Wir müssen an der Stelle zwischen der Garantie in Bezug auf das Vertragsguthaben (Es werden die eigenen Beiträge sowie die erhaltenen Zulagen nominal garantiert.) und einem eventuell garantierten Rentenfaktor (Gibt es nur bei Versicherungslösungen.) unterscheiden.
Altersvorsorgedepot ab 2026
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Tomarcy -
1. November 2024 um 12:20 -
Erledigt
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Wieviel einfacher wäre es doch, wenn man (wie z.B. in USA) ein spezielles Depot hätte, in dem man steuerneutral umschichten kann, wie man will, aber halt erst in einem bestimmten Lebensalter Geld wieder herausziehen kann (wobei man dann die Kapitalerträge reduziert versteuert, so daß die Wirkung der Inflation kompensiert wird).
Weiß jemand, wie da der Stand der Diskussion ist? Zieht irgendjemand der Verhandelnden so was in Erwägung? Damit wäre ja schon viel erreicht.
Andererseits hieße das natürlich, dass die SPD mit ihrer erhöhten KESt erst mal nicht so viel anfangen könnte.
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Du musst das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen abwarten.
Alles andere ist Spekulation.
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Du musst das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen abwarten.
Alles andere ist Spekulation.
Spekulation? Ich wollte in erster Linie wissen, ob Positionen zu dem Thema bekannt sind. Bei der FDP hätte ich es gewusst. Hätte übrigens nie gedacht, dass ich deren Niedergang mal zumindest in einem Aspekt bedauern würde

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Bei der FDP hätte ich es gewusst. Hätte übrigens nie gedacht, dass ich deren Niedergang mal zumindest in einem Aspekt bedauern würde

Den Niedergang der SPD (lange Jahre zwischen 30 bis 45%) und der Union (lange Jahre zwischen 40 und 50%) - sprich ausgehend von früher mal üblichen Werten betrachtet (Zahlen aus der Erinnerung) - bedauere ich jedenfalls ebenso. Für das große Ganze dürfte das nicht unbedingt Gutes bedeuten.
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Ich wollte in erster Linie wissen, ob Positionen zu dem Thema bekannt sind.
Ja, ich hatte die Position von SPD/CDU bereits in #63 gepostet.
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Ja, ich hatte die Position von SPD/CDU bereits in #63 gepostet.
Dann habe ich es falsch verstanden, ich dachte, da ginge es um Riester. Dass da was von einem Depot stand, in dem man steuerneutral umschichten kann, habe ich übersehen.
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Dann habe ich es falsch verstanden, ich dachte, da ginge es um Riester. Dass da was von einem Depot stand, in dem man steuerneutral umschichten kann, habe ich übersehen.
Ach so, dir ging es um die steuerneutrale Umschichtung. Davon steht dort natürlich nichts. Es geht um eine Riester-Reform. Ob diese durch ein Altersvorsorgedepot, ähnlich dem FDP-Entwurf, oder durch irgendein Versicherungsprodukt umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
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Ach so, dir ging es um die steuerneutrale Umschichtung. Davon steht dort natürlich nichts. Es geht um eine Riester-Reform. Ob diese durch ein Altersvorsorgedepot, ähnlich dem FDP-Entwurf, oder durch irgendein Versicherungsprodukt umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
Ja, genau. Wobei ja wohl auch die Möglichkeit geplant war, Riesterverträge umzuwandeln, was ich sehr begrüßt hätte.
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Es hilft hier nichts als Abwarten. Alleine der Wegfall der lebenslangen Verrentung würde schon sehr viel bringen.
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In diesem Video von Walz&Beutler im Interview mit Axel Kleinlein, ehemaliger Vorstand des Bund der Versicherten wird von diesem geäussert, dass das Konzept des Altersvorsorgedepots von der neuen Bundesregierung in Grundzügen übernommen werden könnte. Wäre ja ein Lichtblick im Riester-Dschungel.
Ab ca. Minute 21:40
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In diesem Video von Walz&Beutler im Interview mit Axel Kleinlein, ehemaliger Vorstand des Bund der Versicherten wird von diesem geäussert, dass das Konzept des Altersvorsorgedepots von der neuen Bundesregierung in Grundzügen übernommen werden könnte. Wäre ja ein Lichtblick im Riester-Dschungel.
Ab ca. Minute 21:40
Wäre wirklich interessant. Habe dieses Jahr meine Fondsrente bei meiner Versicherung gekündigt. Natürlich Provisionsbasis gewesen und keine Netto Police. Im Moment geht der Beitrag in meinen ETF aber wenn die Förderung stimmen würde, wäre das Altervorsorgedepot echt eine Alternative.
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In das Thema kommt Bewegung. Das Altersvorsorgedepot scheint wohl doch noch zu kommen:
So will die Bundesregierung die Altersvorsorge an die Börse bringen
Spannend dürfte es bei der "Verrentungspflicht" werden, mal sehen welche Lobbygruppe sich am Ende durchsetzt
ZitatThomas Soltau, CEO von Smartbroker, spricht von einer "historischen Chance, die lange überfällig ist". Er fordert ein einfaches, transparentes Modell ohne Garantien und Verrentungspflicht und frei von Steuern in der Ansparphase. Ähnlich äußert sich auch der Geldratgeber "Finanztip", der dem Verbraucherschutz nahesteht. Man dürfe die "Riester-Fehler" nicht wiederholen.
ZitatDer Gesamtverband der Versicherer (GDV) verweist dagegen auf eine aktuelle Studie von Insurance Europe, dem Verband der europäischen Versicherungs- und Rückversicherungsbranche, wonach sich 81 Prozent der Befragten Produkte mit Kapitalsicherheit wünschen. Er fordert, Garantien nicht vollständig aufzugeben und die lebenslange Auszahlung beizubehalten.
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..ohne es gelesen zu haben; es fehlt die Verankerung... ohne horrende Abschlussgebühren, die bei einer "Dynamisierung" erneut erhoben werden.
Mich betrifft es, als aktiver Rentner, nicht mehr.

Aber es sollte in Zukunft möglich sein, in seinem bestehenden Depot einfach und kostenneutral zusätzlich ein entsprechendes Produkt abzuschließen, das dann bis zum Renteneintritt bespart wird und bis dato nicht entnommen werden kann. -
In das Thema kommt Bewegung. Das Altersvorsorgedepot scheint wohl doch noch zu kommen:
So will die Bundesregierung die Altersvorsorge an die Börse bringen
Ungelegte Eier.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß in Deutschland eine Konstruktion auf die Welt gebracht wird, an der die Finanzbranche nicht beteiligt wird, etwa ein Sperrdepot/Sperrkonto, auf das man nur einzahlen kann (vielleicht sogar steuerbegünstigt), aber vor dem (sagen wir mal) 63. Lebensjahr nichts mehr entnehmen kann, innerhalb dessen man aber frei umschichten kann. Das wäre für deutsche Bürokraten mit Abstand zu einfach.

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Jetzt warten wir erstmal ab. Und nachher kann man dann immer noch nörgeln.
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Spannend dürfte es bei der "Verrentungspflicht" werden, mal sehen welche Lobbygruppe sich am Ende durchsetzt

Ich hätte da ja einen Vorschlag, der die Argumentation beider Seiten zufriedenstellen würde: Garantie und Verrentung sind freiwillig, der Kunde sucht sich das aus.
Die Argumentation der Versicherungen hat natürlich relativ wenig mit dem tatsächlichen Wunsch der Kunden zu tun. Und viel mehr mit dem Wunsch, sich Konkurrenz vom Leib zu halten, da außer den Versicherungen kaum jemand eine Verrentung umsetzen kann. Wie Achim schreibt...mit einer nach Alter begrenzten Entnahme könnte man das Problem auch einfach lösen. Andere Länder haben das schon längst so umgesetzt...
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Ich hätte da ja einen Vorschlag, der die Argumentation beider Seiten zufriedenstellen würde: Garantie und Verrentung sind freiwillig, der Kunde sucht sich das aus.
Die Argumentation der Versicherungen hat natürlich relativ wenig mit dem tatsächlichen Wunsch der Kunden zu tun. Und viel mehr mit dem Wunsch, sich Konkurrenz vom Leib zu halten, da außer den Versicherungen kaum jemand eine Verrentung umsetzen kann. Wie Achim schreibt...mit einer nach Alter begrenzten Entnahme könnte man das Problem auch einfach lösen. Andere Länder haben das schon längst so umgesetzt...
Eine einfache Lösung in Deutschland? Ja, wo kämen wir denn da hin? Wenn man aber davon ausgeht, dass ein Altersvorsorgedepot auf ETF Basis kommen wird. Was ich tue. Zumindest mit ETF als eine mögliche Option aus der der Kunde auswählen kann. Wie soll dann eine lebenslange Verrentung aussehen? Das kann rein durch Entnahmen aus dem ETF Bestand ja nicht funktionieren, sondern nur über eine Verrentung in Form einer Versicherung. Der Kunde müsste also zwangsweise einen Teil seiner ETF verkaufen und dafür eine Leibrenten-Versicherung abschließen. Und das kann ich mir wiederum nicht vorstellen. Somit dürfte sich dieses Problem von alleine lösen.
Aber...
Ungelegte Eier.
Daher...
Jetzt warten wir erstmal ab.

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Eine einfache Lösung in Deutschland? Ja, wo kämen wir denn da hin?

Wenn man aber davon ausgeht, dass ein Altersvorsorgedepot auf ETF-Basis kommen wird. Was ich tue. Zumindest mit ETF als eine mögliche Option aus der der Kunde auswählen kann. Wie soll dann eine lebenslange Verrentung aussehen? Das kann rein durch Entnahmen aus dem ETF Bestand ja nicht funktionieren, sondern nur über eine Verrentung in Form einer Versicherung. Der Kunde müsste also zwangsweise einen Teil seiner ETF verkaufen und dafür eine Leibrenten-Versicherung abschließen.
Eine Minderheit der Deutschen legt ihr Geld in Aktien an. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, daß das bei jungen Leuten mehr sind. Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen hat vor allem drei Ziele im Blick: Sicherheit, Sicherheit und nochmal Sicherheit.
Ich glaube nicht, daß eine nennenswerte Zahl der Deutschen von ihren Tages- und Festgeldern wegkommen wird, auch spielt dieses fürchterliche Langlebigkeitsrisiko weiterhin eine zentrale Rolle bei der Planung der Alterseinkünfte. Ich habe mehrfach vorgerechnet, daß dieses Risiko so groß nicht sein kann - und daß die Versicherungswirtschaft keine wirklich überzeugende Lösung für dessen Abdeckung bietet. Aber wenn sich alle Gedanken des Anlegers auf die Reduktion selbst des kleinsten Restrisikos konzentrieren, dann sind halt keine anderen Gedanken daneben mehr denkbar.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die deutsche Regierung den Weg zu einem normalen (das heißt: wenig regulierten) Altersvorsorgedepot öffnet. Die staatliche Verwaltung begreift sich noch viel zu sehr als Obrigkeit, die Bürger sich selbst noch viel zu sehr als Untertanen. Die Deutschen sind in ihrer Mehrheit keine Selbstentscheider, sondern schätzen es sehr, wenn man sie am Händchen nimmt und führt.

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Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen hat vor allem drei Ziele im Blick: Sicherheit, Sicherheit und nochmal Sicherheit.
Generell problematisch, da es nach meinen Erfahrungen in dem Bereich "private Finanzen" nur drei "Sicherheiten" gibt: Die Inflation, die Steuern und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger hohen) Kosten bzw. Gebühren.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die deutsche Regierung den Weg zu einem normalen (das heißt: wenig regulierten) Altersvorsorgedepot öffnet.
Das kann ich mir - nach dem jahrzehntelangen "Gemurkse" rund um das Thema - auch schwer bis kaum noch vorstellen. Insbesondere auch vernünftige steuerliche Rahmenbedingungen (bis zu einem gewissen Alter zumindest wie 60, 65 oder 67 Jahre beispielsweise).
Die staatliche Verwaltung begreift sich noch viel zu sehr als Obrigkeit, die Bürger sich selbst noch viel zu sehr als Untertanen.
Sehe ich ganz ähnlich - seitens der Menschen oftmals noch gepaart mit enorm hohem Staatsvertrauen bis hin zur Staatsgläubigkeit. Seitens der Obrigkeit gilt das insbesondere auch für die EU (siehe schon hier beispielsweise):
Auch das Menschenbild einer EU mit dem vulnerablen, vollumfänglich zu schützenden, zu leitenden und zu lenken Bürger (eher "Untertan") samt dazu "passender" (in Teilen längst überbordender) EU-Bürokratie und EU-Regulatorik - statt des Bild des mündigen Bürgers und ebensolchen Verbrauchern ...
Da ist auf jeden Fall was dran:
Aber wenn sich alle Gedanken des Anlegers auf die Reduktion selbst des kleinsten Restrisikos konzentrieren, dann sind halt keine anderen Gedanken daneben mehr denkbar.
Sowohl für die so denkenden und handelnden Menschen (samt dahinter stehendem Staatsbild) als auch für eine so denkende und handelnde Obrigkeit (samt dahinter stehendem Menschenbild) könnte (eher dürfte) das Folgende zutreffen:
Irgendwann könnte man feststellen, daß man mit allen Risiken auch alle Chancen beseitigt hat.
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