ende halt auch dann eine Gesamtallokation herauskommen. Am Ende ist es eine Frage der persönlichen Ansichten. Ich würde (und habe es selbst auch so gelöst) eine feste Allokation wählen. So kann ich durch Rebalancing mein Risikoprofil konstant halten und es ist simpel in der Umsetzung. Dazu kann man Korrelationseffekte nutzen und durch Rebalancing wird man angehalten tendenziell anti- statt prozyklisch zu handeln. Beides kann dazu beitragen das Rendite/Risikoverhältnis zu verbessern und die Verhaltenslücke klein zu halten.

    Welche Assetklassen und in welchem Verhältnis muss jeder für sich entscheiden. Immobilien wären für mich bei 100k raus, Gold überzeugte in der aktuelle Krise nicht, produziert keinen CashFlow und am Ende hofft man einfach, dass man in der Zukunft jemanden findet, der bereit ist mehr zu bezahlen, als man selbst. Ich habe mich daher dagegen entschieden. Rohstoffe? Naja, am Ende Terminkontrakte... Sollte man sich gut überlegen. Bleiben noch Anleihen... Duration, Staats- und/oder Unternehmensanleihen usw. muss auch jeder für sich entscheiden. Kurze Durationen und hohe Bonität werden aber oft empfehlen und sind sicher kein großer Fehler.

    Meine Meinung: Die Mischung machts. Ganz oder garnicht in Aktien ist für viele vieleicht nicht der passende Weg. Dazwischen aber ist viel möglich.

  • Noch ein Gedanke bzw Tipp: ich halte es für wenig zielführend Finanz- bzw. Anlageenstscheidungen sigulär und einzelfallbezogen zu treffen. Vielmehr glaube ich, dass einen nur eine gesamtheitliche Betrachtung dem Ziel näher bringt. Dazu gehören alle Vermögenswerte, auch Humankapital, Ansprüche gegenüber der GRV, Bausparer, Versicherungen... . Dann wird meist alles klarer. Auch ohne ein Crashprophet zu sein, ist dann meist die Frage legitim, ob man wirklich sein Festgeld weiterhin vollständig in € halten, es der Inflation aussetzen und der regionalen Entwicklung ausetzen möchte.

    Leider neigen wir oft dazu uns für jedes Sparziel singulär nach dem passenden Produkt umzusehen, anstatt eibfach in Assetklassen zu denken und das große Ganze zu betrachten. Wie das leider enden kann sieht man an typischen Assetallokationen und Produktsammlungen von Privatanlegern: Bausparer fürs Haus, Rentenversicherung für die Rente, dazu ein bisschen Tages- und Festgeld, ein paar Zertifikate usw.

    Eine weitere Entscheidung die maßgeblich den Anlageerfolg beeinflussen kann ist die ob und in welchem Maße man man bereit ist seinen Konsum in Zeitpunkt und Höhe an die Entwicklung der Kapitalmärkte anzupassen.

    Vola-Vermeidung und nominale Sicherheit führt leider oft dazu, dass Sparer ziemlich sicher verlieren, selbst, wenn nichts außergewöhnliches vorfällt. Wenn dann noch hohe Kosten dazu kommen, ist der Verlust garantiert.

    Wer ganzheitlich denkt und sich der verschiedenen Risiken seiner Assets bewusst ist, steht am Ende wohlmöglich besser da.

    Da arbeitet man als Angesteller bei einem großen deutschen Automobilkonzern, hat sich in Arbeitsplatznähe ein schönes Eigenheim finanziert, hat sechsstellig auf der Bank und eine üppige Rentenversicherung und fühlt sich maximal sicher. Und dann? Was wenn der WorstCase eintritt? Erst dann merkt man, dass alles in einer Währung steckt, der geleveredgte Immobilienklumpen dem gleichen Risiko ausgesetzt war, wie das Humankapital... In einer solchen Situation wären (volatile) produktive Assets rund um den Globus sicher nicht verkehrt.

    Nur so ein paar Gedanken meinerseits. Vieleicht regen Sie ja zu eigenen an? Egal mit welchem Ergebnis...

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen