GRV ungleich Investment

KI-Zusammenfassung

: Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

  • Mehrere Beiträge betonen die Risikoabsicherung der GRV, während andere freiwillige Einzahlungen als Geldanlage neben Rürup, privaten Rentenversicherungen oder ETFs einordnen.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Nachzahlungen für Ausbildungszeiten bis 45, Ausgleichszahlungen ab 50, Steuerwirkung, Rentenbeginn und ausführlicher Rentenauskunft.
  • Ein klarer Konsens zur GRV als gute oder schlechte Anlage entsteht nicht, aber mehrere Beiträge sehen private Kapitalanlagen eher als Ergänzung zur lebenslangen Basisrente.
  • Immer weniger werden die Renten für immer mehr tragen müssen ohne Anpassungen des Systems wird das auf die Dauer nicht funktionieren, auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen.

    Sicher sind Anpassungen nötig. Aber auch ein höheres Produktivitätswachstum könnte helfen. Laut KI könnten 1,5 bis 1,8 % Produktivitätswachstum den demografischen Wandel komplett ausgleichen. Kommt natürlich darauf an, was praktisch erreichbar ist und ob der Effekt an der richtigen Stelle ankommt.

  • Aber auch ein höheres Produktivitätswachstum könnte helfen.

    Dem ist so.

    Umso unverständlicher, daß es nach so vielen Jahren von politischer Seite immer noch nicht gelungen ist, die passenden Rahmenbedingungen für (lange überfällige) Steigerungen der Produktivität zu setzen. Gleiches gilt für das deutsche Potentialwachstum (bewegt sich im Bereich von Null).

  • Frau Bas teilt mit, das die Renten am 1.7.26 um 4,24 % steigen werden. Mich freuts...

    Der Wahnsinn nimmt kein Ende.

    Es muss aber auch noch finanzierbar und fair bleiben. So ist es momentan leider nicht.

    Eine künftige Begrenzung der Erhöhung auf die Inflationsrate halte ich für angemessen.

    Man sollte auch die Inflation dazu sehen:

    Bis 2025 hatten die Rentenerhöhungen die Inflation NICHT aufgeholt.
    (Wenigstens nach meiner Rechnung.)

  • Sicher sind Anpassungen nötig. Aber auch ein höheres Produktivitätswachstum könnte helfen. Laut KI könnten 1,5 bis 1,8 % Produktivitätswachstum den demografischen Wandel komplett ausgleichen. Kommt natürlich darauf an, was praktisch erreichbar ist und ob der Effekt an der richtigen Stelle ankommt.

    Da die Rentenversicherung über Beiträge finanziert wird (abgesehen von den Elementen für den Ausgleich von gesamtgesellschaftlichen Aufgaben), wird ja hauptsächlich der Faktor "Arbeit" zur Finanzierung herangezogen. Jetzt können wir uns ja mal fragen, ob bei Tarifabschlüssen Produktivitätszuwächse adäquat berücksichtigt wurden und werden.

  • Da die Rentenversicherung über Beiträge finanziert wird (abgesehen von den Elementen für den Ausgleich von gesamtgesellschaftlichen Aufgaben), wird ja hauptsächlich der Faktor "Arbeit" zur Finanzierung herangezogen. Jetzt können wir uns ja mal fragen, ob bei Tarifabschlüssen Produktivitätszuwächse adäquat berücksichtigt wurden und werden.

    Nach meiner Aufstellung, oben, finde ich immer wieder interessant wenn eine Verringerung der zukünftigen Rente durch Umstellung der Basis von Arbeitslohn auf Inflation erreicht werden soll.

    Die Arbeitslöhne sind viele Jahre hinter der Inflation hinterher gelaufen. Darum wohl auch das Minus in der Rentensteigerung der letzten 34 Jahre.

  • Wie plötzlich alle scharf auf Gerechtigkeit sind. Ich bin mir sicher...wäre herausgekommen, dass in der Zeit die Lebenserwartung stärker gestiegen ist, würde man das jetzt kleinreden.

    Mal abgesehen davon, dass man die geschlechterspezifischen Unterschiede und daraus entstehenden Ungerechtigkeiten jetzt natürlich auch weiterhin gepflegt ignoriert

  • Mal abgesehen davon, dass man die geschlechterspezifischen Unterschiede und daraus entstehenden Ungerechtigkeiten jetzt natürlich auch weiterhin gepflegt ignoriert

    Naja, immerhin ist das Rentenalter für Frau auf das Alter Mann gleichgezogen.
    Wenn die Frauen jetzt "richtig emanzipiert" wären, dann würde vorgeschlagen werden müssen: Zukünftiges reguläres Rentenalter Mann: 67 Jahre, Frau 70 Jahre.
    Divers und etc. irgendwo dazwischen,...

  • Wie plötzlich alle scharf auf Gerechtigkeit sind.

    Das ist ein seltsamer Satz. Findest Du das verwerflich, wenn man nach Gerechtigkeit strebt?

    Ich bin mir sicher...wäre herausgekommen, dass in der Zeit die Lebenserwartung stärker gestiegen ist, würde man das jetzt kleinreden.

    Der Fall liegt aber nicht vor. Und was wiederum wäre an dieser Hoffnung/Aussicht schlimm? Sollte es uns nicht allen immer besser gehen? Spricht irgendetwas dagegen? Sollten wir nicht eigentlich mit der Zeit weniger arbeiten? War nicht genau das einmal das Versprechen von Automatisierung und steigender Produktivität?

    Mal abgesehen davon, dass man die geschlechterspezifischen Unterschiede und daraus entstehenden Ungerechtigkeiten jetzt natürlich auch weiterhin gepflegt ignoriert

    Was meinst Du? Es geht hier ja um die Lebenserwartung im Vergleich zur Rentenbezugsdauer. Ich denke, dass Du hier nicht darauf anspielst, dass Frauen im Schnitt eine höhere Lebenserwartung haben, als Männer. Du verweist vermutlich(?) auf eine allgemeine Schlechterstellung von Frauen bei der Versorgung in der GRV? Aber sind sie von https://www.welt.de/politik/deutsc…entenalter.html nicht genauso negativ betroffen? Ist es damit nicht auch im Interesse der Frauen, dass dieser konkrete Punkt diskutiert wird?

  • Das ist ein seltsamer Satz. Findest Du das verwerflich, wenn man nach Gerechtigkeit strebt?

    Verwerflich finde ich, wenn man Zahlen nur ernst nimmt, wenn sie in die eigene politische Agenda passen. Gerechtigkeit ist dann nur vorgeschoben. Sieht man ja auch sehr schön an der Sache mit Männlein und Weiblein. Frauen und Männer bekommen für den gleichen Beitrag die gleiche Zahl Rentenpunkte und für einen Rentenpunkt das gleiche Geld. Obwohl Frauen im Schnitt länger leben. Mittlerweile ist immerhin das Renteneintrittsalter angeglichen, lange Jahre gingen Frauen sogar früher in Rente...

    Wer mit der Lebenserwartung argumentiert, muss das Problem angehen. Aber in der Praxis sind Frauen halt gleichberechtigter als Männer. Im umgekehrten Fall (Männer leben länger) hätte man natürlich das niedrigere Eintrittsalter für Frauen beibehalten.

  • Verwerflich finde ich, wenn man Zahlen nur ernst nimmt, wenn sie in die eigene politische Agenda passen. Gerechtigkeit ist dann nur vorgeschoben. Sieht man ja auch sehr schön an der Sache mit Männlein und Weiblein. Frauen und Männer bekommen für den gleichen Beitrag die gleiche Zahl Rentenpunkte und für einen Rentenpunkt das gleiche Geld. Obwohl Frauen im Schnitt länger leben. Mittlerweile ist immerhin das Renteneintrittsalter angeglichen, lange Jahre gingen Frauen sogar früher in Rente...

    Wer mit der Lebenserwartung argumentiert, muss das Problem angehen. Aber in der Praxis sind Frauen halt gleichberechtigter als Männer. Im umgekehrten Fall (Männer leben länger) hätte man natürlich das niedrigere Eintrittsalter für Frauen beibehalten.

    Na gut, dann also whatabout der Ungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern in der GRV. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke ... es gibt wesentlich mehr Rentnerinnen, die sich jeden Tag mit ihren Geschlechtsgenossinnen im Cafe treffen, um dort die erworbenen Rentenabsprüche ihres vorher verstorbenen Ehemanns in Form von Kaffee und Kuchen zu verprassen, als umgekehrt. Das scheint doch das gravierendere Problem zu sein.

    Lass uns https://www.welt.de/politik/deutsc…entenalter.html und https://www.zeit.de/arbeit/2026-04…esregierung-gxe besser beiseite schieben und diskutieren, ob wir froh sein müssen, dass die Witwen Kuchen Essen und nix gesundes. Sonst würden sie vielleicht noch länger leben und Rente beziehen...

  • Auch gegen die versicherungsfremden Leistungen in der GRV laufen neue Klagen:

    https://www.focus.de/finanzen/rentn…d29ddb7ede.html

    https://rentenbescheid24.de/240-milliarden…lage-scheitern/

    https://www.merkur.de/wirtschaft/for…r-94189594.html

    https://www.gegen-hartz.de/news/rente-ver…lung-fr-rentner

    Allerdings habe ich in keinem der Artikel einen Hinweis darauf gefunden, dass das Bundesverfassungsgericht genau darüber schon entschieden hat und den Sozialkassen hier einen anderen Status als den privaten Kassen eingeräumt hat und den Sozialkassen eine allgemeine Verantwortung zugeordnet und sozialversicherungsfremde Leistungen damit bereits als zulässig beurteilt hat.

  • https://www.wiwo.de/politik/deutsc…/100216082.html

    Zitat

    SPD-Chef Lars Klingbeil stemmt sich dagegen, die Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfängern künftig komplett aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die Gesundheitskosten im Bürgergeld ganz aus Steuermitteln statt über Sozialbeiträge zu bezahlen, würde rund zwölf Milliarden kosten, sagte der Bundesfinanzminister der „Süddeutschen Zeitung“.

    Er habe zwar an sich nichts dagegen, doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken, so Klingbeil. „Die werden nicht kleiner, wenn wir noch mehr Geld herausnehmen.“ Der Vorschlag der Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen sei daher keine echte Entlastung, sondern eine „Milchmädchenrechnung“. „Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“, sagte der Finanzminister.

    Da bleibt einem echt die Spucke weg.

    Das heisst übersetzt: "Wir haben kein Geld im Haushalt, also holen wir uns, was immer wir kriegen können, von irgendwo her.

    Zitat

    Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“

    Die Kosten für versicherungsfremden Leistungen den Beitragsversicherten der GRV aufzubürden, das war das Verschieben von A nach B. U.a. dadurch sind Lücken dort überhaupt erst entstanden. Wenn man das nicht gemacht hätte, dann wäre da auch nix zu schliessen.


    Auch hier:

    https://www.zeit.de/politik/deutsc…sicherungen-gxe

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